

Seitens TG Daily gibt es reichlich neue Details zum kommenden ATI RV770 Chip bzw. der darauf basierenden Radeon HD 4800 Grafikkarten-Serie. So soll der Lauchtermin des RV770-Chips (nach aktuellen Planungen) in der 25. Kalenderwoche liegen, was Mitte des Juni werden würde. Damit dürften die Boards auf der Computex nur hinter verschlossenen Türen gezeigt werden - was aber für das eigentliche Ziel der Computex in Form von Vertragsanschlüssen zwischen Grafikkartenherstellern und PC-Bauern kein Hinderniss darstellen dürfte. Erstaunlicherweise ordnen TG Daily den RV770-Chip vom Launchdatum damit aber hinter nVidias GT200-Chip ein - von welchem aber derzeit nicht unbedingt zu erwarten ist, innerhalb eines Monats von jetzt ab vorgestellt zu werden.
Dafür spricht auch die allgemeine Informationslage, welche ein recht guter Indikator dafür ist, wie nahe ein neuer Chip ist: Zum GT200 gibt es derzeit nur sehr wenige Informationen und vor allem noch nichts zu den einzelnen GT200-Kartenausführungen zu berichten, während dieselbe Informationslage beim RV770-Chip doch wesentlich freundlicher aussieht. So ist schon seit einigen Wochen bekannt, daß ATI mit einer Radeon HD 4850, einer taktschnelleren Radeon HD 4870 und der DualChip-Lösung Radeon HD 4870 X2 antreten wird, TG Daily bestätigen dies noch einmal. Neu ist aber die Information, daß zum Launchtag erst einmal nur die Radeon HD 4850 kommen soll, die anderen Varianten sollen im Juli folgen.
Dabei soll die Radeon HD 4850 mit 512 MB GDDR3-Speicher zu einem Listenpreis von 189 bis 219 Dollar antreten, in Euroland und mit Mehrwertsteuer dürften das in etwa 150 bis 170 Euro sein, was erstaunlich günstig wäre. Bei der Radeon HD 4870 mit 512 MB GDDR5-Speicher sollen es zwischen 249 und 279 Dollar sein, ergo runde 200 bis 230 Euro. Sollten beide Preise so zutreffen, ist das ein deutlicher Hinweis darauf, daß der RV770-Chip keineswegs eine glatte Verdopplung des RV670-Chips darstellt, denn dafür könnte man klar höhere Preise verlangen. Trotzdem könnte eine Radeon HD 4870 durchaus - wie angepeilt - die Performance einer Radeon HD 3870 X2 erreichen, hierfür ist schließlich wegen der niemals hunterprozentigen CrossFire-Effizienz nicht die doppelte Hardware-Power notwendig, sondern reichen 70 bis 80 Prozent mehr Hardware-Power.
HT4U berichten zu den (letzte Woche) vorgestellten neuen nVidia nForce7 Mainboard-Chipsätzen für AMD-Prozessoren, mit denen nVidia nunmehr seine aktuelle Chipsatz-Technik auch für AMD-Prozessoren anbietet. Wie allerdings auch bei den Intel-Pendants sind die PCI Express Anbindungen im SLI-Betrieb trotz des prinzipiellen Supports von PCI Express 2.0 noch nicht optimal gelöst: So bindet der nForce 780a SLI den ersten Grafikkarten-Steckplatz mit PCI Express 2.0 x16 und damit maximaler Bandbreite an, den zweiten und dritten Grafikkartensteckplatz jedoch nur noch mit PCI Express 2.0 x8 (das von HT4U hierzu gezeigte Blockschaltbild ist scheinbar alt, hier gibt es ein aktuelles). Da in einem SLI-System für die Performance generell die schwächste der vorhandenen Anbindungen maßgeblich ist, läuft das System ergo unter Triple-SLI übertragenerweise nur mit PCI Express 2.0 x8, das ist dieselbe Bandbreite wie bei PCI Express 1.1 x16.
