Mit der GeForce GTX 1060 stellt nVidia seine dritte Gamer-Grafikkarte auf Pascal-Basis vor – und die erste, für welche es seitens AMD ernsthafte Konkurrenz in Form der Radeon RX 480 [2] gibt. Beide Grafikkarten gehen in dasselbe Performance- und Preissegment, mit meistens eher geringen Unterschieden, so das auf einen interessanten Zweikampf auf Augenhöhe zu hoffen ist. Mit Radeon RX 480 & GeForce GTX 1060 wird grob gesehen das alte Midrange-Segment um Radeon R9 380/380X & GeForce GTX 960 zur Performance von Radeon R9 390X & GeForce GTX 980 ersetzt. Unsere Launch-Analyse trägt wie immer alle Daten zur Fakten zur neuen Grafikkarte zusammen sowie wird abschließend deren Performance auf Basis der Auswertung möglichst vieler Testberichte bewerten.
Die GeForce GTX 1060 basiert auf dem neuen GP106-Chip und bringt den Vollausbau dieses Grafikchips mit. Der GP106-Chip ist ein klassischer Midrange-Grafikchip mit seiner Chipfläche von exakt 200mm², auf welchen 4,4 Milliarden Transistoren untergebracht wurden. Aus Effizienzsicht ist dies eine hohe Leistung seitens nVidia, denn AMD benötigt für grob dieselbe Performance immerhin 5,7 Mrd. Transistoren auf 232mm² Chipfläche beim Polaris-10-Chip, während in der vorhergehenden 28nm-Generation für grob dieselbe Performance der GM204-Chip mit 5,2 Mrd. Transistoren auf immerhin 398mm² Chipfläche benutzt wurde.
Vom Aufbau her ist der GP106 nahezu wie eine halbierte Version des GP104-Chips von GeForce GTX 1070 [5] & GeForce GTX 1080 [6] zu sehen: Halbierte Anzahl an Raster-Engines, Shader-Clustern, Shader-Einheiten und Textureneinheiten. Nur beim Speicherinterface setzte nVidia nicht auf eine glatte Halbierung, da dies die GP106-basierten Grafikkarten zu stark limitiert hätte – somit gibt es ein 192 Bit GDDR5-Speicherinterface. Jenes ermöglicht natürlich auch nur die "krummen" Speichermengen von 3 und 6 GB GDDR5-Speicher – wobei nVidia wie bekannt [7] auch über eine GeForce GTX 1060 mit nur 3 GB Speicher sowie zusätzlichen Hardware-Abspeckungen nachdenkt. Alle nachfolgenden Ausführungen beziehen sich damit allein auf die 6-GB-Version der GeForce GTX 1060, auch wenn dies teilweise nicht explizit so notiert sein sollte.
![]() nVidia GP106 Blockdiagramm [9] |
![]() nVidia GP104/GP106 Shader-Cluster [11] |
Ein interessantes Detail besteht in den Raster Operation Units (ROPs), die mit an das Speicherinterface angegliedert sind und damit entsprechend dessen Breite aus 48 Stück beim GP106-Chip bestehen. Auf Basis der Anzahl der Shader-Cluster (10) und den Eigenheiten der aktuellen nVidia-Architekturen können regulär aber nur 40 ROPs mit Daten gefüttert werden. Die restlichen 8 ROPs kommen nur zum Einsatz, wenn Multisampling Anti-Aliasing zu berechnen wäre. Eine wirkliche Limitation stellt dies natürlich nicht dar – es existiert beim GP106-Chip immer genügend ROP-Power, um mit den von den Shader-Einheiten kommenden Daten fertigzuwerden.
Ansonsten entspricht der GP106-Chip technologisch voll und ganz der Pascal-Generation, mit allen deren bereits zum Launch der GeForce GTX 1080 [6] notierten Verbesserungen und Neuerungen. Jene sind nicht besonders großartig, primär nutzt nVidia mit der Pascal-Generation einfach nur die Flächenvorteile der 16nm-Fertigung von TSMC aus, um besonders kleine Grafikchips zu bauen. Zudem kommt ein erheblicher Taktratengewinn durch diese Fertigung hinzu, auch wieder bei der GeForce GTX 1060 mit real anliegenden Taktraten im Bereich von über 1800 MHz zu sehen. Als kleine Differenz zu den anderen Pascal-basierten Beschleunigern unterstützt die GeForce GTX 1060 allerdings kein SLI – weder im Referenzdesign, noch will nVidia diese Funktionalität bei den Herstellerdesigns sehen. Hiermit will nVidia wohl verhindern, das jemand die teure GeForce GTX 1080 durch zwei GeForce GTX 1060 Karten unter SLI ersetzt – was zwar aus preislicher Sicht naheliegt, aber aufgrund der üblichen Nachteile von SLI & CrossFire sowieso nicht wirklich zu empfehlen wäre.
Stichwort Referenz- und Herstellerdesigns: Von der GeForce GTX 1060 hat nVidia wiederum eine "Founders Edition" aufgelegt, welche auch die Basis der allermeisten Launchreviews darstellte. Allerdings wird dieses Referenzdesign nicht in den freien Handel gehen, wie es noch bei GeForce GTX 1070 & 1080 der Fall war. Vielmehr wird nVidia die GeForce GTX 1060 "Founders Edition" allein über seinen eigenen Online-Shop [12] vertreiben, während die Grafikkarten-Hersteller im Fall der GeForce GTX 1060 ausschließlich ihre eigenen Herstellerdesigns verkaufen werden. Jene können natürlich auf das Platinenlayout des Referenzdesigns setzen und nur einen anderen Kühlkörper mitbringen – aber es sind hier ähnlich der vorhergehenden GeForce GTX 960 auch völlig abweichende Kartendesigns zu erwarten, genauso wie starke Werksübertaktungen und andere Sondervarianten.
