Mittels Radeon RX 7600 und GeForce RTX 4060 Ti dehnen AMD & nVidia die aktuelle Ada/RDNA3-Generation erstmals auf das Mainstream-Segment aus. Die jeweiligen Ansätze sind hierbei grundverschieden: Die GeForce RTX 4060 Ti will fast ins Midrange-Segment hineingehen, ist zumindest die klar schnellste Mainstream-Lösung mit dementsprechend hohen Preispunkt. Die Radeon RX 7600 stellt eher den absoluten Gegenentwurf dar, hierbei ging es zuerst um einen günstigstmöglichen Preispunkt, welcher dann auch deutlich niedriger als bei der nVidia-Karte ausfällt. Trotzdem werden nachfolgend beide Grafikkarten zusammen betrachtet: Zum einen kamen jene nur einen Tag voneinander getrennt heraus, herrscht somit zwischen den entsprechenden Testberichten durchgehend Benchmark-Kontinuität. Zum anderen sind es eben beiderseits "nur" 8-GB-Grafikkarten, und demzufolge (heutzutage) in ihren Wirkmöglichkeiten beschränkt. Was beide neuen Mainstream-Grafikkarten eint wie trennt und wie sich jene im großen Performance-Bild einordnen lassen, soll die nachfolgende Launch-Analyse beleuchten.
Mittels der GeForce RTX 4060 Ti bringt nVidia erstmals den "AD106"-Chip ins Desktop-Segment, nachdem jener bereits zur CES [2] für das Mobile-Segment vorgestellt wurde. In früheren Grafikkarten-Portfolios wurde jener Grafikchip nie für etwas höheres als eine "xx60" Lösung verwendet, auch nicht für eine "xx60 Ti". Dies ist innerhalb der Ada-Lovelace-Generation [3] anders – die Grafikchips rücken zumeist um eine Stufe nach unten, die Grafikkarten-Namen in jedem Fall um mindestens eine Stufe nach oben. Damit gibt es letztlich auch eine vergleichsweise kleine Hardware für die neue GeForce RTX 4060 Ti: Nur 34 Shader-Cluster an einem 128-Bit-Speicherinterface – was gegenüber den 38 Shader-Clustern an einem 256-Bit-Speicherinterface der vorhergehenden GeForce RTX 3060 Ti nicht besonders prall aussieht. Dass beide genannten Grafikkarten auch noch zum exakt selben US-Listenpreis von 399 Dollar antreten, kommt hier verschärfend hinzu.
Natürlich hat die neue GeForce RTX 4060 Ti ihre Vorteile: Der (viel) größere Level2-Cache, welcher nun auch bei nVidia die Rolle von AMDs "Infinity Cache" übernimmt, soll den Bandbreiten-Nachteil abmindern. Und die bekannt deutlich höheren Ada-Lovelace-Taktraten reichen trotz des kleinen Hardware-Rückstands letztlich zu einem gewissem Fortschritt (von +9%) an nomineller FP32-Rechenleistung. Kleinere Architekturverbesserungen kommen hier noch oben drauf und somit ist die GeForce RTX 4060 Ti keineswegs langsamer als die GeForce RTX 3060 Ti. Nur sind aufgrund der Hardware-Ansetzung eben auch keine größeren Performance-Sprünge zu erwarten. Zugleich führt diese Hardware-Ansetzung, welche nVidia sicherlich schon vor gut zwei Jahren derart konzipiert hat, in eine VRAM-Problematik: An das kleine 128-Bit-Interface passen halt nur 8 oder 16 GB Grafikkartenspeicher – zumindest so lange 3-Gbyte-Speicherchips reine Spezifikations-Theorie sind und somit die sinnvolle Zwischengröße "12 GB" verhindern.
GeForce RTX 3060 Ti | GeForce RTX 3070 | GeForce RTX 4060 Ti 8GB | GeForce RTX 4060 Ti 16GB | |
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Chipbasis | nVidia GA104-200 | nVidia GA104-300 | nVidia AD106-350 | nVidia AD106-351 |
Fertigung | 17,4 Mrd. Transistoren auf 392mm² in der 8nm-Fertigung von Samsung | 22,9 Mrd. Transistoren auf 188mm² in der 5nm-Fertigung von TSMC | ||
Architektur | nVidia Ampere, DirectX 12 Feature-Level 12_2 | nVidia Ada Lovelace, DirectX 12 Feature-Level 12_2 | ||
Features | DirectX 12, OpenGL, Vulkan, RayTracing, DSR, DLDSR, DLSS 2, PhysX, G-Sync, FreeSync, rBAR | DirectX 12, OpenGL, Vulkan, RayTracing, DSR, DLDSR, DLSS 2/3, PhysX, G-Sync, FreeSync, rBAR | ||
Technik | 5 Raster-Engines, 38 Shader-Cluster, 4864 FP32-Einheiten, 152 TMUs, 38 RT-Cores v2, 152 Tensor-Cores v3, 80 ROPs, 4 MB Level2-Cache, 256 Bit GDDR6-Interface (Salvage) | 6 Raster-Engines, 46 Shader-Cluster, 5888 FP32-Einheiten, 184 TMUs, 46 RT-Cores v2, 184 Tensor-Cores v3, 96 ROPs, 4 MB Level2-Cache, 256 Bit GDDR6-Interface (Salvage) | 3 Raster-Engines, 34 Shader-Cluster, 4352 FP32-Einheiten, 136 TMUs, 34 RT-Cores v3, 136 Tensor-Cores v4, 48 ROPs, 32 MB Level2-Cache, 128 Bit GDDR6-Interface (Salvage) | |
Taktraten | 1410/1665 MHz & 14 Gbps | 1500/1725 MHz & 14 Gbps | 2310/2535 MHz & 18 Gbps | |
Rohleistungen | 16,2 TFlops & 448 GB/sec | 20,3 TFlops & 448 GB/sec | 22,1 TFlops & 288 GB/sec | |
Speicherausbau | 8 GB GDDR6 | 8 GB GDDR6 | 8 GB GDDR6 | 16 GB GDDR6 |
Anbindung | PCI Express 4.0 x16 | PCI Express 4.0 x16 | PCI Express 4.0 x8 | |
Ref./Herst./OC | ✓ / ✓ / ✓ | ✓ / ✓ / ✓ | ✓ / ✓ / ✓ | ✗ / ✓ / ✓ |
Layout | Dual/TripleSlot | Dual/Triple/QuadSlot | Dual/TripleSlot | ? |
Kartenlänge | FE: 24,5cm AIBs: 17,2-32,3cm |
FE: 24,5cm AIBs: 21,6-33,7cm |
FE: 24,5cm AIBs: 17,0-33,8cm |
? |
Stromstecker | FE: 1x 12pol. AIBs: 2x 8pol. |
FE: 1x 12pol. AIBs: 2x 8pol. |
FE: 1x 16pol. AIBs: 1x 8pol. |
? |
off. Verbrauch | 200W | 220W | 160W | 165W |
realer Verbr. | 202W | 220W | 151W | ? |
Ausgänge | HDMI 2.1, 3x DisplayPort 1.4a | HDMI 2.1, 3x DisplayPort 1.4a | HDMI 2.1a, 3x DisplayPort 1.4a | ? |
Listenpreis | $399 / 439€ | $499 / 549€ | $399 / 439€ | $499 / 549€ |
Release | 2. Dezember 2020 [4] | 29. Oktober 2020 [5] | 24. Mai 2023 | Ende Juli 2023 |
nVidia hatte die GeForce RTX 4060 Ti augenscheinlich lange Zeit mit allein einer Speicherbestückung von 8 GB VRAM geplant. Inzwischen soll nun auch noch eine 16-GB-Ausführung im Juli nachfolgen, welche genauso augenscheinlich sehr kurzfristig aus der Taufe gehoben wurde. Damit erfüllt nVidia sicherlich aktuelle Anforderungen nach mehr als nur 8 GB VRAM, dies ist dann allerdings auch mit einem nochmals höherem Preispunkt verbunden (499 Dollar Listenpreis, +100$). Damit läßt sich jetzt schon sagen, dass die GeForce RTX 4060 Ti 16GB kaum ein vernünftiges Performance/Preis-Verhältnis erlangen kann, denn der Mehrspeicher führt (derzeit) nicht direkt zu Mehrperformance, zudem kommt jene 16-GB-Ausführung damit viel zu nahe an den Preispunkt der GeForce RTX 4070 [6] ($599) heran. Man kann nur hoffen, dass die Grafikkarten-Hersteller im Juli die nVidia-Preisvorgabe unterbieten und die GeForce RTX 4060 Ti 16GB mit maßvollem Mehrpreis zur regulären 8-GB-Ausführung anbieten werden.