Einsparungen gibt es zudem bei der Anbindung an das System: Der für die Grafikkarten zuständige extra Chip "nForce 200" ist für sich selber nur mit einem einfachen PCI Express 2.0 x16 Link an den eigentlichen Mainboard-Chipsatz angebunden. Da dies natürlich für die Bandbreiten-Anforderungen von zwei oder drei Grafikkarten zu wenig, beherrscht der Chipsatz zusätzliche Modi, mit welchem zum einen Kommandos zwischen den Grafikkarten auch direkt zwischen diesen laufen können und nicht erst über Prozessor und Hauptspeicher gehen. Zum anderen werden in einem SLI-System die von der CPU an die Grafikkarten fließenden Kommandos entsprechend der Anzahl der Grafikkarten multipliziert, so daß die CPU nicht mehr für alle drei Grafikkarten diese Kommandos erstellen und versenden muß.
Sofern dies alles so funktioniert, reicht die benutzte Anbindung des nForce 200 Chips natürlich aus - eine Gewähr dafür gibt es allerdings nicht, da nicht klar ist, ob das ganze vollautomatisch mit hoher Effizienz passiert oder aber eine Mitarbeit seitens der Anwendungssoftware erfordert. Anzumerken wäre hier allerdings noch, daß der nForce 200 Chip auch beim nForce 780i SLI für Intel-Prozessoren zum Einsatz kommt und sich dort ergo dieselbe (theoretische) Problematik ergibt. In der Praxis hat natürlich noch niemand - auch mangels Konkurrenz - den nVidia-Chipsätzen eine Schwäche bei der Grafikkarten-Anbindung unter SLI nachgewiesen. Nichtsdestrotrotz widerspricht es etwas dem totalen HighEnd-Gedanken von SLI und gerade Triple-SLI, wenn man dann bei der Anbindung spart.
Beim kleineren nForce 750a SLI ist dies mit einer doppelten PCI Express 2.0 x8 Anbindung für zwei Grafikkartensteckplätze zwar nicht deutlich besser gelöst, bei einfachem SLI entfallen diese Bedenken allerdings weitestgehend. Bei einer einzelnen Grafikkarte verbindet der nForce 750a SLI dann im übrigen die verfügbare Bandbreite und stellt somit eine PCI Express 2.0 x16 Anbindung zur Verfügung (kann der nForce 780a SLI bei zwei Grafikkarten genauso). Der extra nForce 200 Chip kommt beim nForce 750a SLI nicht zum Einsatz, die Grafikkarten-Anbindung liegt hier vollständig in der Hand des eigentlichen Mainboard-Chipsatzes. Nur beim (schon früher im Jahr verfügbaren) nForce 730a fehlt jegliche SLI-Möglichkeit, hier gibt es nur einen einfachen PCI Express 2.0 x16 Link.
Alle drei genannten Mainboard-Chipsätze unterstützen dann aber auch nVidias HypridPower, da selbst die HighEnd-Varianten immer eine integrierte Grafiklösung beinhalten. Interessanterweise scheint dieses ein bis zwei Prozent an Spiele-Performance selbst unter dem Einsatz einer extra Grafikkarte zu kosten - sicherlich kein bedeutsamer Verlust, aber dennoch ein vermeidbarer, da im Spiele-Modus HybridPower natürlich besser nicht wirken sollte. Dafür ist die Wirkungsgrad bei der Senkung des Stromverbrauchs hervorragend, der Tech Report konnte hierbei im Idle-Modus den Stromverbrauch eines nForce 780a SLI Systems mit GeForce 8800 GT Grafikkarte von 168 auf 112 Watt erheblichst senken.
Shortcuts: HT4U berichten über einige Wortmeldungen der Mainboard-Hersteller zu deren Prozessoren-Support bezüglich der Phenom-Prozessoren mit 125 und 140 Watt TDP. Entsprechende Supportlisten gibt es von Asus und Gigabyte sowie seitens MSI. Gemäß des Heise Newstickers hat sich AMD offengelassen, den Fusion-Chip notfalls auch aufgetrennt nach CPU und Grafikchip zu fertigen (nicht auf einem Die, sondern auf einem Trägermaterial), womit TSMC dann womöglich auch nur den Grafikchip-Part übernimmt. Dagegen spricht allerdings die Aussage seitens TSMC, ihre kommende 45nm-Fertigung wäre für SOI-Wafer geeignet - diese Wafer werden gewöhnlich für die CPU-Fertigung eingesetzt und haben bisher in der Grafikchip-Fertigung keine Verwendung gefunden. Und letztlich berichten Gulli darüber, daß das DRM von Windows Vista seitens des US-Fernsehsenders NBC dazu eingesetzt wird, Aufnahmen des NBC-Fernsehprogramms gänzlich zu verhindern. Dazu strahlt NBC ein "Copy Never Flag" aus, welches Windows Vista (im Gegensatz zu Windows XP) auswertet und demzufolge keinerlei Aufnahmen ermöglicht.
