Mit der Kaveri-Architektur schickt AMD ab diesem Januar die nunmehr dritte APU-Architektur für Mainstream-Prozessoren nach Llano [2] und Trinity [3] & Richland [4] (technisch dasselbe) in den Markt. Wiederum gilt AMDs Zielsetzung hierbei dem Mainstream-Markt, welcher sich größtenteils aus OEM-Aufträgen für Komplett-PCs und Notebooks des normalen Preisbereichs speist. Die Bedingungen hierfür lauten demzufolge nicht größtmögliche Performance auf der CPU-Seite, sondern ein guter Performance-Mix von CPU und iGPU, gepaart mit guten Verbrauchswerten – und natürlich ein schlagkräftiger Preis in diesem äußerst preissensitivem Markt.
Bei den letzten zwei bzw. drei Versuchen ist AMD ein Markterfolg jeweils nur teilweise gelungen: Obwohl technisch schon immer gut und ab Trinity auch teilweise Intels Angeboten überlegen, stellte sich nie der große Durchbruch für AMDs APU-Ansatz her. Dies liegt sicherlich auch daran, daß Intel bei den meisten Geräteherstellern einfach viel fester im Sattel sitzt als AMD, zum Teil aber auch an kleinen Fehlern AMDs, welche das ansonsten runde Gesamtbild der AMD-APUs etwas eingetrübt haben. Vor allem die gegenüber den vergleichbaren CPUs von Intel viel höhere Leistungsaufnahme wäre hierbei zu nennen – zum anderen aber auch gewisse Einschränkungen bei der reinen CPU-Performance. Ob AMD dies mit Kaveri nunmehr besser machen kann, soll mit nachfolgender Auswertung der zum Launch aufgestellten Testartikel ermittelt werden.
Als Ansatzpunkte für positive Verbesserungen hat AMDs Kaveri-Architektur drei große Punkte aufzubieten: Erstens die Verbesserung der CPU-Architektur durch den Wechsel von den Piledriver- zu den Steamroller-Rechenkernen der Bulldozer-Architektur. Zweitens der komplette Ersatz der integrierten Grafiklösung durch den Wechsel von der VLIW4-Architektur zur GCN-Architektur, womit dann auch die Nebenpunkte HSA und Mantle ermöglicht werden. Und drittens der Wechsel von der 32nm-SOI-Fertigung auf die 28nm-Bulk-Fertigung von GlobalFoundries.
Llano | Trinity | Richland | Kaveri | |
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Fertigung | 32nm SOI GlobalFoundries | 32nm SOI GlobalFoundries | 32nm SOI GlobalFoundries | 28nm Bulk GlobalFoundries |
Die-Daten | 1,45 Mrd. Transistoren auf 228mm² Die-Fläche | 1,3 Mrd. Transistoren auf 246mm² Die-Fläche | 2,41 Mrd. Transistoren auf 245mm² Die-Fläche | |
CPU-Unterbau | 4 Husky-Rechenkerne der K10.5-Architektur | 4 Piledriver-Rechenkerne der Bulldozer-Architektur | 4 Steamroller-Rechenkerne der Bulldozer-Architektur | |
CPU-Takt | maximal 3.0 GHz | maximal 4.2 GHz (unter TurboCore) | maximal 4.4 GHz (unter TurboCore) | maximal 3.7 GHz (unter TurboCore) |
Grafikeinheit | 400 VLIW5 Shader-Einheiten (20 TMUs, 8 ROPs) mit maximal 600 MHz Takt | 384 VLIW4 Shader-Einheiten (24 TMUs, 8 ROPs) mit maximal 800 MHz TurboCore-Takt | 384 VLIW4 Shader-Einheiten (24 TMUs, 8 ROPs) mit maximal 844 MHz TurboCore-Takt | 512 (1D) Shader-Einheiten (32 TMUs, 8 ROPs) mit maximal 720 MHz TurboCore-Takt |
Speicherinterface | 128 Bit DDR3, maximal DDR3/1866 | 128 Bit DDR3, maximal DDR3/1866 | 128 Bit DDR3, maximal DDR3/2133 | 128 Bit DDR3, maximal DDR3/2133 |
Featureset | SSE4a, DirectX 11.0 | SSE4a, AVX 1.1, FMA3/4, DirectX 11.0 | SSE4a, AVX 1.1, FMA3/4, GCN 1.1, DirectX 11.2b, HSA, Mantle, TrueAudio | |
Sockel | FM1 | FM2 | FM2 | FM2+ |
Launch | 14. Juni 2011 [2] | Mobile: 15. Mai 2012 [3] Desktop: 2. Oktober 2012 [5] |
Mobile: 12. März 2013 [6] Desktop: 5. Juni 2013 [4] |
Desktop: 14. Januar 2014 |
Der Wechsel zu einem neuen Fertigungsverfahren erbringt sogar den augenscheinlichsten Fortschritt, denn AMD ist es gelungen, die von 1,3 Mrd. Transistoren bei Trinity & Richland auf 2,41 Mrd. Transistoren bei Kaveri enorm gesteigerte Tranistoren-Menge auf der nahezu selben Die-Fläche (246mm² zu 245mm² bei Kaveri) unterzubringen. Die Transistorendichte stieg somit um satte 85% – für einen "Halfnode"-Sprung von 32nm auf 28nm ungewöhnlich viel und primär dadurch zu erklären, daß GlobalFoundries die 28nm-Fertigung speziell auf die Bedürfnisse von Grafikchips optimiert hat, um die vielen Transistoren der Kaveri-iGPU möglichst platzsparend unterzubekommen. Zu erwähnen wäre noch, daß GlobalFoundries das ganze offiziell "28nm SHP" nennt, wobei "SHP" nur "Super High Performance" bedeutet und keinerlei technische Abkürzung darstellt.
Hier ergibt sich im übrigen durchaus die Chance, daß GlobalFoundries in Zukunft auch andere AMD-Prozessoren mit iGPU oder gar AMD-Grafikchips unter 28nm herstellt – oder zumindest die jetzt gemachten Erfahrungen mitnimmt, um dann später unter 20nm verstärkt anzugreifen und Grafikchip-Auftragsfertiger TSMC eventuell einige Aufträge abzunehmen. Gleichzeitig bedeutet diese Entwicklung bei GlobalFoundries aber auch, daß deren 28nm-Fertigung nun eher suboptimal für große HighEnd-Prozessoren im FX- und Opteron-Bereich ist, womit jene auch weiterhin in 32nm hergestellt werden. Somit machen wirklich neue FX- und Opteron-Prozessoren für AMD erst dann Sinn, wenn GlobalFoundries endlich die 20nm-Fertigung (für große Chips, nicht für ARM-Kleinchips) bieten kann, weil sich erst dann ein ernsthafter Vorteil gegenüber 32nm & 28nm ergibt.
In der Frage der CPU-Architektur setzt AMD bei Kaveri erstmals die zweite Bulldozer-Ausbaustufe "Streamroller" ein, welche neben einigen eher kleinen Verbesserungen den markanten Punkt der zwei Integer-Dekoder pro Steamroller-Modul (mit zwei Rechenkernen) mitbringt. Faktisch verfügt damit jeder Rechenkern wieder über seinen eigenen Integer-Dekoder – bei Fließkomma-Operationen bleibt es allerdings beim geteilten Dekoder pro Modul. Diese Änderung sollte die Auslastung der Integer-Einheiten deutlich steigern können, in einigen theoretischen Testern wird dies durch enorme Performancesprünge auch sehr gut sichtbar. Über die gesamte Bandbreite an RealWorld-Benchmarks betrachtet sind die Auswirkungen dieser Veränderung wie auch der anderen kleinen Verbesserungen der Steamroller-Architektur jedoch bei weitem nicht so groß und liegen unterhalb von 10% Pro-MHz-Performancegewinn.
Als durchaus behindernd für die CPU-Performance von Kaveri kommen die etwas niedrigeren Taktraten hinzu, welche sich laut AMD durch die hohe Transistorenmenge unter der neuen 28nm-Fertigung ergeben: Richland taktet bis zu 4.4 GHz (unter TurboCore), Kaveri dagegen nur bis maximal 4.0 GHz (unter TurboCore). Hier verliert AMD nahezu alle Vorteile der höheren Pro-MHz-Performance von Kaveri gleich wieder, womit im Endeffekt von Kaveri kaum eine bessere CPU-Performance gegenüber Richland zu erwarten ist. Einzig und allein unter Spielen könnten die Verbesserungen der CPU-Architektur vielleicht stärker durchschlagen als unter Anwendungs-Benchmarks (da Spiele mit ihrem sehr gemischten Code die höchsten Anforderungen an die Flexibilität einer CPU stellen und die Änderungen von Steamroller genau in diese Richtung gehen) – dies wäre dann separat zu überprüfen.
Die größte Architektur-Änderung von Kaveri liegt zweifelos in der integrierten Grafik, welche von den bisherigen VLIW5- (Llano) und VLIW4-Ansätzen (Trinity & Richland) weggeht hin zu einer modernen GCN-basierten Grafik-Architektur. Deren Feature-Niveau liegt im übrigen auf Sea-Islands-Level [7] (wie beim Bonaire-Chip von Radeon HD 7790 & R7 260/X), beinhaltet also schon die volle Hardware-Unterstützung für DirectX 11.2 "Tier 2" [8]. Damit ergibt sich auch die Unterstützung von AMDs Mantle-API [9] sowie von AMDs TrueAudio-Technologie [10].
