Lange hat sich AMD Zeit gelassen mit dem kleineren Chip der Polaris-Generation "Polaris 11" – nun ist jener in Form der Desktop-Grafikkarte "Radeon RX 460" endlich da. Mittels jener rundet AMD sein neues Grafikkarten-Angebot nach unten hin in das Einsteiger-Segment ab, und bedient damit natürlich auch die volumenträchtigen OEM-Deals mit den Komplett-PC-Herstellern sowie die preissenitiven Märkte in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Im Sinne des 3DCenters ist die Radeon RX 460 zu Preislagen von 125-160 Euro nur für eine eher kleine Minderheit [2] interessant, nichtsdestotrotz muß natürlich auch für diese Grafikkarte eine solide Aufarbeitung des stattgefundenen Launches sowie eine Analyse der von der Radeon RX 460 gezeigten Performance erstellt werden.
![]() Asus Radeon RX 460 Strix OC 4GB [4] |
![]() XFX Radeon RX 460 Double Dissipation 4GB [6] |
![]() Gigabyte Radeon RX 460 WindForce OC 2GB [8] |
![]() Sapphire Radeon RX 460 Nitro OC 4GB [10] |
Die Radeon RX 460 basiert wie gesagt auf dem Polaris-11-Chip, welcher insgesamt 1024 Shader-Einheiten an einem 128 Bit GDDR5-Speicherinterface trägt. Polaris 11 ist damit teilweise gut mit früheren AMD-Grafikchips vergleichbar: Ähnlich des Bonaire-Chips (896 Shader-Einheiten an einem 128 Bit GDDR5-Interface), nur mit ein paar mehr Shader-Einheiten – oder auch ähnlich des Pitcairn-Chips (1280 Shader-Einheiten an einem 256 Bit GDDR5-Interace), nur ohne ein paar Shader-Einheiten und zuzüglich halbierten Speicherinterface (zu einem wesentlich höheren Speichertakt). Als Pluspunkt gegenüber diese beiden früheren Mainstream-Grafikchips von AMD hat Polaris 11 natürlich die viel modernere Architektur (genauer ausgeführt in der Launch-Analyse zur Radeon RX 480 [11]): GCN4 anstatt GCN2 bei Bonaire oder gar GCN1 bei Pitcairn. Damit sollte es Polaris 11 eigentlich möglich sein, auf dem Performance-Level von Pitcairn mitspielen zu können.
Als kleine Besonderheit verfügt der Polaris-11-Chip über ein internes PCI Express 3.0 Interface mit nur 8 Lanes – anstatt der ansonsten üblichen 16 Lanes. Selbst auf Grafikkarten, deren PCI-Express-Steckplatz voll ausgeführt erscheinen, sind also nur 8 Lanes für den Datentransfer nutzbar. Jene kleine Abspeckung des Polaris-11-Chips zielt wohl auf einen (etwas) niedrigeren Stromverbrauch unter Mobile-Bedingungen ab – und dort, wo Polaris 11 auch ausschließlich in neuen Notebooks mit PCI Express 3.0 Interface verbaut wird, spielt die dabei herauskommende geringere PCI-Express-Bandbreite auch keine Rolle. Aufgrund der Einsteiger-Performance der Radeon RX 460 sind auch im Desktop-Einsatz hiervon keinerlei Nachteile unter modernen PCI Express 3.0 Mainboards zu vermuten. Zu prüfen wäre allerdings, ob sich nicht unter älteren Mainboards mit nur PCI Express 1.1 Schnittstelle gewisse Performance-Nachteile ergeben, wenn jene viel ältere Schnittstelle dann eben mit nur 8 Lanes betrieben wird.
Als weitere Einschränkung kommt die Radeon RX 460 nicht im Vollausbau des Polaris-11-Chips daher, sondern ist auf 896 freigeschaltete Shader-Einheiten beschränkt – in dieser Ausfertigung ist die Radeon RX 460 dann perfekt mit dem Bonaire-Chip bzw. dessen früherem Vollausbau in Form von Radeon HD 7790 [14] und Radeon R7 260X [15] vergleichbar. Weshalb AMD den Polaris-11-Chip beschnitten hat, wurde nicht offiziell kundgetan und erscheint auch angesichts des hohen Performancedifferenz zur nächsthöheren AMD-Lösung in Form der Radeon RX 470 [16] als eher unsinnig. Neben der Möglichkeit, das AMD den Vollausbau primär für Mobile-Bedürfnisse benötigt, wäre wohl die erste Erklärung darin zu suchen, das AMD die Radeon RX 460 unbedingt unterhalb von 75 Watt Strombedarf und damit ohne extra PCI-Express-Stromstecker herausbringen wollte. Wie die nachfolgenden Stromverbrauchsmessungen noch aufzeigen, ist man damit auf der aktuellen Hardware schon grenzwertig und ein Vollausbau mit gleich 1024 Shader-Einheiten wäre somit wohl doch über diese selbstgesetzte Grenze gegangen.
