30

News des 29./30. März 2025

Die Preise der Grafikkarten-Neuvorstellungen 2025 haben in den letzten Tagen preislich nur noch marginal nachgegeben, vielleicht mit einer kleinen Ausnahme bei der GeForce RTX 5090. Ansonsten existierte zum Wochenende hin grob dasselbe Preisniveau wie zum letzten Wochenanfang – eigentlich ungewöhnlich, nachdem zuletzt die Preise eigentlich gut innerhalb nur weniger Tagen abgeschmolzen sind. Am reinen Angebot scheint es auch nicht zu liegen, jenes ist nachweislich vorhanden, selbst für die bislang eher schwer erhältlichen Modelle GeForce RTX 5080 & 5090. Es ist zumindest denkbar, dass nun langsam der Effekt der hochgesetzten UVPs durch die Grafikkarten-Hersteller selber zum tragen kommt: Wenn man keine Radeon RX 9070 XT für 689 Euro auflegt (AMDs UVP), sondern die Hersteller-Karten nicht unter 100 Euro Mehrpreis angesetzt sind – dann ergibt sich das günstigste Marktangebot eben erst bei 789 Euro für die Radeon RX 9070 XT, wie aktuell zu sehen.

23.2. 6.3. 9.3. 11.3. 14.3. 19.3. 25.3. 30.3. Übertr.
GeForce RTX 5090 ~3800€ ? 3499-3600€ 3249-3600€ 3419-3600€ 3288-3600€ 2990-3400€ 2939-3300€ +33%
GeForce RTX 5080 ~1600€ ? 1509-1650€ 1469-1650€ 1449-1600€ 1439-1550€ 1399-1500€ 1393-1470€ +27%
GeForce RTX 5070 Ti ~1300€ ? 1079-1160€ 1009-1150€ 1049-1150€ 1009-1100€ 969-1040€ 949-1030€ +15%
GeForce RTX 5070 - 809-930€ 796-850€ 795-860€ 699-780€ 659-750€ 649-690€ 639-680€ +6%
Radeon RX 9070 XT - 919-1200€ 898-980€ 849-920€ 826-900€ 828-900€ 789-850€ 789-850€ +20%
Radeon RX 9070 - 729-900€ 749-830€ 699-800€ 699-760€ 699-760€ 677-730€ 671-730€ +11%
Preis-Übertreibung gegenüber dem tagesaktuell umgerechneten US-Listenpreis

An diesen Mindestpreisen kann die Handelskette dann auch nicht viel drehen, die Handelsspannen sind gewöhnlich zu gering, um da als Einzelhändler wirklich preisbrechende Angebote auflegen zu können. Der Effekt eines zu geringen Absatzes wegen zu hohen Preisen führt somit nicht direkt zu sinkenden Preisen, sondern erst einmal müssen die Läger volllaufen und die Nachbestellungen beim Grafikkarten-Hersteller ausbleiben, ehe jene dann vielleicht einen Handlungsbedarf sehen – und von sich aus die Preise senken. Allerdings kann nicht beschworen werden, dass jener Punkt des UVP-Niveaus der Grafikkarten-Hersteller derzeit schon in jedem Fall erreicht ist. Gerade die GeForce RTX 5090 hat sicherlich noch einiges an Potential für weitere Preissenkungen, mit Abstrichen sollte dies auch bei der GeForce RTX 5080 derart sein. Bei den anderen der neuen Grafikkarten darf allerdings der Verdacht geäußert werden, dass die aktuellen Preislagen vielleicht schon nahezu das wiedergeben, was die Grafikkarten-Hersteller minimal sehen wollen.

Laut der ComputerBase hat nVidia bestätigt, dass die Notebook-Hersteller auch für die GeForce RTX 50 Mobile-Serie angehalten sind, die konkret benutzten TGP-Settings für ihre Mobile-Grafiklösungen im Rahmen der Produkt-Webseiten auch wirklich zu nennen. Hieran können sich schließlich enorme Performance-Unterschiede ergeben, denn eine GeForce RTX 5090 Laptop darf von 80 bis 175 Watt verbrauchen, nachdem die (sehr stromsparenden) MaxQ-Versionen seit der RTX40-Serie nicht mehr explizit derart genannt werden. Aber auch für vergleichsweise nahe aneinanderliegende Watt-Bereiche hat dies eine Relevanz – wie wenn kürzlich wiederum bei der ComputerBase eine GeForce RTX 5080 Laptop auf 175W bis auf ein einzelnes fps an das Performance-Ergebnis der GeForce RTX 5090 Laptop auf 160W herangekommen ist. Laut VideoCardz hält sich im übrigen die Mehrheit der Notebook-Hersteller an diese nVidia-Vorgabe. Leider noch nicht so wirklich durch ist das Thema hingegen bei den Hardwaretestern selber – was die Mehrzahl aller Notebook-Tests im Netz ziemlich entwertet (rühmliche Ausnahme: Notebookcheck).