Bezüglich der GPU-Recheneinheiten ging AMD weiter voran und bietet nun sogar gleich 512 Shader-Einheiten – zum Vergleich, die frühere Mainstream-Grafikkarte Radeon HD 7750 hat nur genauso viel zu bieten. Auch gegenüber den bisherigen APUs von AMD ist dies ein großer Schritt nach vorn, Trinity & Richland mussten jeweils mit 384 Shader-Einheiten (auf VLIW4-Basis) auskommen. Bei den iGPU-Taktraten gibt es allerdings einen deutlichen Rückschritt: Denn während Richlands iGPU noch mit maximal 844 MHz antrat, sind es bei Kaveri nunmehr nur maximal 720 MHz. Dies zieht den Rohleistungs-Vergleich deutlich nach unten, nominell verfügt Kaveri nur über 13,7% mehr iGPU-Rechenleistung.
In einem solchen Rohleistungsvergleich lassen sich natürlich keinerlei Achitektur-Verbesserungen abbilden – und hier dürfte bei Kaveri durch die GCN-basierte Grafiklösung der Hauptgewinn liegen. Die Kaveri-iGPU sollte einfach viel effizienter mit ihrer Rohleistung umgehen können als die Richland-iGPU und daher selbst bei ähnlicher Rechenleistung mehr fps auf den Monitor bringen. Limitiert könnte das ganze allein von der Speicheranbindung werden, denn jene hat sich gegenüber Richland nicht weiterentwickelt: Es wird weiterhin ein (mit dem CPU-Part geshartes) DualChannel 64 Bit DDR Speicherinterface geboten, auf dem auch weiterhin offiziell maximal DDR3/2133 eingesetzt werden darf. Natürlich dürften alle Retail-Mainboards für Kaveri höhere Speichertaktungen unterstützen – aber bei OEM-Systemen muß man damit rechnen, daß auf jenen maximal DDR/2133 und eher sogar noch niedrigere Speichertaktungen zum Einsatz kommen werden.
Als gewisser Ausgleich mag das HSA-Feature gelten, welches bei Kaveri den gleichzeitigen Zugriff von CPU und iGPU auf denselben Speicherbereich ermöglicht und dadurch einige Speicheroperationen einsparen kann – extrem nutzvoll bei Systemen mit schwacher Speicherbandbreite wie eben diesen APUs. Allerdings steht HSA – welches primär zur Nutzung der iGPU auch für CPU-Aufgaben gedacht ist – noch ganz am Anfang seiner Entwicklung und gibt es derzeit kaum Software, welche hiervon wirklich profitiert. Dies dürfte sich aufgrund der Langsamkeit der Software-Entwicklung bei grundsätzlichen Dingen wie HSA auch nicht so schnell ändern. HSA ist, auch wenn von AMD deutlich in den Vordergrund gestellt, derzeit eher als klares Zukunftsfeature zu betrachten, welches zur Lebenszeit von Kaveri dieser APU wohl kaum etwas einbringen wird.
Stichwort Mainboards: AMD hat derzeit die Mainboard-Chipsätze A55, A78 und A88X für Kaveri offiziell freigegeben. Da der A55 schon für Richland-APUs benutzt wurde und A78 sowie A88X kaum Unterschiede zu ihren Vorgängern aufweisen, dürften rein technisch gesehen auch die früheren Mainboard-Chipsätze letztlich mit Kaveri zusammen funktionieren können, sind also auch Kaveri-Mainboards auf Basis von A75 und A85X denkbar. Ein neues Mainboard wird für Kaveri allerdings in jedem Fall benötigt, da Kaveri im abweichenden Sockel FM2+ daherkommt. Angepasst an den Mainstream-Gedanken von Kaveri sind die entsprechenden Mainboards jedoch vergleichsweise günstig – für gut ausgestattete Kaveri-Platinen sind nur runde 70 Euro zu löhnen, was einen gewissen Vorteil gegenüber Intels Gegenangeboten darstellt.
Kerne | Takt | L2 | Grafik | TDP | Listenpreis | Release | |
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A10-7850K | 4 | 3.7/4.0 GHz | 4 MB | 512 SE @ 654/720 MHz + DDR3/2133 | 95W | 173$ | ![]() |
A10-7770K | 4 | 3.4/3.8 GHz | 4 MB | 384 SE @ 654/720 MHz + DDR3/2133 | 95W | 152$ | ![]() |
A10-7800 | 4 | 3.5/3.9 GHz | 4 MB | 512 SE @ 654/720 MHz + DDR3/2133 | 65W | ? | ? (Specs unsicher) |
A8-7600 (65W) | 4 | 3.3/3.8 GHz | 4 MB | 384 SE @ 654/720 MHz + DDR3/2133 | 65W | 119$ | Q1/2014 |
A8-7600 (45W) | 4 | 3.1/3.3 GHz | 4 MB | 384 SE @ 654/720 MHz + DDR3/2133 | 45W | 119$ | Q1/2014 |
A6-7400K | 2 | ? | 1 MB | 256 SE @ ? + DDR3/1866 | 65W | ? | ? (Specs unsicher) |
A6-7300 | 2 | 3.4/3.8 GHz | 1 MB | 192 SE @ 480/514 MHz + DDR3/1866 | 65W | ? | ? (Specs unsicher) |
Alle Kaveri-APUs kommen im Sockel FM2+ daher, welcher inkompatibel zum Sockel FM2 der Trinity- und Richlands-APUs ist. Benötigt werden daher durchgehend neue Mainboards für den Sockel FM2+, welche auf den Chipsätzen A55, A78 und A88X basieren. |
Erstaunlicherweise schickt AMD ab dem 14. Januar nur erst einmal zwei APUs in Form der Spitzenmodelle A10-7700K und A10-7850K in den Handel. Die beiden A8-7600 Modelle mit 45W und 65W TDP (unverständlicherweise hat es AMD nicht geschafft, diesen CPUs trotz insgesamt sechsstelliger Nummernbasis jeweils eine eigene Produktnummer zu geben) folgen dann im Laufe des ersten Quartals, wurden jedoch teilweise schon jetzt mitgetestet. Die anderen Modelle entstammen früheren Gerüchte-Meldungen und sind daher bezüglich der genauen Spezifikationen noch nicht bestätigt bzw. könnten sich deren Daten auch noch ändern.
Etwas überraschend ist, daß AMD erst einmal nur Desktop-Modelle vorgestellt bzw. angekündigt hat – und keinerlei Modelle für den eigentlich viel interessanteren, weil umsatzstärkeren Mobile-Markt. Jene Mobile-Modelle sollen später im Jahr folgen, wobei es derzeit so ausschaut, als würde vor dem Frühsommer diesbezüglich nichts passieren. Dies deutet darauf hin, daß AMD bei der Kaveri-Produktion noch ganz am Anfang steht und derzeit noch zu wenige CPUs vom Band laufen, deren Leistungsaufnahme-Charakteristik jene für einen Mobile-Einsatz empfehlen. Dies bedeutet im Umkehrschluß aber auch, daß Kaveri mit der Zeit noch etwas zulegen könnte in Fragen der Sparsamkeit und eventuell auch bei der maximalen Taktrate.
Stichwort Leistungsaufnahme: Hier arbeiten die Pole 28nm-Fertigung samt niedrigeren Taktraten und wesentlich höhere Transistorenanzahl jeweils gegeneinander – trotzdem verspricht AMD sowohl eine absolut etwas niedrigere Leistungsaufnahme und relativ gesehen eine bessere Pro-Watt-Performance. Mittels der vorhandenen Hardware-Tests läßt sich ersteres grundsätzlich bestätigen, trotz daß nur Leistungsaufnahme-Werte der jeweiligen Komplettsysteme vorliegen:
Idle/Last-Verbrauch Komplettsystem | |||||
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A8-7600 (45W) | A8-7600 (65W) | A10-7850K | A10-6800K | Core i3-4330 | |
Technik | 4C @ 3.1/3.3 GHz, 45W TDP | 4C @ 3.3/3.8 GHz, 65W TDP | 4C @ 3.7/4.0 GHz, 95W TDP | 4C @ 4.1/4.4 GHz, 100W TDP | 2C + HT @ 3.5 GHz, 54W TDP |
TweakPC [14] | - | - | 38W/101W | 34W/116W | 38W/70W |
ComputerBase [15] | 25W/63W | 25W/84W | 27W/93W | 28W/95W | 27W/68W |
Hardwareluxx [16] | - | - | 39W/133W | 37W/173W | - |
Hardware Canucks [17] | 43W/85W | 43W/98W | 43W/117W | 38W/118W | 35W/83W |
PC Perspective [18] | 30W/75W | 39W/98W | - | 55W/128W | 27W/59W |
The Tech Report [19] | 34W/78W | 34W/98W | - | - | 30W/62W |
Hardware.fr [20] | - | - | 48W/110W | 45W/120W | 43W/78W |
Anmerkungen: Der erste Wert gibt den Idle-Verbrauch, der zweite den Last-Verbrauch an. Beide Werte beziehen sich auf das Komplettsystem, nicht nur die jeweilige CPU. Bei TweakPC & Hardware.fr wurde jeweils ein Core i3-4340 (3.6 GHz) anstatt des Core i3-4330 (3.5 GHz) getestet. |
Der Leistungsaufnahme-Vorteil des Kaveri-basierten A10-7850K gegenüber dem Richland-basierten A10-6800K ist allerdings eher nur marginal und womöglich allein durch die niedrigere Taktrate bedingt – ein beachtbarer Vorteil bei der Pro-Watt-Performance ist hier nicht zu erkennen. Eher interessant ist, daß die Kaveri-Modelle mit 45W und 65W TDP auch wirklich niedrigere Verbrauchswerte aufweisen: Beim 65W-Modell ist dies nicht ganz so deutlich, was darauf hindeutet, daß der reale Verbrauch des A10-7850K bezogen rein auf die CPU kaum die 95 Watt der TDP erreicht, sondern deutlich niedriger bei geschätzt 80 bis 85 Watt rein für die CPU liegen dürfte. Das 45-Watt-Modell liegt dagegen zumeist knapp 20 Watt vom 65-Watt-Modell entfernt, beide LowPower-Prozessoren dürften also ziemlich exakt so viel wie ihr TDP-Wert aussagt rein für die CPU verbrauchen.