![]() AMD Polaris 11 & Radeon RX 460 Blockdiagramm [18] |
![]() AMD Polaris Shader-Cluster [20] |
Andererseits setzt AMD mit dem zur Radeon RX 460 abgespeckten Polaris-11-Chip auch eine sehr klare Mainstream-Lösung zu einem Listenpreis von nur 109 Dollar an – so etwas hat in preissensitiven Szenarien immer seine Vorteile und AMD dürfte mit dieser Karte gute Geschäfte machen können, da nVidia auf absehbare Zeit wohl nichts ähnliches innerhalb der 14/16nm-Generation liefern kann. Jene 109 Dollar Listenpreis betreffen allerdings nur die Referenzausstattung mit nur 2 GB Speicher – was wiederum aus heutiger Sicht selbst im Mainstream-Segment zu knapp gedacht ist. Natürlich kommt die Karte seitens der Grafikkartenherstellern auch mit gleich 4 GB Speicher daher, aber dies hat dann einen gewissen Mehrpreis, gerade da der Mehrspeicher auch oftmals mit einer Werksübertaktung einhergeht.
Ähnlich wie bei der Radeon RX 470 [16] gibt es die Radeon RX 460 ausschließlich als Herstellerdesign, wie gesagt oft auch mit Übertaktung ab Werk. Jene ist zwar meist eher geringfügig angesetzt, allerdings setzen einige Herstellerdesigns dann doch wieder auf einen extra PCI-Express-Stromstecker – und ziehen nachfolgend auch entsprechend Saft aus der Leitung. Jene Herstellerdesigns mit extra PCI-Express-Stromstecker (eine Liste der Herstellerdesigns zur Radeon RX 460 findet man bei der PC Games Hardware [21]) verfügen also in jedem Fall auch über ein hochgesetztes Power-Limit, was die Performance dieser Karten zusätzlich begünstigt. Allerdings finden sich genauso auch Herstellerdesigns mit regulärem Power-Limit, ohne extra PCI-Express-Stromstecker und sogar gleich 4 GB Speicher – und genau diese Kartenausführung soll dann auch der Referenzpunkt für unsere nachfolgende Betrachtung der Radeon RX 460 sein.
GeForce GTX 750 Ti | GeForce GTX 950 | Radeon R7 360 | Radeon R7 370 | Radeon RX 460 | |
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Chipbasis | nVidia GM107 | nVidia GM206 | AMD Bonaire | AMD Pitcairn | AMD Polaris 11 |
Fertigung | 1,87 Mrd. Transistoren in 28nm auf 148mm² Chipfläche bei TSMC | 2,94 Mrd. Transistoren in 28nm auf 227mm² Chipfläche bei TSMC | 2,08 Mrd. Transistoren in 28nm auf 160mm² Chipfläche bei TSMC | 2,8 Mrd. Transistoren in 28nm auf 212mm² Chipfläche bei TSMC | 3,0 Mrd. Transistoren in 14nm auf 123mm² Chipfläche bei GlobalFoundries |
Architektur | Maxwell 1, DirectX 12 Feature-Level 11_0 | Maxwell 2, DirectX 12 Feature-Level 12_1 | GCN2, DirectX 12 Feature-Level 12_0 | GCN1, DirectX 12 Feature-Level 11_1 | GCN4, DirectX 12 Feature-Level 12_0 |
Features | Vulkan, DSR, SLI, PhysX, G-Sync | Vulkan, DSR, SLI, PhysX, G-Sync | Vulkan, Mantle, Asynchonous Compute, VSR, CrossFire, TrueAudio, FreeSync | Vulkan, Mantle, Asynchonous Compute, VSR, CrossFire | Vulkan, Mantle, Asynchonous Compute, VSR, CrossFire, TrueAudio Next, FreeSync |