AMDs Radeon RX 7600 basiert mit "Navi 33" ebenfalls auf einem (im Desktop) neuen Grafikchip, welcher genauso bereits zur CES [7] für das Mobile-Segment vorgestellt wurde. Navi 33 ist abweichend von Navi 31/32 weder im Chiplet-Design aufgesetzt noch aus der 5nm-Fertigung kommend, sondern weiterhin monolithisch und hergestellt im 6nm-Verfahren. Bei den wichtigen Grundeinheiten handelt es sich um eine 1:1-Kopie von Navi 23 und somit der Grundlage der Radeon RX 6600 Serie: Es gibt dieselben 32 Shader-Cluster an einem 128-Bit-Interface mit 32 MB Infinity Cache. Die Differenzen liegen somit allein im Wechsel der Grafikchip-Architektur von RDNA2 zu RDNA3 sowie im Wechsel der Fertigungstechnologie von TSMC N7 auf N6 (ein Derivat der 7nm-Fertigung). Beides sind keine wirklich großen Sprünge, nachdem sich die FP32-Verdopplung der RDNA3-Architektur [8] als noch weniger wirkmächtig erwiesen hat als seinerzeit nVidias FP32-Verdopplung der Ampere-Architektur [9].
Offenbar sich diesem Umstand bewußt, hat AMD den Navi-33-Vollausbau dann jedoch nicht "Radeon RX 7600 XT" genannt, sondern nur "Radeon RX 7600". Ob dies noch einmal eine spätere XT-Variante andeutet, ist unklar, für jene wäre aber zumindest keine zusätzliche Hardware aktivierbar. Die Namenswahl soll sicherlich die Vermarktung der Karte vereinfachen, denn mit diesen Hardware-Daten wird es schwer, gegenüber den vorhandenen Navi-23-Lösungen zu glänzen. Ergo misst sich AMD lieber mit der kleineren Radeon RX 6600 non-XT, gegenüber jener sind beachtbare Performance-Sprünge eher darstellbar. Dies wird erleichtert durch die Preisfestsetzung auf 269 Dollar Listenpreis – was gegenüber der Radeon RX 6600 auf seinerzeit 329 Dollar sogar einen Preisvorteil bedeutet. Aber natürlich war jener Listenpreis der Radeon RX 6600 seinerzeit mitten im Crytomining-Boom auch aufgebläht, hier sollte man dann eher den Vergleich zum Straßenpreis antreten.
Radeon RX 6600 XT | Radeon RX 6650 XT | Radeon RX 6700 XT | Radeon RX 7600 | |
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Chipbasis | AMD Navi 23 XT | AMD Navi 23 KXT | Navi 22 XT | Navi 33 XL |
Fertigung | 11,1 Mrd. Transistoren auf 236mm² in der 7nm-Fertigung von TSMC | 17,2 Mrd. Transistoren auf 335mm² in der 7nm-Fertigung von TSMC | 13,3 Mrd. Transistoren auf 204mm² in der 6nm-Fertigung von TSMC | |
Architektur | AMD RDNA2, DirectX 12 Feature-Level 12_2 | AMD RDNA3, DirectX 12 Feature-Level 12_2 | ||
Features | DirectX 12, OpenGL, Vulkan, Asynchronous Compute, RayTracing, VSR, FSR 1/2, FreeSync, TrueAudio Next, XConnect, SAM | DirectX 12, OpenGL, Vulkan, RayTracing, VSR, FSR 1/2/3, FreeSync, TrueAudio Next, XConnect, rBAR | ||
Technik | 2 Raster-Engines, 32 Shader-Cluster, 2048 FP32-Einheiten, 128 TMUs, 32 RA-Einheiten, 64 ROPs, 2 MB Level2-Cache, 32 MB "Infinity Cache", 128 Bit GDDR6-Interface (Vollausbau) | 2 Raster-Engines, 32 Shader-Cluster, 2048 FP32-Einheiten, 128 TMUs, 32 RA-Einheiten, 64 ROPs, 2 MB Level2-Cache, 32 MB "Infinity Cache", 128 Bit GDDR6-Interface (Vollausbau) | 2 Raster-Engines, 40 Shader-Cluster, 2560 FP32-Einheiten, 160 TMUs, 40 RA-Einheiten, 64 ROPs, 3 MB Level2-Cache, 96 MB "Infinity Cache", 192 Bit GDDR6-Interface (Vollausbau) | 2 Raster-Engines, 32 Shader-Cluster, 4096 FP32-Einheiten, 128 TMUs, 32 RA-Einheiten v2, 64 KI-Kerne, 64 ROPs, 2 MB Level2-Cache, 32 MB "Infinity Cache", 128 Bit GDDR6-Interface (Vollausbau) |
Taktraten | 1968/2359/2589 MHz & 16 Gbps | 2055/2410/2635 MHz & 17,5 Gbps | 2321/2424/2581 MHz & 16 Gbps | 1720/2250/2625 MHz & 18 Gbps |
Rohleistungen | 10,6 TFlops & 256 GB/sec | 10,8 TFlops & 280 GB/sec | 13,2 TFlops & 384 GB/sec | 21,5 TFlops & 288 GB/sec |
Speicherausbau | 8 GB GDDR6 | 8 GB GDDR6 | 12 GB GDDR6 | 8 GB GDDR6 |
Anbindung | PCI Express 4.0 x8 | PCI Express 4.0 x8 | PCI Express 4.0 x16 | PCI Express 4.0 x8 |
Ref./Herst./OC | ✗ / ✓ / ✓ | ✗ / ✓ / ✓ | ✓ / ✓ / ✓ | ✗ / ✓ / ✓ |
Layout | Dual/TripleSlot | Dual/TripleSlot | Dual/TripleSlot | Dual/TripleSlot |
Kartenlänge | AIBs: 17,9-30,5cm | AIBs: 20,0-30,6cm | Ref: 27,0cm AIBs: 22,8-32,6cm |
AIBs: 20,0-30,5cm |
Stromstecker | 1x 8pol. | 1x 8pol. | 1x 6-pin + 1x 8-pin | 1x 8pol. |
off. Verbrauch | 160W | 180W | 230W | 165W |
realer Verbr. | 156W | 177W | 219W | 160W |
Ausgänge | HDMI 2.1, 3x DisplayPort 1.4a | HDMI 2.1, 3x DisplayPort 1.4a | HDMI 2.1, 3x DisplayPort 1.4a | HDMI 2.1a, 3x DisplayPort 2.1 |
Listenpreis | $379 / 380€ | $399 / 449€ | $479 / 479€ | $269 / 299€ |
Release | 11. August 2021 [10] | 10. Mai 2022 [11] | 18. März 2021 [12] | 25. Mai 2023 |
Dennoch kann man erst einmal sagen, dass AMDs Ansatz auf den ersten Blick besser zum Problem beider neuen Mainstream-Grafikkarten passt: Beide sind mit nur 8 GB Grafikkartenspeicher ausgerüstet, logischerweise beim identischen 128-Bit-Interface. Dafür einen möglichst niedrigen Preis ansetzen, erscheint erst einmal sinnig: Schließlich ist das Wirkspektrum dieser neuen Grafikkarten somit eher denn auf die FullHD-Auflösung begrenzt, befindet man sich somit zweifelsfrei in reinen Mainstream-Gefilden. Die GeForce RTX 4060 Ti wird es da mit ihrem viel höheren Preispunkt ($269 gegen $399) viel schwerer haben, muß dafür erst einmal die passende Mehrperformance aufzeigen. Natürlich ist der niedrigere Preispunkt für die Radeon RX 7600 dann auch kein Selbstläufer: Auch die AMD-Karte muß beweisen, irgendetwas besser als die bereits in diesem Performance- und Preissegment existierenden Lösungen machen zu können.