Dies macht insbesondere den A8-7600 mit 45W TDP sehr interessant, weil AMD hiermit erstmals im initialen Portfolio einer neuen APU-Serie ein Modell bietet, welches sich verbrauchsmäßig mit Intels Zweikernern – und jene sind sowohl vom Preis als auch der Performance her die natürlichen Hauptgegner der AMD-APUs – messen kann. Die Messungen schwanken zwar je nach Quelle, aber im Schnitt der Verbrauchsmessungen kann man durchaus sagen, daß der A8-7600 (45W) nicht mehr verbraucht als ein moderner Core i3 von Intel. Damit fällt eines der großen Hindernisse zum Einsatz dieser AMD-Prozessoren – allerdings nicht mit den Spitzenmodellen, sondern nur mit dem abgespeckten und niedriger getakteten A8-7600 (45W).
Deswegen wird nachfolgend auch der Vergleich dieses Modells A8-7600 (45W) selbst gegen die ausgewachsenen Zweikern-Modelle von Intel interessant – weil es bezüglich der Leistungsaufnahme den eigentlich zutreffenden Vergleich auf Augenhöhe darstellt. Natürlich ist genauso auch interessant, was AMD mit dem Top-Modell A10-7850K bei der CPU-Performance mehr herausholen kann, ungeachtet dessen höheren Stromverbrauchs – welcher in einem Desktop-System normalerweise keine echte Rolle spielen sollte.
CPU Anwendungs-Performance, Teil 1 | |||||
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A8-7600 (45W) | A8-7600 (65W) | A10-7850K | A10-6800K | Core i3-4330 | |
Technik | 4C @ 3.1/3.3 GHz, 45W TDP | 4C @ 3.3/3.8 GHz, 65W TDP | 4C @ 3.7/4.0 GHz, 95W TDP | 4C @ 4.1/4.4 GHz, 100W TDP | 2C + HT @ 3.5 GHz, 54W TDP |
PC Games Hardware [21] | - | - | 100% | 103,0% | 101,9% |
TweakPC [14] | - | - | 100% | 99,1% | 115,5% |
AnandTech [22] | 85,8% | 95,2% | 100% | 97,3% | 93,5% |
Hardware Cancucks [23] | 73,1% | 93,9% | 100% | 97,5% | 102,4% |
Hardware.fr [24] | - | - | 100% | 101,2% | 109,7% |
Anmerkungen: Bei TweakPC & Hardware.fr wurde jeweils ein Core i3-4340 (3.6 GHz) anstatt des Core i3-4330 (3.5 GHz) getestet. Bei der PCGH wurde ein Core i3-4130 (3.4 GHz) anstatt des Core i3-4330 (3.5 GHz) getestet. |
Die vorliegenden Benchmark-Ergebnisse gehen leider schon beim vergleichsweise einfachen Feld der Anwendungs-Performance kunterbunt quer durch den Gemüsegarten – bis hin zum Extrem, daß der A10-7850K bei AnandTech sogar einen Core i3-4330 schlägt. Die anderen Hardware-Tester sehen dies allerdings anders und in der Summe der Werte ist der Intel-CPU ein Vorsprung von 4,4% zu lassen. Damit läßt sich jedoch mit Fug und Recht behaupten, das der Kaveri-basierte A10-7850K bei der Anwendungs-Performance absolut im Feld von Haswell-basierten Core i3 Prozessoren schwimmt.
Definitiv enttäuscht ist allerdings, daß dies weniger durch hervorragende Kaveri-Technik passiert, sondern daß schon das Richland-Spitzenmodell eine ähnliche Performance aufweist. Der Richland-basierte A10-6800K kommt in der Summe der Anwendungs-Benchmarks gerade einmal 0,4% hinter dem Kaveri-basierten A10-7850K heraus, so daß Kaveri in der Praxis bei der Anwendungs-Performance der Spitzenmodelle gar nichts hat zulegen können.
CPU Anwendungs-Performance, Teil 2 | |||||
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A8-7600 (45W) | A8-7600 (65W) | A10-7850K | A10-6800K | Core i3-4330 | |
Technik | 4C @ 3.1/3.3 GHz, 45W TDP | 4C @ 3.3/3.8 GHz, 65W TDP | 4C @ 3.7/4.0 GHz, 95W TDP | 4C @ 4.1/4.4 GHz, 100W TDP | 2C + HT @ 3.5 GHz, 54W TDP |
AnandTech [22] | 100% | 111,0% | 116,6% | 113,4% | 109,0% |
Hardware Cancucks [23] | 100% | 128,5% | 136,8% | 133,4% | 140,1% |
PC Perspective [25] | 100% | 110,7% | - | - | 114,4% |
The Tech Report [26] | 100% | 110,4% | - | - | 127,3% |
Noch etwas anders sieht die Lage aus, wenn man streng nach dem (realen) Energieverbrauch geht und daher als Vergleichs-CPU auf AMD den A8-7600 mit 45W TDP heranzieht. Hier ziehen die Intel-CPUs dann deutlicher davon, der Core i3-4330 im Schnitt der Messungen um immerhin 22,7%. Dies ist zwar immer noch kein absoluter Beinbruch, aber dennoch hinderlich im OEM-Geschäft, wo die Gerätehersteller eher denn auf Benchmarks unter vergleichbarem Energieverbrauch schauen als denn auf die Benchmark-Resultate der jeweiligen Spitzenmodellen. Dabei hat AMD hier durchaus einige Fortschritte gegenüber den 45W-Modellen der Richland-Architektur gemacht – allein, es reicht noch lange nicht, um sich wirklich mit Intels (bezüglich der Leistungsaufnahme vergleichbaren) Prozessoren bei der CPU-Performance anzulegen.
CPU Spieleunterstützungs-Performance | |||||
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A8-7600 (45W) | A8-7600 (65W) | A10-7850K | A10-6800K | Core i3-4330 | |
Technik | 4C @ 3.1/3.3 GHz, 45W TDP | 4C @ 3.3/3.8 GHz, 65W TDP | 4C @ 3.7/4.0 GHz, 95W TDP | 4C @ 4.1/4.4 GHz, 100W TDP | 2C + HT @ 3.5 GHz, 54W TDP |
PC Games Hardware [21] | - | - | 100% | 98,4% | 136,6% |
ComputerBase [27] | - | - | 100% | 102,7% | - |
Hardware Cancucks [23] | 87,3% | 93,5% | 100% | 99,4% | 137,0% |
Anmerkungen: Bei der PCGH wurde ein Core i3-4130 (3.4 GHz) anstatt des Core i3-4330 (3.5 GHz) getestet. |
Zur Spiele-Unterstützungsperformance (Spiele mit extra Grafikkarte unter niedrigen Auflösungen & Settings zur Ermittlung der Spiele-Performance in CPU-limitierten Szenen) liegen nur wenige Benchmarks vor, deren Tendenz aber sehr eindeutig ist: Nach wie vor hat AMD diesbezüglich nichts zu lachen und liegen Intels Zweikerner weit vorn – und zwar (sehr) viel weiter vorn als unter den Anwendungs-Benchmarks, wenn ein Core i3-4330 bei der Spiele-Unterstützungsperformance gleich grob 37% schneller als ein A10-7850K ist. Der Vergleich zu den von der Leistungsaufnahme her vergleichenbaren Modellen geht noch desaströser für AMD aus, da der Core i3-4330 grob 57% schneller als der A8-7600 (45W) herauskommt. Eine Verbesserung gegenüber Richland hat auch hier nicht stattgefunden, der Richland-basierte A10-6800K kommt sogar 0,2% schneller als der Kaveri-basierte A10-7850K heraus.
Die iGPU-Benchmarks sehen AMD-typisch exzellent aus: Erneut wird die HD Graphics 4600 der Core i3 Prozessoren deutlich überrannt, im Schnitt der Messungen liegt ein Kaveri-basierter A10-7850K hier satte 93,8% vor einem Haswell-basierten Core i3-4330. Allerdings ergibt dieser hohe Vorsprung weniger durch Kaveri selber, da schon der Richland-basierte A10-6800K um immerhin 73,7% vor dem Haswell-basierten Core i3-4330 herauskommt. Zwischen Richland und Kaveri ergibt sich damit auf der iGPU ein eher schmaler Performance-Gewinn von nur 11,9% – dies liegt im Feld des Rohleistungsgewinns der iGPU von 13,7%, ist aber angesichts der großen Anstrengungen und des hohen Transistoren-Budgets, welches AMD für die iGPU angesetzt hat, dennoch enttäuschend.