Technik | 1 Raster-Engine, 640 Shader-Einheiten, 40 TMUs, 16 ROPs, 128 GDDR5-Interface (Vollausbau) | 2 Raster-Engines, 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Salvage) | 2 Raster-Engines, 768 Shader-Einheiten, 48 TMUs, 16 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Salvage) | 2 Raster-Engines, 1024 Shader-Einheiten, 64 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit GDDR5-Interface (Salvage) | 2 Raster-Engines, 896 Shader-Einheiten, 56 TMUs, 16 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface (Salvage) |
Taktraten | 1020/1085/2700 MHz (Ø-Chiptakt: 1144 MHz) |
1024/1188/3300 MHz (Ø-Chiptakt: 1332 MHz) |
≤1050/3250 MHz (Ø-Chiptakt: ~1050 MHz) |
≤975/2800 MHz (Ø-Chiptakt: ~975 MHz) |
1090/1200/3500 MHz (Ø-Chiptakt: ~1170 MHz) |
Speicherausbau | 2/4 GB | 2 GB | 2 GB | 2/4 GB | 2/4 GB |
Layout | DualSlot | DualSlot | DualSlot | DualSlot | DualSlot |
Kartenlänge | 14,5cm | 21,5-26,5cm (Herstellerdesigns) |
15-18cm (Herstellerdesigns) |
22-26cm (Herstellerdesigns) |
18-24cm (Herstellerdesigns) |
Ref./Herst./OC | ✓ / ✓ / ✓ | ✗ / ✓ / ✓ | ✗ / ✓ / ✓ | ✗ / ✓ / ✓ | ✗ / ✓ / ✓ |
Stromstecker | keiner oder 1x 6pol. | 1x 6pol. oder 1x 8pol. | 1x 6pol. | 1x 6pol. | keiner oder 1x 6pol. |
off. Verbrauch | 60W (GCP) | 90W (GCP) | 100W (TBP) | 110W (TBP) | <75W (TBP) |
Idle-Verbrauch [22] | 7W | 9W | ~7W | 11W | ~10W |
Spiele-Verbr. [22] | 61W | 92W | ~85W | 108W | ~70W |
Ausgänge | DualLink DVI-I, DualLink DVI-D, Mini HDMI 1.4a (kein HDCP 2.2) | DualLink DVI-I, HDMI 2.0, DisplayPort 1.2 | DualLink DVD-D, HDMI 1.4a (kein HDCP 2.2), DisplayPort 1.2 | DualLink DVD-D, HDMI 1.4a (kein HDCP 2.2), DisplayPort 1.2 | DualLink DVI-D, HDMI 2.0b, DisplayPort 1.3 (DP1.4-ready) |
FHD Perf.Index [23] | 210% | 290% | 185% | 260% | 260% |
Listenpreis | 2GB: 149$ | 2GB: 159$ | 2GB: 109$ | 2GB: 149$ | 2GB: 109$ |
Straßenpreis | 2GB: 110-130€ 4GB: 130-160€ |
2GB: 145-170€ | 2GB: 95-120€ | 2GB: 120-150€ 4GB: 140-180€ |
2GB: 125-140€ 4GB: 140-160€ |
Launch | 18. Februar 2014 [24] | 20. August 2015 [25] | 18. Juni 2015 [26] | 18. Juni 2015 [26] | 8. August 2016 |
Aufgrund der ausschließlich getesteten Werksübertaktungen ist es allerdings gar nicht so einfach, etwas zur Radeon RX 460 auf Referenzniveau zu sagen – speziell auf die Punkte der real anliegenden Taktraten bzw. des realen Stromverbrauchs bezogen. Ein einziger guter Hinweis zu den Taktraten auf Referenzniveau findet sich bei der ComputerBase [27], wo eine Gigabyte Radeon RX 460 WindForce OC 2GB höchstwahrscheinlich ohne erhöhtem Power-Limit (da kein extra PCI-Express-Stromstecker verbaut wurde) unter 23 Testtiteln mit durchschnittlichen Taktraten von 1174 MHz daherkam. Daß es sich hierbei auch wieder um eine Werksübertaktung handelt (allerdings nur 12 MHz mehr maximaler Chiptakt), dürfte eben wegen des identischen Power-Limits wohl keine Rolle gespielt haben. Mehr oder wenige alle anderen Hardwaretests hatten dann nur noch gute Werksübertaktungen vor der Nase, wo die real anliegenden Taktraten oftmals in Richtung 1250 MHz gingen – begünstigt in jedem Fall über ein augenscheinlich höheres Power-Limit, selbiges anhand des verbauten extra PCI-Express-Stromsteckers zu erwarten.