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TweakTown haben sich die S3 Chrome 430 GT angesehen, die Direct3D 10.1 LowCost-Lösung von S3 Graphics auf Basis des "Destination D3" Grafikchips. Der neueste Wurf des im Besitz von VIA befindlichen Grafikchip-Entwicklers steht natürlich nicht in Konkurrenz zu ernsthaften Gamer-Lösungen, sondern stellt eher ein totales Einsteigerangebot dar, welche mit GeForce 8400 GS und Radeon HD 3450 um stückzahlenschwere OEM-Verträge buhlt. Allerdings hat es die S3-Karte selbst den beiden zuvor genannten Lösungen gegenüber schon schwer, werden in den Tests von TweakTown nur die Messungen unter den theoretischen Benchmarks 3DMark06 und Cinebench (geringfügig) gewonnen, während man bei den Spiele-Benchmarks zumeist deutlich zurückliegt.
S3 dürfte hiermit sicherlich seine Chance auf dem OEM-Markt haben (vor allem da man wohl sehr aggressiv beim Preis ist), zum Wiedereinstieg in den Retailmarkt muß man allerdings naturgemäß wenigstens Mainstream-Lösungen anbieten, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Von dem eigentlich für dieses Marktsegment gedachten "Destination D2" Grafikchip ist leider gar nichts mehr zu hören - und da dieser eigentlich schon vor dem "Destination D3" erscheinen sollte, könnte sich dieses Projekt inzwischen auch gänzlich erledigt haben. Daß die jahrelange Entwicklung am Destination-Design dann aber nur in einer Chrome 430 GT münden soll, erscheint auf der anderen Seite auch schwer vorstellbar - eventuell arbeitet S3 also doch noch an weiteren Destination-Abkömmlingen.
Fudzilla vermelden eine Radeon HD 3870 mit 2 GB Speicher seitens GeCube. Dies erscheint als reichlicher Overkill angesichts der bekannten Ergebnisse entsprechender Speichermengen-Tests, welche gerade den ATI-Modellen eine bessere Ausnutzung des vorhandenen Grafikkartenspeichers bescheinigen. Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang eher, daß es derzeit immer noch kaum HighEnd-Grafikkarten (Radeon HD 3870 X2, GeForce 9800 GTX, GeForce 9800 GX2) mit 1 GB Grafikkartenspeicher pro Grafikchip gibt (was bei den DualChip-Modellen dann 2 GB insgesamter Speicher wären), obwohl dies doch gerade bei den nVidia-Modellen inzwischen anzuraten ist, will man deren Leistungspotential jetzt und verstärkt auch in der Zukunft vollens ausschöpfen.
Wie die DigiTimes berichtet, soll AMD angeblich die Produktion des Fusion-Chips an den Auftragsfertiger TSMC auslagern, welcher bislang eher nur für die Grafikchip-Produktion für ATI und nVidia bekannt ist. Dies ist insofern überraschend, als daß TSMC damit auch den CPU-Kern von Fusion mitfertigen muß und der Auftragsfertiger bislang keine bedeutsamen Erfahrungen bei der CPU-Herstellung aufweisen kann. Auf der anderen Seite handelt es sich bei Fusion kaum um ein HighPerformance-Projekt, muß diese Kombination aus CPU und GPU auf einem Die somit nicht unbedingt auf den CPU-Fertigungsstraßen von AMD gefertigt werden. Aber natürlich läßt diese Konstellation auch die Möglichkeit offen, daß AMD aus Kostenzwang Fabriken abstößt oder/und zumindest die Eigenproduktion generell etwas herunterfährt.
Gemäß dem Heise Newsticker wird Microsoft mit dem Erscheinen des dritten Service Packs für Windows XP noch für zwei Jahre sicherheitskritische Patches für das Service Pack 2 von Windows XP zur Verfügung stellen, der entsprechende Support für das Service Pack 3 von Windows XP reicht sogar mindestens bis ins Jahr 2014. Zwar bedeutet "sicherheitskritische Patches" bei Microsoft leider nicht wirklich, daß damit alle sicherheitsrelevanten Patches gemeint sind, da Microsoft (auch um in der Statistik gegenüber anderen Betriebssystemen besser dazustehen) hier und da schon einmal eine Sicherheitslücke als weniger bedeutend ansieht, als sie das wirklich ist, dennoch sind die genannten Zeiträume erst einmal eine Hausmarke, innerhalb welcher man wahrscheinlich recht problemfrei mit Windows XP leben kann.