iGPU Spiele-Performance | |||||
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A8-7600 (45W) | A8-7600 (65W) | A10-7850K | A10-6800K | Core i3-4330 | |
Technik | 384 SE @ 654/720 MHz, 45W TDP | 384 SE @ 654/720 MHz, 65W TDP | 512 SE @ 654/720 MHz, 95W TDP | 384 SE @ ≤844 MHz, 100W TDP | 20 AE @ 350/1150 MHz, 54W TDP |
PC Games Hardware [29] | - | - | 100% | 95,4% | 53,2% |
TweakPC [14] | - | - | 100% | 78,7% | 53,1% |
ComputerBase [27] | 82,8% | 92,6% | 100% | 94,7% | 55,8% |
Tom's Hardware [30] | - | 94,2% | 100% | 89,8% | 47,9% |
AnandTech [22] | 84,6% | 92,0% | 100% | 87,8% | 46,8% |
Hardware Cancucks [23] | 84,7% | 88,8% | 100% | 90,5% | 50,8% |
Hardware.fr [24] | - | - | 100% | 90,9% | 54,9% |
Anmerkungen: Bei TweakPC wurde ein Core i3-4340 (3.6 GHz) anstatt des Core i3-4330 (3.5 GHz) getestet. Bei Hardware.fr wurde ein Core i3-4130 (3.4 GHz) anstatt des Core i3-4330 (3.5 GHz) getestet. In beiden Fällen ergibt dies jedoch keinen Unterschied bei der verbauten Grafiklösung und deren Taktraten. |
Primär wird die Kaveri-iGPU hier in der Tat durch deren geringe Speicherbandbreite limitiert, wie die hierzu vorliegenden Benchmarks aufzeigen. Schon mit DDR3/2400 geht es sofort um 5-8% nach oben, obwohl dieser Speichertakt nur um 12,5% höher liegt. Mit niedrigeren Speichersorten als DDR3/2133 verliert die Kaveri-iGPU dagegen merklich an Leistung, unterhalb von DDR3/1866 skaliert das ganze sogar 1:1 (oder noch stärker!) mit dem Speichertakt nach unten. Vor OEM-Systemen mit Kaveri-APU und DDR3/1600-Speicher wäre also deutlich zu warnen, dann verliert die AMD-iGPU ihren Leistungsvorsprung vor Intel. Schnellerer Speicher ist dagegen prinzipiell von Vorteil, wobei dies beim Mainstream-Charakter von Kaveri natürlich immer auch eine Preisfrage ist.
Bemerkenswert ist daneben die hohe iGPU-Performance der abgespeckten A8-7600 Modelle, welche mit nur 384 Shader-Einheiten (auf gleichen Taktraten) immerhin nur 75% der Rohperformance des Kaveri-Spitzenmodells A10-7850K aufweisen. Im Schnitt der Messungen kommt der A8-7600 (45W) damit auf immerhin 84,0% der iGPU-Performance des A10-7850K, beim A8-7600 (65W) sind es 91,9%. Vor allem gegenüber dem Haswell-basierten Core i3-4330 sieht dieser Vergleich richtig gut aus: Der Kaveri-basierte A8-7600 (45W) erzielt satte 62,2% mehr iGPU-Performance als jener Intel-Zweikerner. Dies kann im richtigen Anwendungsfeld den grob 20%igen Nachteil bei der CPU-Performance problemlos aufwiegen.
Das Thema Prozessoren-Vergleiche ist in jedem Fall vielschichtiger als Grafikkarten-Vergleiche, wo sich am Ende alles auf einen einzelnen Performance-Index herunterbrechen läßt. Bei CPUs wird gern und vielfältig mit verschiedenen Architekturen, unter verschiedenen Gesichtspunkten (gleicher Preis oder/und gleicher Stromverbrauch) und am Ende auch noch unter verschiedenen Performance-Disziplinen (Anwendungs-Performance, Spieleunterstützungs-Performance, iGPU-Performance) verglichen. Um hier im Dschungel der Zahlen und Kommentierungen besser den Überblick zu behalten, wollen wir das Thema einer abschließenden Betrachtung dreigeteilt angehen:
Vergleich Spitzenmodelle Kaveri vs. Richland | ||
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A10-7850K | A10-6800K | |
Technik | 4C @ 3.7/4.0 GHz, 512 SE @ 654/720 MHz, DDR3/2133, 95W TDP | 4C @ 4.1/4.4 GHz, 384 SE @ ≤844 MHz, DDR3/2133, 100W TDP |
Preislage | Listenpreis 173$, Straßenpreis ~155€ [31] | Listenpreis 142$, Straßenpreis ~120€ [32] |
Idle/Last-Verbrauch (übliches System) | ~40W/110W | ~40W/120W |
CPU Anwendungs-Performance | 100% | -0,4% |
CPU Spieleunterstützungs-Performance | 100% | +0,2% |
iGPU Spiele-Performance | 100% | -10,6% (Kaveri 11,9% schneller) |
Im Vergleich der Desktop-Spitzenmodelle zwischen Richland- und Kaveri-Architektur bewegt sich nur bei der Last-Leistungsaufnahme sowie der iGPU-Performance etwas – und dort auch nur vergleichsweise wenig. Für eine rundherum neue Architektur ist dies ziemlich wenig, vor allem da AMD im Vorfeld deutlich mehr versprochen hatte. Den höheren Preis, welchen AMD für den Kaveri-basierten A10-7850K gegenüber dem Richland-basierten A10-6800K verlangt, rechtfertigt sich in diesem preissensitivem Marktsegment derzeit überhaupt nicht. Vor allem diejenigen, welche sich von Kaveri bedeutsame Performance-Durchbrüche erwartet haben, dürften doch zu Recht enttäuscht sein.
Vergleich Spitzenmodelle Kaveri vs. Haswell-Zweikerner | ||
---|---|---|
A10-7850K | Core i3-4340 | |
Technik | 4C @ 3.7/4.0 GHz, 512 SE @ 654/720 MHz, DDR3/2133, 95W TDP | 2C + HT @ 3.6 GHz, 20 AE @ 350/1150 MHz, DDR3/1600, 54W TDP |
Preislage | Listenpreis 173$, Straßenpreis ~155€ [31] | Listenpreis 149$, Straßenpreis ~135€ [33] |
Idle/Last-Verbrauch (übliches System) | ~40W/110W | ~35W/75W |
CPU Anwendungs-Performance | 100% | +7% |
CPU Spieleunterstützungs-Performance | 100% | +42% |
iGPU Spiele-Performance | 100% | -48,4% (Kaveri 93,8% schneller) |
Der Vergleich mit dem Zweikern-Spitzenmodell von Haswell in Form des Core i3-4340 ist bei der Performance sehr zweischneidig: Der Hasell-Prozessor liegt bei der Anwendungs-Performance etwas vor dem Kaveri-Prozessor, bei der Spieleunterstützungs-Performance dagegen sehr deutlich. Die iGPU-Performance geht dagegen mit sehr erheblichem Vorsprung (nahezu Performance-Verdopplung) an den Kaveri-Prozessor. Hier kommt es entscheidend darauf an, für welchen Zweck man den Prozessor benötigt – wobei Kaveri eigentlich nur bei klarer Spieleneigung wirklich gut aussieht. Für den allgemeinen Einsatz erscheint der Intel-Angebot auch aufgrund des etwas günstigeren Preispunkts sowie des klar besseren Stromverbrauchs als runder.
Vergleich Kaveri vs. Haswell auf gleichem Stromverbrauch & Preis | ||
---|---|---|
A8-7600 (45W) | Core i3-4130 | |
Technik | 4C @ 3.1/3.3 GHz, 384 SE @ 654/720 MHz, DDR3/2133, 45W TDP | 2C + HT @ 3.4 GHz, 20 AE @ 350/1150 MHz, DDR3/1600, 54W TDP |
Preislage | Listenpreis 119$, Straßenpreis geschätzt ~106€ | Listenpreis 122$, Straßenpreis ~100€ [34] |
Idle/Last-Verbrauch (übliches System) | ~40W/80W | ~35W/75W |
CPU Anwendungs-Performance | 100% | +18% |
CPU Spieleunterstützungs-Performance | 100% | +52% |
iGPU Spiele-Performance | 100% | -37,8% (Kaveri 62,2% schneller) |
Beim Vergleich auf gleichem bzw. ähnlichem Stromverbrauch und Preis treten dann für Kaveri der A8-7800 (45W) sowie für Haswell der Core i3-4130 an. Während jedoch das Intel-Modell einfach nur 200 MHz niedriger getaktet ist als der Core i3-4340 (eine kleine Abspeckung beim Level3-Cache kommt noch hinzu), muß das AMD-Modell doch deutliche Abspeckungen bei der CPU-Taktrate sowie den aktiven Shader-Einheiten der iGPU verkraften. Deswegen steigt der Performance-Vorsprung von Intel bei der Anwendungs-Performance auf nunmehr beachtenswerte 18% an, bei der (für diese Prozessoren allerdings nicht besonders maßgeblichen) Spieleunterstützungs-Performance sind es sogar 52% mehr zugunsten von Intel.
Gleichzeitig sinkt der Abstand bei der iGPU-Performance: Bei den jeweiligen Spitzenmodellen liegt AMD um 93,8% vorn, in diesem Vergleich bei ähnlichem Stromverbrauch & Preis sind es dann noch 62,2%. Dies ist immer noch sehr deutlich zugunsten des Kaveri-Modells – und wie gesagt spielen in diesem Vergleich die Nebenpunkte Stromverbrauch und Preis nicht mehr mit hinein, da durch die Modell-Wahl schon austariert. Der Hardware-Käufer oder Gerätehersteller tauscht also 18% mehr Anwendungs-Performance bei Intel gegen 62% mehr iGPU-Performance bei AMD – ein für mit diesen Prozessoren erstellte Systeme eigentlich sinnvoller Tausch, da bei der Anwendungs-Performance im Mainstream-Markt nirgendwo mehr der Schuh drückt, Gaming-Performance dagegen eine der klaren Schwächen heutiger Mainstream-PCs darstellt.