Radeon RX 480 | GeForce GTX 960 | GeForce GTX 980 | GeForce GTX 1060 | |
---|---|---|---|---|
Chipbasis | AMD Polaris 10 | nVidia GM206 | nVidia GM204 | nVidia GP106 |
Fertigung | 5,7 Mrd. Transistoren in 14nm auf 232mm² Chipfläche bei GlobalFoundries | 2,94 Mrd. Transistoren in 28nm auf 227mm² Chipfläche bei TSMC | 5,2 Mrd. Transistoren in 28nm auf 398mm² Chipfläche bei TSMC | 4,4 Mrd. Transistoren in 16nm auf 200mm² Chipfläche bei TSMC |
Architektur | GCN4, DirectX 12 Feature-Level 12_0 | Maxwell 2, DirectX 12 Feature-Level 12_1 | Pascal, DirectX 12 Feature-Level 12_1 | |
Features | Vulkan, Mantle, Asynchonous Compute, VSR, CrossFire, TrueAudio Next, FreeSync | Vulkan, DSR, SLI, PhysX, G-Sync | Vulkan, Asynchonous Compute, DSR, PhysX, G-Sync | |
Technik | 4 Raster-Engines, 2304 Shader-Einheiten, 144 TMUs, 32 ROPs, 256 Bit GDDR5-Interface, 2 MB Level2-Cache (Vollausbau) | 2 Raster-Engines, 1024 Shader-Einheiten, 64 TMUs, 32 ROPs, 128 Bit GDDR5-Interface, 1 MB Level2-Cache (Vollausbau) | 4 Raster-Engines, 2048 Shader-Einheiten, 128 TMUs, 64 ROPs, 256 Bit GDDR5-Interface, 2 MB Level2-Cache (Vollausbau) | 2 Raster-Engines, 1280 Shader-Einheiten, 80 TMUs, 48 ROPs, 192 Bit GDDR5-Interface, 1,5 MB Level2-Cache (Vollausbau) |
Taktraten | 4GB: 1120/1266/3500 MHz (Ø-Chiptakt: ~1220 MHz) 8GB: 1120/1266/4000 MHz (Ø-Chiptakt: 1209 MHz) |
1127/1178/3500 MHz (Ø-Chiptakt: 1316 MHz) |
1126/1216/3500 MHz (Ø-Chiptakt: 1153 MHz) |
1506/1708/4000 MHz (Ø-Chiptakt: 1841 MHz) |
Speicherausbau | 4/8 GB GDDR5 | 2/4 GB GDDR5 | 4 GB GDDR5 | 6 GB GDDR5 |
Layout | DualSlot | DualSlot | DualSlot | DualSlot |
Kartenlänge | 24,3cm | 21,5-27cm (Herstellerdesigns) |
27,0cm | 24,9cm |
Ref./Herst./OC | ✓ / ✓ / ✓ | ✓ / ✓ / ✓ | ✓ / ✓ / ✓ | ✓ / ✓ / ✓ |
Stromstecker | 1x 6pol. (Herstellerdesigns 1x 8pol.) |
1x 6pol. oder 1x 8pol. (je nach Karte) |
2x 6pol. | 1x 6pol. |
off. Verbrauch | 150W (TBP) | 120W (GCP) | 165W (GCP) | 120W (GCP) |
Idle-Verbrauch [13] | 8GB: 16W | 10W | 12W | 7W |
Spiele-Verbrauch [13] | 8GB: 163W | 109W | 174W | 119W |
Ausgänge | HDMI 2.0b (mit HDCP 2.2), 3x DisplayPort 1.3 (DP1.4-ready) | DualLink DVI-I, HDMI 2.0 (mit HDCP 2.2), 3x DisplayPort 1.2 | DualLink DVI-I, HDMI 2.0 (kein HDCP 2.2), 3x DisplayPort 1.2 | DualLink DVI-I, HDMI 2.0b (mit HDCP 2.2), 3x DisplayPort 1.2 (DP1.4-ready) |
FullHD Perf.Index [14] | 4GB: 520% 8GB: 550% |
340% | 600% | 590% |
Listenpreis | 4GB: 199$ 8GB: 239$ |
2GB: 199$ | 499$ | 249$/299$ (Herst./Ref.) |
Straßenpreis | 4GB: 220-250€ 8GB: 270-300€ |
2GB: 170-190€ 4GB: 185-210€ |
360-420€ | 280-320€ |
Release | 29. Juni 2016 [2] | 22. Januar 2015 [15] | 19. September 2014 [16] | 19. Juli 2016 |
Eine gewisse Problematik liegt damit natürlich darin, das Tests eines Kartendesigns, welches dann gar nicht im Handel auftaucht, eigentlich keine besondere Aussagekraft entwickeln können. Viele Herstellerdesigns werden deutlich vom Referenzdesign abweichen – was aber nicht bedeutet, das die Grafikkartenhersteller keine einfachen Standarddesigns auflegen, jene bekommen nur meist keine besonders Aufmerksamkeit. Man kann die Launchtests zur GeForce GTX 1060 in der "Founders Edition" also auf die Standarddesigns der Grafikkartenhersteller beziehen – und deren Werksübertaktungen sind sowieso extra zu betrachten, dies war bei früheren Grafikkarten schließlich genauso.
Dabei können letztlich sogar Grafikkarten mit völlig voneinander abweichenden nominellen Taktraten dieselbe Performance erreichen – wenn denn das Power-Limit dieser Karten identisch ist. Heutige Grafikkarten von AMD und nVidia arbeiten inzwischen durchgehend mit Mechanismen, welche den Stromverbrauch an einem festen Punkt begrenzen und somit ganz automatisch dynamische Taktraten erzeugen. Damit sind allerdings auch die nominellen Taktraten einer Grafikkarte inzwischen weit weniger wichtig – theoretisch kann sogar die Situation auftreten, das eine Karte mit nominell viel höheren Taktraten langsamer läuft als eine Grafikkarte mit nominell niedrigeren Taktraten, einfach weil durch das gesetzte Power-Limit limitiert.
