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News des 12. Juli 2024

Der Support des Online-Spiels "Warframe" hat augenscheinlich ebenfalls mit einer beachtbaren Absturzquote zu kämpfen und hat sich demzufolge auf Ursachensuche begeben. Auffallend waren dabei Crashes außerhalb des Spiel-eigenen Codes in der Datei "nvgpucomp64.dll", welche zum nVidia-Treiber gehört (ohne dass es genannt wurde wahrscheinlich mit der typischen Fehlermeldung "out of video memory") – und somit erneut auf das Stabilitäts-Problem von "Raptor Lake" hinweist. Nachfolgend hat der Warframe-Support dann eine Statistik aus hunderten eingereichten Nutzer-Fehlerberichten geformt, welche die Fehler-Häufigkeit nach Prozessoren sortiert. Eindeutig führend sind hierbei alle vier K/KF-Modelle von Raptor Lake, der nächstplazierte Prozessor ist mit 4,9% (Core i7-14700K) weit weg von den Werten der "Top-plazierten" ersten vier Modelle. Auf den nachfolgenden Plätzen wurden interessanterweise alle weiteren Modelle von Core i7 & i9 von Raptor Lake genannt, jedoch kein anderer Prozessor.

    Abstürze in "nvgpucomp64.dll" unter "Warframe", gemäß eingereichter Error-Reports von Spielern:

  1. Core i9-13900K  —  29,5%
  2. Core i9-14900KF — 18,7%
  3. Core i9-14900K  —  15,3%
  4. Core i9-13900KF — 12,3%
    ...
    Core i7-13700K/KF, Core i7-14700K/KF, Core i9-13900K/KF/KS, Core i9-14900K/KF/KS kumuliert96,7%
    Quelle: Warframe-Forum

Weder ein non-K-Modell von Raptor Lake noch jegliche andere Prozessoren von AMD & Intel kommen somit in dieser Absturz-Statistik auf eine Häufigkeit von nur 0,7%, liegen somit allesamt im Rest-Bereich. Selbiger ist mit 3,3% sowieso nicht besonders groß, da sich 96,7% aller Abstürze dieser nVidia-Datei auf die Core i7 & i9 K/KF/KS-Modelle von Raptor Lake verteilen. Anders formuliert handelt es sich um einen weiteren deutlichen Beweis für die Existenz dieser Problematik, welche eben auch in der Realität des Spiele-Alltags zuschlägt. Zudem ergibt sich über die klare Verteilung sehr wohl der Hinweis darauf, dass primär der Core i9 K/KF/KS betroffen ist, der Core i7 K/KF jedoch ebenfalls (abgeschwächt) diese Problematik in sich trägt. Genauer zwischen den Modellen sollte man hingegen nicht versuchen zu unterscheiden, die Fehlerquote einzelner Modelle wird immer auch von deren (unbekanntem) Verbreitungsgrad unter den Spiele-Nutzern abhängen.

WCCF Tech berichten erneut zu Blender-Benchmarks zum Ryzen 9 9950X – welche nunmehr vollständig vorliegen, inklusive auch der Werte auf dem default-Powerlimit (PPT) von 230 Watt. Hierbei erreicht das kommende AMD-Spitzenmodell einen Performance-Sprung von +22,5% zum eigenen Vorgänger, sowie liegt um sogar +32,4% vor dem Core i9-14900K. Der Blender-Benchmark liegt wie bekannt den letzten AMD-Prozessoren, ergo sieht man hiermit vermutlich einen der stärksten Werte für Zen 5, andere Werte sowie der Benchmark-Durchschnitt dürften (beachtbar) darunter liegen. Vor allem ist es endlich mal ein schöner Multithread-Zugewinn, nachdem vorherige Multithread-Benchmarks zu Zen 5 eher unterdurchschnitlich ausgefallen sind. Denkbarerweise spielt auch hier die höhere Energieeffizienz von Zen 5 eine Rolle: Jene ermöglicht es dem Ryzen 9 9950X, beim identischen Powerlimits eine gutklassige Multithread-Mehrleistung (rein unter Blender) hinzulegen.

Hardware Blender/Ø3Tests Blender/Monster
Ryzen 9 9950X Zen 5, 16C/32T, 230W PPT (default) 122,5% 171  (120%)
Ryzen 9 9950X @160W Zen 5, 16C/32T, 160W PPT 110,3% 152  (107%)
Core i9-14900K RPL, 8P+16E/32T, 253W MTP 92,5% 128  (90%)
Ryzen 9 7950X Zen 4, 16C/24T, 230W PPT 100% 142  (100%)
gemäß der Ausführungen von WCCF Tech

Bei Hardware Unboxed ist man einen sehr umfangreichen Spielekompatibilitäts-Test zu Intels Arc A-Serie in Form der Arc A770 LE angetreten. Die Spielekompatibilität war das große Thema der Anfangszeit zu Intels Wiedereintritt in den Markt für Desktop-Grafikkarten, sowohl in Form von Performance- als auch echten Kompatibilitäts-Problemen. Wie bekannt hat Intel hieran sehr wohl angestrengt gearbeitet und der Erfolg dieser Bemühungen zeigt sich nunmehr: Von satten 250 getesteten Spielen sind immerhin 87% ohne größere Fehler, wenigstens 93% hingegen grundsätzlich nutzbar (letzteres auch bezogen auf die Performance). Nur 2% aka 4 Spiele-Titel liefen überhaupt nicht, wobei hierunter mit "Avatar: Frontiers of Pandora" auch ein Titel fällt, welchen Intel zweifellos nicht so stehenlassen kann.

    250 Spiele getestet mit Arc A770 LE

  • 87% — ohne echte Fehler
  • 93% — grundsätzlich nutzbar (sprich, auch Performance passt halbwegs)
  •  2% — liefen gar nicht
  • Quelle: Hardware Unboxed @ YouTube

Insgesamt ist dies ein gutklassiges Ergebnis, gerade wenn man einrechnen, woher Intel kommt – vor den eigenen dGPUs war Spiele-Support bei Intel (trotz der Existenz der eigenen iGPUs) nun nicht gerade ein großes Thema. Genauso gilt, dass die Spielekompatibilität bei AMD & nVidia aller Vermutung nach noch ein gewisses Stück höher ausfallen dürfte, Perfektion wird sowieso keiner erreichen. Aber Intel ist bei diesem Thema nun mit "dabei" und muß nicht mehr bei kommenden neuen Grafikchip-Architekturen unter den Vorbehalt gestellt werden, dass man bei der Spielekompatibilität weit hinter AMD & nVidia zurückliegen würde (was auf den heutigen Stand eben nicht mehr zutrifft). Natürlich muß Intel an den Lücken bei der Spielekompatibilität weiterhin arbeiten, die Zielsetzung der Werte für "ohne Fehler" und "grundsätzlich nutzbar" sollte im Bereich tiefer 90er Prozentmarken liegen.