Taktraten-technisch ergeben sich keine Überraschungen: Die GeForce RTX 4060 Ti taktet real zwischen 2.7-2.75 GHz und damit vollkommen im Rahmen der bisherigen Ada-Lovelace-Beschleuniger. Für die Radeon RX 7600 ergaben die realen Taktratenmessungen hingegen zwischen 2.6-2.65 GHz und damit genauso grob im Rahmen der bisherigen (wenigen) RDNA3-Beschleuniger. nVidia behält damit seinen kleinen Taktraten-Vorteil gegenüber AMD in dieser Generation – und vor allem legt nVidia gegenüber der eigenen Vorgänger-Generation massiv beim Takt zu, während jener Vorteil bei AMD eher denn klein ausfällt. Bei der Radeon RX 7600 ist es dann nochmals weniger, die Radeon RX 6600 Serie taktete in der Spitze auch schon bei 2.55-2.65 GHz, also kaum niedriger. Natürlich war die Radeon RX 6650 XT als Refresh-Lösung auch klar auf Taktrate geprügelt, aber auch im Vergleich zur Radeon RX 6600 XT bleibt der Taktraten-Gewinn auf AMD-Seite gering.
Basis | Durchschnitt | Max | gemessener Realtakt | ||||
---|---|---|---|---|---|---|---|
AMD-Bezeichnung: | "Base Clock" | "Game Clock" | "Boost Clock" | "Max Clock" | CB | TPU | PCGH |
Radeon RX 7900 XTX | 1900 MHz | 2300 MHz | 2500 MHz | ? | 2556 MHz | 2612 MHz | 2.60 GHz |
Radeon RX 7900 XT | 1500 MHz | 2000 MHz | 2400 MHz | ? | 2566 MHz | 2687 MHz | 2.40 GHz |
Radeon RX 7600 | 1720 MHz | 2250 MHz | 2625 MHz | ? | 2645 MHz | 2613 MHz | 2.61 GHz |
Radeon RX 6950 XT | 1890 MHz | 2100 MHz | 2310 MHz | ? | 2392 MHz | 2405 MHz | 2.42 GHz |
Radeon RX 6900 XT | 1825 MHz | 2015 MHz | 2250 MHz | ? | 2265 MHz | 2233 MHz | 2.30 GHz |
Radeon RX 6800 XT | 1825 MHz | 2015 MHz | 2250 MHz | ? | 2216 MHz | 2257 MHz | 2.34 GHz |
Radeon RX 6800 | 1700 MHz | 1815 MHz | 2105 MHz | ? | 2177 MHz | 2205 MHz | 2.20 GHz |
Radeon RX 6750 XT | 2150 MHz | 2495 MHz | 2600 MHz | ? | 2683 MHz | - | 2.63 GHz |
Radeon RX 6700 XT | 2321 MHz | 2424 MHz | 2581 MHz | ? | 2531 MHz | 2491 MHz | 2.54 GHz |
Radeon RX 6650 XT | 2055 MHz | 2410 MHz | 2635 MHz | ? | 2601 MHz | - | 2.68 GHz |
Radeon RX 6600 XT | 1968 MHz | 2359 MHz | 2589 MHz | ? | 2562 MHz | - | 2.58 GHz |
Radeon RX 6600 | 1626 MHz | 2044 MHz | 2491 MHz | ? | 2509 MHz | 2444 MHz | 2.51 GHz |
Radeon RX 6500 XT | 2310 MHz | 2610 MHz | 2815 MHz | ? | 2753 MHz | - | 2.82 GHz |
nVidia-Bezeichnung: | "Base Clock" | "Boost Clock" | "Max Clock" | CB | TPU | PCGH | |
GeForce RTX 4090 | 2235 MHz | 2520 MHz | ? | 2744 MHz | 2701 MHz | 2.74 GHz | |
GeForce RTX 4080 | 2205 MHz | 2505 MHz | ? | 2725 MHz | 2737 MHz | 2.78 GHz | |
GeForce RTX 4070 Ti | 2310 MHz | 2610 MHz | ? | 2802 MHz | - | 2737 MHz | |
GeForce RTX 4070 | 1920 MHz | 2475 MHz | ? | 2758 MHz | 2762 MHz | 2769 MHz | |
GeForce RTX 4060 Ti | 2310 MHz | 2535 MHz | ? | 2714 MHz | 2767 MHz | 2.74 GHz | |
GeForce RTX 3090 Ti | 1560 MHz | 1860 MHz | ? | 1936 MHz | 1979 MHz | 2.00 GHz | |
GeForce RTX 3090 | 1400 MHz | 1700 MHz | ? | 1754 MHz | - | 1.88 GHz | |
GeForce RTX 3080 Ti | 1365 MHz | 1665 MHz | ? | 1784 MHz | 1780 MHz | 1.80 GHz | |
GeForce RTX 3080 12GB | 1260 MHz | 1710 MHz | ? | - | - | 1.80 GHz | |
GeForce RTX 3080 10GB | 1450 MHz | 1710 MHz | ? | 1827 MHz | 1931 MHz | 1.90 GHz | |
GeForce RTX 3070 Ti | 1575 MHz | 1770 MHz | ? | 1878 MHz | 1861 MHz | 1.88 GHz | |
GeForce RTX 3070 | 1500 MHz | 1725 MHz | ? | 1920 MHz | 1882 MHz | 1.86 GHz | |
GeForce RTX 3060 Ti | 1410 MHz | 1665 MHz | ? | 1900 MHz | 1877 MHz | 1.83 GHz | |
GeForce RTX 3060 | 1320 MHz | 1777 MHz | ? | - | - | 1.87 GHz | |
GeForce RTX 3050 | 1552 MHz | 1777 MHz | ? | 1891 MHz | 1906 MHz | 1.89 GHz | |
Intel-Bezeichnung: | - | "Graphics Clock" | "Max Clock" | CB | TPU | PCGH | |
Arc A770 "LE" | - | 2100 MHz | 2400 MHz | - | 2386 MHz | 2.33 GHz | |
Arc A750 | - | 2050 MHz | 2400 MHz | - | 2394 MHz | 2.39 GHz | |
Realtakt-Angaben gemäß den Ausarbeitungen der ComputerBase [13] (Ø 11-20 Spiele) und von TechPowerUp [14] (Ø 22-25 Spiele) sowie den Praxis-Angaben der PC Games Hardware [15] (neuere, MHz-genaue Werte: Ø 20 Spiele) von jeweils Referenz-Varianten (oder auf Referenz-Taktung/TDP laufend) |
Für die Benchmark-Auswertungen standen ausreichend Benchmarks beider neuer Mainstream-Grafikkarten sowie von passenden Vergleichs-Grafikkarten zur Verfügung. Verglichen wurde nachfolgend (wie üblich) auf Referenz-Taktung: Die Benchmark-Tabellen enthalten bei den (wenigen) mitlaufenden werksübertakteten Modellen zwar immer den originalen, werksübertakteten Performance-Wert, jener wurde allerdings für den Performance-Durchschnitt immer auf Referenz-Takt normalisiert. Dabei ging es durchgehend nur um geringe Beträge (1-2%), da werksübertaktete Karten mit wirklich abweichender Performance inzwischen ziemlich selten geworden sind. Zu wenige Benchmarks gab es leider von der Radeon RX 6700 non-XT, zu welcher ein Performance-Vergleich zur Radeon RX 7600 ganz interessant wäre. Da die Radeon RX 6700 non-XT derzeit jedoch seltsam teuer angeboten wird (nicht günstiger als die schnellere XT-Version), ist dies momentan nicht ganz so tragisch und kann später nachgeholt werden.
