Mit der GeForce RTX 3060 hat nVidia am 25. Februar 2021 die nunmehr fünfte Gaming-Grafikkarte auf Basis der Ampere-Architektur ins Rennen geschickt. Jene soll nominell das Preisfeld von 329 Dollar/Euro beackern, geht also (genauso nominell) ins untere Midrange-Segment. Wie bekannt, wurde auch diese neue Grafikkarte umgehend nach Launch ausverkauft bzw. wird derzeit nur zu weit überzogenen Preisen angeboten. Eine echte Einordnung ins Preis/Leistungs-Gefüge ist (mangels dessen Existenz) damit derzeit leider nicht möglich, es bleibt allein der Trockentest der reinen Performance-Einordnung. Jener soll nachfolgend anhand der vorliegenden Benchmarks der Launchreviews [2] unter FullHD, WQHD, 4K und RayTracing angegangen werden.
Für die GeForce RTX 3060 setzt nVidia den neuen GA106-Chip an, welcher bisher im Desktop-Segment noch keine Verwendung fand (sondern nur im Mobile-Segment bei der zum Jahresanfang vorgestellten [3] GeForce RTX 3060 Laptop). Mit dem GA106-Chip reduziert nVidia gegenüber dem innerhalb der Ampere-Generation [4] darüberliegenden GA104-Chip (von GeForce RTX 3060 Ti & 3070), die Anzahl der Shader-Cluster von 48 auf 30, das Speicherinterface geht zudem von 256 Bit auf 192 Bit zurück. Beachtbar und selten thematisiert ist hierbei auch der Rückgang an Raster- und ROP-Power, welcher zwischen GA106- und GA104-Chip mit 3 anstatt 6 Raster-Engines sowie 48 anstatt 96 ROPs doch ziemlich harsch ausfällt. Dafür geht es dann aber auch bei der Chipfläche stark nach unten: Für den GA106 stehen nur 276mm² Chipfläche zu Buche, im Gegensatz zu den immerhin 392mm² des GA104-Chips (beiderseits unter der 8nm-Fertigung von Samsung).
nVidia "Ampere" GA106 | nVidia "Ampere" GA104 | nVidia "Ampere" GA102 | |
---|---|---|---|
Chip | 12,0 Mrd. Transistoren auf 276mm² Chipfläche in der 8nm-Fertigung von Samsung | 17,4 Mrd. Transistoren auf 392mm² Chipfläche in der 8nm-Fertigung von Samsung | 28,3 Mrd. Transistoren auf 628mm² Chipfläche in der 8nm-Fertigung von Samsung |
Hardware | 3 Raster-Engines, 30 Shader-Cluster, 3840 FP32-Einheiten, 120 TMUs, 30 RT-Cores v2, 120 Tensor-Cores v3, 48 ROPs, 2,25 MB Level2-Cache, 192 Bit GDDR6-Interface | 6 Raster-Engines, 48 Shader-Cluster, 6144 FP32-Einheiten, 192 TMUs, 48 RT-Cores v2, 192 Tensor-Cores v3, 96 ROPs, 4 MB Level2-Cache, 256 Bit GDDR6-Interface | 7 Raster-Engines, 84 Shader-Cluster, 10752 FP32-Einheiten, 336 TMUs, 84 RT-Cores v2, 336 Tensor-Cores v3, 112 ROPs, 6 MB Level2-Cache, 384 Bit GDDR6X-Interface |
NVLink & SLI | nicht verfügbar | nicht verfügbar | NVLink nur bei der GeForce RTX 3090, kein Support für "implicit SLI" mehr [5] |
verbaut bei | GeForce RTX 3060 (Salvage), GeForce RTX 3060 Laptop (Vollausbau) | GeForce RTX 3060 Ti, 3070 & 3070 Laptop (alle Salvage), GeForce RTX 3080 Laptop (Vollausbau) | GeForce RTX 3080 & 3090 (beide Salvage) |
Blockdiagramm | ![]() nVidia GA106 Block-Diagramm [7] |
![]() nVidia GA104 Block-Diagramm [9] |
![]() nVidia GA102 Block-Diagramm [11] |
Turing-Vorgänger | TU106, 10,6 Mrd. Transistoren auf 445mm² Chipfläche in der 12nm-Fertigung von TSMC, 3 Raster-Engines, 36 Shader-Cluster, 2304 FP32-Einheiten, 144 TMUs, 36 RT-Cores v1, 288 Tensor-Cores v2, 64 ROPs, 4 MB Level2-Cache, 256 Bit GDDR6-Interface, verbaut bei GeForce RTX 2060, 2060 Super & 2070 TU116, 6,6 Mrd. Transistoren auf 284mm² Chipfläche in der 12nm-Fertigung von TSMC, 3 Raster-Engines, 24 Shader-Cluster, 1536 FP32-Einheiten, 96 TMUs, 48 ROPs, 1,5 MB Level2-Cache, 192 Bit GDDR6-Interface, verbaut bei GeForce GTX 1650 Super, 1660, 1660 Super & 1660 Ti |
TU104, 13,6 Mrd. Transistoren auf 545mm² Chipfläche in der 12nm-Fertigung von TSMC, 6 Raster-Engines, 48 Shader-Cluster, 3072 FP32-Einheiten, 192 TMUs, 48 RT-Cores v1, 384 Tensor-Cores v2, 64 ROPs, 4 MB Level2-Cache, 256 Bit GDDR6-Interface, verbaut bei GeForce RTX 2070 Super, 2080 & 2080 Super | TU102, 18,6 Mrd. Transistoren auf 754mm² Chipfläche in der 12nm-Fertigung von TSMC, 6 Raster-Engines, 72 Shader-Cluster, 4608 FP32-Einheiten, 288 TMUs, 72 RT-Cores v1, 576 Tensor-Cores v2, 96 ROPs, 6 MB Level2-Cache, 384 Bit GDDR6-Interface, verbaut bei GeForce RTX 2080 Ti & Titan RTX |
Pascal-Vorgänger | GP106, 4,4 Mrd. Transistoren auf 200mm² Chipfläche in der 16nm-Fertigung von TSMC, 2 Raster-Engines, 10 Shader-Cluster, 1280 FP32-Einheiten, 80 TMUs, 48 ROPs, 1.5 MB Level2-Cache, 192 Bit GDDR5-Interface, verbaut bei GeForce GTX 1060 | GP104, 7,2 Mrd. Transistoren auf 314mm² Chipfläche in der 16nm-Fertigung von TSMC, 4 Raster-Engines, 20 Shader-Cluster, 2560 FP32-Einheiten, 160 TMUs, 64 ROPs, 2 MB Level2-Cache, 256 Bit GDDR5X-Interface, verbaut bei GeForce GTX 1070, 1070 Ti & 1080 | GP102, 12 Mrd. Transistoren auf 471mm² Chipfläche in der 16nm-Fertigung von TSMC, 6 Raster-Engines, 30 Shader-Cluster, 3840 FP32-Einheiten, 256 TMUs, 96 ROPs, 3 MB Level2-Cache, 384 Bit GDDR5X-Interface, verbaut bei GeForce GTX 1080 Ti, Titan X & Titan Xp |
Der GA106-Chip geht damit bei nVidia eher wieder in Richtung früherer Midrange-Chips – wie dem GP106 aus der Pascal-Generation [12] (oder auch dem GM206 der Maxwell-Generation [13]), welche vergleichsweise stark abgespeckt waren und beiderseits nur ein 192-Bit-Speicherinterface mitbrachten. Innerhalb der Turing-Generation [14] gab es zwar den TU106-Chip, jener bringt jedoch nominell mehr Shader-Cluster und ein breiteres Speicherinterface (als der GA106) auf die Waage, womit der passendere Vergleich innerhalb der Turing-Generation eher der TU116-Chip darstellt – auch wiederum nur mit 192-Bit-Speicherinterface ausgerüstet. Selbiges verhindert dann den Einsatz von 4/8/16 GB Grafikkartenspeicher, sondern kommt nur mit 3/6/12/24 GB zurecht. Diese Frage hatte nVidia in den beiden Vorgänger-Generationen jeweils mit "6 GB" beantwortet, bei der Ampere-Generation erfolgt nun erstmals der Schritt zu mehr Speicher – und somit erhielt die GeForce RTX 3060 gleich 12 GB Grafikkartenspeicher.