Kritischer dürfte es für das alte Betriebssystem werden, wenn neue Hardware-Technologien auf den Markt kommen, für welche dann kein Treiber-Support seitens des Betriebssystems mehr zur Verfügung gestellt wird - in diesem Punkt wird dann schlicht die natürliche Alterung des Betriebssystems einsetzen. Ein erstes Beispiel ist hier ja schon Direct3D10, welches Windows XP verwehrt bleiben wird und langfristig sicherlich zumindest die Computerspieler auf die Nachfolger von Windows XP ziehen wird. Dies muß natürlich nicht zwingend Windows Vista sein, gerade durch den nun garantierten langen Support von Windows XP und das dann wohl 2010 erscheinende Windows 7 könnten viele Anwender Windows Vista schlicht überspringen. Und vor dem Jahr 2010 ist es aus derzeitiger Sicht auch nicht zu sehen, daß Direct3D10 zur Pflicht für den Spieler werden wird, geht die Entwicklung in dieser Richtung doch weiterhin nur eher schleppend voran.
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Beim Guru3D gibt es einen ersten Test zu einer GeForce 9600 GSO Grafikkarte, hinter welcher sich wie bekannt allerdings nur eine Umbennung der bisherigen GeForce 8800 GS verbirgt. Die Performance der beiden Karten ist somit identisch, die GeForce 9600 GSO muß sich etwas unterhalb der GeForce 9600 GT einordnen - liegt aber weiterhin klar vor den eigentlichen Mainstream-Angeboten GeForce 8600 GT und GTS. Auf ATI-Seite ist die GeForce 9600 GSO - wie schon die GeForce 8800 GS - am besten mit der Radeon HD 3850 256MB vergleichbar, beide Grafikkarten bieten sicherlich ansprechende Power im Preisbereich von inzwischen knapp unter 100 Euro.
Vor der Eignung zu höheren Anforderungen "schützen" beide Grafikkarten im übrigen ihre Limitationen: Bei der ATI-Karte ist es der nur 256 MB große Grafikkartenspeicher, bei der nVidia-Karte der ebenfalls nur 384 MB große Grafikkartenspeicher sowie das auf 192 Bit DDR limitierte Speicherinterface. Sobald man mit der Auflösung nicht höher als 1024x768 geht, sind hier zumeist keine erheblichen Unterschiede zu schnelleren Grafikkarten feststellbar, insofern stellen beide Grafikkarten gangbare Lösungen für kleinere Monitore dar. Ab der Auflösung von 1280x1024 bilden sich jedoch schnell erhebliche Performance-Unterschiede heraus, hier lohnt sicherlich der Griff zu den zumeist nur wenig teureren 512-MB-Karten Radeon HD 3850 512MB bzw. GeForce 9600 GT.
TG Daily berichten über eine Radeon HD 3850 seitens Asus, welche den Grafikchip samt Speicher auf einem MXM-Modul trägt. Diese MXM-Module sind eigentlich für den Mobile-Bereich gedacht und sollen dort den Notebook-Herstellern ermöglichen, dasselbe Notebook-Design (ohne bauliche Änderungen) mit unterschiedlichen Grafiklösungen auszustatten. Dazu gibt es (je nach Leistungsanforderungen) verschiedene MXM-Bauklassen, im Fall einer Radeon HD 3850 dürfte es sich sicherlich um die größte Bauform handeln, ergo MXM-III oder MXM-HE. Prinzipiell ermöglicht die Modul-Bauweise auch das Austauschen bzw. Aufrüsten einer Grafiklösung in einem Notebook, allerdings ist dies nur ein (selten genutzter) Nebeneffekt, im eigentlichen geht es hierbei wie gesagt um die Flexibilität des Notebook-Herstellers bei seinem Produktprogramm.