Tests | CPU | Treiber (neben 4060Ti & 7600) | Werks-OC | |
---|---|---|---|---|
ComputerBase [18] ![]() |
17 / 12 | Ryzen 9 7950X3D | 23.4.1 & 531.41/68 | |
eTeknix [19] ![]() |
13 / – | Core i9-12900K | 22.10.1 & 521.90 | 6650XT & 7600 |
Hardware & Co [20] ![]() |
20 / 16 | Core i9-13900KS (HT off) | 23.4.3 & 531.93 | 7600 |
Hardware Upgrade [21] ![]() |
9 / – | Ryzen 9 7950X | aktuelle Treiber | ? |
KitGuru [22] ![]() |
12 / 6 | Core i9-13900KS | 23.3.2 & 531.41/42 | |
Linus Tech Tips [23] ![]() |
7 / – | Core i9-13900K | 23.4.3 & 531.79 | ? |
PC Games Hardware [24] ![]() |
20 / 10 | Core i9-12900K @ 5.2 GHz (E-Kerne off) | aktuelle Treiber | |
PC-Welt [25] ![]() |
13 / 7 | ? | ? | 6650XT & 3060 |
PurePC [26] ![]() |
11 / 5 | Core i9-13900K | ? | 6650XT & 3060 |
QuasarZone [27] ![]() |
15 / – | Ryzen 9 7950X3D | 23.4.3 & 531.79 | |
TechPowerUp [28] ![]() |
25 / 9 | Core i9-13900K | 22.11.2 & 528.02/531.42 | |
TechSpot [29] ![]() |
15 / – | Ryzen 7 7800X3D | aktuelle Treiber | ? |
Tom's Hardware [30] ![]() |
9 / 6 | Core i9-13900K | 23.2.1–23.4.3 & 531.41–531.79 | 6650XT |
Tweakers [31] ![]() |
9 / 4 | Core i9-13900K @ 5.5 GHz (E-Kerne off) | 23.4.3 & 531.79 | ? |
"Tests": Anzahl der jeweils benutzten Benchmark-Spiele unter gewöhnlichem Raster-Rendering bzw. unter RayTracing |
Ähnliches gilt für eine genauere Betrachtung der Performance von Intels Arc-Grafikkarten: Gerade hier lohnt sich augenscheinlich eine generelle Neubetrachtung, welche allerdings zu einem späteren Zeitpunkt separat erfolgen wird. Es wurden nachfolgend zwar schon recht komplette Benchmarks zur Arc A770 "LE" einbearbeitet, selbige jedoch nicht weiter betrachtet, da hierzu eher die (selteneren) Benchmarks der nächstkleineren Intel-Modelle interessanter sind. Fehlend mit dieser Launch-Analyse ist (vorerst) zudem eine Einordung der beiden neuen Grafikkarten im 3DCenter Performance-Index [32]. Der Grund liegt in einem augenscheinlich deutlich veränderten Performance-Bild auch der mittleren Ampere-Beschleuniger speziell unter der FullHD-Auflösung (die 4K-Performancewerte erscheinen hingegen weiterhin als passend).
Denkbar wäre, dass dies mit den beachtbaren Performance-Verbesserungen zugunsten der Ampere-Generation [9] vom letzten Herbst zusammenhängt, welche u.a. auch die CPU-Lastigkeit der nVidia-Treiber reduziert haben. Bei den größeren Ampere-Karten wurde diese Effekt schon über die vorangegangenen Launches beobachtet, bei den mittleren Ampere-Karten konnte dies mangels neuerer Benchmarks bislang noch nicht getan werden – und wird noch nachgeholt werden. Eben wegen solcherart Effekte der Treiber-Arbeit über die Zeit war bei der Benchmark-Auswertung auch wieder wichtig der Blick auf die Treiber-Situation bei den benutzten Testberichten: Hierbei sollte es schon ein halbwegs neuer Treiber insbesondere für die Vergleichs-Objekte sein – denn es lohnt natürlich kaum die neue Ada-Karte gegenüber den alten Ampere-Karten kommagenau zu vergleichen, wenn letztere mit Uralt-Treiber laufen. Wie zuletzt gilt hierbei: Es sollte keineswegs unterhalb nVidia-Treiber 521.90 vom letzten Herbst sein, welcher die genannten Verbesserungen zugunsten der Ampere-Karten enthält.
Das Hauptaugenmerk dieser Benchmark-Auswertung wird natürlich auf der FullHD-Auflösung liegen, da höhere Auflösungen in heutiger Zeit eher etwas für Grafikkarten mit größerer VRAM-Menge sind. Schließlich sind selbst die 8 GB VRAM von GeForce RTX 4060 Ti und Radeon RX 7600 selbst unter der FullHD-Auflösung schon grenzwertig – keineswegs in der Masse der Spieletitel, aber dennoch bei einigen und in der Zahl zunehmenden Neuerscheinungen. Die Vorgabe auf nVidia-Seite lautet dabei, mit der GeForce RTX 4060 Ti ungefähr die Performance der GeForce RTX 3070 erreichen zu können, was sich indirekt aus nVidia eigenen Vorab-Benchmarks [33] ergibt (nominell wurden +13,3% zur GeForce RTX 3060 Ti versprochen). Die Vorgabe auf AMD-Seite liegt hingegen im (geringfügige) Überrunden der Radeon RX 6650 XT, was sich ebenfalls indirekt aus AMDs Vorab-Benchmarks [34] ergibt (nominell wurden +29% zur Radeon RX 6600 non-XT versprochen).
FHD/1080p Raster-Perf. | 6600 | 6650XT | 7600 | 6700XT | 3060-12G | 3060Ti | 3070 | 4060Ti | 4070 | A770LE |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
RDNA2, 8GB | RDNA2, 8GB | RDNA3, 8GB | RDNA2, 12GB | Ampere, 12GB | Ampere, 8GB | Ampere, 8GB | Ada, 8GB | Ada, 12GB | Alchemist, 16GB | |
ComputerBase [18] (17 Tests) | - | 72,7% | 78,3% | 90,9% | 68,7% | 91,8% | 104,9% | 100% | 133,9% | 74,5% |
eTeknix [19] (13 Tests) | 63,5% | 75,0% | 79,1% | - | 73,6% | 91,2% | 101,4% | 100% | 122,3% | - |
Hardware & Co [20] (20 Tests) | 61,1% | - | 78,9% | 90,0% | 64,1% | 86,7% | 98,2% | 100% | 129,7% | 74,2% |
Hardware Upgrade [21] (9 Tests) | 65,8% | - | 79,6% | - | 74,3% | 90,1% | 100,7% | 100% | 123,7% | - |
KitGuru [22] (12 Tests) | 62,2% | - | 81,4% | 94,7% | 68,1% | 90,0% | 102,4% | 100% | 131,1% | 73,0% |
Linus Tech Tips [23] (7 Tests) | 68,6% | 80,5% | 84,7% | 100,8% | 72,0% | 91,5% | - | 100% | 126,3% | 86,4% |
PC Games Hardware [24] (20 Tests) | 63,4% | 75,6% | 80,9% | 92,6% | 67,0% | 88,4% | 100,0% | 100% | 129,2% | 72,3% |
PC-Welt [25] (13 Tests) | 63,1% | 76,6% | 81,6% | 89,7% | 67,0% | 86,0% | 97,8% | 100% | 128,8% | - |
PurePC [26] (11 Tests) | 63,3% | 75,9% | 81,0% | 91,1% | 67,1% | 88,6% | 100,0% | 100% | 130,4% | 77,2% |
QuasarZone [27] (15 Tests) | 62,9% | 76,8% | 80,7% | 91,5% | 69,9% | 91,0% | 101,8% | 100% | 126,1% | 72,1% |
TechPowerUp [28] (25 Tests) | 63,2% | 76,8% | 80,0% | 91,2% | 68,0% | 88,8% | 100,8% | 100% | 128,0% | 72,8% |
TechSpot [29] (15 Tests) | 64,0% | 76,6% | 79,3% | 92,8% | 71,2% | 91,9% | 100,9% | 100% | 128,8% | - |
Tom's Hardware [30] (9 Tests) | 61,7% | 74,9% | 78,0% | 91,3% | 66,8% | 88,7% | 99,1% | 100% | 124,5% | 72,5% |
Tweakers [31] (9 Tests) | 66,0% | - | 79,6% | 93,4% | 70,9% | 91,6% | 104,9% | 100% | 129,8% | 75,2% |
gemittelte FHD Raster-Perf. | 63,1% | 75,6% | 79,9% | 91,9% | 68,5% | 89,6% | 101,1% | 100% | 128,6% | 74,0% |
offizielle TDP | 132W | 180W | 165W | 230W | 170W | 200W | 220W | 160W | 200W | 225W |
Listenpreis | $329 | $399 | $269 | $479 | $329 | $399 | $499 | $399 | $599 | $349 |
Straßenpreis (ab) | 219€ | 252€ | 288€ | 364€ | 317€ | 329€ | 439€ | 428€ | 599€ | 369€ |
Performance-Durchschnitt gemäß geometrischem Mittel, gewichtet zugunsten jener Hardwaretests mit höherer Benchmark-Anzahl; werksübertaktete Karten sind mit werksübertakteter Performance notiert, was für die gemittelte Performance jedoch auf Referenz-Takt normalisiert wurde; gesamte ausgewertete Benchmark-Anzahl: ~1800 |
Beide Hersteller-Vorgaben werden nicht ganz erreicht, aber grob geht es durchaus in diesen Rahmen hinein: Gemäß der hier ausgewerteten Benchmarks kommt die GeForce RTX 4060 Ti unter der FullHD-Auflösung um +11,6% vor der GeForce RTX 3060 Ti heraus. Damit wird die Performance der GeForce RTX 3070 knapp verfehlt, die Differenz von 1,1 Prozentpunkten ist allerdings nicht bedeutsam. Auch sind sich die vorliegenden Testberichte nicht gänzlich einig, bei 3 von 14 hierzu ausgewerteten Testberichten gewinnt sogar die neue nVidia-Karte gegenüber der GeForce RTX 3070. Eher negativ ist, dass es unter höheren Auflösungen immer nur schlechter wird für die GeForce RTX 4060 Ti – jene ist allein unter der FullHD-Auflösung ein echter "Performance-Wiedergänger" der GeForce RTX 3070.