Trotzdem wird es für die Einkäufer bei den Geräteherstellern nicht einfach werden, eine Kaufempfehlung pro AMD in der Chefetage durchzubekommen: Zum einen fürchtet man einen sichtbaren Nachteil bei CPU-Benchmarks, welche üblicherweise als allgemeingültiger betrachtet werden gegenüber den oftmals außerhalb von Technik-Kreisen verpönten Spiele-Benchmarks – und zum anderen hat Intel einfach noch die (dramatisch) viel größere Marktmacht, welche man seitens Chefetagen ungern verärgert. Manch ein Gerätehersteller dürfte die guten AMD-Angeboten zudem in erster Linie dazu benutzen, bei Intel bessere Preise oder sonstwie bessere Konditionen (sehr beliebt sind "Marketing-Zuschüsse") herauszuholen – nicht aber um APUs bei AMD zu ordern.
Andererseits ist die Realität auch, daß die gleiche CPU-Performance eben nicht dann geboten wird, wenn der gleiche Stromverbrauch angesetzt wird. Die 7% Differenz bei der Anwendungs-Performance zwischen den Spitzenmodellen sind negierbar, die 18% Differenz zwischen den beim Stromverbrauch ähnlichen Modellen dann eben nicht mehr. Daß AMD es immer noch nicht geschafft hat, seinen APUs mal richtig mehr CPU-Performance mitzugeben, wirkt sich an dieser Stelle nach wie vor entscheidend negativ aus – denn würde AMD hier nicht patzen, gäbe es keinen Grund auch für störrige OEM-Einkäufer, nicht generell auf AMD zu setzen.
So aber liegt weiterhin viel Überzeugungsarbeit vor AMD – weiterhin muß man OEMs und PC-Käufer davon überzeugen, bei AMDs APUs etwas weniger CPU-Performance gegen viel mehr iGPU-Performance einzutauschen. Da diese Überzeugungsarbeit bisher schon nicht viel gefruchtet hat, dürfte es auch Kaveri wieder schwer im Markt haben. Der große Run der Endkunden ist keinesfalls zu erwarten, dafür hätte man ein an allen Ecken überzeugendes Produkt bieten müssen – nicht eines, welches nur in Teildiziplinen wirklich gut ist. Und die Gerätehersteller sind üblicherweise schwer und nur eher langfristig zu überzeugen – daß AMD die Mobile-Modelle von Kaveri auf einen unbekannten Termin später im Jahr gelegt hat, dürfte hier auch nicht gerade weiterhelfen.
Viel gewonnen hat AMD mit Kaveri derzeit also nicht, die grundsätzliche Situation ist trotz gewisser Verbesserungen nach wie vor schwierig. Dies ist am Ende ein eher maues Urteil, verglichen vor allem mit der gewissen bis größeren Begeisterung zu den Launches von Llano und Trinity. Seinerzeit konnte man allerdings mangels Erfahrungswerten noch darauf hoffen, daß AMD mit seinen APUs auf einen grünen Zweig kommt. Dies ist nunmehr klar offensichtlich nicht eingetreten – womit alle neuen Versuche von AMD auch daran zu bewerten sind, ob es AMD gelingt, die identifizierten Schwachstellen anzugehen. Und bei Kaveri ist dies – trotz daß die APU besser ist als Richland – nur teilweise gelungen. Der Effekt der Kaveri-Verbesserungen ist aber wahrscheinlich zu gering, um einen entscheidenden Marktumschwung zugunsten von AMD zu erreichen.
Nachtrag vom 17. Januar 2014
Eine Frage, welche diese Launch-Analyse zu AMDs Kaveri nur eher streifte, bezog sich auf den AMD-internen Performance-Fortschritt unter 45 Watt TDP zwischen Richland und Kaveri. Bei Richland sind die 45W-Modelle erst später in den Markt gekommen und wurden daher kaum beachtet – sind aber wichtig, da jene den gleichen (niedrigen) Real-Stromverbrauch wie Intels vergleichbare Haswell-Zweikerner liefern. Bei Kaveri hat AMD wie bekannt von Anfang an ein entsprechendes Modell in Form des A8-7600 (45W) zumindest in sein Portfolio aufgenommen (jenes wird erst im Laufe des ersten Quartals ausgeliefert werden) und gab auch ein paar entsprechende Testsamples an die Hardware-Tester heraus.
Als Vergleichs-Größe aus dem Richland-Portfolio muß der A10-6700T dienen, auch wenn einige Hardware-Tester hierfür den niedriger getakteten A8-6500T einsetzten. Doch wenn man allerdings darstellen will, was maximal unter 45 Watt TDP möglich ist, kommt nur der A10-6700T in Betracht, trotz seines etwas höheren Preises. Zwischen dem A8-6500T sowie dem A10-6700T war im übrigen trotz des harschen TDP-Limits und der damit verbundenen in der Praxis deutlich bemerkbaren Taktdrosselung ein Performance-Unterschied von +15% (CPU) bzw. +29% (iGPU) festzustellen. Der Vergleich zwischen dem Richland-basierten A10-6700T und dem Kaveri-basierten A8-7600 (45W) gestaltet sich dann folgendermaßen:
Vergleich Kaveri vs. Richland auf jeweils 45W TDP | ||
---|---|---|
A8-7600 (45W) | A10-6700T | |
Technik | 4C @ 3.1/3.3 GHz, 384 SE @ 654/720 MHz, DDR3/2133, 45W TDP | 4C @ 2.5/3.8 GHz, 384 SE @ ≤720 MHz, DDR3/1866, 45W TDP |
Preislage | Listenpreis 119$, Straßenpreis geschätzt ~106€ | Listenpreis 142$, Straßenpreis ~128€ [40] |
Idle/Last-Verbrauch (übliches System) | ~40W/80W | ~40W/75W |
CPU Anwendungs-Performance | +20,2% | 100% |
CPU Spieleunterstützungs-Performance | +19% | 100% |
iGPU Spiele-Performance | +30,7% | 100% |
Hier liegt in der Tat die eigentliche Stärke von AMDs Kaveri-Architektur: Bei den Modellen mit niedriger TDP von 45 Watt gewinnt man satt an Performance hinzu: Rund 20% bei der CPU- und rund 31% bei der iGPU-Performance – im übrigen ganz so, wie von AMD vorher versprochen wurde [41]. Dieser hohe Performancegewinn reicht aber trotzdem nicht aus, um gegenüber Intels Haswell das klar bessere Angebot zu bilden – es bleibt im Vergleich mit Intel [39] weiterhin beim Tausch von weniger CPU-Performance gegen (viel) mehr iGPU-Performance.
Nachtrag vom 17. Januar 2014
Golem [42] und der Heise Newsticker [43] haben sich die Dokumentationen zu AMDs Kaveri angesehen und in diesen Hinweise darauf entdeckt, daß Kaveri nicht über zwei Speicherkanäle für alleinig DDR3-Speicher verfügt, sondern sogar über vier Speicherkanäle, welche DDR3 und GDDR5 ansprechen können. Die vier Speicherkanäle werden bei Golem mittels einem der Meldung beigelegten Screenshot auch dokumentiert, zum Thema GDDR5 ist auf diesem allerdings wenig zu finden. Die BIOS-Dokumentation erwähnt allerdings in der Tat mehrfach einen "GDDR5 Mode", insofern kann man diese Theorie durchaus erst einmal so stehen lassen. Vermutlich hat Kaveri aber kein echtes QuadChannel-Interface, sondern je ein DualChannel-Interface für DDR3 und eines für GDDR5 – da kaum ein Speichercontroller gleich beide Speichersorten gleichzeitig ansprechen kann. Interessant ist, daß diese frühere Überlegung von AMD es tatsächlich in das finale Kaveri-Design geschafft hat – ohne daß es derzeit nutzvoll wäre.
Denn in jedem Fall gilt, daß eine Bestückung mit GDDR5-Speicher nicht über den Sockel FM2+ realisierbar wäre, Kaveri für den GDDR5-Betrieb also mit einem anderen Sockel erscheinen müsste. Zudem würde dies auch extra Mainboards erfordern – und da GDDR5-Speicher nicht für eine Modulbauform gedacht ist, höchstwahrscheinlich Mainboards mit ab Werk aufgelöteten GDDR5-Speicher. Einmal abgesehen vom Kostenfaktor dieses Sonderweges dürfte so etwas schwer absetzbar sein: Für den Retail-Markt, welcher den höheren Speichertakt durchaus goutieren würde, fehlt die Nachrüstmöglichkeit beim Speicher – während für den OEM-Markt der deutlich höhere Kostenpunkt zu schwer gegenüber dem Marketingplus des GDDR5-Speichers wiegen dürfte. Weil AMD sich dies genauso ausrechnen kann, überrascht es um so mehr, daß man diese Idee nicht aus dem finalen Design von Kaveri entfernt hat – sofern die ganze Geschichte überhaupt in dieser Form stimmt, gänzlich sicher sollte man sich da noch nicht sein.
Nachtrag vom 22. Januar 2014
Zu dieser Launch-Analyse und unserer Kritik an den beiden A8-7600 Modellen (eines mit 45W und eines mit 65W TDP) wäre korrigierenderweise anzufügen, daß dieser Prozessor in der Tat nur ein Modell darstellt, welches mit (per BIOS) konfigurierbarer TDP ausgeliefert wird. Man kauft also einen A8-7600 – und kann dann frei einstellen, ob dieser Prozessor mit 45 oder 65 Watt TDP laufen soll. So gesehen ist das nur eine Modell mit allerdings zwei verschiedenen TDPs dann doch gangbar, AMD (und die Distributoren, Einzelhändler & OEMs) sparen sich hiermit schlicht die extra Lagerhaltung für ein weiteres Prozessoren-Modell – was aus Sicht der Kostenersparnis kaum falsch sein kann. Unsere frühere Kritik an der nicht eindeutigen Modell-Politik trifft damit ergo nicht zu.