Dies führt natürlich zur leicht irritierenden Situation, dass die GeForce RTX 3060 nVidia-intern mehr Grafikkartenspeicher mitbringt als die drei nächstteuren Ampere-Lösungen – GeForce RTX 3060 Ti & 3070 mit jeweils 8 GB und GeForce RTX 3080 mit 10 GB müssen hierbei hintenanstehen. Wahrscheinlich war diese Speicherbestückung auch ursprünglich nicht derart geplant (ansonsten hätte man den anderen Ampere-Karten gleich mehr mitgegeben oder aber sich um 1,5-Gigabyte-Speicherchips bemüht), sondern stellt eine Vorab-Reaktion auf AMDs kommende Midrange-Lösungen auf Basis des Navi-22-Chips [15] dar – welche auf Basis von dessen 192-Bit-Speicherinterface ebenfalls mit 12 GB Grafikkartenspeicher antreten werden. Diese Speicherbestückung mag angesichts des Performance-Profils der GeForce RTX 3060 vielleicht etwas übertrieben erscheinen, stellt aber dennoch die (weitaus) bessere Wahl gegenüber der einzigen (direkt gangbaren) Alternative von nur 6 GB Grafikkartenspeicher dar.
Die aus dem GA106-Chip geschnitzte GeForce RTX 3060 benutzt dann nicht den Vollausbau des zugrundeliegenden Grafikchips, sondern kommt mit zwei Shader-Clustern weniger daher – wie bisher alle (nahe am Vollausbau liegenden) Desktop-Lösungen innerhalb der Ampere-Generation. Ansonsten gibt es keine weiteren Abspeckungen gegenüber dem Vollausbau des GA106-Chips, welchen es derzeit nur bei der GeForce RTX 3060 Laptop in Aktion zu sehen gibt. Der GA106-Chip dürfte von nVidia nachfolgend sicherlich noch zu einer weiteren GA106-basierten Grafikkarte mit vermutlich größeren Hardware-Abspeckungen (vielleicht 22-24 Shader-Cluster) und dann tatsächlich nur 6 GB Grafikkartenspeicher benutzt werden. Inwiefern sich die hieraus resultierende Grafikkarte dann "GeForce RTX 3050 Ti" oder "GeForce RTX 3060 6GB" nennen wird, ist jedoch immer noch nicht heraus.
Radeon RX 5700 XT | GeForce RTX 3060 | GeForce RTX 3060 Ti | GeForce RTX 3070 | |
---|---|---|---|---|
Chipbasis | AMD Navi 10 XT | nVidia GA106-300 | nVidia GA104-200 | nVidia GA104-300 |
Fertigung | 10,3 Mrd. Transistoren auf 251mm² in der 7nm-Fertigung von TSMC | 12,0 Mrd. Transistoren auf 276mm² in der 8nm-Fertigung von Samsung | 17,4 Mrd. Transistoren auf 392mm² in der 8nm-Fertigung von Samsung | |
Architektur | AMD RDNA1, DirectX 12 Feature-Level 12_1 | nVidia Ampere, DirectX 12 Feature-Level 12_2 | ||
Features | DirectX 12, OpenGL, Vulkan, Asynchonous Compute, VSR, FreeSync, TrueAudio Next, XConnect | DirectX 12, OpenGL, Vulkan, Asynchonous Compute, RayTracing, DSR, DLSS, PhysX, G-Sync, FreeSync | ||
Technik | 4 Raster-Engines, 40 Shader-Cluster, 2560 FP32-Einheiten, 160 TMUs, 64 ROPs, 4 MB Level2-Cache, 256 Bit GDDR6-Interface (Vollausbau) | 3 Raster-Engines, 28 Shader-Cluster, 3584 FP32-Einheiten, 112 TMUs, 28 RT-Cores v2, 112 Tensor-Cores v3, 48 ROPs, 2,25 MB Level2-Cache, 192 Bit GDDR6-Interface (Salvage) | 5 Raster-Engines, 38 Shader-Cluster, 4864 FP32-Einheiten, 152 TMUs, 38 RT-Cores v2, 152 Tensor-Cores v3, 80 ROPs, 4 MB Level2-Cache, 256 Bit GDDR6-Interface (Salvage) | 6 Raster-Engines, 46 Shader-Cluster, 5888 FP32-Einheiten, 184 TMUs, 46 RT-Cores v2, 184 Tensor-Cores v3, 96 ROPs, 4 MB Level2-Cache, 256 Bit GDDR6-Interface (Salvage) |
Taktraten | 1605/1755 MHz & 14 Gbps | 1320/1777 MHz & 15 Gbps | 1410/1665 MHz & 14 Gbps | 1500/1725 MHz & 14 Gbps |
Rohleistungen | 9,0 TFlops & 448 GB/sec | 12,7 TFlops & 360 GB/sec | 16,2 TFlops & 448 GB/sec | 20,3 TFlops & 448 GB/sec |
Speicherausbau | 8 GB GDDR6 | 12 GB GDDR6 | 8 GB GDDR6 | 8 GB GDDR6 |
Anbindung | PCI Express 4.0 | PCI Express 4.0 | PCI Express 4.0 | PCI Express 4.0 |
Ref./Herst./OC | ✓ / ✓ / ✓ | ✗ / ✓ / ✓ | ✓ / ✓ / ✓ | ✓ / ✓ / ✓ |
Layout | Dual/TripleSlot | Dual/TripleSlot | Dual/TripleSlot | Dual/TripleSlot |
Kartenlänge | Herst: 23,0-32,6cm Ref: 27,5cm |
Herst: 17,0-32,3cm | Herst: 17,2-32,3cm FE: 24,5cm |
Herst: 21,6-33,7cm FE: 24,5cm |
Stromstecker | 1x 6pol. & 1x 8pol. | 1x 8pol. | 1x 12pol. | 1x 12pol. |
off. Verbrauch | 225W (TBP) | 170W (GCP) | 200W (GCP) | 220W (GCP) |
realer Verbr. | 176W | 172W | 202W | 220W |
Ausgänge | HDMI 2.0b, 3x DisplayPort 1.4 | HDMI 2.1, 3x DisplayPort 1.4 | HDMI 2.1, 3x DisplayPort 1.4 | HDMI 2.1, 3x DisplayPort 1.4 |
FullHD Perf.Index [16] | 1160% | 1110% | 1420% | 1590% |
4K Perf.Index [17] | 163% | 161% | 212% | 245% |
Listenpreis | $399 (UVP: 399€) | $329 (UVP: 329€) | $399 (UVP: 419€) | $499 (UVP: 519€) |
Release | 7. Juli 2019 [18] | 25. Februar 2021 | 2. Dezember 2020 [19] | 29. Oktober 2020 [20] |
Gegenüber den bisherigen Ampere-Grafikkarten legt nVidia für die GeForce RTX 3060 keine eigene Founders Edition auf, die Karte wird somit allein nur von den Grafikkarte-Herstellern angeboten werden. Jene setzen für die GeForce RTX 3060 derzeit gern ihre Layouts für die GeForce RTX 3060 Ti ein – dies geht wohl, weil Speicher-seitig generell 2-Gigabyte-Chips verwendet werden und somit nur 6 der 8 möglichen Speicherplätz eines Platinenlayouts der GeForce RTX 3060 Ti zu besetzen sind. Prinzipiell wären aber auch günstigere Platinen-Layouts denkbar, welche speziell an die GeForce RTX 3060 angepasst sind. Jene könnten später nachfolgen, beispielsweise mit der vorgenannten kleineren GA106-Ausführung, welche für kleinere Preisbereiche gedacht ist und demzufolge einen höheren Kostendruck hat.
