Nachdem sich bereits Spiele wie Gothic 3 [3], Anno 1701 [4], Need for Speed: Carbon [5], Test Drive Unlimited [6] und Armed Assault [7] über ihre Qualitäten, Mainstream-Hardware zu quälen, outen mussten, darf nunmehr im aktuellen Spiele-Performancereport der Strategiekracher Supreme Commander zeigen, mit welcher Hardware der Spieler am besten die supergroßen Karten und die sich daraus ergebenden Massenschlachten dieses Titels antritt.
Als inoffizieller Nachfolger von Total Annihilation kann sich Supreme Commander von anderen Echtzeit-Strategiespielen vor allem mit enormen Kartengrößen (bis zu 81 Kilometer Kantenlänge!) und einer gigantischen Anzahl an maximalen Einheiten (1000 inklusive Gebäude) von anderen Spielen des Genres absetzen (Tests zum Spiele siehe GameCaptain [8], GameZone [9], GBase [10] und Golem [11]). All dies fordert natürlich seinen Tribut auch bei der dafür benötigten Hardware, welche bei großen Karten und vielen Einheiten dann doch deutlich über den seitens des Herstellers angegebenen und recht gemächlichen Mindestanforderungen liegt.
Doch wiederum soll das Ziel der heutigen Performance-Messungen nicht unbedingt sein, konkrete Sieger zwischen den jeweiligen Rivalen auf CPU- und GPU-Seite zu ermitteln. Vielmehr geht es eher darum, generelle Tendenzen zu erkennen, mit welcher Hardware das Spiel anständig spielbar ist. Wenn sich dabei auch ein Hinweis ergibt, ob das Spiel eine bestimmte Hardware klar bevorzugt, ist das natürlich in Ordnung – aber sicherlich soll mit diesem Artikel nicht herausgefunden werden, ob die eine von uns eingesetzte CPU oder Grafikkarte die andere um drei Prozent o.ä. "schlägt".
Vorab sei an dieser Stelle den Firmen Intel [12], nVidia [13] und Sapphire [14] für die unkomplizierte Stellung von Testsamples für unsere neuen Teststationen gedankt, womit auch dieser Artikel ermöglicht wurde.
Natürlich basiert auch dieser Artikel wieder auf Messungen mit Savegames anstatt Timedemos. Dies ermöglichte uns, auch aufgrund der Kürze der Savegames, speziell nur jene Szenen herauszusuchen, welche wir auch wirklich vermessen wollten – während bei einem Timedemo meistens mehrere Szenen (und viel Leerlauf) auf einmal vermessen werden, welche aber jeweils unterschiedliche Performance-Charakteristiken aufweisen können. Ein Timedemo-Durchlauf verwischt diese unterschiedlichen Szenen und deren unterschiedliche Performance-Charakteristik aber immer zu einer einzelnen Performance-Aussage, was die Aussagekraft einer solchen Messung dann doch erheblich einschränkt.
Anstatt Messungen des eher durchschnittlichen Gameflusses mittels Timedemos stellen unsere Messungen ausgewählter kurzer Szenen über den Weg der Savegames somit eher Worstcase-Benchmarks dar: Wir messen dann, wenn die Hardware wirklich unter Stress gerät – und eben auch nur die jeweilige Stress-Szene und nicht noch jede Menge Leerlauf oder gleich eine andere Szene mit hinzu.
Bei allen Savegames wurden jeweils immer die ersten fünf Sekunden zur Messung benutzt, welche dabei immer mittels Fraps [15] durchgeführt wurden. Dabei wurde jedes Savegame generell mehrfach ausgeführt wie gemessen und dann der Durchschnitt dieser Messungen als Ergebnis genommen. Folgende Savegames kamen dabei für Supreme Commander (Klick öffnet jeweils einen Screenshot des Savegames im Großformat als extra Fenster):
Speziell zu den für Supreme Commander angesetzten Savegames läßt sich noch sagen, daß diese eher mit Vorsicht aufgenommen wurden und es in diesem Spiel noch weitaus stressendere Szenen gibt. Dies hängt allerdings damit zusammen, daß in absoluten Massenschlachten auf den großen Karten selbst unser auf 3.2 GHz übertakteter Core 2 Duo nie über 10 fps kommt – was dann aber auch keinen großen Sinn mehr macht. Überhalb von 10 fps ist das Spiel allerdings trotz der nominell niedrigen Framerate vernünftig spielbar, erst unterhalb der 10-fps-Grenze wird es zähflüssig. Generell muß man an so ein Spiel wohl eine andere Frameraten-Erwartung richten als an einen schnellen Shooter, für den selbst 30 fps manchen Spielern noch als zu gering erscheinen mögen.