Bei einer "echten" Grafikkarte ergibt sich ein solcher Nutzen natürlich nicht unbedingt, hier dürfte in der Tat der Aufrüstgedanke vorherrschen. Ob sich dieser allerdings jemals in die Praxis umsetzen lassen wird, bliebe vorerst allerdings noch zu bezweifeln. Denn erst einmal benötigt es hierfür eine Verfügbarkeit an entsprechenden MXM-Modulen mit neuen Grafikchips - und dann muß das ganze außerdem noch zu annehmbaren Preisen kommen. Gerade letzteres dürfte nicht einfach werden, sind Mobile-Lösungen in aller Regel sowieso teurer in der Produktion, zudem treibt die äußerst schwache Verfügbarkeit dieser Module im Retail-Markt die Preise zusätzlich nach oben. So kann es problemlos vorkommen, daß MXM-Module mit inzwischen älteren Grafiklösungen noch lange Zeit zum ursprünglichen Listenpreis verkauft werden, welcher schon zum Release höher war als der Preis einer kompletten Desktop-Grafikkarte mit demselben Grafikchip.
Zwar kann Asus bei seiner MXM-gepowerten Grafikkarte sicherlich erreichen, daß dort die vorhandenen Preisspielräume auch zum Verbraucher weitergegeben werden, aber bei den MXM-Modulen zum Nachrüsten dürfte das schon schwieriger werden. Eine zweite Limitation steckt im Stromverbrauch: Das MXM-Modul hat keine eigene Stromversorgung, die stellt die Grafikkarte - und diese limitiert damit auch, wie hoch man später nachrüsten kann. Aus einer Mainstream-Lösung macht man somit nachträglich kaum noch eine HighEnd-Lösung machen, da diese einen erheblich höheren Strombedarf haben dürfte. In der Summe sehen wir die Nachrüstfähigkeiten dieser Lösung also arg beschränkt - und ohne praktikable Nachrüstfähigkeit ist die Asus-Karte nichts anderes als ein recht teures Radeon HD 3850 Design.
Wobei wir diesem Ansatz nicht völlig Unrecht tun wollen: Technisch ist es eine sicherlich hochinteressante Lösung - noch dazu, wo man theoretisch sogar Hersteller-unabhängig Grafikchips nachrüsten können sollte, dieses Grafikboard also auch mit MXM-Modulen mit nVidia-Chip zusammenarbeiten müssste. Zudem dürften sich womöglich sogar Vorteile beim Stromverbrauch ergeben, sofern sich auf den benutzten MXM-Modulen auch extra Mobile-Grafikchips befinden (da diese zumeist mit einer niedrigeren Spannung operieren). Bevor dieses System aber wirklich als eine Möglichkeit zum späteren Aufrüsten deklariert werden kann, muß Asus erst einmal beweisen, daß man leistungsfähige MXM-Module zu einem akzeptablen Preis nachliefern kann, da es derzeit schließlich noch keinen echten Retail-Markt für solcherart Module gibt.
Wie der Heise Newsticker berichtet, stellt das Bundesfamilienministerium derzeit pro Jahr runde 30 Indizierungsanträge bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM), die Zustimmungsquote lag im übrigen bei satten 91 Prozent. Hier ergibt sich im übrigen eine weitere und von uns bislang noch nicht beachtete Möglichkeit, die veränderte Jugendschutzgesetzgebung praxiswirksam werden zu lassen: Denn neben dem Bundesfamilienministerium dürften auch andere Behörden Indizierungsanträge stellen, so unseres Wissens auch nach die Landeskriminalämter und die Landesfamilien- bzw. Landesjugendministerien, womöglich sogar auch noch niedrigrangigere Jugendschutzbehörden.
Damit steigen natürlich die Chancen, daß die neue Gesetzeslage auch zu mehr Indizierungen führt - gerade das Bundesfamilienministerium als Vorantreiber des neuen Gesetzes kann hier ja schließlich schon im Alleingang dafür sorgen. Zwar steht hier immer noch eine Prüfung seitens der BPjM davor, allerdings dürften sich deren Indizierungskriterien natürlich auch nach der neuen Gesetzeslage neu ausrichten. Womöglich liegt hier also eine viel größere Gefahr als in Indizierungsanträgen durch die Staatswanwaltschaften, was sowieso in den letzten Jahren kaum noch praktiziert wurde. Es ist demzufolge genauestens zu beobachten, was da ab dem 1. Juni mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes passiert - sprich, ob das Bundesfamilienministerium (oder andere Jugendschützer) anfangen, die BPjM mit Indizierungsanträgen zu überschütten.
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