Taktraten-mäßig gibt es bei der GeForce RTX 3060 keine wirklichen Überraschungen: Die Karte hat zwar einen vergleichsweise hohen Referenz-Takt, aber die real erzielten Taktraten sind dann doch Ampere-üblich. Die ComputerBase [21] ermittelte durchschnittlich 1938 MHz, TechPowerUp [22] hingegen durchschnittlich 1905 MHz – beiderseits auf einer MSI Gaming X Trio, welche von Haus aus einen um +75 MHz höheren Boosttakt mit sich bringt. Zieht man dies von jenen Messungen ab, bleiben ca. 1850 MHz realer Boosttakt für eine auf Referenz-Niveau laufende GeForce RTX 3060 übrig. Dies ist grob dasselbe Niveau, welches man bereits von den anderen Ampere-Grafikkarten kennt – vielleicht sogar etwas niedriger als jenes, aber dafür sind diese Messungen mit werksübertakteten Herstellerkarten nicht gut genug vergleichbar.
Basis | Durchschnitt | Maximum | durchschnittlicher Realtakt | ||
---|---|---|---|---|---|
AMD-Bezeichnung | "Base Frequency" | "Game Frequency" | "Boost Frequency" | - | - |
Radeon RX 6900 XT | 1825 MHz | 2015 MHz | 2250 MHz | 2800 MHz | CB: 2265 MHz – TPU: 2233 MHz |
Radeon RX 6800 XT | 1825 MHz | 2015 MHz | 2250 MHz | 2577 MHz | CB: 2216 MHz – TPU: 2257 MHz |
Radeon RX 6800 | 1700 MHz | 1815 MHz | 2105 MHz | ? | CB: 2177 MHz – TPU: 2205 MHz |
nVidia-Bezeichnung | "Base Clock" | "Boost Clock" | - | - | |
GeForce RTX 3090 | 1400 MHz | 1700 MHz | ? | TPU: 1754 MHz | |
GeForce RTX 3080 | 1450 MHz | 1710 MHz | 1995 MHz | CB: 1827 MHz – TPU: 1931 MHz | |
GeForce RTX 3070 | 1500 MHz | 1725 MHz | 2040 MHz | CB: 1892 MHz – TPU: 1882 MHz | |
GeForce RTX 3060 Ti | 1410 MHz | 1665 MHz | 2010 MHz | CB: 1900 MHz – TPU: 1877 MHz | |
GeForce RTX 3060 | 1320 MHz | 1777 MHz | ? | keine Messung zum Referenz-Takt verfügbar | |
Realtakt-Angaben gemäß den Ausarbeitungen der ComputerBase [23] (Ø 17 Spiele) und von TechPowerUp [24] (Ø 23 Spiele) |
Stichwort Werksübertaktungen: Ohne Founders Edition wurde der Launch der GeForce RTX 3060 natürlich ausschließlich mit Herstellerkarten bestritten – und jene haben üblicherweise ihr bestes Grafikkarten-Design zu den Hardwaretestern gesandt. Nur wenige Hardwaretester haben es daraufhin auf sich genommen, die Referenz-Performance der GeForce RTX 3060 zu ermitteln – sei es durch Simulation der Referenz-Taktraten oder durch den Test einer Herstellerkarte auf (exaktem) Referenztakt. Dabei ist es (selbstverständlich) jedem Hardwaretester selbst überlassen, wie man diesen Punkt angeht – aber für den Zweck einer Index-Erstellung wird an dieser Stelle natürlich die Performance auf Referenztakt benötigt. Zur Einordnung der Performance-Differenz zwischen Referenztakt und Werksübertakung helfen glücklicherweise die Testberichte von ComputerBase & TechPowerUp weiter, welche Messungen unter beiden Bedingungen vorgenommen haben:
Mehrperformance Herstellerdesigns | Hardware | FullHD/1080p | WQHD/1440p | 4K/2160p |
---|---|---|---|---|
Asus Strix OC @ ComputerBase [25] | Boost 1882 MHz, TDP 170W | +2,7% | - | - |
MSI Gaming X Trio @ ComputerBase [25] | Boost 1852 MHz, TDP 170W | +2,1% | - | - |
EVGA XC Black @ TechPowerUp [26] | Boost 1852 MHz, TDP 170W | +2% | +1% | +2% |
MSI Gaming X Trio @ TechPowerUp [27] | Boost 1852 MHz, TDP 170W | +2% | +2% | +2% |
Palit Dual OC @ TechPowerUp [28] | Boost 1867 MHz, TDP 170W | +2% | +2% | +2% |
Zotac AMP White @ TechPowerUp [29] | Boost 1867 MHz, TDP 170W | +2% | +3% | +2% |
Hinweise: Performance-Werte werden bei TechPowerUp nur gerundet auf volle Zahlen angegeben |
Gut zu erkennen ist, dass die Werksübertaktungen kaum wirklich an Boden gutmachen gegenüber dem Referenztakt – für +4% nominell mehr Boosttakt gibt es üblicherweise nur +2% Mehrperformance. Dies mag vielleicht auch an der limitierten Speicherbandbreite sowie dem einheitlichen TDP-Limit hängen, denn bislang bieten alle Werksübertaktungen durchgehend nur die Standard-TDP von 170 Watt auf – Differenzen gibt es allein beim (zusätzlichen) TDP-Spielraum zum Übertakten. In jedem Fall läßt sich somit für die werksübertakteten GeForce RTX 3060 Modelle die Faustregel aufstellen, dass auf Referenz-TDP und ohne anderen Speichertakt grob die Hälfte eines höheren Boosttakts in Mehrperformance umgesetzt wird. Damit lassen sich auch Benchmarks zu Werksübertaktungen einordnen respektive normalisieren, zu welchen keine exakten Performance-Vergleiche auf Referenztakt vorliegen.
Die nachfolgende Tabelle schlüsselt auf, welche konkreten Kartenmodelle die ausgewerteten Testberichte benutzt haben, welchen Boosttakt jene jeweils hatten und welche Mehrperformance von jenen gegenüber dem Referenztakt (schätzungsweise) zu erwarten ist. Mit den nachfolgenden Performanceauswertungen wurde dann die Mehrperformance dieser werksübertakteten GeForce RTX 3060 Karten (in blauer Schrift markiert) entsprechend normalisiert, sprich es wurden bei den entsprechenden Hardwaretests jeweils –2% von der Performance der GeForce RTX 3060 abgezogen (beim Test von PurePC entsprechend –1%). Jener Werteabzug erfolgte allerdings nur für den insgesamten Performance-Durchschnitt, nicht bereits bei der Werte-Dokumentation des einzelnen Hardwaretests (logisch, es handelt sich um eine Dokumentation, welche möglichst original wiedergegeben werden muß).
Hardware | Perf.-Effekt | Testberichte | |
---|---|---|---|
simulierte Referenz-Karte | Boost 1777 MHz, TDP 170W | Referenz | ComputerBase [25], TechPowerUp [27] |
Gigabyte Eagle | Boost 1777 MHz, TDP 170W | wie Referenz | Le Comptoir du Hardware [32], PC Games Hardware [33] |
Zotac Twin Edge | Boost 1777 MHz, TDP 170W | wie Referenz | Eurogamer [34] |
KFA2 EX | Boost 1807 MHz, TDP 170W | geschätzt +1% | PurePC [35] |
Gigabyte Gaming OC | Boost 1837 MHz, TDP 170W | geschätzt +2% | SweClockers [36], Tweakers [37] |
EVGA XC Black | Boost 1852 MHz, TDP 170W | geschätzt +2% | Tom's Hardware [38] |
MSI Gaming X Trio | Boost 1852 MHz, TDP 170W | geschätzt +2% | Guru3D [39], Hardwareluxx [40], Hardware Upgrade [41], Igor's Lab [42], SweClockers [36] |
Zotac AMP White | Boost 1867 MHz, TDP 170W | geschätzt +2% | Golem [43] |
Der Einfluß dieser Normalisierung auf den gesamten Performance-Durchschnitt ist allerdings nicht besonders hoch: Angenommen, die Performance-Differenz zwischen Referenztakt und Werksübertaktung wäre real gerade einmal halb so hoch wie angesetzt, würde die GeForce RTX 3060 im gesamten Performance-Schnitt gegenüber den anderen Karten gerade einmal einen halben Prozentpunkt hinzugewinnen (respektive jene anderen Karten einen halben Prozentpunkt verlieren). Dies ist aber fast schon der maximal denkbare Fehler, die reale Fehlerquote dürfte deutlich niedriger liegen (und sofern die Fehler mal in die eine und mal in die andere Richtung gehen, könnten sich jene in der Summe sogar ausgleichen). Perfekt kann es leider nicht werden, dafür liegen einfach zu viele Benchmarks rein von werksübertakteten Grafikkarten vor, selbst wenn im Performance-Durchschnitt zugunsten der Messungen auf Referenztakt gewichtet wurde.