Radeon RX 480 8GB (Ref.) | GeForce GTX 980 (Ref.) | GeForce GTX 1060 6GB (Ref.) | |
---|---|---|---|
Temperatur-Limit | 90°C | 80°C (+14°C möglich) | 83°C (+7°C möglich) |
Power-Limit | 170W (+50% möglich) | 180W (+25% möglich) | 120W (+16% möglich) |
nominelle Taktraten | 1120/1266/4000 MHz | 1126/1216/3500 MHz | 1506/1708/4000 MHz |
maximaler Boost-Takt | 1266 MHz | 1290 MHz [17] | 1911 MHz [18] |
durchschn. realer Takt | 1197 MHz [19], 1221 MHz [20] ø = 1209 MHz |
1130 MHz [21], 1144 MHz [22], 1186 MHz [17] ø = 1153 MHz |
1842 MHz [23] 1821 MHz [24], 1860 MHz [25] ø = 1841 MHz |
reale Rechenleistung | 5,57 TFlops | 4,72 TFlops | 4,71 TFlops |
Die GeForce GTX 1060 im Referenzdesign trägt ein Power-Limit von augenscheinlich 120 Watt – wobei die meisten Testberichte an dieser Stelle leider nur die offiziellen Karten-TDP von ebenfalls 120 Watt zitieren, obwohl beide Werte durchaus voneinander abweichen können (wie sogar bei den meisten Grafikkarten). Mit diesem von HT4U [26] nachgewiesenem Power-Limit überbietet die Karte allerdings ihre offiziellen Taktraten von 1506/1708/4000 MHz schon spielend, im Schnitt der Messungen lag ein durchschnittlicher Chiptakt von gleich 1841 MHz an – durchaus nahe des maximalen Chiptakts von 1911 MHz. Werksübertaktungen werden sicherlich mit noch höheren Power-Limits antreten, was neben der höheren Performance dann natürlich auch eine abweichende Stromverbrauchs-Charakteristik nach sich ziehen wird.
Basierend auf diesem realen Chiptakt von 1841 MHz erreicht die GeForce GTX 1060 im übrigen ziemlich exakt dieselbe reale Rechenleistung wie die GeForce GTX 980 – welche ihrerseits immerhin mit 60% mehr Shader-Einheiten antritt. All dies gleicht die GeForce GTX 1060 nur über ihren Mehrtakt aus – eine stolze Leistung und ein Ausdruck der Stärke von TSMCs 16nm-Fertigung. Gegenüber der GeForce GTX 980 fehlt der GeForce GTX 1060 ansonsten etwas Rastizer-Leistung (dürfte kaum etwas ausmachen, da eher im Übermaß vorhanden) sowie etwas Speicherbandbreite. Letztere könnte der GeForce GTX 1060 unter höheren Auflösungen schaden – aber für jene ist diese Karte sowieso nicht gemacht. Trotz völlig abweichenden Chipdesigns kann man die GeForce GTX 1060 somit von ihren Rohleistungen her als glatten Ersatz zur GeForce GTX 980 ansehen.
Der AMD-Kontrahent in Form der Radeon RX 480 hat hingegen in allen Disziplinen höhere Rohleistungen gegenüber der GeForce GTX 1060 aufzubieten – benötigt dies allerdings, um überhaupt mitspielen zu können, denn auch mit der Polaris-Generation ist AMDs Recheneffizienz nur eher maßvoll gestiegen und somit noch lange nicht auf dem nVidia-Niveau. Zudem spielt hier auch der Punkt mit hinein, das hohe Taktraten bei geringerer Einheitenanzahl immer etwas effizienter sind als niedrige Taktraten bei hoher Einheitenanzahl – und bei der hohen Taktraten-Differenz, welche nVidia derzeit mit der Pascal-Generation erreicht, macht dies auch etwas aus. Der einzige nominelle Vorteil der Radeon RX 480 liegt bei den Speichermengen: Man hat zum etwa gleichen Preis gleich 8 GB – und zum klar niedrigeren Preis die ebenfalls gut verwendbare Speichermenge von 4 GB zu bieten.
Klare Vorteile erwirbt sich die GeForce GTX 1060 dann beim realen Stromverbrauch: Sowohl Idle- als auch Spiele-Verbrauch der GeForce GTX 1060 sind klar niedriger als bei der Radeon RX 480. Rein technisch gesehen sind 119 Watt zu 163 Watt Spiele-Verbrauch sogar ein erheblicher Unterschied, allerdings muß man hier auch einschränkenderweise hinzusagen, das dies in der Praxis ziemlich bedeutungslos ist. Eine wirklich höhere Stromrechnung kommt dabei nicht heraus, zudem ist die Differenz zu gering, um echte Auswirkungen auf benötigte Netzteil-Stärken oder die anzusetzende Gehäuse-Lüftung zu haben. Dies wäre nur der Fall, wenn eine Grafikkarte völlig abweichenderweise in den 200-Watt-Bereich geht – was aber in der aktuellen 14/16nm-Generation in diesem Preis- und Performance-Segment nicht mehr der Fall ist.