Leider stammen auch nur von diesen Modellen die einzigen Stromverbrauchsmessungen der reinen Grafikkarte – mit allerdings höchst interessanten Ergebnisse: Sowohl bei der PC Games Hardware [28] (Sapphire Radeon RX 460 Nitro OC 4GB) als auch TweakPC [29] (XFX Radeon RX 460 Double Dissipation 4GB) und TechPowerUp [30] (Asus Radeon RX 460 Strix OC 4GB) kamen diese Karten auf jeweils 91 Watt Spiele-Stromverbrauch. Dies ist erstaunlich viel für die vergleichsweise mittlere Werksübertaktung von +50 MHz (Sapphire), +20 MHz (XFX) bzw. +54 MHz (Asus) beim Chiptakt – und zeigt in jedem Fall auf ein deutlich erhöhtes Power-Limit bei diesen Werksübertaktungen hin. Zum Referenzdesign liegen leider nur Stromverbrauchs-Messungen des Gesamtsystems vor – so beispielsweise bei der ComputerBase [31], wo zwischen zwei Karten mit durchschnittlichen Taktraten von 1174 bzw. 1250 MHz eine Stromverbrauchsdifferenz von immerhin 24 Watt anfiel. Umgerechnet auf die vorgenannten Stromverbrauchswerte von Werksübertaktungen sollten das Referenzdesign somit einen Spiele-Stromverbrauch der reinen Grafikkarte von (grob geschätzt) ca. 70 Watt aufweisen.
Keine Probleme ergeben sich naturgemäß bei der Geräuschbelastung der Karte: Zum einen läßt sich der genannte Stromverbrauch (respektive der dabei entstehenden Abwärme) allgemein problemlos wegkühlen, zum anderen kommt die Radeon RX 460 nur in recht anständigen Herstellerdesigns daher, welche ihren Job in dieser Frage gut erledigen. Damit wird auch von mehr oder weniger allen Modellen ein lüfterloser Betrieb im Idle-Modus geboten – etwas, was AMD zu Polaris zwar versprochen, aber bisher bei seinen Referenzdesigns immer noch nicht hinbekommen hat. Der vergleichsweise geringe Stromverbrauch der Radeon RX 460 in Zusammenhang mit DualSlot-Kühllösungen bei oftmals sogar zwei Lüftern ermöglicht dann auch im Spiele-Betrieb eine sehr geringe Geräuschbelastung (bei Lüfter-Umdrehungszahlen um die 1000 U/min herum) zu gleichzeitig vertretbaren Chiptemperaturen.
Eine ziemliche Aufgabe stellte dagegen wiederum die akkurate Performance-Abschätzung der Radeon RX 460 dar – da wie gesagt kein Referenzdesign vorliegt und gleichzeitig die Hardwaretester von den Grafikkartenherstellern (natürlich) nahezu durchgehend nur die guten Werksübertaktungen erhalten haben. Wenigsten war anhand der Frage, ob ein extra PCI-Express-Stromstecker verbaut ist oder nicht, noch halbwegs gut zu erkennen, welches Herstellerdesign nun mit höherem Power-Limit antrat – und welches nicht (die allerwenigsten). Als zusätzliches Leckerli kam dann noch die Frage hinzu, ob die Speichermenge – 2 GB oder 4 GB – eine Rolle spielen sollte. Hierbei gilt der Punkt zu bedenken, das viele Hardwaretester für alle Grafikkartentests ihre standardmäßigen Benchmark-Sets abspulen, welche eher auf HighEnd-Grafikkarten ausgelegt und daher heutzutage auf Grafikkarten mit nur 2 GB Speicher kaum noch vernünftig bzw. ohne Einbußen laufen – selbst nur unter FullHD, was sowieso das Maximum für die Radeon RX 460 darstellt.
Normalerweise sollte man sich natürlich immer auf das Referenzdesign und damit bei der Radeon RX 460 auf die Speichermenge von 2 GB konzentrieren – was wir in diesem Fall allerdings nicht so handhaben wollen. Denn mit dieser Speichermenge verliert die Grafikkarte schon bemerkbar an Performance selbst nur unter der FullHD-Auflösung, gut zu sehen an den Benchmarks der ComputerBase [34] und von Hardwareluxx [35], wo beide Speichermengen im Test standen: Bei der ComputerBase ergab sich zwischen 2-GB- und 4-GB-Modell samt einem real um +6,5% höheren Chiptakt eine Performance-Differenz von immerhin +18,8%, bei Hardwareluxx lagen zwischen 2-GB- und 4-GB-Modell bei einem real um +3,2% höheren Chiptakt auch noch +8,7% Performance-Differenz, um welche das 4-GB-Modell schneller lief. Taktratennormiert liegt die Differenz bei ca. +12% bzw. +6%, wobei letztgenannter Wert durch Testsettings mit reduzierter Grafikqualität niedriger als regulär ausfällt. Grob kann man daher von ~10% ausgehen, welche gleichgetaktete Radeon RX 460 Karten allein durch den Wechsel von 2 GB auf 4 GB Speicherbestückung gewinnen. Für durchschnittliche Frameraten rein unter der FullHD-Auflösung ist dies schon sehr viel – die 2-GB-Karte dürfte demzufolge unter FullHD schon massiv an arg schwankenden Frameraten bzw. heftigen Frameratendrops und Nachladerucklern leiden.