Das für diesen Artikel benutzte Testsystem wollen wir an dieser Stelle nur absolut grob nennen, da es bereits hier [20] umfassend ausgeführt wurde. Generell wurden die Grafikkarten-Tests auf einem auf 3200 MHz übertakteten Core 2 Duo E6400 durchgeführt, als Grafikkarten kamen dabei Radeon X1900 XT (auf Catalyst 7.2, A.I. default mit Area-AF) und GeForce 7950 GT (auf ForceWare 93.71, "High Quality") zum Einsatz. Für die CPU-Tests wurde zudem noch ein Athlon 64 X2 4600+ auf verschiedenen Taktungen herangezogen. Generell standen beiden Testsystemen jeweils zwei GigaByte Speicher zur Verfügung.
Das Spiel selber wurde in der Spielversion 1.0.3189 ausgemessen. Zudem sei vorab absolut klargestellt, daß wir im Spiel selber immer die bestmögliche Grafikqualität und 5.1 Surround-Sound ausgewählt haben und sich dieser Artikel auch hauptsächlich nur auf diese bestmöglichen Settings bezieht. Senkt man die Spiel-eigenen Grafiksettings hingegen ab, kann man natürlich auch mit kleinerer Hardware als hier angegeben auskommen. Für diesen Zweck haben wir zusätzlich auch extra Tests mit mittleren und niedrigen Details durchgeführt.
Und letztlich zum besseren Verständnis der CPU-Balken: Die weiß und schwarz umrandeten Messungen stellen bewusst CPU-limitiert angesetzte Messungen mit einem Athlon 64 X2 3800+ (weiß) und einem Core 2 Duo E6400 (schwarz) dar. Diese Messungen ergeben somit, welche Performance unter Ausschaltung des Effekts der Grafikkarten erreicht wird, was uns wiederum im Quervergleich mit den Grafikkarten-Messungen die Möglichkeit an die Hand gibt, mögliche CPU-Limitierungen mit schwächeren CPUs als dem bei den Grafikkartentests eingesetzten auf 3.2 GHz übertaketeten Core 2 Duo zu erkennen. Die fps-Skala aller Diagramme geht übrigens immer so weit, wie der fps-Wert, den der Core 2 Duo @ 3200 MHz auf 640x480 erreichen konnte.
Als erstes haben wir dann die Messungen zum ersten Savegame [16], welches eine kleine Basis auf einer kleineren Karte darstellt:
Prinzipiell liegt hierbei bezüglich der Grafikkarten-Performance alles recht nah beieinander, nur mit höheren Anforderungen erkämpft sich die ATI-Lösung ein paar kleine, jedoch bei weitem noch nicht wesentliche Vorteile. Beachtenswert ist allerdings, daß selbst bei diesem eigentlich nicht besonders forderndem Savagame die Frameraten unter den höheren Anforderungen schon unter die 20-fps-Grenze gehen. Interessanterweise liegt das CPU-Limit der doch recht unterschiedlichen Prozessoren von AMD und Intel unter diesem Savegame auf fast identischen Niveau.
Weiter geht es mit dem zweiten Savegame [17], welches einen leichten Kampf auf einer weiterhin kleineren Karte zeigt:
Auch hier gibt es immer noch keine bedeutsamen Unterschiede zwischen beiden Grafiklösungen, wenngleich die ATI-Karte überall geringfügig vorn liegt und damit zumindestens der technische Sieger wäre. Die Frameraten bleiben zudem weiterhin auf passablem Niveau. Interessant sind hierbei jedoch wieder die CPU-Limits, wo der (allerdings recht niedrig getaktete und in einem anderem Preissegment beheimatete) AMD-Prozessor (weißer Balken) doch schon erheblich niedriger rangiert als der Intel-Prozessor (schwarzer Balken).
Als nächstes folgt das dritte Savegame [18], welches eine größere Basis auf mittlerer Karte zum Thema hat:
Hierbei gehen die Frameraten gegenüber den beiden vorherigen Savegames inzwischen erheblich herunter, unter der höchsten von uns gewählten Qualität geht es schon in Richtung der 10-fps-Marke. Wiederum ergeben sich allerdings nur unbedeutende Unterschiede zwischen ATI- und nVidia-Grafiklösung, während bei den CPU-Limits der Intel Mainstream-Prozessor wiederum klar vor dem AMD LowCost-Prozessor liegt. In diesem Savegame würde der Athlon 64 X2 3800+ dann sogar klar die benutzten Grafikkarten (auf 11,5 fps) limitieren, wollte man das Spiel mit diesem betreiben.