Nachtrag vom 23. Januar 2014
Wie AMD gegenüber dem Planet 3DNow! [44] bestätigt hat, ist das für Kaveri angesetzte Fertigungsverfahren ein "28nm Bulk-Prozeß" und basiert somit nicht auf der bisher von GlobalFoundries verwendeten SOI-Technologie. GlobalFoundries nennt das ganze im übrigen offiziell "28nm SHP", wobei sich hinter dem "SHP" mit "Super High Performance" auch nur eine Marketing-Bezeichnung und keine technische Charakteristik verbirgt. Das 28nm-Bulk-Verfahren erklärt zumindest klar, wieso AMD die Kaveri-Taktraten letztlich nicht so hoch wie bei Richland ansetzen konnte – und eingedenk der um 85% gesteigerten Transistorendichte zwischen Richland und Kaveri sind die Kaveri-Taktraten letztendlich sogar als gutklassig zu betrachten. Einzig allein echten HighEnd-Prozessoren muß man mit einem 28nm Bulk-Prozeß eine klare Absage erteilen – und auch Konsolen-SoCs sowie Grafikchips dürften sich hiermit (abgesehen von LowCost-Modellen) kaum herstellen lassen. Andererseits sind unter 28nm sowieso schon alle Züge abgefahren, dürfte sich GlobalFoundries im Konkurrenzkampf mit TSMC eher denn auf die 20nm-Fertigung und darunter konzentrieren.
Nachtrag vom 24. Januar 2014
Die ComputerBase [45] hat sich mit der Anmerkung AMDs zur Kaveri-APU beschäftigt, wonach jene (im Sinne der integrierten Grafiklösung) erst mit "DualRank"-Speicher richtig schnell laufen soll. DualRank hat nichts mit einseitigem oder zweiseitigem Speicherausbau auf dem Speichermodul zu tun, sondern ist eine interne Technologie zur Reduzierung von Latenzen – von welcher frühere APU-Architekturen allerdings kaum profitieren. Speziell bei Kaveri ist dies allerdings anders, wie die ComputerBase mittels ihrer Benchmarks nachwies: Derselbe A10-7850K Prozessor lief in den iGPU-Messungen glatt um 7,1% schneller, wenn man DDR3/2133 mit DualRank anstatt SingleRank verwendete. Bei einem Richland-Prozessor hatte dieselbe Maßnahme nur eine Auswirkung von gut einem Prozentpunkt, bei einem Haswell-Prozessor bewegte sich nur etwas im Rahmen der Meßungenauigkeit.
Der Gewinn dieser Maßnahme ist dabei sogar höher als der Umstieg von DDR3/2133 auf DDR3/2400, welcher laut der ComputerBase nur 5,1% einbringt. Problematisch ist allerdings, daß die Speicherhersteller nur höchst selten auf ihren Produkt-Webseiten Informationen zu SingleRank oder DualRank herausgegeben. Hierfür bietet eine User-gepflegte Liste im ComputerBase-Forum [46] Abhilfe, mittels welcher alle Informationen zu DualRank-Speicher gesammelt werden. Zudem existiert die gewisse Einschränkung, daß AMD DualRank auf Kaveri mit DualChannel-Speicherinterface offiziell nur auf DDR3/1866 spezifiziert hat – DDR3/2133 ist offiziell nur bei SingleRank freigegeben (alle Spielereien mit einem SingleChannel-Speicherinterface maß außen vor gelassen). Ein wenig ironisch hierzu ist, daß AMD höchstselbst seine an die Hardware-Tester ausgelieferten Kaveri-Testsysteme mit DualChannel DualRank-Speicher auf DDR3/2133 bestückt hat – aber in der Praxis scheint es wohl zu funktionieren.
Nachtrag vom 11. Juni 2014
Die AMD Produkt-Webseiten [47] bieten seit der Computex umfangreiche Spezifikationen zu weiteren Modellen der Kaveri-Prozessorenserie für den Desktop-Einsatz. Bislang waren aus dem ursprünglich einmal genannten Portfolio [28] nur die Modellen A10-7700K und A10-7850K real erhältlich, nunmehr scheint AMD das Kaveri-Portfolio wirklich verbreitern zu wollen. Trotz daß die neuen Kaveri-Modelle demnächst im Einzelhandel und in OEM-PCs zu erwarten sind, fehlen derzeit aber noch die Listenpreise der neuen Modelle, die offizielle AMD-Preisliste [48] enthält nur die Preise der drei zum Jahresanfang offiziell vorgestellten Modelle. Die Pro-Modelle sind im übrigen eine Sonderserie von AMD mit verlängertem Support, allerdings kaum abweichenden Hardware-Daten. Sofern AMD hierfür keine zu hohen preislichen Aufschläge verlangt, könnten die Pro-Modelle durchaus in einigen OEM-PCs auftauchen.
Kerne | Takt | L2 | Grafik | Speicher | TDP | Listenpreis | |
---|---|---|---|---|---|---|---|
A10-7850K | 4 | 3.7/4.0 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 512 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 95W | 173$ |
A10 Pro-7850B | 4 | 3.7/4.0 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 512 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 65W | ? |
A10-7800 | 4 | 3.5/3.9 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 512 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 45W/65W | ? |
A10 Pro-7800B | 4 | 3.5/3.9 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 512 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 35W/65W | ? |
A10-7770K | 4 | 3.4/3.8 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 384 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 95W | 152$ |
A8-7600 | 4 | 3.1/3.8 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 384 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 45W/65W | 119$ |
A8 Pro-7600B | 4 | 3.1/3.8 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 384 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 35W/65W | ? |
A8-7400K | 2 | 3.5/3.9 GHz | 1 MB | Radeon R5 mit 256 SE @ ≤756 MHz | DDR3/1866 | 45W/65W | ? |
A8 Pro-7400B | 2 | 3.5/3.9 GHz | 1 MB | Radeon R5 mit 256 SE @ ≤756 MHz | DDR3/1866 | 35W/65W | ? |
Alle Kaveri-APUs kommen im Sockel FM2+ daher, welcher inkompatibel zum Sockel FM2 der Trinity- und Richlands-APUs ist. Benötigt werden daher durchgehend neue Mainboards für den Sockel FM2+, welche auf den Chipsätzen A55, A78 und A88X basieren. Prozessoren mit zwei TDP-Angaben besitzen eine im BIOS konfigurierbare TDP – sofern man jene auf den niedrigeren Wert stellt, werden die Turbo-Taktraten entsprechend harsch limitiert. |
Nachtrag vom 4. August 2014
Prozessorenentwickler AMD hat mit dem letzten Juli-Tag eine kleine, aber bedeutsame Auffrischung des Portfolios an "Kaveri" Desktop-APUs vorgenommen: Endlich auch im Einzelhandel erhältlich ist nun der eigentlich schon im Januar [13] ganz offiziell vorgestellte A8-7600, hinzu wurden die zwei neuen APUs A10-7800 und A6-7400K in den Markt entlassen. Allen drei neuen APUs ist die TDP von 65 Watt im Gegensatz zur TDP von 95 Watt der bisherigen Kaveri-Prozessoren gemeinsam – welche zudem auch in allen drei Fällen im BIOS auf 45 Watt begrenzbar ist. Hierbei geht natürlich Performance verloren, in aller Regel dürften diese Prozessoren unter nur 45 Watt TDP ihre Turbo-Taktraten dann kaum noch ausfahren können. Dafür wird aber auch ohne große Umstände das Segment der Mini-PCs mit bedient, wo ausladene Kühler und große Verlustleistungen eher ungern gesehen werden.
Zudem berichten WCCF Tech [49] von einer AMD-Präsentation in China, bei welcher kommende Kaveri-basierte Athlon-Prozessoren gezeigt wurden. Grob gesehen wird AMD mit diesen die bisherigen Kaveri-Spitzenmodelle auch auf den Athlon-Bereich übertragen, sprich es gibt dieselben Taktfrequenzen, nur Athlon-typisch wird halt die Grafiklösung komplett deaktiviert. Eine kleine Überraschung ist die Beschneidung des Level2-Caches um die Hälfte auf nur noch 2 MB, bisher gab es hierbei keinen Unterschied zwischen Athlons und darauf basierenden APUs. Die neuen Athlon-Prozessoren sind zu einem nicht näher genannten Termin irgendwann im dritten Quartal zu erwarten.