HW.fr | Heise | HT4U | PCGH | TPU | Tom's | TweakPC | Ø | Perf./TDP | |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Radeon RX 480 8GB [2] | 16W 165W [30] |
16W 156W [31] |
17,1W 165,3W [32] |
15W 158,3W [33] |
15W 163W [34] |
16W 164W [35] |
16W 163W |
550% 150W |
|
Radeon R9 Nano [36] | 14W 185W [37] |
11W 186W [38] |
14,6W 168,8W [39] |
13W 183W |
600% 175W |
||||
Radeon R9 390X [40] | 18W 329W [41] |
14,4W 301,5W [42] |
13W 344W [43] |
14,4W 293,6W [44] |
14,9W 233W [45] |
15W 303W |
580% 275W |
||
Radeon R9 390 [40] | 11W 231W [46] |
15,1W 222W [45] |
~15W ~250W |
540% 275W |
|||||
Radeon R9 380X [47] | 14W 191W [48] |
13,7W 170W [49] |
15W 199W [50] |
12W 171W [51] |
13W 191W [52] |
15,9W 172W [53] |
14W 188W |
390% 190W |
|
Radeon R9 380 [40] | 16W 180W [48] |
14W 193W [50] |
12W 184W [52] |
14,9W 138W [45] |
14W 179W |
360% 190W |
|||
GeForce GTX 960 [15] | 10W 117W [54] |
? 115W [55] |
9,7W 94,5W [56] |
8W 108W [57] |
11W 90W [58] |
10W 109W |
340% 120W |
||
GeForce GTX 970 [16] | 18W 151W [59] |
11,2W 160,0W [60] |
15W 164W [61] |
9W 161W [62] |
20W 168W [63] |
12W 161W |
510% 145W |
||
GeForce GTX 980 [16] | 12W 155W [59] |
? 173W [64] |
11,2W 180,0W [60] |
11,5W 160W [61] |
8W 156W [65] |
15W 185W [63] |
12W 174W |
600% 165W |
|
GeForce GTX 1060 6GB | 7W 120W [30] |
5W 119W [66] |
6,4W 120,0W [26] |
6,5W 118,3W [67] |
5W 116W [68] |
9W 119W [69] |
7W 119W |
590% 120W |
|
Der obere Wert einer Zelle ist immer der Idle-Stromverbrauch, der untere Wert einer Zelle immer der Spiele-Stromverbrauch. In der Durchschnitts-Spalte ("Ø") fettgedruckte Werte basieren auf Berechnungen, die nicht fettgedruckte Werte sind Schätzungen. Die letzte Spalte enthält Angaben zum 3DCenter Performance-Index (oben) sowie zur offiziellen TDP (unten). |
Einschränkenderweise ist natürlich zu bemerken, das der Stromverbrauch von Werksübertaktungen zur GeForce GTX 1060 aus diesem Bild ausbrechen und möglicherweise bemerkbar höher liegen wird – schließlich ist aus dieser Karte nur mehr Performance herauszuholen, wenn man auch das Power-Limit entsprechend hochsetzt. Genauso werden natürlich alle Herstellerdesigns auch eine eigene Geräuschentwicklungs-Charaktistik mitbringen, welche sicherlich abweichend ist von dem Bild, was das Referenzdesign in dieser Frage hinterläßt. Jenes macht allerdings so oder so einen guten Eindruck – und da die Herstellerdesigns diesbezüglich meistens noch besser sind, wird es bei der GeForce GTX 1060 wohl keine Probleme mit einer zu hohen Geräuschbelastung geben.
Idle-Betrieb | Spiele-Betrieb | Spulenfiepen |
---|---|---|
Test von ComputerBase [70] | ||
Unter Windows dreht der Lüfter der GeForce GTX 1060 Founders Edition mit mindestens 1.200 Umdrehungen und damit ein wenig schneller als die ansonsten baugleichen Pendants der GeForce GTX 1070 und 1080. Der Geräuschpegel steigt entsprechend auf 30,5 Dezibel, was aus einem geschlossenen Gehäuse zu hören ist, aber nicht stört. Im Vergleich ist die Radeon RX 480 ein wenig leiser. | Deutlich größere Unterschiede gibt es unter Last. Die GeForce GTX 1060 Founders Edition agiert dann mit 2.000 Umdrehungen in der Minute und wird 40,5 Dezibel laut. Damit rauscht die Grafikkarte zwar hörbar beim Spielen, ist jedoch nicht unangenehm. Im Vergleich dazu ist die Radeon RX 480 unter Last lauter. | Alle drei Grafikkarten weisen elektronische Störgeräusche auf, die auch bei geringeren Frameraten auftreten – die GeForce GTX 1060 Founders Edition am meisten, jedoch gehen die Geräusche im Lüfterrauschen unter. Aus einem geschlossenen Gehäuse sind alle Testkandidaten diesbezüglich unproblematisch. |
Test von Golem [71] | ||
Lobenswert finden wir die Lautstärke der Nvidia-Karte: Im Leerlauf ist sie kaum hörbar. | Unter Last rauscht die Geforce GTX 1060 dumpf: Mit bis zu 2,4 Sone ist sie klar leiser als AMDs Radeon RX 480 und im Betrieb relativ ruhig. Wer mit Surround-Lautsprechern oder gar mit Headset zockt, wird von der Founder's Edition im Betrieb wenig mitbekommen – silent ist sie aber keinesfalls. | |
Test von Hardwareluxx [72] | ||