Die Radeon RX 7600 kommt hingegen gemäß der hier ausgewerteten Benchmarks unter der FullHD-Auflösung um +26,6% vor der Radeon RX 6600 non-XT heraus. Auch hier wird die AMD-Vorgabe (+29%) knapp verfehlt, was gleichzeitig bedeutet, dass der Performance-Vorsprung der Radeon RX 7600 vor der Radeon RX 6650 XT um so knapper ausfällt. Bei einigen Testberichten sind es nur ein paar Prozentpunkte, im Mittel unter der FullHD-Auflösung hingegen +5,7%. Bäumeausreißend ist dies dann sicherlich nicht zu nennen, eine gutklassige Übertaktung der Radeon RX 6650 XT kann es somit durchaus mit der Radeon RX 7600 aufnehmen. Die Performance der (hier nicht mit ausgewerteten) Radeon RX 6700 non-XT kann damit ebenfalls nicht erreicht werden, dafür hätte das Plus zur Radeon RX 6650 XT in Richtung +10% liegen müssen.
Unter den höheren Auflösungen wird die Benchmark-Anzahl geringer, da viele Hardwaretester die beiden neuen Mainstream-Grafikkarten ebenfalls primär unter der FullHD-Auflösung betrachtet haben. Speziell unter der 4K-Auflösung ist die ausgewertete Benchmark-Anzahl so gering, dass der gebildete Durchschnitts-Wert nur noch unter Einrechnung einer gewissen Spannbreite korrekt sein kann. Aber auch so läßt sich einwandfrei erkennen, dass eben diese höheren Auflösungen nichts für diese beiden neuen Mainstream-Karten sind: Im Fall der GeForce RTX 4060 Ti gewinnen faktisch alle anderen nVidia-Karte mit steigender Auflösung gegenüber der neuen nVidia-Karte hinzu. Beträgt deren Performance-Vorteil gegenüber der GeForce RTX 3060 Ti unter FullHD noch +11,6%, sind es unter der 4K-Auflösung dann nur noch +5,6%.
WQHD/1440p Raster-Perf. | 6600 | 6650XT | 7600 | 6700XT | 3060-12G | 3060Ti | 3070 | 4060Ti | 4070 | A770LE |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
RDNA2, 8GB | RDNA2, 8GB | RDNA3, 8GB | RDNA2, 12GB | Ampere, 12GB | Ampere, 8GB | Ampere, 8GB | Ada, 8GB | Ada, 12GB | Alchemist, 16GB | |
ComputerBase [18] (17 Tests) | - | - | - | 93,4% | - | 93,4% | 107,9% | 100% | 137,3% | 75,1% |
eTeknix [19] (13 Tests) | 58,9% | 71,0% | 73,8% | - | 72,9% | 93,5% | 104,7% | 100% | 130,8% | - |
Hardware & Co [20] (20 Tests) | 59,3% | - | 78,2% | 92,2% | 65,4% | 89,3% | 101,8% | 100% | 133,3% | 79,0% |
KitGuru [22] (12 Tests) | 60,7% | - | 80,4% | 96,5% | 69,1% | 92,7% | 106,1% | 100% | 135,6% | 79,3% |
Linus Tech Tips [23] (7 Tests) | 65,3% | 78,0% | 84,7% | 100,0% | 72,0% | 92,4% | - | 100% | 129,7% | 90,7% |
PC Games Hardware [24] (20 Tests) | 62,3% | 74,9% | 80,9% | 95,5% | 69,0% | 91,1% | 104,0% | 100% | 135,0% | 79,2% |
PC-Welt [25] (13 Tests) | 60,2% | 74,7% | 79,1% | 92,2% | 67,1% | 88,9% | 102,7% | 100% | 133,6% | - |
PurePC [26] (11 Tests) | 59,2% | 73,7% | 77,6% | 90,8% | 67,1% | 89,5% | 102,6% | 100% | 131,6% | 80,3% |
QuasarZone [27] (15 Tests) | 60,5% | 74,9% | 78,3% | 94,9% | 70,2% | 92,2% | 105,5% | 100% | 132,7% | 78,4% |
TechPowerUp [28] (25 Tests) | 60,8% | 75,4% | 76,9% | 93,1% | 69,2% | 90,8% | 103,8% | 100% | 132,3% | 77,7% |
TechSpot [29] (15 Tests) | 62,8% | 70,5% | 79,5% | 94,9% | 71,8% | 94,9% | 103,8% | 100% | 130,8% | - |
Tom's Hardware [30] (9 Tests) | 59,6% | 73,8% | 75,4% | 92,8% | 68,1% | 91,4% | 102,1% | 100% | 130,7% | 77,0% |
Tweakers [31] (9 Tests) | 60,9% | - | 76,9% | 92,1% | 70,5% | 92,3% | 106,5% | 100% | 133,5% | 78,5% |
gemittelte WQHD Raster-Perf. | 60,9% | 73,9% | 78,4% | 93,4% | 69,2% | 91,5% | 104,3% | 100% | 133,3% | 78,0% |
offizielle TDP | 132W | 180W | 165W | 230W | 170W | 200W | 220W | 160W | 200W | 225W |
Listenpreis | $329 | $399 | $269 | $479 | $329 | $399 | $499 | $399 | $599 | $349 |
Straßenpreis (ab) | 219€ | 252€ | 288€ | 364€ | 317€ | 329€ | 439€ | 428€ | 599€ | 369€ |
Performance-Durchschnitt gemäß geometrischem Mittel, gewichtet zugunsten jener Hardwaretests mit höherer Benchmark-Anzahl; werksübertaktete Karten sind mit werksübertakteter Performance notiert, was für die gemittelte Performance jedoch auf Referenz-Takt normalisiert wurde; gesamte ausgewertete Benchmark-Anzahl: ~1690 |
4K/2160p Raster-Perf. | 6600 | 6650XT | 7600 | 6700XT | 3060-12G | 3060Ti | 3070 | 4060Ti | 4070 | A770LE |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
RDNA2, 8GB | RDNA2, 8GB | RDNA3, 8GB | RDNA2, 12GB | Ampere, 12GB | Ampere, 8GB | Ampere, 8GB | Ada, 8GB | Ada, 12GB | Alchemist, 16GB | |
KitGuru [22] (12 Tests) | 56,8% | - | 73,5% | 95,7% | 71,1% | 96,4% | 111,2% | 100% | 139,4% | 85,9% |
PC Games Hardware [24] (20 Tests) | 58,0% | 70,1% | 75,7% | 95,9% | 70,7% | 93,3% | 107,5% | 100% | 138,8% | 84,6% |
PurePC [26] (11 Tests) | 59,4% | 73,9% | 75,4% | 94,2% | 71,0% | 94,2% | 108,7% | 100% | 139,1% | 88,4% |
TechPowerUp [28] (25 Tests) | 55,2% | 68,5% | 69,9% | 92,3% | 70,6% | 94,4% | 109,1% | 100% | 135,7% | 83,2% |
TechSpot [29] (15 Tests) | 65,8% | 78,9% | 86,8% | 107,9% | 81,6% | 97,4% | 110,5% | 100% | 150,0% | - |
Tom's Hardware [30] (9 Tests) | - | - | - | 93,8% | 71,9% | 95,8% | 108,9% | 100% | 136,8% | - |
Tweakers [31] (9 Tests) | 57,4% | - | 72,0% | 90,9% | 71,6% | 94,7% | 110,9% | 100% | 137,0% | 82,7% |
gemittelte 4K Raster-Perf. | 58,0% | 71,0% | 74,8% | 95,4% | 71,9% | 94,7% | 109,1% | 100% | 139,0% | 85,8% |
offizielle TDP | 132W | 180W | 165W | 230W | 170W | 200W | 220W | 160W | 200W | 225W |
Listenpreis | $329 | $399 | $269 | $479 | $329 | $399 | $499 | $399 | $599 | $349 |