Kerne | Takt | L2 | Grafik | Speicher | TDP | Listenpreis | Release | |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|
A10-7850K | 4 | 3.7/4.0 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 512 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 95W | 173$ | ![]() |
A10-7800 | 4 | 3.5/3.9 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 512 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 45/65W | 155$ | ![]() |
A10-7770K | 4 | 3.4/3.8 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 384 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 95W | 153$ | ![]() |
A8-7600 | 4 | 3.3/3.8 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 384 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 45/65W | 105$ | ![]() |
A6-7400K | 2 | 3.5/3.9 GHz | 1 MB | Radeon R5 mit 256 SE @ ≤756 MHz | DDR3/1866 | 45/65W | 77$ | ![]() |
A4-7300 | 2 | 3.4/3.8 GHz | 1 MB | Radeon R5 mit 192 SE @ ≤514 MHz | DDR3/1600 | 45/65W | ? | Q3/2014 |
Athlon X4 860K | 4 | 3.7/4.0 GHz | 2 MB | deaktiviert | ? | 95W | ? | Q3/2014 |
Athlon X4 840 | 4 | 3.4/3.8 GHz | 2 MB | deaktiviert | ? | 95W | ? | Q3/2014 |
Athlon X2 450 | 2 | ? | 1 MB | deaktiviert | ? | 65W | ? | Q3/2014 |
Alle Kaveri-APUs kommen im Sockel FM2+ daher, welcher inkompatibel zum Sockel FM2 der Trinity- und Richlands-APUs ist. Benötigt werden daher durchgehend neue Mainboards für den Sockel FM2+, welche auf den Chipsätzen A55, A78 und A88X basieren. |
Nachtrag vom 5. August 2014
Zeitgleich zum offiziellen Markteintritt der 65W-Kaveris [50] sind auch einige Benchmark-Artikel zum 65W-Spitzenmodell A10-7800 erschienen, welche die Performance dieser Mainstream-APU gegenüber vergleichbaren Prozessoren beleuchtet. Mittels des A10-7800 steht endlich ein preislich und von der Verlustleistung her passender Kontrahent zu Intels Zweikernern der Core i3 Serie zur Verfügung – das bisherige Kaveri-Spitzenmodell A10-7850K hat dafür die unpassende TDP (95W) sowie den zu hohen Preispunkt (173$ Listenpreis). Mit dem A10-7800 nähert sich die TDP dem Intel-Standard an (65W zu 54W), während der Preispunkt sowohl zu Listenpreis als auch zum Straßenpreis nahezu identisch ausfällt. Zum Nachteil von AMD ist es, daß Intel inzwischen mehrere taktschnellere Haswell-Zweikerner aufgelegt hat, so daß sich der A10-7800 nicht mehr mit dem zum Jahresanfang getesteten Core i3-4340 (3.6 GHz), sondern vielmehr dem Core i3-4370 (3.8 GHz) messen muß.
Vergleichs-CPU | CPU-Performance | iGPU-Performance | |
---|---|---|---|
TweakPC [51] | Core i3-4340 (3.6 GHz) | AMD -10,2% | AMD +83,8% |
ComputerBase [52] | Core i3-4330 (3.5 GHz) | - | AMD +78,6% |
AnandTech [53] | Core i3-4330 (3.5 GHz) | AMD -21,1% | AMD +71,9% |
Hardware Canucks [54] | Core i3-4330 (3.5 GHz) | AMD -0,1% | AMD +102,8% |
The Tech Report [55] | Core i3-4360 (3.7 GHz) | AMD -7,9% | AMD +71,3% |
Die ermittelten Benchmark-Werte schwanken leider erneut von Artikel zu Artikel, so daß nur nach einer Mittelwert-Bildung ein halbwegs solides Ergebnis herauskommt. Gleiches gilt für die Stromverbrauchs-Messungen, bei welchen teilweise die Artikel sogar völlig konträre Ergebnisse aufwiesen: Zwar kam unter Last der A10-7800 überall als 10 bis 20 Watt stromfressender als ein Core i3 heraus, im Idle-Betrieb lag jedoch die AMD-APU bei zwei der Testberichte klar vorn, bei zwei anderen hingegen klar zurück. Hier scheint wohl der Einfluß des jeweils verbauten Systems sehr stark zu sein. Im Schnitt der Werte kann man sagen, daß der A10-7800 unter Idle in etwa wie ein Core i3 zieht, unter Last im Schnitt rund 15 Watt mehr. Gänzlich vergleichbar vom Stromverbrauch sind diese beiden CPUs daher nicht.
Core i3-4370 | A10-7800 | |
---|---|---|
Technik | Intel Haswell, 2C + HT @ 3.8 GHz, 20 AE @ 350/1150 MHz, DDR3/1600, 54W TDP | AMD Kaveri, 4C @ 3.7/4.0 GHz, 512 SE @ ≤720 MHz, DDR3/2133, 45/65W TDP |
Preislage | Listenpreis 149$, Straßenpreis ~140€ [56] | Listenpreis 153$, Straßenpreis ~140€ [57] |
Idle/Last-Verbrauch (übliches System) | ~35W/70W | ~35W/85W |
CPU Anwendungs-Performance | 100% | 85% (AMD 15% langsamer) |
CPU Spieleunterstützungs-Performance | 100% | ~65% (AMD ~35% langsamer) |
iGPU Spiele-Performance | 100% | 182% (AMD 82% schneller) |
In der Zusammenfassung der Ergebnisse ergibt sich ein gegenüber dem Kaveri-Launch [39] doch ziemlich bekanntes Bild: Die CPU Anwendungs-Performance ist bei Intel gewohnt etwas besser, wobei der A10-7800 nun deutlicher gegenüber dem Core i3-4370 zurückliegt (-15%), als seinerzeit der A10-7850K gegenüber dem Core i3-4340 (-6,5%). Bei der CPU Spieleunterstützungs-Performance liegen keine neuen Werte vor, so daß wir in dieser Frage derzeit nur Schätzungen basierend auf früheren Messungen baugleicher CPUs anbieten können – aber hier wird sich natürlich überhaupt nichts an dem großen Vorteil der Intel-CPUs geändert haben. Bei der iGPU Spiele-Performance liegt der A10-7800 dagegen erneut in Front, der Vorteil ist nur minimal kleiner als bei den früheren Messungen und weiterhin überdeutlich zugunsten von AMDs APU.
Die sehr wenigen Messungen des A10-7800 unter mittels BIOS auf 45 Watt limitierter TDP zeigen dahin, daß der A10-7800/45W beim Stromverbrauch endlich herunterkommt auf die Werte der (normalen) Core i3 Modelle – was aber auch bedeutet, daß die stromsparenden S- und T-Modelle von Intel weiterhin einen Stromverbrauchs-Vorteil haben werden. Dafür verliert der A10-7800/45W dann ca. 10% Performance bei CPU und iGPU, wird das Performance-Verhältnis gegenüber den Core-i3-Modellen also nochmals ungünstiger. Weiterhin bestehen bleibt aber auch in dieser Situation AMDs enormer Vorsprung bei der iGPU-Performance. Bei Systemen, wo keine extra Grafikkarte verbaut werden kann oder soll, sind die Kaveri-APUs nach wie vor die mit (weitem) Abstand beste Lösung – nun auch unter niedrigen TDP-Größen. Bei anderen Anwendungszwecken bleibt Kaveri aber auch mit dem A10-7800 eine nicht wirklich ziehende Lösung.
Nachtrag vom 24. Oktober 2014
Prozessorenentwickler AMD hat mit Wirkung zum 20. Oktober die Listenpreise [58] seiner Kaveri-basierten APUs deutlich abgesenkt, die Preissenkungen bewegen sich im Rahmen von 16% bis 31%. Die neue Preislage wurde faktisch nötig nach der letzten Bulldozer-Preissenkung zum Launch von FX-8370 & FX-8370E [59] im September, womit die günstigsten Bulldozer-Prozessoren in den Preisbereich von unter 100 Dollar hineinreichen. Nunmehr ergibt die neue Preissituation wieder ein halbwegs passenden Verhältnis zwischen Kaveri- und Bulldozer/Vishera-Prozessoren. Zudem sollte die geänderte Preissituation eigentlich auch zu neuen Preis/Leistungs-Vergleichen gegenüber Intels Haswell-Prozessoren herausfordern, denn mit Pentium- und Core-i3-Modellen kann sich Kaveri ganz problemlos auch bei der CPU-Power anlegen.
Zuzüglich zur Preissenkung wird AMD ab Ende des Monats ein Mini-Spielebundle für alle A10-Prozessoren auflegen, also auch solche aus älteren Architekturen. Jenes Spiele-Bundle wird wie üblich per Download-Key den im Retail-Handel befindlichen Prozessoren beigelegt und besteht aus den drei Spielen Murdered: Soul Suspect, Sniper Elite III und Thief sowie der Bildbearbeitungssoftware Corel Aftershot Pro 2 – wovon man sich eine Anwendung aussuchen kann (Corel Aftershot Pro 2 ist nicht gänzlich kostenlos, aber man erhält jene für 5 Dollar anstatt des regulären Preises).
Kerne | Takt | L2 | Grafik | Speicher | TDP | Listenpreis | Release | |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|
A10-7850K | 4 | 3.7/4.0 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 512 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 95W | 143$ (bisher: 173$) | ![]() |
A10-7800 | 4 | 3.5/3.9 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 512 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 45/65W | 133$ (bisher: 153$) | ![]() |
A10-7770K | 4 | 3.4/3.8 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 384 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 95W | 123$ (bisher: 152$) | ![]() |
A8-7600 | 4 | 3.1/3.8 GHz | 4 MB | Radeon R7 mit 384 SE @ ≤720 MHz | DDR3/2133 | 45/65W | 92$ (bisher: 101$) | ![]() |
A6-7400K | 2 | 3.5/3.9 GHz | 1 MB | Radeon R5 mit 256 SE @ ≤756 MHz | DDR3/1866 | 45/65W | 58$ (bisher: 77$) | ![]() |
A4-7300 | 2 | 3.4/3.8 GHz | 1 MB | Radeon R5 mit 192 SE @ ≤514 MHz | DDR3/1600 | 45/65W | ? | ? |
Athlon X4 860K | 4 | 3.7/4.0 GHz | 4 MB | deaktiviert | ? | 95W | ? | ![]() |
Athlon X4 840 | 4 | 3.1/3.8 GHz | 4 MB | deaktiviert | ? | 65W | ? | ![]() |
Athlon X2 450 | 2 | 3.5/3.9 GHz | 1 MB | deaktiviert | ? | 65W | ? | ![]() |
Alle Kaveri-APUs kommen im Sockel FM2+ daher, welcher inkompatibel zum Sockel FM2 der Trinity- und Richlands-APUs ist. Benötigt werden daher durchgehend neue Mainboards für den Sockel FM2+, welche auf den Chipsätzen A55, A78 und A88X basieren können. |
Nachtrag vom 29. Oktober 2014
Der Planet 3DNow! [62] ist der Frage nachgegangen, ob und in welcher Höhe die jüngsten Preissenkungen bei AMDs APUs [63] im deutschen Einzelhandel angekommen sind. Nominell sind dabei die Preissenkungen der Straßenpreise klar niedriger als die Preissenkungen der Listenpreise – diese platte Rechnung bezieht aber nicht den Effekt mit ein, daß die Straßenpreise auch schon vor der Preissenkung teilweise klar unter den Listenpreisen lagen. Rechnet man dagegen die neuen Listenpreise um und vergleicht jene mit den aktuellen Straßenpreisen, passt es wieder bzw. liegen die aktuellen Straßenpreise teilweise sogar schon wieder etwas als die (umgerechneten) Listenpreise. Natürlich hat damit die aktuelle Preissenkung nur zum Teil zu niedrigeren Straßenpreisen geführt – und zum anderen Teil war die offizielle Preissenkung nur eine Reaktion auf schon unterhalb der Listenpreise liegende Straßenpreise.