Offensichtlich einen Schritt nach vorne hat NVIDIA bei der Idle-Lautstärke gemacht, denn mit einem Wert von 38,5 dB(A) ist die GeForce GTX 1060 Founders Edition sehr leise und gehört zu den aktuell leisesten Karten, die direkt vom GPU-Hersteller stammen. | Auch unter Last bleibt die GeForce GTX 1060 Founders Edition womöglich aufgrund der niedrigen Leistungsaufnahme recht entspannt und arbeitet mit 42,2 dB(A). Damit ist sie allerdings auch nur geringfügig leiser als die GeForce GTX 1070 Founders Edition. Letztendlich findet sich die Karte im Mittelfeld des Testfeldes wieder. | |
Test von HT4U [73] | ||
Das Idle-Verhalten der GeForce GTX 1060 empfanden wir als etwas schwieriger zu beurteilen. So arbeitet der Lüfter des dortigen Kühlkonstruktes auf absolut ruhendem Desktop bei 1.270 Umdrehungen pro Minute und zeigt mit 13,4 dB(A) Schalldruck und 0,81 sone praktisch die beste Leistung bei den drei heutigen Vertretern. Über längere Zeiträume wurden wir dann mit einem Drehzahlverhalten im Bereich zwischen 1.400 und 1.500 Umdrehungen pro Minute konfrontiert, was wir bei der Arbeit vom Geräuschverhalten dann auch ganz klar wahrnehmen konnten. Wir wurden hier mit einem relativ leisen, aber zu hörenden Rauschen konfrontiert, welches wir mit 16,4 dB(A) nachgemessen haben. | Unter Spielen sehen wir typisch 26,8 dB(A), und selbst bei gelockerten Powerlimits und Übertaktung überschreiten wir keine 29 dB(A) im Schalldruck. Alles in allem ist die GeForce GTX 1060 Founders Edition damit eine sehr leise Grafikkarte. | Auch nerviges und ungewöhnliches Spulenfiepen können wir den Karten nicht attestieren. Sie verhalten sich wie erwartet. Sehr hohe Frameraten lösen Spulenfiepen aus, wir sprechen hier allerdings von einer geringen Geräuschbelästigung und Frameraten von mindestens 500 fps oder eher darüber. |
Test von PC Games Hardware [67] | ||
Insgesamt arbeitet die Kühlung auf einem für ein 2-Slot-Radialdesign niedrigen Niveau und erreicht unter Volllast im PCGH-Test 2,4 Sone. | Eine auffällige Tendenz zum Spulenfiepen oder anderen Störgeräuschen konnten wir im Test nicht feststellen – die zusätzliche Geräuschentwicklung bei hohen drei- oder gar vierstelligen Fps bleibt hörbar, aber unauffällig. | |
Test von Tom's Hardware [74] | ||
Im Idle sind die gemessenen 31,4 dB(A) ein guter Wert, der nur knapp über dem Geräuschpegel eines üblichen Wohnraums liegt. Der Klangcharakter von Nvidias Radiallüfter ist bei niedrigen Drehzahlen dabei deutlich angenehmer als der etwas "knurrigere" Radiallüfter der unlängst getesteten Radeon RX 480-Referenzkarte, obwohl der Pegel einen winzigen Tick höher liegt. | Die gemessenen 35,4 dB(A) sind ebenfalls ein wirklich guter Wert, zumal man kaum Motor- und Lagergeräusche heraushören kann. Der Klangcharakter ist nicht so tieftonlastig und brummig wie bei der unlängst getesteten AMD-Karte, sondern ähnelt einem deutlich angenehmeren Rauschen. | |
Test von TweakPC [75] | ||
Wie üblich kann das Nvidia Referenzdesign in Radialbauweise von der minimalen Laustärke her nicht mit den Kühlern der Custom-Designs mit zwei oder gar drei Lüftern mithalten. Das liegt einfach daran, das die Nvidia Karte bereits im Idle mit einer Drehzahl von 1500 UPM arbeitet. Auch wenn der Nvidia Lüfter qualitativ sehr gut ist, erzeugt das Radialdesign bei dieser Drehzahl bereits ein minimales Rauchen, das Axiallüfter mit zum Teil unter 800 UPM eben nicht erzeugen. | Das Verhältnis ändert sich aber unter Last, denn hier kann die Nvidia Karte deutlich besser abschneiden und landet bei – für einen Radiallüfter – guten 34,1 dBA. Die AMD Karte brachte es hier bereits auf 41,12 dBA und das bei deutlich höheren Temperaturen. Die Energieeffizienz der GeForce zahlt sich hier also bereits aus. | Erfreulicherweise lässt sich der GTX 1060 nur ein sehr geringes Spulenfiepen entlocken. Es liegt im Bereich von etwa 2 KHz. |
In der Frage der Performance-Ermittlung spielt nicht nur die GeForce GTX 1060 eine Rolle, sondern auch noch zwei andere Punkte: Zum einen konnte die Radeon RX 480 mit nach deren Launch gelieferten Treiber bemerkbar zulegen, insofern muß diese AMD-Karte an dieser Stelle komplett neu betrachtet und bewertet werden. Und zum anderen wären die Performance-Einordnungen der älteren AMD-Grafikkarten zu kontrollieren, ob sich jene eventuell verschoben haben – mit den Launchtests zur Radeon RX 480 [2] ergab sich ein gewisser Hinweis hierauf. Deswegen haben wir nachfolgend auch Wert auf die Auswertung von Benchmark-Ergebnissen gelegt, welche mit möglichst vielen Vergleichs-Grafikkarten sowie (natürlich) einer ausreichenden Anzahl an Testtiteln aufwarten konnten.