Straßenpreis (ab) | 219€ | 252€ | 288€ | 364€ | 317€ | 329€ | 439€ | 428€ | 599€ | 369€ |
Performance-Durchschnitt gemäß geometrischem Mittel, gewichtet zugunsten jener Hardwaretests mit höherer Benchmark-Anzahl; werksübertaktete Karten sind mit werksübertakteter Performance notiert, was für die gemittelte Performance jedoch auf Referenz-Takt normalisiert wurde; gesamte ausgewertete Benchmark-Anzahl: ~930 |
Ähnliches läßt sich über AMDs Radeon RX 7600 sagen: Während deren Performance-Skalierung gegenüber den kleineren AMD-Karten unter höheren Auflösungen kaum bis gar nicht zunimmt, kann sich hingegen die Radeon RX 6700 XT mit steigender Auflösung immer deutlicher absetzen: Liegt letztere unter FullHD noch um +15,0% vor der Radeon RX 7600, sind es unter der 4K-Auflösung dann schon gleich +27,5%. Hier ergibt sich somit das zweite Argument gegen GeForce RTX 4060 Ti und Radeon RX 7600 unter höheren Auflösungen als FullHD (neben dem Argument der Speichermenge): Die Performance-Skalierung geht in die genau umgekehrte Richtung, beide neuen Mainstream-Karten sind unter der FullHD-Auflösung jeweils am stärksten. Dies bestätigt somit letztlich auch die Zuordnung der GeForce RTX 4060 Ti zum Mainstream-Segment, trotz des dafür unüblich hohen Preispunkts.
7600 → 6700XT | 3060Ti → 4060Ti | |
---|---|---|
FHD/1080p Raster-Performance | +15,0% | +11,6% |
WQHD/1440p Raster-Performance | +19,1% | +9,3% |
4K/2160 Raster-Performance | +27,5% | +5,6% |
Ergebnis | 7600 & 4060Ti verlieren mit zunehmender Auflösung |
Die Benchmarks zur RayTracing-Performance (unter der FullHD-Auflösung) zeigen dann das gewohnte Bild: nVidia deutlich voran, AMD einigermaßen weit zurück. Die interessanten Punkte liegen hier in einigen Details: So kommt die GeForce RTX 4060 Ti unter RayTracing tendentiell besser an die GeForce RTX 3070 heran, faktisch gibt es an dieser Stelle doch noch einen (gemittelten) Gleichstand beider Karten (bei je nach Quelle sehr unterschiedlichen Ergebnissen). Die Radeon RX 7600 kann sich unter RayTracing dann ausnahmsweise besser von der Radeon RX 6650 XT absetzen, andererseits sind +9,3% unter RayTracing nun auch keine Welt mehr als +5,7% unter Raster-Rendering. Der RDNA3-Vorteil ist hierbei in jedem Fall so klein, dass es nichts am Gesamtbild ändert. Selbst nur die Performance der nächstschnelleren RDNA2-Karte (Radeon RX 6700 non-XT) könnte die Radeon RX 7600 unter RayTracing (trotz RDNA3-Vorteil) somit nicht erreichen.
RayTracing-Perf. FHD/1080p | 6600 | 6650XT | 7600 | 6700XT | 3060-12G | 3060Ti | 3070 | 4060Ti | 4070 | A770LE |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
RDNA2, 8GB | RDNA2, 8GB | RDNA3, 8GB | RDNA2, 12GB | Ampere, 12GB | Ampere, 8GB | Ampere, 8GB | Ada, 8GB | Ada, 12GB | Alchemist, 16GB | |
ComputerBase [18] (12 Tests) | - | 61,9% | 68,3% | 80,8% | 69,4% | 92,7% | 106,0% | 100% | 136,4% | 76,7% |
Hardware & Co [20] (16 Tests) | 38,9% | - | 52,4% | 68,1% | 62,6% | 84,5% | 96,6% | 100% | 132,1% | 66,0% |
KitGuru [22] (6 Tests) | 44,7% | - | 63,2% | 74,3% | 68,0% | 89,8% | 105,2% | 100% | 135,2% | 78,5% |
PC Games Hardware [24] (10 Tests) | 48,1% | 55,1% | 60,0% | 72,4% | 68,8% | 88,1% | 98,4% | 100% | 134,8% | 75,9% |
PC-Welt [25] (7 Tests) | 41,6% | 49,2% | 60,3% | 65,1% | 67,3% | 85,8% | 96,7% | 100% | 135,3% | - |
PurePC [26] (5 Tests) | 43,4% | 51,3% | 52,6% | 67,1% | 64,5% | 85,5% | 98,7% | 100% | 134,2% | 73,7% |
TechPowerUp [28] (9 Tests) | 48,2% | 58,3% | 59,5% | 71,4% | 68,5% | 86,9% | 99,4% | 100% | 129,2% | 75,0% |
Tom's Hardware [30] (6 Tests) | 39,6% | 50,0% | 51,9% | 65,1% | 66,4% | 88,7% | 99,3% | 100% | 131,8% | 61,3% |
Tweakers [31] (4 Tests) | 47,4% | - | 61,4% | 72,9% | 68,7% | 88,2% | 101,4% | 100% | 133,4% | 77,4% |
gemittelte RayTracing-Perf. | 45,8% | 55,0% | 60,1% | 71,8% | 67,6% | 88,2% | 100,3% | 100% | 133,6% | 73,8% |
offizielle TDP | 132W | 180W | 165W | 230W | 170W | 200W | 220W | 160W | 200W | 225W |
Listenpreis | $329 | $399 | $269 | $479 | $329 | $399 | $499 | $399 | $599 | $349 |
Straßenpreis (ab) | 219€ | 252€ | 288€ | 364€ | 317€ | 329€ | 439€ | 428€ | 599€ | 369€ |
Performance-Durchschnitt gemäß geometrischem Mittel, gewichtet zugunsten jener Hardwaretests mit höherer Benchmark-Anzahl; werksübertaktete Karten sind mit werksübertakteter Performance notiert, was für die gemittelte Performance jedoch auf Referenz-Takt normalisiert wurde; gesamte ausgewertete Benchmark-Anzahl: ~700 |
Ebenfalls keine Überraschungen gibt es beim Spiele-Stromverbrauch beider neuen Mainstream-Modelle: Die nVidia-Karte liegt wieder einmal etwas unterhalb der nVidia-Vorgabe, welche innerhalb der Ada-Lovelace-Generation [3] nun schon dauerhaft unterboten wird. Die Differenz der gemittelten Meßwerte liegt mit 151 Watt aber auch nicht wirklich weit von der TDP-Vorgabe von 160 Watt entfernt. Zwar liegen einzelne Meßwerte (oder auch ganze Meßreihen) auch einmal deutlich darunter, an dieser Stelle sollte man jedoch aufpassen, nicht gerade zu oft Spieletitel ohne großen Watt-Bedarf auszutesten. Getestet werden soll schließlich der Volllast-Zustand, wofür sich einige Spieletitel mehr und andere weniger eignen. Bei der AMD-Karte ist es dann eindeutiger, da jene AMD-typisch versucht, ihr Power-Limit jederzeit voll auszunutzen. Damit ist die Differenz zwischen gemitteltem Stromverbrauch von 160 Watt zu TDP-Vorgabe von 165 Watt auch kleiner.