Ein weiterer Punkt, welcher die Benchmarks aktuell beeinflußt, ist der differierende Status von SAM/rBAR, je nach Grafikkarte und je nach Hardwaretest. Denn da jenes Feature nunmehr für alle modernen Grafikkarten und PC-Systeme kommt, rüsten die Tester scheibchenweise zugunsten von SAM/rBAR um – was bedeutet, dass zum jetzigen Zeitpunkt manche Hardware bereits mit SAM/rBAR getestet wird, und andere eben noch nicht. Die GeForce RTX 3060 läuft von Haus aus bereits mit rBAR – mit allerdings negierbarem Performance-Effekt [44]. Die anderen im Test befindlichen Karten erhalten SAM/rBAR teilweise nicht mehr (ältere Grafikkarten) bzw. werden es im Laufe des März bekommen (andere Ampere-Karten). Ehe das ganze jedoch durchgehend von den Testern adaptiert ist, könnte nochmals einige Zeit mehr vergehen. Vermutlich dürfte erst irgendwann im Sommer echte Waffengleichheit erreicht sein und müssen die jetzt angestellten Tests mit dem (kleinen) Fehler leben, dass SAM/rBAR nicht bei allen potentiell damit erreichbaren Testobjekten bereits aktiv war.
FullHD-Performance | 5700 | 5700XT | 1080Ti | 2060S | 2070S | 3060 | 3060Ti | 3070 | |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Generation & Speicher | RDNA1, 8GB | RDNA1, 8GB | Pascal, 11GB | Turing, 8GB | Turing, 8GB | Ampere, 12GB | Ampere, 8GB | Ampere, 8GB | |
ComputerBase [25] (17 Tests) | Ref. | 96,9% | 107,3% | - | 94,8% | 111,6% | 100% | 129,7% | 147,1% |
Golem [43] (10 Tests) | Zotac | - | 99,8% | 92,2% | - | - | 100% | 121,3% | 134,2% |
Eurogamer [34] (11 Tests) | Ref. | - | 106,8% | 103,2% | - | 108,0% | 100% | 127,9% | 140,2% |
Guru3D [39] (15 Tests) | MSI | 96,7% | 104,7% | 101,6% | 92,6% | 105,5% | 100% | 122,6% | 134,2% |
Hardwareluxx [40] (11 Tests) | MSI | 92,1% | 104,2% | 105,3% | 93,1% | - | 100% | 125,1% | 142,5% |
Hardware Upgrade [41] (12 Tests) | MSI | 96,8% | 110,2% | 103,4% | 94,0% | 109,0% | 100% | 127,8% | 139,7% |
Igor's Lab [42] (10 Tests) | MSI | - | 103,0% | - | 91,3% | 108,2% | 100% | 128,0% | 141,0% |
Le Comptoir du Hardware [32] (14 T.) | Ref. | 89,3% | 100,1% | 103,2% | 94,8% | 111,0% | 100% | 127,5% | 142,1% |
PC Games Hardware [33] (20 Tests) | Ref. | - | 107,7% | 108,8% | - | 113,4% | 100% | 129,7% | 148,6% |
PurePC [35] (9 Tests) | KFA2 | - | 103,5% | 103,1% | 93,1% | 111,6% | 100% | 127,8% | 145,3% |
SweClockers [36] (12 Tests) | MSI/GB | 90,7% | 94,0% | 103,8% | 90,7% | 109,3% | 100% | 125,7% | 142,1% |
TechPowerUp [27] (23 Tests) | Ref. | 92,9% | 103,1% | 106,1% | 94,9% | 109,2% | 100% | 125,5% | 137,8% |
Tom's Hardware [38] (13 Tests) | EVGA | - | - | - | 93,6% | 110,3% | 100% | 125,7% | 136,6% |
Tweakers [37] (10 Tests) | GB | 92,2% | 104,7% | 100,6% | 92,8% | - | 100% | 121,8% | 137,6% |
gemittelte FullHD-Performance | 94,1% | 104,7% | 105,3% | 94,2% | 110,6% | 100% | 127,9% | 142,9% | |
Listenpreis | $349 | $399 | $699 | $399 | $499 | $329 | $399 | $499 | |
TDP (TBP/GCP) | 180W | 225W | 250W | 175W | 215W | 170W | 200W | 220W | |
Performance-Durchschnitt gemäß geometrischem Mittel, gewichtet zugunsten jener Hardwaretests mit Benutzung von Karten auf Referenz-Takt; werksübertaktete Karten sind in blauer Schrift markiert (für den Performance-Durchschnitt wurde deren Effekt normalisiert); gesamte ausgewertete Benchmark-Anzahl: ca. 1300 |
Die Benchmarks unter der FullHD-Auflösung zeigen auf einen vergleichsweise großen Performance-Abstand zur GeForce RTX 3060 Ti hin und ordnen die GeForce RTX 3060 grob zwischen GeForce RTX 2060 Super sowie 2070 Super ein – mit Tendenz eher zur kleineren Lösung. Die Performance der GeForce GTX 1080 Ti wird nicht ganz erreicht, selbst die Radeon RX 5700 XT kommt leicht oberhalb der GeForce RTX 3060 heraus. Die AMD-Karte läuft dabei tendentiell nochmals leicht stärker als bei früheren Benchmarks, die GeForce GTX 1080 Ti hingegen leicht schwächer – was aber auch kein großes Wunder ist, denn letztgenannte Karte basiert noch auf der Pascal-Architektur, auf welche heutzutage nicht mehr vordringlich optimiert wird. Gemäß der hier gezeigten Performance kann man die GeForce RTX 3060 nach Normalisierung auf das Performance-Niveau des Referenztakts somit im 3DCenter FullHD Performance-Index [16] auf einen Wert von 1110% einordnen.