FullHD MSAA/FXAA/SMAA | 380X | 390 | 390X | RX480-8GB | 960-2GB | 960-4GB | 970 | 980 | 1060-6GB | 1070 |
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ComputerBase [77] (23 Tests) | 67,3% | 93,8% | 101,0% | 94,8% | - | 57,0% | 88,6% | 101,0% | 100% | 135,8% |
Hardwareluxx [25] (10 Tests) | - | - | 100,7% | 98,3% | 54,1% | - | 93,7% | 105,4% | 100% | 142,1% |
HT4U [78] (21 Tests) | 70% | 89% | 95% | 93% | 56% | - | 86% | 103% | 100% | 124% |
PC Games Hardware [67] (9 Tests) | 60,9% | 88,8% | 95,2% | 89,5% | - | - | 87,0% | 104,8% | 100% | 138,0% |
Ars Technica [79] (8 Tests) | - | 89,2% | - | 86,0% | 49,9% | - | 83,5% | 97,9% | 100% | 136,7% |
EuroGamer [80] (8 Tests) | - | 94,1% | - | 93,0% | 56,1% | - | 89,2% | 101,9% | 100% | 136,0% |
Guru3D [81] (12 Tests) | 67,4% | - | 96,7% | 93,0% | 49,8% | - | 84,9% | 100,4% | 100% | 135,8% |
Hardware Canucks [82] (12 Tests) | - | 93,7% | 100,5% | 92,5% | 50,5% | - | 83,1% | 99,0% | 100% | 131,2% |
TechPowerUp [83] (16 Tests) | - | 88% | 95% | 93% | 53% | - | 86% | 99% | 100% | 135% |
TechSpot [84] (8 Tests) | - | 90,5% | 99,0% | 92,3% | - | 54,7% | 86,1% | 102,4% | 100% | 135,7% |
SweClockers [85] (11 Tests) | 65,4% | 86,9% | 93,5% | 90,7% | - | 53,3% | 84,1% | 100,9% | 100% | 133,6% |
Les Numeriques [86] (10 Tests) | 65,1% | - | 98,8% | 85,5% | - | - | 86,7% | 101,2% | 100% | 130,1% |
WQHD MSAA/FXAA/SMAA | 380X | 390 | 390X | RX480-8GB | 960-2GB | 960-4GB | 970 | 980 | 1060-6GB | 1070 |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
ComputerBase [77] (23 Tests) | - | 94,3% | 101,6% | 94,2% | - | - | 85,9% | 99,5% | 100% | 133,9% |
Hardwareluxx [25] (10 Tests) | - | - | 99,5% | 96,2% | 50,2% | - | 88,1% | 102,1% | 100% | 143,0% |
HT4U [78] (21 Tests) | 68% | 93% | 102% | 94% | 50% | - | 85% | 103% | 100% | 131% |
PC Games Hardware [67] (9 Tests) | 62,0% | 93,9% | 100,8% | 89,5% | - | - | 84,3% | 102,9% | 100% | 140,1% |
Ars Technica [79] (8 Tests) | - | 92,6% | - | 86,5% | 47,4% | - | 81,3% | 93,2% | 100% | 138,4% |
EuroGamer [80] (8 Tests) | - | 100,0% | - | 96,1% | 55,8% | - | 89,2% | 102,6% | 100% | 138,4% |
Guru3D [81] (12 Tests) | 70,2% | - | 101,3% | 93,9% | 51,8% | - | 85,0% | 102,5% | 100% | 140,0% |
Hardware Canucks [82] (12 Tests) | - | 98,9% | 106,9% | 94,1% | 46,0% | - | 82,9% | 96,7% | 100% | 135,1% |
TechPowerUp [83] (16 Tests) | - | 93% | 101% | 94% | 51% | - | 86% | 99% | 100% | 139% |
TechSpot [84] (8 Tests) | - | 97,2% | 106,0% | 95,3% | - | 53,2% | 80,7% | 103,1% | 100% | 139,4% |
SweClockers [85] (11 Tests) | 67,7% | 93,9% | 101,0% | 91,9% | - | 53,5% | 83,8% | 102,0% | 100% | 137,4% |
Hardware.fr [87] (16 Tests) | - | - | - | 92,2% | - | - | 85,7% | 100,0% | 100% | 140,3% |
UltraHD MSAA/FXAA/SMAA | 380X | 390 | 390X | RX480-8GB | 960-2GB | 960-4GB | 970 | 980 | 1060-6GB | 1070 |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Hardwareluxx [25] (10 Tests) | - | - | 107,1% | 96,5% | - | - | 86,6% | 103,4% | 100% | 146,1% |
HT4U [78] (21 Tests) | - | 99% | 109% | 96% | - | - | 79% | 101% | 100% | 135% |
PC Games Hardware [67] (9 Tests) | 64,4% | 102,1% | 108,9% | 90,3% | - | - | 83,9% | 103,5% | 100% | 145,1% |
Ars Technica [79] (8 Tests) | - | 97,2% | - | 87,6% | 56,1% | - | 80,7% | 99,5% | 100% | 142,6% |
Guru3D [81] (12 Tests) | 69,4% | - | 106,2% | 94,8% | - | - | 82,7% | 103,4% | 100% | 143,4% |
TechPowerUp [83] (16 Tests) | - | 100% | 108% | 96% | 49% | - | 85% | 100% | 100% | 141% |
SweClockers [85] (11 Tests) | 68,8% | 101,1% | 107,5% | 91,4% | - | 52,7% | 83,9% | 101,1% | 100% | 139,8% |
Der erste Eindruck nach den ganzen Meßergebnissen ist, das die GeForce GTX 1060 wie erwartet als grober Ersatz der GeForce GTX 980 herausgekommen ist. Dies ergibt sich sogar trotz der geringeren Bandbreite der neuen Karte durchgehend über alle Auflösungen. Zwar ist die GeForce GTX 1060 nicht schneller als die GeForce GTX 980 geworden, sondern augenscheinlich minimal langsamer – aber beide Karten nehmen letztlich dasselbe Performancefeld ein, der Unterschied ist höchst marginal. Gleichfalls kann sich die GeForce GTX 1060 auch gegenüber der Radeon RX 480 behaupten, hier gibt es sogar ein paar beachtbare Unterschiede. Es bleibt jedoch klar im Rahmen von unterhalb 10% Differenz, ergo in einem im Gamer-Alltag nicht spürbaren Bereich. Wer auf die letzten Prozentpunkte schaut, der kann die GeForce GTX 1060 gern als etwas schneller als die Radeon RX 480 ansehen – wer eher nur in großen Differenzen denkt, für den sind beide neuen Midrange-Karten grob gleich schnell.
Im genauen ordnen wir die GeForce GTX 1060 6GB damit auf einen Performance-Index von 590% ein – minimal unterhalb der GeForce GTX 980 (Perf.Index 600% [14]). Die Radeon RX 480 8GB, welche mittels dieser Tests ebenfalls neu zu bewerten war, geht hingegen auf einen Performance-Index von 550%, die kleinere Radeon RX 480 4GB (gemäß des bekannten Abstands [88] zwischen beiden Karten) auf einen Performance-Index von 520%. Hinzu kommt eine leichte Verschiebung der Index-Werte der Hawaii-basierten Beschleuniger, welche allesamt um 10 Prozentpunkte nach oben gesetzt werden. Diese Verbesserung von deren Performance hatte sich schon schon bei den Launchtests zur Radeon RX 480 angedeutet und wurde nun von den Launchtests zur GeForce GTX 1060 bestätigt. Die GeForce GTX 970 verliert hingegen 10 Prozentpunkte, da sich deren Performance sogar (minimal) verschlechterte – wohl eine Langzeitwirkung des 3,5-GB-Problems [89] der Karte. Die GeForce GTX 960 hat maßgeblich unter den zumeist angestellten Benchmarks mit nur 2 GB Speicher zu leiden und kommt daher ungewöhnlich schwach heraus. Für eine Neubewertung dieser früheren Midrange-Karte liegen aber noch zu wenige Meßwerte vor, dies wird Aufgabe späterer Tests sein.