Daher müssen wir konstatieren, das selbst bei diesen Einsteiger-Grafikkarten von der 2-GB-Ausführung heutzutage nur streng abgeraten werden kann – zumindest bei AMD. Denn die nVidia-Grafikkarten konnten unter denselben Bedingung in verschiedenen Tests zeigen, das jenen die geringe Speichermenge von nur 2 GB weit weniger etwas ausmacht als den AMD-Grafikkarten. Zwar werden auch GeForce GTX 750 Ti, 950 und 960 heutzutage schon durch nur 2 GB Speicher gehandicapt, aber es kommt bei diesen viel weniger als eine gleich 10%ige Performance-Differenz heraus – in manchen Tests gab es faktisch keinen spürbaren Einfluß der Speichermenge bei nVidia-Grafikkarten zu beobachten. Nichtsdestotrotz gilt auch für diese Karten: Die Zeiten von 2 GB Grafikkartenspeicher sind selbst im Einsteiger-Bereich abgelaufen, für einen Neukauf zählen daher nur noch Modelle mit gleich 4 GB Speicher. Wir haben demzufolge versucht, bei diesen Grafikkarten, wo jene Speichermenge zur Verfügung steht (GeForce GTX 960, Radeon R7 370 und natürlich die Radeon RX 460) auf diese Speichermenge zu normieren und bilden auch unseren Performance-Index nur noch für diese Speichermenge ab.
FullHD | 750Ti | 950 | 960 | 1060 | 370 | 380 | RX460 | RX480 |
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default Speicherausstattung | 2GB | 2GB | 2GB | 6GB | 2GB | 2GB | 2GB | 8GB |
ComputerBase [34] (24 Tests) |
Gigabyte RX 460 WindForce OC 2GB, ≤1212 MHz, Power-Limit wohl nominell (kein extra Stromstecker), real anliegender Takt Ø 1174 MHz | |||||||
- | 115,8% | 145,2% (4GB) | 254,8% | 115,4% (4GB) | 159,3% (4GB) | 100% | 241,7% | |
ComputerBase [34] (24 Tests) |
Sapphire RX 460 Nitro OC 4GB, ≤1250 MHz, Power-Limit definitiv erhöht (extra Stromstecker), real anliegender Takt Ø 1250 MHz | |||||||
- | 97,4% | 122,1% (4GB) | 214,4% | 97,0% (4GB) | 133,9% (4GB) | 100% (4GB) | 203,3% | |
Hardwareluxx [35] (9 Tests) |
Gigabyte RX 460 WindForce OC 2GB, ≤1212 MHz, Power-Limit wohl nominell (kein extra Stromstecker), real anliegender Takt Ø 1212 MHz (Lüfter wegen Fehler in der Lüftersteuerung dauerhaft auf 4000 U/min), Testsettings mit reduzierter Grafikqualität | |||||||
83,9% | - | 118,8% | 208,1% | 102,6% | 143,2% (4GB) | 100% | 201,8% | |
Hardwareluxx [35] (9 Tests) |
Sapphire RX 460 Nitro OC 4GB, ≤1250 MHz, Power-Limit definitiv erhöht (extra Stromstecker), real anliegender Takt Ø 1250 MHz, Testsettings mit reduzierter Grafikqualität | |||||||
77,2% | - | 109,3% | 192,5% | 94,5% | 132,5% (4GB) | 100% (4GB) | 186,7% | |
Notebookcheck [36] (27 Tests) |
XFX RX 460 Double Dissipation 4GB, ≤1220 MHz, Power-Limit definitiv erhöht (extra Stromstecker), real anliegender Takt 1200-1211 MHz | |||||||
- | - | ~131% (4GB) | 223,4% | 90,6% (4GB) | - | 100% (4GB) | 205,2% | |
PC Games Hardware [28] (9 Tests) |
Asus RX 460 Strix OC 4GB, ≤1256 MHz, Power-Limit definitiv erhöht (extra Stromstecker), für die Benchmarks auf ≤1200 MHz umgetaktet | |||||||
- | 111,8% | 127,1% | 243,0% | - | - | 100% (4GB) | 219,4% | |
TweakPC [37] (23 Tests) |
XFX RX 460 Double Dissipation 4GB, ≤1220 MHz, Power-Limit definitiv erhöht (extra Stromstecker), real anliegender Takt ~1220 MHz | |||||||
80,6% | ~108% | ~127% | 229,1% | ~101% | ~150% (4GB) | 100% (4GB) | 209,8% | |
Guru3D [38] (11 Tests) |
Asus RX 460 Strix OC 4GB, ≤1256 MHz, Power-Limit definitiv erhöht (extra Stromstecker), real anliegender Takt ? | |||||||
- | 89,2% | 108,4% | 216,5% | 88,4% (4GB) | 125,9% | 100% (4GB) | 201,9% | |
Hardware Unboxed [39] (12 Tests) |
Sapphire RX 460 Nitro OC 4GB, ≤1250 MHz, Power-Limit definitiv erhöht (extra Stromstecker), für die Benchmarks auf ≤1200 MHz umgetaktet, Testsettings mit reduzierter Grafikqualität | |||||||
71,5% | 99,7% | 120,7% | 195,7% | 96,7% (4GB) | 143,0% (4GB) | 100% (4GB) | 187,3% | |