RTX50 Mobile Chip Hardware VRAM max. TGP Vorstellung Release RTX40-Vorgänger
GeForce RTX 5090 Laptop GB203 82 SM @ 256-bit 24 GB GDDR7 ≤175W CES 2025 März 2025 4090 Laptop: 76 SM @ 256-bit, 16 GB
GeForce RTX 5080 Laptop GB203 60 SM @ 256-bit 16 GB GDDR7 ≤175W CES 2025 März 2025 4080 Laptop: 58 SM @ 192-bit, 12 GB
GeForce RTX 5070 Ti Laptop GB205 46 SM @ 192-bit 12 GB GDDR7 ≤140W CES 2025 März 2025 -
GeForce RTX 5070 Laptop GB206 36 SM @ 128-bit 8 GB GDDR7 ≤115W CES 2025 April 2025 4070 Laptop: 36 SM @ 128-bit, 8 GB
GeForce RTX 5060 Laptop GB206 ~28-32 SM @ 128-bit 8 GB GDDR7 ≤115W ? vermtl. Q2/2025 4060 Laptop: 24 SM @ 128-bit, 8 GB
GeForce RTX 5050 Laptop GB207 ≤24 SM @ 128-bit 8 GB GDDR7 ≤115W ? vermtl. Q2/2025 4050 Laptop: 20 SM @ 96-bit, 6 GB
Hinweise: Angaben zu noch nicht offiziell vorgestellter Hardware basieren auf Gerüchten & Annahmen .... "max. TGP" in aller Regel mit 25W dynamischer Spielraum

Gemäß u.a. der PC Games Hardware entfernt Microsoft in einer der nächsten Windows-11-Versionen augenscheinlich einen vergleichsweise einfachen Weg, den Account-Zwang von Windows zu umgehen und mit einem lokalen Benutzerkonto zu starten. Noch ist auch dies wieder umgehbar, allerdings wird der Weg schwieriger und für manche Anwender dann vielleicht auch zu kompliziert, gerade wenn Microsoft zukünftig noch weitergehen sollte in seinem Bestreben nach "bestmöglicher Nutzererfahrung" (übersetzt: alle Daten zugunsten von MS). Generell ist es wohl zu empfehlen, sich die entsprechenden Windows-ISOs bei Microsoft komplett herunterzuladen und einzubunkern, bevor dieserart Änderungen final umgesetzt werden. Dann könnte man immer eine Windows 11 24H2 ISO für eine Neuinstallation (mit nach wie vor funktionierendem "bypassnro"-Trick) verwenden und die eventuell fehlenden Major-Updates dann einfach über den Windows-Update-Prozeß nachladen.

Twitterer TechEpiphany hat nach gewisser Pause wieder neue Grafikkarten-Verkaufszahlen der Mindfactory aufgestellt, welche für die 13. Woche gelten und aber natürlich schwer durch die vorherige Delistung aller Grafikkarten und die nun noch sicher nicht vollständige Lager-Neubestückung bei der Mindfactory in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem fehlt sicherlich auch hier und da das Käufer-Vertrauen in die Mindfactory, womit auch die nur 835 Stück in der Woche verkauften Grafikkarten erklärbar sind. Interessanterweise wurden die hiermit erzielten 0,94 Mio. Euro Umsatz in der 44. Woche 2024 schon einmal leicht unterboten, basierend auf stark anziehenden durchschnittlichen Verkaufspreisen (ASP) in der letzten Woche: AMD steht hier bei durchschnittlich 751 Euro, nVidia sogar bei satten 1549 Euro – so viel kostete eine bei der Mindfactory in der 13. Woche 2025 verkaufte nVidia-Grafikkarte im Durchschnitt. Hier spielen vornehmlich die Preisübertreibungen der neuen 2025er Grafikkarten mit hinein, zugleich fehlt der Mindfactory derzeit das breite Grafikkarten-Angebot als gewisser Ausgleich der Preislagen der Spitzenmodelle.