WQHD-Performance | 5700 | 5700XT | 1080Ti | 2060S | 2070S | 3060 | 3060Ti | 3070 | |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Generation & Speicher | RDNA1, 8GB | RDNA1, 8GB | Pascal, 11GB | Turing, 8GB | Turing, 8GB | Ampere, 12GB | Ampere, 8GB | Ampere, 8GB | |
ComputerBase [25] (17 Tests) | Ref. | 95,7% | 106,7% | - | 94,8% | 112,0% | 100% | 131,5% | 150,4% |
Golem [43] (10 Tests) | Zotac | - | 97,9% | 92,8% | - | - | 100% | 124,1% | 139,4% |
Eurogamer [34] (11 Tests) | Ref. | - | 104,1% | 104,4% | - | 108,5% | 100% | 131,1% | 147,9% |
Guru3D [39] (15 Tests) | MSI | 96,7% | 104,2% | 104,2% | 93,5% | 108,6% | 100% | 129,3% | 144,3% |
Hardwareluxx [40] (11 Tests) | MSI | 89,2% | 101,6% | 103,1% | 90,4% | - | 100% | 127,9% | 148,0% |
Hardware Upgrade [41] (12 Tests) | MSI | 95,1% | 108,6% | 103,6% | 91,3% | 108,1% | 100% | 129,9% | 143,3% |
Igor's Lab [42] (10 Tests) | MSI | - | 105,2% | - | 91,3% | 109,6% | 100% | 128,8% | 147,9% |
Le Comptoir du Hardware [32] (14 T.) | Ref. | 88,4% | 99,5% | 102,4% | 94,2% | 111,0% | 100% | 129,5% | 146,9% |
PC Games Hardware [33] (20 Tests) | Ref. | - | 106,7% | 109,1% | - | 113,3% | 100% | 130,0% | 149,9% |
PurePC [35] (9 Tests) | KFA2 | - | 101,6% | 102,9% | 92,4% | 111,0% | 100% | 128,9% | 146,9% |
SweClockers [36] (12 Tests) | MSI/GB | 89,6% | 100,5% | 101,6% | 89,6% | 109,3% | 100% | 126,8% | 147,5% |
TechPowerUp [27] (23 Tests) | Ref. | 91,8% | 103,1% | 107,1% | 94,9% | 111,2% | 100% | 130,6% | 146,9% |
Tom's Hardware [38] (13 Tests) | EVGA | - | - | - | 92,9% | 110,4% | 100% | 128,8% | 142,6% |
Tweakers [37] (10 Tests) | GB | 91,1% | 103,6% | 102,3% | 93,0% | - | 100% | 125,1% | 142,3% |
gemittelte WQHD-Performance | 92,6% | 104,5% | 105,6% | 93,5% | 111,2% | 100% | 130,4% | 148,2% | |
Listenpreis | $349 | $399 | $699 | $399 | $499 | $329 | $399 | $499 | |
TDP (TBP/GCP) | 180W | 225W | 250W | 175W | 215W | 170W | 200W | 220W | |
Performance-Durchschnitt gemäß geometrischem Mittel, gewichtet zugunsten jener Hardwaretests mit Benutzung von Karten auf Referenz-Takt; werksübertaktete Karten sind in blauer Schrift markiert (für den Performance-Durchschnitt wurde deren Effekt normalisiert); gesamte ausgewertete Benchmark-Anzahl: ca. 1300 |
Die Benchmarks unter der WQHD-Auflösung sehen generell nur eine etwas höhere Skalierung des ganzen – kleinere Karten verlieren (leicht) stärker, größere Karten gewinnen (leicht) stärker. Die Benchmarks unter der 4K-Auflösung setzen dies weiter fort, wobei sich im Vergleich der drei Auflösungen keinerlei besonders abweichendes Performance-Profil der GeForce RTX 3060 zeigt. Jene ist also mitnichten besonders stark/schwach unter einzelnen Auflösungen, sondern liegt mitten drin im üblichen Performance-Profil von Ampere-Karten. Auch GeForce GTX 1080 Ti und Radeon RX 5700 XT zeigen wiederum ihre kleinen Abweichungen von deren bislang bekannter Performance, was nach weiterer Bestätigung dieser Werte für die AMD-Karte zukünftig eine (minimale) Index-Aufwertung ergeben könnte. Gemäß der hier gezeigten Performance kann man die GeForce RTX 3060 nach Normalisierung auf das Performance-Niveau des Referenztakts somit im 3DCenter UltraHD/4K Performance-Index [16] auf einen Wert von 161% einordnen.
4K-Performance | 5700 | 5700XT | 1080Ti | 2060S | 2070S | 3060 | 3060Ti | 3070 | |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Generation & Speicher | RDNA1, 8GB | RDNA1, 8GB | Pascal, 11GB | Turing, 8GB | Turing, 8GB | Ampere, 12GB | Ampere, 8GB | Ampere, 8GB | |
Golem [43] (10 Tests) | Zotac | - | 94,0% | 93,8% | - | - | 100% | 122,3% | 142,7% |
Eurogamer [34] (11 Tests) | Ref. | - | 103,7% | 104,0% | - | 112,0% | 100% | 134,5% | 154,5% |
Guru3D [39] (15 Tests) | MSI | 92,6% | 102,2% | 105,5% | 93,4% | 109,9% | 100% | 132,2% | 150,2% |
Hardwareluxx [40] (11 Tests) | MSI | 88,0% | 98,7% | 101,2% | 87,8% | - | 100% | 126,0% | 146,3% |
Hardware Upgrade [41] (12 Tests) | MSI | 91,5% | 104,2% | 102,7% | 89,3% | 105,1% | 100% | 130,6% | 147,3% |
PC Games Hardware [33] (20 Tests) | Ref. | - | 103,5% | 107,8% | - | 110,6% | 100% | 128,2% | 148,6% |
PurePC [35] (9 Tests) | KFA2 | - | 99,6% | 101,6% | 92,0% | 111,4% | 100% | 132,0% | 151,4% |
SweClockers [36] (12 Tests) | MSI/GB | 87,4% | 98,4% | 102,7% | 88,5% | 109,3% | 100% | 127,9% | 148,6% |
TechPowerUp [27] (23 Tests) | Ref. | 90,8% | 102,0% | 107,1% | 92,9% | 111,2% | 100% | 134,7% | 154,1% |
Tom's Hardware [38] (13 Tests) | EVGA | - | - | - | 90,5% | 109,0% | 100% | 129,8% | 145,9% |
Tweakers [37] (10 Tests) | GB | 89,3% | 101,1% | 104,7% | 91,8% | - | 100% | 127,7% | 148,6% |
gemittelte 4K-Performance | 90,4% | 102,0% | 105,7% | 91,9% | 110,5% | 100% | 131,4% | 151,3% | |
Listenpreis | $349 | $399 | $699 | $399 | $499 | $329 | $399 | $499 | |
TDP (TBP/GCP) | 180W | 225W | 250W | 175W | 215W | 170W | 200W | 220W | |
Performance-Durchschnitt gemäß geometrischem Mittel, gewichtet zugunsten jener Hardwaretests mit Benutzung von Karten auf Referenz-Takt; werksübertaktete Karten sind in blauer Schrift markiert (für den Performance-Durchschnitt wurde deren Effekt normalisiert); gesamte ausgewertete Benchmark-Anzahl: ca. 1010 |
Damit kommt die GeForce RTX 3060 jedoch eher am unteren Ende der Erwartungen heraus, welche gemäß der technischen Ansetzung auf ~150-180% im 4K-Index lagen. Gerade im Vergleich zum bisherigen Ampere-Portfolio mit üblicherweise geringer Performance-Skalierung anhand der technischen Ansetzung ist die GeForce RTX 3060 dann doch eher ein gewisser "Performance-Ausreißer" – nicht vom generellen Performance-Profil her, aber bezüglich der Hardware-Skalierung. Denn bislang haben die jeweils kleineren Ampere-Lösungen immer deutlich weniger Performance verloren als jene weniger Shader-Cluster mitbrachten. Doch bei der GeForce RTX 3060 liegt der Performance-Verlust zur GeForce RTX 3060 Ti mit –24% fast auf der Höhe der Differenz bei der Anzahl der Shader-Cluster (von –26%). An unterschiedlichen Taktraten kann dies kaum liegen, da sich jene wie vorstehend ausgeführt weitgehend im selben Feld befinden.
Vielmehr sieht man hierbei aller Vermutung nach den Effekt von (neben den Shader-Clustern) inzwischen eher selten diskutierten Hardware-Teilen in Form von Raster-Engines (Dreiecks-Zerlegung vor dem Rendern) und ROP-Einheiten (finales Schreiben der Pixel in den Speicher). An dieser Stelle hat das GA106-Design wie schon vorstehend ausgeführt den größten Einschnitt gegenüber dem größeren GA104-Chip, was zwischen GeForce RTX 3060 Ti und 3060 zu glatt –40% weniger Raster-Engines und ROPs führt. Und obwohl der Performance-Effekt jener Hardware-Einheiten üblicherweise nicht besonders groß ist (insbesondere bei ausgewogenen Designs), zieht es in diesem Fall die GeForce RTX 3060 doch etwas nach unten – der Grafikchip bzw. die GeForce RTX 3060 verliert mehr an Performance (gegenüber größeren Lösung derselben Architektur), als es auf Basis der reinen Rechenleistung notwendig wäre.
RTX3090 | Diff. | RTX3080 | Diff. | RTX3070 | Diff. | RTX3060Ti | Diff. | RTX3060 | |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
UltraHD/4K Perf.-Index [45] | 368% | –11% | 328% | –25% | 245% | –13% | 212% | –24% | 161% |
Shader-Cluster | 82 | –17% | 68 | –32% | 46 | –17% | 38 | –26% | 28 |
Raster-Engines & ROPs | 7 & 112 | -14% | 6 & 96 | ±0 | 6 & 96 | –17% | 5 & 80 | –40% | 3 & 48 |
Anders formuliert ist an dieser Stelle das GA106-Design nicht ganz ausgewogen und hätte nVidia besser mehr Raster-Engines und mehr ROPs beim Chip-Design angesetzt. Denkbar wäre ein Modell mit 4 Raster-Engines, 64 ROPs und 32 Shader-Clustern, damit hätte man selbst bei der identischen Limitierung auf 28 freigeschaltete Shader-Cluster eine klar bessere Performance-Skalierung gegenüber den größeren Ampere-Lösungen erzielt. Aber vermutlich hätte dies dann auch den GA106-Chip zu nahe an die Marke von 300mm² Chipfläche herangebracht – womit bei nVidia dann womöglich wirtschaftliche Überlegungen den Vorrang gegenüber produktpolitischen Gedankenspielen erhalten haben. Schließlich ist der GA106-Chip auch jetzt schon mit 276mm² Chipfläche recht groß für ein typisches xx60er Produkt bzw. den drittgrößten Chip im Gaming-Portfolio.