Und abschließen wollen wir mit dem vierten Savegame [19], welches eine stärkere Schlacht auf mittlerer Karte zeigt:
Auch in diesem Savegame liegen die Frameraten nun inzwischen schon konstant niedrig. Beachtbare Unterschiede zwischen der Radeon X1900 XT und der GeForce 7950 GT sind zudem auch in diesem Savegame nicht zu konstatieren, während bei den CPU-Limits der Intel-Prozessor dem AMD-Prozessor inzwischen meilenweit davongeeilt ist. Allerdings würden in diesem Savegame sowohl Athlon 64 X2 3800+ als auch Core 2 Duo E6400 die sowieso schon niedrigen Frameraten noch weiter limitieren – im Fall des AMD-Prozessor auf unakzeptabel 5,2 fps, beim Intel-Prozessor auf trotzdem noch sehr niedriger 10,2 fps. Die Grafiklösungen haben in diesem Savegame also weitestgehend nichts mehr zu sagen, wirklich wichtig ist hierbei dagegen extreme CPU-Power.
Im nächsten Schritt wollen wir uns wie gewohnt noch einmal dediziert dem Vergleich zwischen den CPUs von AMD und Intel widmen. Dazu reduzieren wir die Auflösung auf 1024x768 Bildpunkte und deaktivieren den anisotropen Filter sowie Anti-Aliasing, um die CPU-Limiterung so groß wie möglich zu halten (genaue Begründung hierzu [22]):
Wie schon den Anmerkungen zu den einzelnen Savegame-Messungen zu entnehmen, wird Supreme Commander unglaublich CPU-abhängig, sobald die Karten größer werden bzw. mehr Einheiten auf diesen zu sehen sind. Allerdings neigt das Spiel im Gegensatz zu vielen anderen unserer Performancereports nicht zu dem einen oder anderen CPU-Hersteller: Die (derzeit) in etwa gleich teuren CPUs Athlon 64 X2 5400+ und Core 2 Duo E6400 erreichen hier mehr oder weniger die gleiche CPU-Leistung.
Etwas seltsam sind allerdings die teilweise extrem hohen Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen Taktungen derselben Prozessoren: Im Bereich von unter 20 fps sind diese oftmals weitaus höher als die reinen Taktunterschiede, was dann eigentlich schon ein Ding der technischen Unmöglichkeit darstellen sollte. Ein gutes Beispiel ist der Performance-Unterschied zwischen Core 2 Duo E6300 und E6400 auf dem vierten Savegame: Für 14 Prozent mehr CPU-Takt gibt es hier 59 Prozent mehr Leistung. Momentan sind diese Meßwerte nicht erklärbar, hier scheint das Spiel wohl irgendeine Besonderheit aufzuweisen, denn unter anderen Anwendungen ergeben sich natürlich nicht solche erheblichen Benchmark-Anomalien.
Mit zunehmender Verbreitung von CPUs mit mehr als einem Kern stellt sich natürlich immer die Frage nach dem Nutzen hiervon für den Spieler, daher wollen wir auch in diesem Spiel den Einfluss einer DualCore-CPU messen. Für unseren Test nutzen wir wie immer den Athlon 64 X2, da sich nur bei diesem ein Kern zusammen mit seinem Level2-Cache deaktivieren lässt. Simuliert wird das durch die Option "/numproc=1" in der "boot.ini" des Windows-Betriebssystems – nach einem Neustart ist dann nur noch ein Kern aktiv:
Geradezu überdeutlich zeigt sich die vorgenannte Benchmark-Anomalie bei diesem Test: Selbst wenn es die Prozessorenbauer freuen dürfte zu hören, ist ein Performanceunterschied mit dem Faktor 4 zwischen einem (gleicht getakteten) SingleCore- und einem DualCore-Prozessor eigentlich ein Ding der technischen Unmöglichkeit. Nichts desto trotz läßt sich konstatieren, daß Supreme Commander über alle Maßen von DualCore-Prozessoren profitiert und man dieses Spiel eigentlich gar nicht erst ohne einen solchen Prozessor anwerfen sollte.
Es stellt sich natürlich zudem generell die Frage, wie viel Einfluss die Treiber der jeweiligen Hersteller auf die frei verfügbare CPU-Zeit haben. Um dies zu abzuschätzen, senken wir erneut die Auflösung und messen unsere Savegames sowohl mit der ATI- als auch der nVidia-Karte erneut:
Nichts wirklich spannendes ergaben diese Messungen: Beide Grafikkarten liegen bezüglich der Treiberbelastung wohl weitgehend auf identischen Niveau – was auch noch einmal die vorstehenden Savegame-Messungen untermauert, welche generell kaum Unterschiede zwischen der Radeon X1900 XT und der GeForce 7950 GT aufzeigen konnten.