Stückzahlen-mäßig liegen AMD und nVidia in dieser Woche fast gleich auf (53:47%), beim Umsatz dominiert dann wegen des doppelt so hohen ASPs allerdings nVidia (35:65%). In der (kurzen) Modell-Verkaufsliste liegt die Radeon RX 9070 XT mit 340 Stück klar vor der GeForce RTX 5080 mit 220 Stück, alle restlichen Modelle kamen nicht mehr auf dreistellige Absatzzahlen. Verfügbar war zumindest teilweise alles, so auch wieder die GeForce RTX 5090 als auch die Radeon RX 9070 non-XT – wobei es letztere zu keinerlei Verkäufen geschafft hat, ein bemerkenswerter Erfolg von AMDs Upselling-Strategie bei den neuen RDNA4-Grafikkarten (daneben hat die Minfactory von der 9070 non-XT allein nur XFX-Modelle im Angebot, was teilweise als Verkaufshemmnis gesehen wird). Das ganze ist natürlich nur ein eher anekdotisches Ergebnis, mit Erreichen eines breiteren Angebotsportfolios dürften die Mindfactory-Zahlen dann wieder "normaler" ausfallen.

Grafikkarten-Verkäufe der Mindfactory im Jahr 2024/25   (AMD in rot, nVidia in grün, Intel in blau, durchgehend in dieser Reihenfolge)
Absatz Absatz-Anteile Umsatz Umsatz-Anteile ASPs
13. Woche 2025 835 Stück 52,7%   47,3%    0%  0,94M € 35,1%   64,9%    0%  751€   1549€     —  
8. Woche 2025 2410 Stück 62,9%   36,3%   0,8% 1,93M € 51,6%   48,1%   0,3% 656€   1061€   309€
7. Woche 2025 2055 Stück 75,2%   23,3%   1,5% 1,24M € 80,4%   18,8%   0,8% 647€   486€   341€
5./6. Woche 2025 2612 Stück p.W. 74,0%   24,6%   1,4% 1,54M € p.W. 79,6%   19,7%   0,7% 634€   471€   293€
4. Woche 2025 1595 Stück 60,8%   37,3%   1,9% 0,85M € 59,2%   39,7%   1,1% 518€   566€   311€
3. Woche 2025 1735 Stück 58,2%   38,9%   2,9% 0,87M € 58,0%   40,7%   1,3% 500€   525€   232€
2. Woche 2025 2255 Stück 55,2%   40,1%   4,7% 1,15M € 54,9%   42,3%   2,8% 506€   536€   303€
1. Woche 2025 2470 Stück 55,9%   41,3%   2,8% 1,29M € 54,8%   43,6%   1,6% 513€   553€   303€
52. Woche 2024 2095 Stück 47,7%   50,6%   1,7% 1,20M € 42,3%   56,8%   0,9% 510€   645€   310€
51. Woche 2024 3580 Stück 59,2%   36,6%   4,2% 1,72M € 57,3%   39,9%   2,8% 465€   524€   321€
48. Woche 2024 4245 Stück 53,0%   46,8%   0,2% 2,42M € 48,6%   51,3%   0,1% 524€   626€   224€
47. Woche 2024 2640 Stück 49,3%   49,6%   1,1% 1,51M € 45,5%   54,1%   0,4% 530€   625€   196€
46. Woche 2024 2000 Stück 43,8%   54,7%   1,5% 1,16M € 39,1%   60,5%   0,4% 518€   641€   142€
45. Woche 2024 3080 Stück 48,7%   51,3%    0%  1,83M € 43,0%   57,0%    0%  525€   660€     —  
44. Woche 2024 1570 Stück 41,7%   58,3%    0%  0,93M € 37,5%   62,5%    0%  532€   633€     —  
43. Woche 2024 2410 Stück 49,6%   49,6%   0,8% 1,44M € 42,6%   57,1%   0,3% 512€   687€   238€
42. Woche 2024 2275 Stück 49,2%   49,5%   1,3% 1,35M € 44,1%   55,5%   0,4% 532€   667€   176€
41. Woche 2024 2730 Stück 47,2%   52,4%   0,4% 1,65M € 39,8%   60,1%   0,1% 510€   695€   125€
40. Woche 2024 2110 Stück 47,2%   51,9%   0,9% 1,30M € 39,5%   60,3%   0,2% 515€   713€   119€
alle Daten basierend auf den Erhebungen von TechEpiphany auf Twitter; Wochenkonvention: Sonntag zu Samstag; "p.W." = per Woche