Stromverbrauch | TDP | Power-Limit | Idle | Gaming | Gaming-Meßwerte (rein GPU) | Effizienz |
---|---|---|---|---|---|---|
Radeon RX 6600 | 132W | ASIC: 100W | 4W | 131W | siehe Launch-Analyse 6600 [36] | 73% Perf/W |
Radeon RX 6650 XT | 180W | ASIC: 143W | ~5W | 177W | siehe Launch-Analyse 6x50-Refresh [37] | 65% Perf/W |
Radeon RX 7600 | 165W | Karte: 165W | 4W | 160W | Einzelwerte: 152W [38]. 159W [39], 159W [40], 160W [41], 167W [42] Meßreihen: Ø151W [43], Ø159W [44], Ø161W [45], Ø163W [25] |
75% Perf/W |
Radeon RX 6700 XT | 230W | ASIC: 186W | 7W | 219W | siehe Launch-Analyse 6600 [36] | 63% Perf/W |
GeForce RTX 3060 12GB | 170W | Karte: 170W | 13W | 172W | siehe Launch-Analyse 6600 [36] | 60% Perf/W |
GeForce RTX 3060 Ti | 200W | Karte: 200W | 10W | 202W | siehe Launch-Analyse 6600 [36] | 67% Perf/W |
GeForce RTX 3070 | 220W | Karte: 220W | 10W | 221W | siehe Launch-Analyse 6600 [36] | 69% Perf/W |
GeForce RTX 4060 Ti | 160W | Karte: 160W | 12W | 151W | Einzelwerte: 145W [46], 152W [47], 152W [48], 163W [49], 164W [50] Meßreihen: Ø139W [51], Ø141W [52], Ø144W [53], Ø147W [54], Ø153W [55] |
100% Perf/W |
GeForce RTX 4070 | 200W | Karte: 200W | 10W | 193W | siehe Launch-Analyse 4070 [56] | 101% Perf/W |
Arc A770 "LE" | 225W | ASIC: 190W | 42W | 223W | siehe Launch-Analyse A750 & A770 [57] | 50% Perf/W |
Effizienz = Performance/Watt errechnet unter der FullHD-Auflösung; Stromverbrauchs-Datenquelle für alle älteren Karten: Stromverbrauchs-Überblick für DirectX 11/12 Grafikkarten [58] |
Aufgrund des nahezu identischen Stromverbrauchs beider neuer Mainstream-Grafikkarten trotz natürlich klar unterschiedlicher Performance-Werte liegen beide einigermaßen auseinander in der Energieeffizienz-Wertung: Die GeForce RTX 4060 Ti liegt hier einsam vorn, in derselben Energieeffizienz-Region wie nur andere Ada-Lovelace-Beschleuniger. Die Radeon RX 7600 erreicht hingegen nur knapp eine bessere Energieeffizienz als die Radeon RX 6600 non-XT, die bekannt auf Taktrate getrimmte Radeon RX 6650 XT ist diesbezüglich kein echter Maßstab. Gegenüber der Vorgänger-Generation ergibt sich also auf AMD-Seite kein sichtbarer Generations-Sprung bei der Energieeffizienz, was aber womöglich auch an der fast selben Chipfertigung hängt. Auf nVidia-Seite ist der Generations-Sprung bei der Energieeffizienz hingegen deutlich sichtbar, wenngleich mit +45-50% auch nicht ganz so groß, wie man eigentlich vom Unterschied Samsung 8nm gegenüber TSMC 5nm erwartet hätte.
Bei Themen wie Lüfter-Lautstärke und Kühlung kommt beiden neuen Mainstream-Grafikkarten ihr Stromverbrauch-Niveau entgegen: Die hierbei entstehenden Abwärme ist mit heutigen Grafikkarten-Designs beiderseits recht problemlos sowie leise zu kühlen. Gewisse Unterschied gibt es beim Thema "Übertaktung": Die GeForce RTX 4060 Ti ist mittelprächtig zu übertakten, Taktraten-mäßig geht einiges, die herauskommende Mehrperformance bleibt jedoch im mittleren bis höheren einstelligen Bereich. Beachtbar ist dabei, dass dafür kaum etwas an Mehrverbrauch notwendig wird, Power-limitiert ist die nVidia-Karte selbst unter Übertaktung kaum einmal. Dies ist der deutlichste Unterschied zur Radeon RX 7600, welcher man maßlos mehr Strom zuführen muß, um eine zumeist nur geringfügige Mehrperformance herauszuholen. Takt-mäßig ist bei AMD sogar einiges mehr möglich, allerdings wird dies zuerst über den maximalen Stromverbrauch limitiert bzw. will man vielleicht auch nicht unbedingt über 200 Watt durch diese Mainstream-Karte pumpen.
Das eigentliche Problem für die beiden neuen Mainstream-Grafikkarten lauert dann bei der Betrachtung der erbrachten Performance gegenüber den aktuellen Straßenpreise der anderen Angebote. Denn da können sich GeForce RTX 4060 Ti und Radeon RX 7600 nicht mehr mit den früheren, teilweise Cryptohype-bedingt überzogenen Listenpreisen der Ampere/RDNA2-Beschleuniger vergleichen, sondern müssen sich der harten Realität von inzwischen ganz anders lautenden Straßenpreisen stellen. Und dies bedeutet Radeon RX 6600 non-XT bei ~220 Euro, Radeon RX 6650 XT bei ~250 Euro sowie GeForce RTX 3060 Ti bei ~330 Euro und GeForce RTX 3070 bei ~440 Euro. Gegenüber diesen Preisen, welche im Fall der Ampere-Beschleuniger durchaus auch auf einen Auslaufstatus dieser Karten hindeuten, haben es die beiden neuen Mainstream-Karten der Ada/RDNA3-Generation dann richtig schwer.
AMD kommt hierbei noch leicht besser weg, denn das Performance/Preis-Verhältnis der Radeon RX 7600 ist nicht gänzlich von Radeon RX 6600 non-XT sowie 6650 XT entfernt. Die GeForce RTX 4060 Ti sieht hingegen kein Land gegenüber den aktuellen Straßenpreisen der GeForce RTX 3060 Ti, jene kommt darauf basierend mit einem um +17% besseren Performance/Preis-Verhältnis heraus. Für neue Grafikkarten einer neuen Hardware-Generation ist dies jedoch beiderseits ein schlechter Start: Zu erwarten ist ein Generations-Sprung, nicht gerade ein Rückschritt. Und selbst wenn man dies auf den Effekt von Abverkaufspreisen schieben möchte: Auch verglichen mit dem Launch-UVP von 399 Euro für die GeForce RTX 3060 Ti kommt die GeForce RTX 4060 Ti mit ihrem aktuellen Straßenpreis nur auf ein besseres Performance/Preis-Verhältnis von (überaus) mageren +4%.
Beiderseits bringen beide neuen Mainstream-Grafikkarten somit nicht viel mehr mit als ihre Architektur-Vorteile: Bei der Radeon RX 7600 ergibt die RDNA3-Architektur jedoch nur einen geringen Vorteil bei der RayTracing-Performance. Bei der GeForce RTX 4060 Ti steht die Ada-Lovelace-Architektur dann immerhin für DLSS3, was mit seinem "Frame Generation" Feature durchaus hier und da nutzvoll sein kann, gerade bei Mainstream-Grafikkarten. Aber wirklich ausreichend zu Begründung dieser beiden neuen Mainstream-Karten ist dies natürlich (bei weitem) nicht. So etwas sollte eigentlich oben drauf liegen – und nicht der nahezu einzige wirklich beachtbare Vorteil sein. Denn wie zu sehen egalisieren sich alle nominellen Performance-Vorteile der neuen Karten durch deren jeweils höheren Preise bzw. über die auf dieser Preislage in Vergleich zu setzenden Alt-Beschleuniger.