In der Frage der RayTracing-Performance der GeForce RTX 3060 gibt es keine echten Auffälligkeiten zu berichten – die Karte zeigt dort grob dasselbe Performance-Bild wie unter normalen Rasterizer-Benchmarks, allein gegenüber Turing-Beschleunigern kommt die GeForce RTX 3060 unter RayTracing ein klein wenig besser weg. Die absoluten Performance-Werte sind allerdings selbst unter der FullHD-Auflösung schon grenzwertig (30-40 fps unter RayTracing [47]), unter der WQHD-Auflösung dann gänzlich nicht mehr zu gebrauchen (20-30 fps). Dummerweise ist DLSS hierbei keine große Hilfe, denn unter FullHD ist die DLSS-Bildqualität auffallend schwächer als unter höheren Auflösungen (es wird schließlich nativ weniger als FullHD berechnet) und unter WQHD kommen selbst mit DLSS oftmals wieder nur noch grenzwertige Frameraten heraus. Die GeForce RTX 3060 ist somit eher keine Grafikkarte, welche man für RayTracing (auf AAA-Titeln) einplanen sollte. Die Grundperformance ist hierfür einfach nicht ausreichend – gut auch daran zu ermessen, dass selbst eine Radeon RX 6800 beachtbar mehr RayTracing-Power aufweist.
RayTracing-Perf. (FullHD) | 2060S | 2070S | 3060 | 3060Ti | 3070 | 6800 |
---|---|---|---|---|---|---|
ComputerBase [25] (3 Tests) | 91,9% | 107,8% | 100% | 126,1% | 144,6% | 124,1% |
Hardware Upgrade [41] (4 Tests) | - | - | 100% | 130% | 147% | 123% |
Le Comptoir du Hardware [32] (10 Tests) | 87,5% | 104,3% | 100% | 130,4% | 147,3% | 108,8% |
Beim für die gezeigte Performance notwendigen Stromverbrauch gibt es keine Auffälligkeiten, die GeForce RTX 3060 kommt im Schnitt der hierzu angestellten Messungen (der reinen Grafikkarte) bei 172 Watt heraus – wie zuletzt bei nVidia nicht unüblich leicht oberhalb des offiziellen TDP-Werts. Einen besonderen Einfluß der Werksübertaktungen dürfte es hierbei im übrigen nicht gegeben haben, denn jene treten allesamt mit der Referenz-TDP von 170 Watt an, dürften ergo normalerweise nicht mehr als jenen Wert verbrauchen. Die Differenz ergibt sich vermutlich aufgrund der jeweiligen Meßverfahren sowie natürlich auch anhand von nicht im offiziellen Power-Budget befindlichen Kartenteilen, wie beispielsweise einer RGB-Beleuchtung. Für die weitere Betrachtung machen diese geringeren Differenzen natürlich keinen Unterschied.
Stromverbrauch | 3060 | 3060Ti | 3070 | 3080 | 3090 | 6800 | 6800XT | 6900XT |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Generation & Speicher | Ampere, 12GB | Ampere, 8GB | Ampere, 8GB | Ampere, 10GB | Ampere, 24GB | RDNA2, 16GB | RDNA2, 16GB | RDNA2, 16GB |
ComputerBase [48] | 172W | 200W | 220W | 322W | 351W | 231W | 296W | 300W |
Golem [49] | - | 200W | 221W | 319W | 357W | 221W | 301W | 301W |
Guru3D [50] | 175W | 224W | 208W | 338W | 364W | 239W | 300W | 322W |
Hardwareluxx [51] | - | 209W | 221W | 332W | - | 265W | 334W | 338W |
Igor's Lab [52] | 169W | 198W | 217W | 330W | 357W | 225W | 299W | 304W |
Le Comptoir du Hardware [53] | 172W | 198W | 216W | 326W | 363W | 227W | 307W | 309W |
Les Numeriques [54] | - | 207W | 233W | 326W | 370W | 235W | 280W | - |
PC Games Hardware [55] | 171W | 202W | 221W | 330W | 355W | 232W | 302W | 301W |
TechPowerUp [56] | 177W | 200W | 233W | 339W | 366W | 223W | 279W | 299W |
Tweakers [57] | 172W | 195W | 214W | 311W | 361W | 229W | 284W | 296W |
gemittelter Verbrauch | 172W | 202W | 220W | 327W | 360W | 231W | 296W | 305W |
TDP (GCP/TBP) | 170W | 200W | 220W | 320W | 350W | 250W | 300W | 300W |
gemittelter Verbrauch gegen die (wenigen) deutlich danebenliegenden Werte gewichtet; vorzugsweise FE/Referenz-Modelle (oder gleichwertige); werksübertaktete Karten sind in blauer Schrift markiert; außerhalb der GeForce RTX 3060 wurden die Werte der 6900XT-Launchanalyse [58] weiterverwendet (aka nicht auf aktualisierte Werte kontrolliert) |
Allerdings ist die generelle Höhe des Stromverbrauchs in Verbindung mit der dafür gezeigten Performance anzumängeln. Die GeForce RTX 3060 holt unter der 4K-Auflösung –24% weniger Performance als die GeForce RTX 3060 Ti heraus, verbraucht dafür aber nur –15% weniger. Dies sind +9% mehr Energieeffizienz auf Seiten der größeren Karte – und gegenüber der GeForce RTX 3070 sind es sogar +12%. Dies sind keine großen Unterschiede, aber innerhalb derselben Chip-Serie und außerhalb der absoluten Spitzenlösung überrascht diese Differenz dann doch. Zudem können die kleineren Chips derselben Architektur eigentlich sogar etwas besser bei der Energieffizienz abschneiden, nicht gerade bemerkbar schlechter. Dass, was man eigentlich von einer xx60er Karte bezüglich des Stromverbrauchs erwartet – Werte um die 120 Watt herum – wird mit der GeForce RTX 3060 somit immer weiter verfehlt (wie allerdings auch schon bei der vorhergehenden Turing-Generation).
In den weiteren Nebendisziplinen Geräuschentwicklung wie Übertaktbarkeit entfällt aufgrund der Fehlens eines Referenzdesigns eine einheitliche Wertung, allerdings deuten die vorliegenden Tests mit den Herstellerdesigns keineswegs etwas ungünstiges für die GeForce RTX 3060 an: Die Geräuschentwicklung jener Herstellerdesigns wird üblicherweise als gut bis sehr gut beschrieben – was aber natürlich bei kleineren TDP-Werten immer einfacher zu erreichen ist als bei den größeren Chips im Sortiment. Die Übertaktungseignung scheint sogar durchschnittlich gelungen zu sein, von werksübertakteten Karten ausgehend sind mittlere bis hohe einstellige Performance-Zuwächse möglich, in der Spitze sogar mal bis zu +10%. Dies ist nirgendwo überragend, aber zuletzt waren die Übertaktungsergebnisse eher noch eine Klasse tiefer angesiedelt. Taktraten-mäßig geht zwar wiederum viel, aber die Umwandlung in reale Mehrperformance gelingt auf heutigen Grafikkarten regelmäßig nur noch in limitiertem Maßstab.