PCGamesN [40] (6 Tests) |
Asus RX 460 Strix OC 4GB, ≤1256 MHz, Power-Limit definitiv erhöht (extra Stromstecker), real anliegender Takt ? | |||||||
- | - | - | 211,1% | - | - | 100% (4GB) | 198,7% | |
TechPowerUp [41] (15 Tests) |
Asus RX 460 Strix OC 4GB, ≤1256 MHz, Power-Limit definitiv erhöht (extra Stromstecker), real anliegender Takt ? | |||||||
- | 100% | 119% | 230% | 95% | 129% | 100% (4GB) | 207% | |
TechSpot [42] (8 Tests) |
Sapphire RX 460 Nitro OC 4GB, ≤1250 MHz, Power-Limit definitiv erhöht (extra Stromstecker), für die Benchmarks auf ≤1200 MHz umgetaktet | |||||||
- | 96,8% | 117,7% (4GB) | 206,6% | 87,4% | 133,0% (4GB) | 100% (4GB) | 195,0% | |
Benchmark.pl [43] (7 Tests) |
Asus RX 460 Strix OC 4GB, ≤1256 MHz, Power-Limit definitiv erhöht (extra Stromstecker), für die Benchmarks auf ≤1200 MHz umgetaktet, Testsettings mit reduzierter Grafikqualität | |||||||
64,4% | 101,7% | 114,2% (4GB) | - | - | 123,3% (4GB) | 100% (4GB) | - | |
PurePC [44] (9 Tests) |
Gigabyte RX 460 WindForce OC 2GB, ≤1212 MHz, Power-Limit wohl nominell (kein extra Stromstecker), real anliegender Takt ?, Testsettings mit reduzierter Grafikqualität | |||||||
~83% | ~113% | ~133% | 235,5% | 108,1% | 154,4% | 100% | - | |
Hardware.info [45] (10 Tests) |
Asus RX 460 Strix OC 4GB, ≤1256 MHz, Power-Limit definitiv erhöht (extra Stromstecker), real anliegender Takt ?, Testsettings mit reduzierter Grafikqualität | |||||||
78,1% | 113,2% | 127,0% | - | 97,1% (4GB) | - | 100% (4GB) | - |
Trotzdem gehen die Benchmarks wild durcheinander – ein Dank an alle Werksübertaktungen samt (deutlich) abweichenden Power-Limits und natürlich den verschiedenen Speichermengen. Manche Tests versuchten sich zudem an Testsettings mit reduzierter Grafikqualität, was eigentlich sehr gut zum Einsteiger-Level der Radeon RX 460 passt – aber davon waren am Ende zu wenige Benchmarks vorhanden, um sich allein darauf konzentrieren zu können. Nach der Interpolation der Lücken in den Benchmark-Ergebnissen, einer Normierung auf Benchmark-Ergebnisse mit gleich 4 GB Grafikkartenspeicher, dem Versuch, den Effekt der Werksübertaktung der meisten Testergebnisse zur Radeon RX 460 halbwegs korrekt herauszurechnen, sowie einer Gewichtung hin zu jenen Hardwaretests mit besonders vielen benutzten Spieletiteln ergibt sich letztlich folgendes insgesamtes Performancebild zur referenzmäßigen Radeon RX 460 mit 4 GB Speicher:
750Ti | 950 | 960 | 1060 | 370 | 380 | RX460 | RX480 | |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|
erreichte FullHD-Performance | 75,7% | 105,6% | 127,2% | 223,4% | 99,3% | 140,2% | 100% | 208,3% |
(bezogen auf Speichermenge) | 2GB | 2GB | 4GB | 6GB | 4GB | 4GB | 4GB | 4GB |
FullHD Performance-Index [23] | 210% | 290% | 340% | 590% | 260% | 370% | 260% | 550% |
Die Radeon RX 460 erreicht also letztendlich ziemlich exakt dasselbe Performance-Level wie eine Radeon R7 370 – und erhält somit auch deren FullHD Performance-Index [23] von 260%, welcher wie gesagt ausschließlich unter Betrachtung der Speichermenge von 4 GB gilt. In vielen Test lief die Radeon RX 460 zwar schneller als die Radeon R7 370, aber dies ist ein Effekt der bei fast allen Hardwaretests angesetzten Werksübertaktungen mit zudem stark nach oben gedrehten Power-Limits. Aber auch normiert auf eine referenzmäßige Performance ist das Ergebnis anständig und sogar leicht oberhalb der letzten Erwartungen, welche (aufgrund diverser Vorabtests) von einem Performance-Index bei ~230-250% ausgingen. Mit der Radeon RX 460 bietet AMD ergo knapp so viel Performance wie bei der originalen Radeon HD 7870 (Perf.Index 270% [23]) von anno 2012 – wobei jene Karte seinerzeit [46] eine ganze Stufe höher im Angebotsportfolio stand, auch ausgedrückt durch deren Listenpreis von 349 Dollar.