380X | 390 | 390X | RX480 | 960 | 970 | 980 | 1060-6GB | 1070 | |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
FullHD-Performance | 65,1% | 90,7% | 97,7% | 92,4% | 53,4% | 86,1% | 101,1% | 100% | 133,7% |
WQHD-Performance | 67,9% | 94,8% | 102,8% | 93,7% | 50,7% | 84,5% | 100,6% | 100% | 137,2% |
UltraHD-Performance | 69,6% | 99,3% | 107,6% | 94,2% | - | 82,6% | 101,6% | 100% | 140,9% |
FullHD Perf.Index [14] | 390% | 540% | 580% | 4GB: 520% 8GB: 550% |
340% | 510% | 600% | 590% | 800% |
Listenpreis | 229$ | 329$ | 429$ | 4GB: 199$ 8GB: 239$ |
2GB: 199$ | 329$ | 499$ | 249$/299$ | 379$/449$ |
Straßenpreis | 190-220€ | 270-310€ | 320-360€ | 4GB: 220-250€ 8GB: 270-300€ |
2GB: 170-190€ 4GB: 185-210€ |
250-290€ | 360-420€ | 280-320€ | 440-480€ |
Zurückkommend zur GeForce GTX 1060 ist nVidia mit dieser eine Punktlandung gelungen: Knapp die Performance der GeForce GTX 980 erreicht, etwas schneller als die Radeon RX 480, bemerkbar niedrigerer Stromverbrauch und keinerlei auffallende Problempunkte sprechen für nVidias neue Midrange-Lösung. Vor allem aber ist die GeForce GTX 1060 preislich nicht so abgehoben ausgefallen, wie noch bei GeForce GTX 1070 & 1080 zu beobachten – sondern geht zu einer Listenpreis- und Straßenpreis-Differenz von gerade einmal 10 Dollar/Euro umgehend in die direkte Konfrontation mit der Radeon RX 480 8GB. In diesem Zweikampf hat AMD die größere Speichermenge sowie den minimal besseren Preis für sich, nVidia hingegen die etwas bessere Performance zum niedrigeren Stromverbrauch – dies ergibt Platz für beide Grafikchip-Entwickler, gut zu verkaufen. Von den noch verfügbaren 28nm-Angeboten kann hingegen keines – trotz teilweise deutlich heruntergesetzter Abverkaufspreise – mithalten, es entscheidet sich alles allein zwischen den 14/16nm-Grafikkarten.
Für beide neuen Midrange-Angebot gilt zudem, das die jeweiligen Referenzdesigns nur eine gewisse Vorschau darauf bieten, was Radeon RX 480 und GeForce GTX 1060 wirklich können. Gute Herstellerdesigns zu beiden Karten können mit höheren Power-Limits höhere reale Chiptaktraten und damit mehr Performance erreichen, über bessere Kühlkonstruktionen zudem die Karten (noch) leiser betreiben und in Verbindung beider Maßnahmen auch echte Overclocking-Spielräume ermöglichen. Denn wie auch die Radeon RX 480 ist das Referenzdesign der GeForce GTX 1060 nicht mit besonders erwähnenswertem Overclocking-Spielraum ausgestattet – aber da es die GeForce GTX 1060 "Founders Edition" wie gesagt nicht frei zu kaufen geben wird, lohnt dies kaum als Negativpunkt aufzunehmen. Außerhalb dessen, das die "Founders Edition" wie gesagt nur einen Vorgeschmack auf die GeForce GTX 1060 geben kann, ist nVidia mit dieser neuen Midrange-Karte ein wirklich rundes und in diesem Preisbereich jederzeit empfehlenswertes Angebot gelungen.