An dieser Stelle ist es dann nochmals bedauerlicher, dass AMD & nVidia die VRAM-Situation des Jahres 2023 nicht früher erkannt und rechtzeitig darauf reagiert haben. Nicht nur sind GeForce RTX 4060 Ti und Radeon RX 7600 mit nur 8 GB VRAM vergleichsweise mager ausgestattet, vor allem hätte ein größerer Grafikkartenspeicher jenen Karten ein gewichtiges Pro-Argument liefern können – welches jenen Karten derzeit massiv fehlt. So aber kommen mit GeForce RTX 4060 Ti und Radeon RX 7600 zwei nahezu nutzlose neue Beschleuniger auf dem Markt. Die GeForce RTX 4060 Ti ist dabei – DLSS3 mal außer acht lassend – komplett redundant, man kann jene Karte problemlos (und besser) mit der GeForce RTX 3070 ersetzen. Die Radeon RX 7600 muß man nicht ganz so harsch sehen, aber dennoch ist eine "6650XT +6%" (mit zudem schlechterem Performance/Preis-Verhältnis) auch nicht dass, wonach der Grafikkarten-Markt jetzt unbedingt verlangt hatte.
Überblick | 6600 | 6650XT | 7600 | 6700XT | 3060-12G | 3060Ti | 3070 | 4060Ti | 4070 | A770LE |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
RDNA2, 8GB | RDNA2, 8GB | RDNA3, 8GB | RDNA2, 12GB | Ampere, 12GB | Ampere, 8GB | Ampere, 8GB | Ada, 8GB | Ada, 12GB | Alchemist, 16GB | |
gemittelte FHD Raster-Perf. | 63,1% | 75,6% | 79,9% | 91,9% | 68,5% | 89,6% | 101,1% | 100% | 128,6% | 74,0% |
gemittelte WQHD Raster-Perf. | 60,9% | 73,9% | 78,4% | 93,4% | 69,2% | 91,5% | 104,3% | 100% | 133,3% | 78,0% |
gemittelte 4K Raster-Perf. | 58,0% | 71,0% | 74,8% | 95,4% | 71,9% | 94,7% | 109,1% | 100% | 139,0% | 85,8% |
gemittelte RT-Perf. (FHD) | 45,8% | 55,0% | 60,1% | 71,8% | 67,6% | 88,2% | 100,3% | 100% | 133,6% | 73,8% |
offizielle TDP | 132W | 180W | 165W | 230W | 170W | 200W | 220W | 160W | 200W | 225W |
realer Stromverbrauch | 131W | 177W | 160W | 219W | 172W | 202W | 221W | 151W | 193W | 223W |
Energieeffizienz (FHD) | 73% | 65% | 75% | 63% | 60% | 67% | 69% | 100% | 101% | 50% |
Listenpreis | $329 | $399 | $269 | $479 | $329 | $399 | $499 | $399 | $599 | $349 |
Straßenpreis (ab) | 219€ | 252€ | 288€ | 364€ | 317€ | 329€ | 439€ | 428€ | 599€ | 369€ |
Perf/Preis: Raster @ FHD | 123% | 128% | 119% | 108% | 92% | 117% | 99% | 100% | 92% | 86% |
Perf/Preis: RT @ FHD | 89% | 93% | 89% | 84% | 91% | 115% | 98% | 100% | 95% | 86% |
Perf/Preis: Raster/RT-Mix | 110% | 114% | 107% | 99% | 92% | 116% | 98% | 100% | 93% | 86% |
"Raster/RT-Mix" = 60% Raster & 40% RayTracing jeweils unter der FullHD-Auflösung |
Insofern ist die allgemeine Betrachtungsweise dieser beiden Launches als Doppel-Reinfall sicherlich nicht falsch. Wer will, kann hier etwas zuungsten der nVidia-Karte auch noch etwas abstufen. Beide neuen Mainstream-Grafikkarten können somit nur über die Zeit und deutlich nachlassenden Straßenpreisen noch zu ihrem Glück finden. Es ist zudem gerade bei Mainstream-Grafikkarten nicht ganz selten, dass jene anfänglich falsch ausgepreist und demzufolge ohne echten Performance/Preis-Vorteil in den Markt kommen und erst im Laufe der Zeit ihren tatsächlich passenden Preispunkt erreichen. Vorher kann natürlich keine echte Empfehlung zugunsten von GeForce RTX 4060 Ti und Radeon RX 7600 ausgesprochen werden bzw. sei an die jeweils gebotenen Alternativen erinnert.
Das hiermit aufgezeigte Ergebnis zur GeForce RTX 4060 Ti 8GB ergibt zudem automatisch keinerlei gute Vorzeichen für die Ende Juli anstehende 16-GB-Ausführung dieser Karte. Denn wenn nVidia für dieselbe Performance noch gleich +100 Dollar bzw. +110 Euro mehr haben, rauscht das Performance/Preis-Verhältnis nochmals mehr in den Keller. Der Mehrspeicher kann das dann unmöglich retten: Dafür müsste die GeForce RTX 4060 Ti 16GB zum Preispunkt der 8-GB-Ausführung erscheinen, erst dann ergäbe sich ein griffiges Angebot und würde der Mehrspeicher einen positiven Pluspunkt bedeuten. Man kann allerhöchstens hoffen, dass nVidia die Zeit bis zum Juli nutzt, um in sich zu gehen und die preisliche Situation der GeForce RTX 4060 Ti (in beiden Speicher-Varianten) grundlegend neu zu bewerten.
Ob nVidia dafür im aktuellen Rausch des Booms an KI-Beschleunigern wirklich Muße hat bzw. ob das Unternehmen überhaupt derart schnell beweglich ist, bleibt jedoch abzuwarten. Die ersten Verkaufszahlen [59] sollen beachtbar schlecht sein, bei AMD besser als bei nVidia, aber auch bei AMD wohl nicht wirklich gutklassig. Beide Grafikchip-Entwickler dürften sicherlich auch darauf setzen, dass das Auslaufen von Alt-Beschleunigern diesen lästigen Haus-internen Wettbewerb über kurz oder lang unterbindet, womit der Grafikkarten-Käufer dann keine große Wahl mehr hat. Jener Grafikkarten-Käufer ist allerdings inzwischen zunehmend genervt, da sich nach der mit Cryptohype und Chip-Knappheit verbundenen Ampere/RDNA2-Generation mittels der nachfolgenden Ada/RDNA3-Generation eine Stagnation auf hohem Preisniveau und geringen Performance/Preis-Zuwächsen in immer größeren Portfolio-Teilen manifestiert.
Verweise:
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[2] http://www.3dcenter.org/news/nvidia-auf-der-ces-2023-geforce-rtx-4070-ti-und-geforce-rtx-40-mobile
[3] http://www.3dcenter.org/news/nvidia-ada-lovelace
[4] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-3060-ti
[5] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-3070
[6] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-4070
[7] http://www.3dcenter.org/news/amd-auf-der-ces-2023-ryzen-7000-non-x-x3d-mobile-radeon-rx-7600-ms-und-instinct-mi300
[8] http://www.3dcenter.org/news/amd-rdna3
[9] http://www.3dcenter.org/news/nvidia-ampere
[10] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-rx-6600-xt
[11] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-rx-6x50-refresh
[12] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-rx-6700-xt
[13] https://www.computerbase.de/
[14] https://www.techpowerup.com/
[15] https://www.pcgameshardware.de/
[16] https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=615217
[17] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-geforce-rtx-4060-ti-radeon-rx-7600
[18] https://www.computerbase.de/2023-05/amd-radeon-rx-7600-test/
[19] https://www.eteknix.com/amd-radeon-rx-7600-review/
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[23] https://www.youtube.com/watch?v=4Zsaj_9Zpjc
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[27] https://quasarzone.com/bbs/qc_bench/views/85551
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[69] https://www.hwupgrade.it/articoli/skvideo/6543/nvidia-geforce-rtx-4060-ti-8-gb-recensione-ada-lovelace-per-il-1080p_index.html
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[73] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-geforce-rtx-4060-ti-radeon-rx-7600/launch-analyse-geforce-rtx-4060-ti-radeon--0