Die Radeon RX 460 kommt hingehen nunmehr mit einem Listenpreis von 109 Dollar daher – und selbst wenn die empfehlenswerten 4-GB-Versionen ihren Mehrpreis haben, so ist in diesem Fall doch wirklich einmal der Anspruch an eine neue Fertigungstechnologie erfüllt, gleichwertige Performance für den halben Preis zu bekommen. Dennoch ist preislich noch nicht alles perfekt bei der Radeon RX 460: Die wie gesagt unbedingt zu empfehlenden 4-GB-Versionen kosten real dann doch gleich 140-160 Euro, was einigermaßen vom Listenpreis weg ist – und dann schon wieder fast den halben Weg zur Radeon RX 470 [16] zurücklegt. Jene Karte legt in der aktuellen Situation locker und leicht ein Performanceplus von +85% für einen Mehrpreis von nur +53% vor – da fällt es schwer, die Radeon RX 460 uneingeschränkt im Einsteigersegment empfehlen zu können. An dieser Stelle müssen die Straßenpreise der 4-GB-Versionen der Radeon RX 460 noch um ein paar Euro herunter, muß diese Kartenausführung klarer von der 150-Euro-Marke (nach unten hin) wegkommen.
alte 28nm Mainstream/Midrange-Lösungen | Preislage | neue 14/16nm Mainstream-Lösungen |
---|---|---|
220-240 Euro | Radeon RX 470 4GB (Perf.Index 480%) | |
Radeon R9 380X 4GB (Perf.Index 400%) | 190-230 Euro | |
GeForce GTX 960 4GB (Perf.Index 340%) | 190-220 Euro | |
Radeon R9 380 4GB (Perf.Index 370%) | 180-210 Euro | |
Radeon R7 370 4GB (Perf.Index 260%) | 140-180 Euro | |
140-160 Euro | Radeon RX 460 4GB (Perf.Index 260%) | |
GeForce GTX 750 Ti 4GB (Perf.Index 210%) | 130-160 Euro |
Sollte dies eines Tages passieren – und mit einer besseren Verfügbarkeit und dem Auftauchen von mehr referenzmäßigen 4-GB-Modellen erscheint dies als gut möglich – dann sollte sich die Radeon RX 460 letztlich als die Einsteiger-Lösung der 14/16nm-Generation darstellen können. Sicherlich wird nVidia hierzu eines Tages ein Gegenangebot auflegen, aber für den Moment hat AMD dieses Einsteiger-Segment für sich allein. Von allen aktuellen Gegenangeboten nVidias in Form der nominell sogar schnelleren GeForce GTX 950 und 960 kann aufgrund deren Speicherbestückung von nur 2 GB auf Basis der mit dieser Launch-Analyse ausgewerteten Benchmarks nur dringend abgeraten werden. Selbst wenn nVidia-Grafikkarten durch den kleineren Speicher derzeit weit weniger verlieren als AMD-Grafikkarten, werden 2-GB-Karten (egal des Herstellers) in Zukunft immer mehr Schwierigkeiten haben bzw. mit Einschränkungen leben müssen – und sind damit für Neukäufe faktisch tabu.
nVidia schlägt sich an dieser Stelle ein wenig selbst durch den Umstand, das die als Kontrahent zur Radeon RX 460 durchaus passende GeForce GTX 950 ausschließlich als 2-GB-Version erhältlich ist. Die GeForce GTX 960, welche es auch mit 4 GB gibt, ist dagegen naturgemäß zu teuer, um sich mit der Radeon RX 460 anzulegen – und die GeForce GTX 750 Ti, welche es ebenfalls vereinzelt mit 4 GB gibt, natürlich generell zu leistungsschwach. Damit bleibt dem Einstiegs-Käufer derzeit faktisch gar keine andere Wahl, als zur Radeon RX 460 (in deren 4-GB-Ausführung) zu greifen. Selbst kleinere Makel, wie das die Karte ohne extra PCI-Express-Stromstecker faktisch nicht zum Übertakten geeignet ist und mit extra PCI-Express-Stromstecker auf rund 91 Watt Spiele-Stromverbrauch nicht mehr wirklich sparsam herüberkommt, können an dieser Einschätzung nichts ändern.