Verweise:
[1] http://www.3dcenter.org/users/leonidas
[2] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-rx-480
[3] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/nVidia-GeForce-GTX-1060-Referenzdesign.png
[4] http://www.3dcenter.org/abbildung/nvidia-geforce-gtx-1060-referenzdesign-0
[5] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-gtx-1070
[6] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-gtx-1080
[7] http://www.3dcenter.org/news/geforce-gtx-1060-3gb-kommt-angeblich-mit-abgespeckter-gp106-hardware-im-august
[8] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/nVidia-GP106-Blockdiagramm.png
[9] http://www.3dcenter.org/abbildung/nvidia-gp106-blockdiagramm
[10] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/nVidia-GP104-Shader-Cluster.png
[11] http://www.3dcenter.org/abbildung/nvidia-gp104gp106-shader-cluster
[12] http://www.nvidia.de/graphics-cards/geforce/pascal/gtx-1060/#buy-now
[13] http://www.3dcenter.org/artikel/stromverbrauch-aktueller-und-vergangener-grafikkarten
[14] http://www.3dcenter.org/news/schneller-performance-ueberblick-der-28nm-grafikkarten
[15] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-gtx-960
[16] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-gtx-970-980
[17] http://www.hardwareluxx.de/index.php/artikel/hardware/grafikkarten/32697-nvidia-geforce-gtx-980-und-970-mit-maxwell-architektur-im-xxl-test.html?start=10
[18] https://www.computerbase.de/2016-07/geforce-gtx-1060-test/2/
[19] https://www.computerbase.de/2016-06/radeon-rx-480-test/5/
[20] http://ht4u.net/reviews/2016/amd_radeon_rx_480_review/index11.php
[21] http://ht4u.net/reviews/2014/nvidia_maxwell_next-gen_geforce_gtx_970_und_gtx_980_im_test/index23.php
[22] http://www.computerbase.de/2014-09/geforce-gtx-980-970-test-sli-nvidia/5/
[23] https://www.computerbase.de/2016-07/geforce-gtx-1060-test/3/
[24] http://ht4u.net/reviews/2016/nvidia_pascal-architektur_geforce_gtx1060_gtx1070_und_gtx1080_im_test/index10.php
[25] http://www.hardwareluxx.de/index.php/artikel/hardware/grafikkarten/39804-kleinster-pascal-nvidia-geforce-gtx-1060-im-test.html
[26] http://ht4u.net/reviews/2016/nvidia_pascal-architektur_geforce_gtx1060_gtx1070_und_gtx1080_im_test/index14.php
[27] http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=574784
[28] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-gtx-1060
[29] http://www.3dcenter.org/abbildung/rohleistungs-vergleich-radeon-rx-480-4gb-8gb-geforce-gtx-960-980-1060-6gb
[30] http://www.hardware.fr/articles/952-7/consommation-efficacite-energetique.html
[31] http://www.heise.de/newsticker/meldung/Polaris-ist-da-AMD-Grafikkarte-Radeon-RX-480-mit-hoher-Spieleleistung-und-einem-Makel-3251042.html
[32] http://ht4u.net/reviews/2016/amd_radeon_rx_480_review/index15.php
[33] http://www.pcgameshardware.de/AMD-Radeon-Grafikkarte-255597/Specials/RX-480-Test-1199839/
[34] http://www.techpowerup.com/reviews/AMD/RX_480/22.html
[35] http://www.tomshardware.de/amd-radeon-rx-480-polaris-10-gpu,testberichte-242140-9.html
[36] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-r9-nano
[37] http://www.hardware.fr/articles/942-4/consommation-efficacite-energetique.html
[38] http://www.tomshardware.de/amd-radeon-r9-nano-grafikkarte-gpu,testberichte-241924-9.html
[39] http://www.tweakpc.de/hardware/tests/grafikkarten/amd_radeon_r9_nano/s09.php
[40] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-r300-serie
[41] http://www.hardware.fr/articles/937-7/consommation-efficacite-energetique.html
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[46] http://www.techpowerup.com/reviews/Powercolor/R9_390_PCS_Plus/28.html
[47] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-radeon-r9-380x
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[50] http://www.pcgameshardware.de/AMD-Radeon-Grafikkarte-255597/Tests/R9-380X-Test-Review-1178241/
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[53] http://www.tweakpc.de/hardware/tests/grafikkarten/msi_radeon_r9_380_gaming/s04.php
[54] http://www.hardware.fr/articles/932-8/consommation-efficacite-energetique.html
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[63] http://www.tomshardware.de/geforce-gtx-980-gtx-970-maxwell-gpu,testberichte-241646-13.html
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[65] http://www.techpowerup.com/reviews/NVIDIA/GeForce_GTX_980/24.html
[66] http://www.heise.de/newsticker/meldung/GeForce-GTX-1060-Radeon-RX-480-Killer-mit-geringer-Leistungsaufnahme-3270665.html
[67] http://www.pcgameshardware.de/Nvidia-Geforce-GTX-10606G-Grafikkarte-264678/Tests/GTX-1060-Review-1201931/
[68] https://www.techpowerup.com/reviews/NVIDIA/GeForce_GTX_1060/24.html
[69] http://www.tomshardware.de/nvidia-geforce-gtx-1060-pascal-grafikkarte,testberichte-242156-7.html
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[71] http://www.golem.de/news/geforce-gtx-1060-im-test-knapper-konter-1607-122165-4.html
[72] http://www.hardwareluxx.de/index.php/artikel/hardware/grafikkarten/39804-kleinster-pascal-nvidia-geforce-gtx-1060-im-test.html?start=4
[73] http://ht4u.net/reviews/2016/nvidia_pascal-architektur_geforce_gtx1060_gtx1070_und_gtx1080_im_test/index17.php
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[76] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-gtx-1060/launch-analyse-nvidia-geforce-gtx-1060-seite-2
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[78] http://ht4u.net/reviews/2016/nvidia_pascal-architektur_geforce_gtx1060_gtx1070_und_gtx1080_im_test/
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[81] http://www.guru3d.com/articles-pages/geforce-gtx-1060-review,1.html
[82] http://www.hardwarecanucks.com/forum/hardware-canucks-reviews/73040-nvidia-gtx-1060-6gb-review.html
[83] https://www.techpowerup.com/reviews/NVIDIA/GeForce_GTX_1060/
[84] http://www.techspot.com/review/1209-nvidia-geforce-gtx-1060/
[85] http://www.sweclockers.com/test/22360-nvidia-geforce-gtx-1060
[86] http://www.lesnumeriques.com/carte-graphique/nvidia-geforce-gtx-1060-p33853/test.html
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[88] http://www.3dcenter.org/news/zur-performance-differenz-zwischen-radeon-rx-480-4gb-und-radeon-rx-8gb
[89] http://www.3dcenter.org/artikel/nvidia-raeumt-das-35-gb-problem-der-geforce-gtx-970-ein
[90] http://www.golem.de/news/geforce-gtx-1060-im-test-knapper-konter-1607-122165.html
[91] http://www.tomshardware.de/nvidia-geforce-gtx-1060-pascal-grafikkarte,testberichte-242156.html
[92] http://www.tweakpc.de/hardware/tests/grafikkarten/nvidia_geforce_gtx_1060_founders_edition/s01.php
[93] http://www.hardware.fr/articles/952-1/geforce-gtx-1070-gtx-1060-cartes-asus-gainward-test-face-aux-founders-edition-nvidia.html
[94] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-nvidia-geforce-gtx-1060/launch-analyse-nvidia-geforce-gtx-1060-seite-3