Auffallend zur GeForce RTX 3060 sind damit so einige Dinge: Für nVidia mit 12 GB ungewöhnliche viel Grafikkartenspeicher in diesem Marktsegment, eine nicht überzeugende Energieeffizienz zu einem generell etwas zu hohen Stromverbrauch, aber auch mal wieder eine wenigstens durchschnittliche Übertaktungseignung (was heutzutage schon eine Erwähnung wert ist). Vor allem aber ein Performance-Bild, welches die Karte deutlich unterhalb der nächsthöheren nVidia-Lösung sieht bzw. ziemlich viel Abstand zu jener GeForce RTX 3060 Ti läßt. Und dies bedeutet dann auch, dass der Leistungssprung innerhalb der xx60er-Serie auffallend gering ausfällt: Gegenüber der Turing-basierten GeForce RTX 2060 legt die GeForce RTX 3060 gerade einmal +22% Mehrperformance unter der FullHD-Auflösung sowie +31% unter der 4K-Auflösung oben drauf (der WQHD-Wert sollte irgendwo in der Mitte dessen herauskommen). Dies ist beiderseits nur die Hälfte dessen (oder weniger), als zwischen den xx60er Lösungen von Pascal und Turing stand.
GTX960 | Diff. | GTX1060-6GB | Diff. | RTX2060 | Diff. | RTX3060 | |
---|---|---|---|---|---|---|---|
Generation | Maxwell | Pascal | Turing | Ampere | |||
FullHD Perf.-Index [17] | 340% | +74% | 590% | +54% | 910% | +22% | 1110% |
UltraHD/4K Perf.-Index [17] | - | - | 76% | +62% | 123% | +31% | 161% |
Betrachtet man die GeForce RTX 3060 dagegen gegenüber den TU116-basierenden Grafikkarten mit der GeForce GTX 1660 Ti an der Spitze, sieht es deutlich freundlicher aus – aber letztere sind auch viel eher Mainstream-Produkte (sowohl vom Preis her als auch den fehlenden RayTracing-Fähigkeiten), was auf die GeForce RTX 3060 angesichts von Preis und Speicherbestückung nicht mehr zutrifft. Die GeForce RTX 3060 muß sich wohl ober übel in Richtung Radeon RX 5700 (Listenpreis $349) und GeForce RTX 2060 (Listenpreis zum Launch $349, später abgesenkt auf $299) orientieren, legt auf diese früheren Midrange-Beschleuniger jedoch nicht wirklich viel an Performance oben drauf. Interessanterweise gewinnt somit die Speichermenge von gleich 12 GB nochmals an Gewicht: Nicht nur als zukunftsfähige Speicherbestückung, sondern auch als (gewaltiger) optischer Pluspunkt gegenüber den bisher in diesem Segment antretenden Grafikkarten. Ohne jene 12 GB Speicher würde die GeForce RTX 3060 aller Vermutung nach weitaus kritischer betrachtet werden.
Mehrleistung der GeForce RTX 3060 | FullHD/1080p | WQHD/1440p | 4K/2160p | FullHD/Watt | |
---|---|---|---|---|---|
RTX3060 vs. GeForce RTX 3070 | –30% | –33% | –34% | –10% | |
RTX3060 vs. GeForce RTX 3060 Ti | –22% | –23% | –24% | –8% | |
RTX3060 vs. GeForce RTX 2070 Super | –10% | –10% | –10% | +13% | |
RTX3060 vs. GeForce RTX 2060 Super | +6% | +7% | +9% | +9% | |
RTX3060 vs. GeForce RTX 2060 | +22% | - | +31% | +13% | |
RTX3060 vs. GeForce GTX 1660 Ti | +41% | - | +56% | –4% | |
RTX3060 vs. GeForce GTX 1660 Super | +44% | - | +59% | +6% | |
RTX3060 vs. GeForce GTX 1080 Ti | –5% | –5% | –5% | +31% | |
RTX3060 vs. GeForce GTX 1080 | +16% | - | +22% | +18% | |
RTX3060 vs. GeForce GTX 1070 | +39% | - | +50% | +19% | |
RTX3060 vs. GeForce GTX 1060 6GB | +88% | - | +112% | +28% | |
RTX3060 vs. GeForce GTX 980 Ti | +48% | - | +61% | +103% | |
RTX3060 vs. GeForce GTX 980 | +85% | - | +109% | +87% | |
RTX3060 vs. GeForce GTX 970 | +118% | - | +156% | +104% | |
RTX3060 vs. GeForce GTX 960 | +226% | - | - | +107% | |
RTX3060 vs. Radeon RX 6800 | –33% | - | –39% | –10% | |
RTX3060 vs. Radeon RX 5700 XT | –4% | –4% | –2% | +23% | |
RTX3060 vs. Radeon RX 5700 | +6% | +8% | +11% | +7% | |
RTX3060 vs. Radeon VII | –5% | - | –9% | +51% | |
RTX3060 vs. Radeon RX Vega 64 | +19% | - | +22% | +106% | |
RTX3060 vs. Radeon RX 590 | +71% | - | +85% | +119% | |
RTX3060 vs. Radeon RX 470 | +127% | - | - | +82% | |
FullHD/Watt = Energieeffizienz – bezogen auf die FullHD-Performance; ausschließlich FE/Referenz-Modelle; Performance-Vergleich zu hier nicht getesteten Karten entnommen dem 3DCenter Performance-Index [16] |
So rettet sich nVidia zumindest bezüglich des Gesamtbildes auf eine unter den Hardwaretestern anständige bis teilweise sogar freundliche Bewertung. Die Karte ist in der Summe ihrer Eigenschaften nicht verkehrt, vielleicht (beim Listenpreis) leicht zu teuer angesetzt – aber das will natürlich zur heutigen Zeit überhaupt nichts mehr heißen. Denn das eigentliche Problem lautet wie üblich "Lieferbarkeit" – welche derzeit nur zu grob verdoppeltem Preispunkt gegeben ist, was sich logischerweise überhaupt nicht lohnt. Demzufolgen wurde mit dieser Launch-Analyse auch alle Betrachtungen aus Preis/Performance-Sicht weggelassen, weil jene derzeit entweder nur zu den nicht existenten Listenpreisen oder aber zu den Mondpreises des Einzelhandels abzuliefern wären. Jene Preis/Leistungs-Betrachtungen können dann nachgeholt werden, wenn die Karte gangbare Straßenpreise erreicht hat – wann auch immer die Grafikkarten-Hersteller uns mit diesem Zustand beglücken wollen.
Irgendwelche Empfehlungen sind damit derzeit genauso wenig auszusprechen: Grafikkarten-Käufer in drängender Not werden sowieso das nehmen, was der Markt oder der Gebrauchthandel hergibt. Die Chance einer echten Wahl und damit des Abwägens von Pro- und Contra-Argumenten entfällt derzeit komplett. Dies läßt damit auch diesen Grafikkarten-Launch seltsam unvollständig zurück, denn die Produkt-Einordnung sollte natürlich nicht nur bezüglich der reinen Performance erfolgen, sondern immer auch im Preis/Leistungs-Verhältnis gegenüber den anderen vorhandenen Marktangeboten. In der aktuellen Phase verkommt ein Grafikkarten-Launch hingegen zu einer Show-Veranstaltung bzw. einem "Trockentest" von Dingen, die sowieso nicht kaufbar sind bzw. beim Erreichen der Lieferbarkeit dann sowieso noch einmal neu gegenüber der dann existierenden Marktsituation zu betrachten wären. Wieso nVidia in dieser ungünstmöglichen Phase des Grafikkarten-Markts diesen Launch ansetzen und dann tatsächlich durchziehen musste (obwohl man den GA106-Chip problemlos im Mobile-Segment verbauen kann), dürfte wohl nVidias (peinliches) Geheimnis bleiben.