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Verweise:
[1] http://www.3dcenter.org/users/leonidas
[2] http://www.3dcenter.org/news/umfrage-auswertung-welchem-preisbereich-werden-grafikkarten-gekauft
[3] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/Asus-Radeon-RX-460-Strix-OC-4GB.jpg
[4] http://www.3dcenter.org/abbildung/asus-radeon-rx-460-strix-oc-4gb
[5] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/XFX-Radeon-RX-460-Double-Dissipation-4GB.jpg
[6] http://www.3dcenter.org/abbildung/xfx-radeon-rx-460-double-dissipation-4gb
[7] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/Gigabyte-Radeon-RX-460-WindForce-OC-2GB_0.jpg
[8] http://www.3dcenter.org/abbildung/gigabyte-radeon-rx-460-windforce-oc-2gb
[9] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/Sapphire-Radeon-RX-460-Nitro-OC-4GB.jpg
[10] http://www.3dcenter.org/abbildung/sapphire-radeon-rx-460-nitro-oc-4gb
[11] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-rx-480
[12] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/Sapphire-Radeon-RX-460-Dual-4GB-mit-nur-8-PCI-Express-Lanes.jpg
[13] http://www.3dcenter.org/abbildung/sapphire-radeon-rx-460-dual-4gb-mit-nur-8-pci-express-lanes
[14] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-hd-7790
[15] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-r7-240-250-260x-r9-270x-280x
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[17] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/AMD-Polaris-11-Radeon-RX-460-Blockdiagramm.gif
[18] http://www.3dcenter.org/abbildung/amd-polaris-11-radeon-rx-460-blockdiagramm
[19] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/AMD-Polaris-Shader-Cluster.jpg
[20] http://www.3dcenter.org/abbildung/amd-polaris-shader-cluster
[21] http://www.pcgameshardware.de/AMD-Polaris-Hardware-261587/Specials/Radeon-RX-460-Custom-Designs-1204061/
[22] http://www.3dcenter.org/artikel/stromverbrauch-aktueller-und-vergangener-grafikkarten
[23] http://www.3dcenter.org/news/schneller-performance-ueberblick-der-28nm-grafikkarten
[24] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-gtx-750-750-ti
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[26] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-r300-serie
[27] https://www.computerbase.de/2016-08/radeon-rx-460-test/3/
[28] http://www.pcgameshardware.de/AMD-Polaris-Hardware-261587/Tests/Radeon-RX-460-Test-Review-Polaris-11-1203930/
[29] http://www.tweakpc.de/hardware/tests/grafikkarten/amd_xfx_radeon_rx_460/s04.php
[30] https://www.techpowerup.com/reviews/ASUS/RX_460_STRIX_OC/22.html
[31] https://www.computerbase.de/2016-08/radeon-rx-460-test/6/
[32] http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=575379
[33] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-rx-460
[34] https://www.computerbase.de/2016-08/radeon-rx-460-test/
[35] http://www.hardwareluxx.de/index.php/artikel/hardware/grafikkarten/39993-amd-radeon-rx-460-von-sapphire-und-gigabyte-im-test.html
[36] http://www.notebookcheck.com/Test-XFX-Radeon-RX-460-4-GB-Double-Dissipation-RX-460P4DFG5.171151.0.html
[37] http://www.tweakpc.de/hardware/tests/grafikkarten/amd_xfx_radeon_rx_460/s01.php
[38] http://www.guru3d.com/articles-pages/asus-radeon-rx-460-strix-gaming-4gb-review,1.html
[39] http://www.hardwareunboxed.com/amd-radeon-rx-460/
[40] http://www.pcgamesn.com/amd/asus-rog-rx-460-strix-review-benchmarks
[41] https://www.techpowerup.com/reviews/ASUS/RX_460_STRIX_OC/
[42] http://www.techspot.com/review/1221-amd-radeon-rx-460/
[43] http://www.benchmark.pl/testy_i_recenzje/radeon-rx460-test.html
[44] http://www.purepc.pl/karty_graficzne/test_amd_radeon_rx_460_premiera_najtanszego_polarisa
[45] https://nl.hardware.info/reviews/6898/amd-radeon-rx-460-review-topper-voor-htpc-maar-ook-voor-gaming
[46] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-hd-7850-7870
[47] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-rx-460/launch-analyse-amd-radeon-rx-460-seite-2