Die eigentliche Frage zu diesen APU-Preisen ist aber sowieso, wieso AMD nicht von Anfang an mit dieser neuen Preislage angetreten ist. Die AMD Mainstream-APUs mögen technisch Vierkerner sein, von der Performance und dem Anforderungsprofil müssen sie sich dennoch mit Intels Zweikernern messen – und können diesen Wettstreit auch oftmals für sich entscheiden, wie die seinerzeitige Launch-Analyse zu Kaveri [13] ergab. Um mit Intel in diesem, ausgerechnet auch noch stark preissensitiven Markt mithalten zu können, muß AMD jedoch nicht nur dieselbe Performance bieten, sondern – gegen den klaren Platzhirsch – eigentlich auch die besseren Preise bieten. Dazu im Widerspruch ging der A10-7850K seinerzeit jedoch mit 173$ Listenpreis [63] in den Markt, während der schnellste Core i3 bei 149$ steht [64] – und erst jetzt nach der offiziellen Preissenkung vom neuen Preis des A10-7850K mit 143$ [63] knapp unterboten wird. Jenen – oder eigentlich noch einen besseren Preis – hätte AMD von Anfang an machen müssen, die Preise der Core i3 Prozessoren sind schließlich bekannt und über die letzten Jahre auch stabil. Ob diese späte Preissenkung AMD jetzt noch großartig weiterhilft, darf bezweifelt werden – die Urteile über Kaveri sind längst gefällt, da ist dann später nur schwerlich noch etwas dran zu ändern.
Verweise:
[1] http://www.3dcenter.org/users/leonidas
[2] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-llano
[3] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-trinity-mobile
[4] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-richland
[5] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-trinity-desktop
[6] http://www.3dcenter.org/news/amd-stellt-richland-als-reines-taktraten-upgrade-von-trinity-vor
[7] http://www.3dcenter.org/news/amd-sea-islands
[8] http://www.3dcenter.org/news/uebersichtsliste-welche-hardware-unterstuetzt-welches-level-von-directx-11x
[9] http://www.3dcenter.org/news/amd-bringt-mit-mantle-eine-lowlevel-grafik-api-fuer-den-pc
[10] http://www.3dcenter.org/news/amd-kuendigt-die-trueaudio-technology-fuer-einige-volcanic-islands-grafikkarten-sowie-die-nextg
[11] http://www.3dcenter.org/abbildung/rohleistungs-vergleich-llano-trinity-richland-kaveri
[12] http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=549940
[13] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-kaveri
[14] http://www.tweakpc.de/hardware/tests/cpu/amd_a10-7850k_a10-7700k/s08.php
[15] http://www.computerbase.de/artikel/prozessoren/2014/amds-apu-kaveri-im-test/6/
[16] http://www.hardwareluxx.de/index.php/news/hardware/prozessoren/29392-amds-kaveri-apu-im-kurzvergleich.html?start=2
[17] http://www.hardwarecanucks.com/forum/hardware-canucks-reviews/65031-amd-kaveri-a10-7850k-a8-7600-review-27.html
[18] http://www.pcper.com/reviews/Processors/AMD-A8-7600-Kaveri-APU-Review-HSA-Arrives/Power-Consumption-and-Conclusions
[19] http://techreport.com/review/25908/amd-a8-7600-kaveri-processor-reviewed/12
[20] http://www.hardware.fr/articles/913-9/cpu-consommation-overclocking.html
[21] http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Tests/Kaveri-A10-7850K-CPU-Test-Benchmarks-1104921/
[22] http://www.anandtech.com/show/7677/amd-kaveri-review-a8-7600-a10-7850k
[23] http://www.hardwarecanucks.com/forum/hardware-canucks-reviews/65031-amd-kaveri-a10-7850k-a8-7600-review.html
[24] http://www.hardware.fr/articles/913-1/kaveri-amd-a10-7850k-a10-7700k-test.html
[25] http://www.pcper.com/reviews/Processors/AMD-A8-7600-Kaveri-APU-Review-HSA-Arrives
[26] http://techreport.com/review/25908/amd-a8-7600-kaveri-processor-reviewed
[27] http://www.computerbase.de/artikel/prozessoren/2014/amds-apu-kaveri-im-test/
[28] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-kaveri/launch-analyse-amd-kaveri-seite-2
[29] http://www.3dcenter.org/www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Tests/Kaveri-A10-7850K-Spiele-Tests-Benchmarks-APU-1104954
[30] http://www.tomshardware.de/amd-kaveri-apu-review-test,testberichte-241474.html
[31] http://www.preisroboter.de/AMD-A10-7850K-Black-Edition-4x3.70GHz-FM2%2B-Kaveri~0730143304467
[32] http://www.preisroboter.de/AMD-A10-6800K-HD8670D-4.1GHz-FM2-4.0MB-Cache-100W~0730143303378
[33] http://www.preisroboter.de/Intel-Core-i3-4340---3.6-GHz---2-Kerne---4-Threads~5032037056052
[34] http://www.preisroboter.de/Intel-Core-i3-4130---3.4-GHz---2-Kerne---4-Threads~5032037056533
[35] http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Tests/Kaveri-A10-7850K-Spiele-Tests-Benchmarks-APU-1104954/
[36] http://www.tweakpc.de/hardware/tests/cpu/amd_a10-7850k_a10-7700k/s01.php
[37] http://www.golem.de/news/test-amd-kaveri-a8-7600-die-45-watt-wohnzimmer-apu-1401-103846.html
[38] http://www.hardwareluxx.de/index.php/news/hardware/prozessoren/29392-amds-kaveri-apu-im-kurzvergleich.html
[39] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-kaveri/launch-analyse-amd-kaveri-seite-3
[40] http://www.preisroboter.de/A10-6700T-Accelerated-Processor-AD670TYHHLBOX~0730143304139
[41] http://www.3dcenter.org/news/hardware-und-nachrichten-links-des-25-november-2013
[42] http://www.golem.de/news/amd-kaveri-quadchannel-speicherinterface-mit-gddr5-option-1401-103979.html
[43] http://www.heise.de/newsticker/meldung/AMD-Kaveri-Feinheiten-aus-den-Datenblaettern-2088349.html
[44] http://www.planet3dnow.de/cms/7631-shp28-ist-bulk-und-nicht-amd-exklusiv/
[45] http://www.computerbase.de/artikel/prozessoren/2014/amds-kaveri-und-der-speicher/
[46] http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=1307117
[47] http://www.amd.com/en-us/products/processors/desktop/a-series-apu
[48] http://www.amd.com/en-us/products/pricing/a-series-apu
[49] http://wccftech.com/amd-officially-announces-steamroller-based-athlon-x4-860k-piledriver-based-fx8300-processors-chinajoy-2014/
[50] http://www.3dcenter.org/news/amd-stellt-neue-kaveri-modelle-vor-und-neue-athlon-modelle-ins-aussicht
[51] http://www.tweakpc.de/hardware/tests/cpu/amd_a10-7800/s01.php
[52] http://www.computerbase.de/2014-07/amd-a10-7800-kaveri-im-test/
[53] http://www.anandtech.com/show/8291/amd-a10-7800-review-65w-kaveri
[54] http://www.hardwarecanucks.com/forum/hardware-canucks-reviews/67043-amd-a10-7800-kaveri-apu-review.html
[55] http://techreport.com/review/26845/amd-a10-7800-processor-reviewed
[56] http://geizhals.de/intel-core-i3-4370-bx80646i34370-a1143852.html
[57] http://geizhals.de/amd-a10-7800-ad7800ybjabox-a1076550.html
[58] http://www.amd.com/en-us/products/pricing
[59] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-fx-8370e
[60] http://www.3dcenter.org/news/amd-stellt-weitere-kaveri-modelle-vor-und-neue-athlon-modelle-aussicht
[61] http://www.3dcenter.org/news/amd-gibt-die-spezifikationen-der-grafik-losen-kaveri-prozessoren-bekannt
[62] http://www.planet3dnow.de/cms/12800-preisnachlaesse-auf-apus-ohne-effekt/
[63] http://www.3dcenter.org/news/amd-senkt-die-preise-seiner-kaveri-apus-deutlich
[64] http://www.3dcenter.org/news/intel-stellt-einige-weitere-taktschnellere-haswell-prozessoren-vor
[65] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-kaveri/launch-analyse-amd-kaveri-nachtraege