Gen. & Speicher | FHD-Index | 4K-Index | Verbrauch | Liste | |
---|---|---|---|---|---|
GeForce RTX 3090 | Ampere, 24GB | 2030% | 368% | 360W | $1499 |
Radeon RX 6900 XT | RDNA2, 16GB | 1950% | 332% | 305W | $999 |
GeForce RTX 3080 | Ampere, 10GB | 1900% | 328% | 327W | $699 |
Radeon RX 6800 XT | RDNA2, 16GB | 1840% | 306% | 296W | $649 |
Radeon RX 6800 | RDNA2, 16GB | 1650% | 266% | 231W | $579 |
GeForce RTX 3070 | Ampere, 8GB | 1590% | 245% | 220W | $499 |
Radeon RX 6700 XT | RDNA2, 12GB | Launch am 18. März 2021 | |||
GeForce RTX 3060 Ti | Ampere, 8GB | 1420% | 212% | 202W | $399 |
GeForce RTX 3060 | Ampere, 12GB | 1110% | 161% | 172W | $329 |
AMD wird dann am 18. März 2021 versuchen, diesen Fehler mit dem Launch der Radeon RX 6700 XT zu wiederholen. Nominell ist jener Launch ziemlich interessant, denn das Performance-Profil des zugrundeliegenden Navi-22-Chips ist noch nicht ergründet, birgt aber einiges an Potential für konkurrenzfähige Midrange-Grafikkarte von AMD. Doch auch dieses Potential wird man allein bei einer tatsächlichen Lieferbarkeit ausspielen können – wonach es auf AMD-Seite derzeit genauso wenig aussieht. Danach sollten im zweiten Quartal eigentlich kleinere Grafikkarten auf Basis von AMDs Navi 22 sowie nVidias GA106 sowie eventuell eine erste GA107-basierte Lösung ("GeForce RTX 3050") anstehen. Es bleibt zu hoffen, dass bis dahin zur Entscheider-Ebene der Grafikchip-Entwickler vordringt, wie wenig man mit diesen "Trocken-Launches" erreicht bzw. eventuell sogar an weiterem Kredit bei der Gamer-Gemeinde einbüßt – um sich eventuell zu der Entscheidung durchzuringen, die weitere Launch-Tätigkeit bis zum Erreichen einer substantiellen Lieferbarkeit (zu sinnvollem Preisniveau) zu verschieben.
Verweise:
[1] http://www.3dcenter.org/users/leonidas
[2] http://www.3dcenter.org/news/launch-der-geforce-rtx-3060-die-launchreviews-gehen-online
[3] http://www.3dcenter.org/news/nvidia-stellt-geforce-rtx-30-mobile-serie-vor-erste-3dmark-werte-ermoeglichen-performance-absch
[4] http://www.3dcenter.org/news/nvidia-ampere
[5] http://www.3dcenter.org/news/nvidia-gibt-die-unterstuetzung-fuer-implicit-sli-mit-dem-jahresende-2020-auf
[6] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/nVidia-GA106-Block-Diagram.png
[7] http://www.3dcenter.org/abbildung/nvidia-ga106-block-diagramm
[8] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/nVidia-GA104-Block-Diagram_0.png
[9] http://www.3dcenter.org/abbildung/nvidia-ga104-block-diagramm
[10] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/nVidia-GA102-Block-Diagram.png
[11] http://www.3dcenter.org/abbildung/nvidia-ga102-block-diagramm
[12] http://www.3dcenter.org/news/nvidia-pascal
[13] http://www.3dcenter.org/news/nvidia-maxwell
[14] http://www.3dcenter.org/news/nvidia-turing
[15] http://www.3dcenter.org/news/hardware-und-nachrichten-links-des-2728-februar-2021
[16] http://www.3dcenter.org/artikel/fullhd-ultrahd-performance-ueberblick-2012-bis-2019
[17] http://www.3dcenter.org/artikel/fullhd-ultrahd-performance-ueberblick-2012-bis-2019#4k
[18] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-rx-5700-5700-xt
[19] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-3060-ti
[20] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-3070
[21] https://www.computerbase.de/2021-02/geforce-rtx-3060-asus-msi-test/2/
[22] https://www.techpowerup.com/review/msi-geforce-rtx-3060-gaming-x-trio/37.html
[23] https://www.computerbase.de/
[24] https://www.techpowerup.com/
[25] https://www.computerbase.de/2021-02/geforce-rtx-3060-asus-msi-test/
[26] https://www.techpowerup.com/review/evga-geforce-rtx-3060-xc/
[27] https://www.techpowerup.com/review/msi-geforce-rtx-3060-gaming-x-trio/
[28] https://www.techpowerup.com/review/palit-geforce-rtx-3060-dual-oc/
[29] https://www.techpowerup.com/review/zotac-geforce-rtx-3060-amp-white-edition/
[30] https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=605183
[31] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-3060
[32] https://www.comptoir-hardware.com/articles/cartes-graphiques/43557-test-nvidia-geforce-rtx-3060.html
[33] https://www.pcgameshardware.de/Geforce-RTX-3060-Grafikkarte-277122/Tests/12GB-Release-Date-Kaufen-Benchmark-Founders-Edition-1367318/
[34] https://www.eurogamer.net/articles/digitalfoundry-2021-nvidia-geforce-rtx-3060-review
[35] https://www.purepc.pl/test-karty-graficznej-nvidia-geforce-rtx-3060-maly-ampere-szybszy-od-geforce-rtx-2060-super-cena-startowa-dobra-ale
[36] https://www.sweclockers.com/test/31414-nvidia-geforce-rtx-3060-fran-gigabyte-och-msi-ampere-antrar-mellanklassen
[37] https://tweakers.net/reviews/8698/nvidia-geforce-rtx-3060-een-videokaart-exclusief-voor-gamers.html
[38] https://www.tomshardware.com/news/nvidia-geforce-rtx-3060-review
[39] https://www.guru3d.com/articles-pages/msi-geforce-rtx-3060-gaming-x-trio-review,1.html
[40] https://www.hardwareluxx.de/index.php/artikel/hardware/grafikkarten/55523-dreimal-kleiner-ampere-von-asus-inno3d-und-msi-die-geforce-rtx-3060-im-test.html
[41] https://www.hwupgrade.it/articoli/skvideo/5953/msi-rtx-3060-gaming-x-trio-12gb-alla-prova-nvidia-ampere-mette-la-quinta_index.html
[42] https://www.igorslab.de/nvidia-geforce-rtx-3060-12-gb-im-test-mit-einer-boardpartnerkarte-was-kann-die-msi-rtx-3060-gaming-x-trio-als-ampere-einstiegsdroge/
[43] https://www.golem.de/news/geforce-rtx-3060-12gb-im-test-der-preisleistungskracher-eigentlich-2102-154268.html
[44] http://www.3dcenter.org/news/erste-tests-zu-resizable-bar-auf-der-geforce-rtx-3060-zeigen-schwachen-performance-effekt
[45] https://www.3dcenter.org/artikel/fullhd-ultrahd-performance-ueberblick-2012-bis-2019#4k
[46] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-3060/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-3060-seite-2
[47] http://www.3dcenter.org/newskategorie/raytracing
[48] https://www.computerbase.de/2021-02/geforce-rtx-3060-asus-msi-test/4/#abschnitt_leistungsaufnahme_leerlauf_youtube_spiele
[49] https://www.golem.de/news/radeon-rx-6900-xt-im-test-amds-rasterization-renner-2012-152566-3.html
[50] https://www.guru3d.com/articles-pages/msi-geforce-rtx-3060-gaming-x-trio-review,6.html
[51] https://www.hardwareluxx.de/index.php/artikel/hardware/grafikkarten/54839-big-navi-wird-noch-etwas-groesser-amd-radeon-rx-6900-xt-im-test.html?start=4
[52] https://www.igorslab.de/nvidia-geforce-rtx-3060-12-gb-im-test-mit-einer-boardpartnerkarte-was-kann-die-msi-rtx-3060-gaming-x-trio-als-ampere-einstiegsdroge/12/
[53] https://www.comptoir-hardware.com/articles/cartes-graphiques/43557-test-nvidia-geforce-rtx-3060.html?start=9
[54] https://www.lesnumeriques.com/carte-graphique/nvidia-geforce-rtx-3060-ti-p60967/test.html
[55] https://www.pcgameshardware.de/Geforce-RTX-3060-Grafikkarte-277122/Tests/12GB-Release-Date-Kaufen-Benchmark-Founders-Edition-1367318/3/
[56] https://www.techpowerup.com/review/msi-geforce-rtx-3060-gaming-x-trio/36.html
[57] https://tweakers.net/reviews/8698/17/nvidia-geforce-rtx-3060-een-videokaart-exclusief-voor-gamers-stroomverbruik.html
[58] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-rx-6900-xt/launch-analyse-amd-radeon-rx-6900-xt-seite-3
[59] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-3060/launch-analyse-nvidia-geforce-rtx-3060-seite-3