Bei PCInlife [1] ist ein Ausschnitt aus einer nVidia-Auflistung zu sehen, nach welcher es einschließlich der demnächst antretenden GeForce GTX 660 [2] insgesamt vier Grafikkarten auf Basis des GK106-Chips geben wird. Da eine davon ("GK106-875") augenscheinlich eine Profi-Variante für die Quadro-Serie ist und der Codename "GK106-400" nachweislich [3] zur GeForce GTX 660 gehört, bleiben letztlich die Codenamen "GK106-250" und "GK106-200" als die beiden neuen GK106-Varianten übrig.
Codename | Verkaufsname | Technik | Perf.Index | Preislage |
---|---|---|---|---|
GK106-400 | GeForce GTX 660 [2] | 960 Shader-Einheiten an einem 192 Bit DDR Speicherinterface, 980/1033/3000 MHz, 2 GB GDDR5-Speicher | 230-240% (zwischen Radeon HD 7850 & 7870) |
200-220 Euro |
GK106-250 | möglicherweise GeForce GTX 655 |
geschätzt 768 Shader-Einheiten an einem 192 Bit DDR Speicherinterface, 2 GB GDDR5-Speicher | ca. 200% (zwischen GeForce GTX 560 & 560 Ti) |
ca. 170 Euro |
GK106-200 | möglicherweise GeForce GTX 650 Ti |
geschätzt 576 Shader-Einheiten an einem 128 Bit DDR Speicherinterface, 2 GB GDDR5-Speicher | ca. 150% (Niveau GeForce GTX 560 SE) |
ca. 140 Euro |
Zu "GK106-250" und "GK106-200" ist derzeit nur deren Speicherinterface (192 Bit DDR bei "GK106-250" und 128 Bit DDR bei "GK106-200") sowie die benutzte Speichermenge (durchgehend 2 GB GDDR5-Speicher) bekannt, der Rest der Daten ist spekulativ. Man kann aber durchaus davon ausgehen, daß nVidia mit diesen beiden weiteren GK106-Varianten die große Angebotslücke zur schnellsten GK107-Lösung in Form der GeForce GTX 650 [4] schließen will und dementsprechend performancemäßig sauber abgestufte Lösungen herausbringen wird. Denkbar ist die GK106-250 (möglicherweise "GeForce GTX 655") beispielsweise mit 768 Shader-Einheiten an einem 192 Bit DDR Speicherinterface, was ein Performance-Niveau zwischen GeForce GTX 560 & 560 Ti ergeben würde.
Die GK106-200 (möglicherweise "GeForce GTX 650 Ti") dürfte dann nur noch über 576 Shader-Einheiten an einem 128 Bit DDR Speicherinterface verfügen, womit sie in etwa das Performance-Niveau der GeForce GTX 560 SE erreichen würde – und womit letztlich alle Angebotslücken ziemlich gut geschlossen würden. Naürlich kann derzeit niemand dafür garantieren, daß obige Vorhersagen zu Hardware-Daten, Performance und Preis wirklich zutreffen – es sind bessere Vermutung basierend auf der Überlegung, was sinnvoll für nVidias 28nm-Portfolio sein könnte. nVidia kann in der Realität andere Pläne für diese zwei weiteren GK106-Grafikkarten haben, dies gilt es schlicht abzuwarten.
Verweise:
[1] http://we.pcinlife.com/thread-1978270-1-1.html
[2] http://www.3dcenter.org/news/spezifikationen-und-erste-benchmarks-zur-geforce-gtx-660
[3] http://www.3dcenter.org/abbildung/chip-flaechen-vergleich-nvidia-gk106-vs-gf116-vs-gk104
[4] http://www.3dcenter.org/news/taktraten-zu-nvidias-geforce-gtx-650-bekannt