Bevor wir alle bisherigen Erkenntnisse zusammenfassen und eine Wertung abgeben, wollen wir noch den Einfluss der Detailstufe auf die Performance prüfen. Dazu nutzen wir die vom Spiel angebotenen Einstellungen "niedrig", "mittel" und "hoch" im vierten und anspruchvollsten Savegame:
![]() hohe Details [19] |
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![]() mittlere Details [23] |
![]() niedrige Details [24] |
In diesem muß der Athlon 64 X2 mit 2.4 GHz Takt und "/numproc=1" (und damit als SingleCore) nunmehr einen entsprechenden Test über sich ergehen lassen. Wir prüfen hierbei den Leistungsgewinn beim Absenken der Detailstufe, wobei die Grafikkarte jederzeit genügend Leistung bereitstellen sollte. Durch die Beschränkung auf nur einen Kern wird zudem der MultiCore-Support des Treibers unterdrückt. Es zählt einzig und allein, wieviel Gewinn man durch die verschiedenen Detailstufen erreichen kann:
Hierbei kommt ein arg enttäuschendes, wenngleich allerdings zu erwartendes Bild heraus: Das Absenken der Detailstufe bringt weitestgehend überhaupt nichts, sofern eine starke CPU-Limitierung vorherrscht. Nur im anspruchlosestem Savegame ergibt sich ein erheblicher Effekt – doch dort dürfte die Performance sowieso allgemein gut genug sein, wird diese Maßnahme sicherlich nicht benötigt.
Zuletzt wollen wir noch einmal alle wichtigen Ergebnisse in einem Diagramm zusammenfassen und dann die abschließenden Erkenntnisse auf entsprechende Empfehlung übertragen:
Hiervon ausgehend lassen sich die nachfolgend aufgelisteten Hardware-Empfehlungen für Supreme Commander aussprechen. Anzumerken ist allerdings, dass es sich hierbei nur um grobe Empfehlungen handelt, welche ausschließlich auf Grundlage der vier von uns gemessenen Savegames entstanden. In diesen Savegames haben wir bewußt Riesenkarten und eine besonders hohe Anzahl an gleichzeitig zu sehenden Einheiten außen vor gelassen, da diese die Performance von vornherein auf unspielbares Niveau gedrückt hätten.
Supreme Commander ist zudem sowieso ein Sonderfall, weil sich letztlich durch Wahl der Kartengröße jede beliebige Performance erzielen läßt. Wir haben uns demzufolge für die nachfolgenden Empfehlungen auf die mittlere Kartengröße konzentriert, unsere Empfehlungen sind ausschließlich für dieses Setting gedacht. Kleinere Kartengrößen sind dementsprechend auch mit kleinerer Hardware (vor allem bei der CPU) spielbar, für größere Kartengrößen müssen AMD und Intel wohl noch einige neue CPUs nachlegen ;).
Zudem wäre zu den nachfolgenden Hardware-Empfehlungen noch folgendes grundsätzlich hinzuzusagen: Wenn wir nachstehend für eine bestimmte fps-Höhe eine gewisse Hardware empfehlen, dann bedeutet dies nicht, daß diese Hardware exakt diese Frameanzahl erreicht, sondern nur, das diese Hardware die gewünschte Frameanzahl sicher erreicht und die nächstkleinere Hardware eben nicht mehr in der Lage ist, die gewünschte Frameanzahl zu erreichen. Dies ergibt jedoch auch, daß in vielen Fällen mittels der von uns empfohlenen Hardware die gewünschte Frameanzahl sogar noch deutlich übertroffen wird.
Diese Hardware-Empfehlungen gehen zudem generell davon aus, daß SLI sowie CrossFire unter Supreme Commander mit hohen Performancegewinnen (wie unter anderen Spielen) funktionieren. Sollte dies nicht zutreffen, wäre für die nVidia-Grafikkarten oberhalb einer einzelnen GeForce 8800 Ultra Schluß (wird allerdings bei unseren Empfehlungen sowieso nicht erreicht), bei den ATI-Grafikkarten oberhalb einer einzelnen Radeon HD 2900 XT.
auf mittleren Karten mindestens 10 fps | auf mittleren Karten mindestens 15 fps | auf mittleren Karten mindestens 20 fps | auf mittleren Karten mindestens 25 fps | |
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benötigte CPU | Athlon 64 X2 5400+ oder Core 2 Duo E6400 | schätzungsweise Core 2 Extreme X6800 oder Core 2 Duo E6850 | schätzungsweise Core 2 Duo auf ca. 3.8 GHz | schätzungsweise Core 2 Duo auf ca. 5.0 GHz |
Gfx für 1280x960 16xAF |
Radeon X1900 GT oder GeForce 7600 GT | Radeon X1900 XT oder GeForce 7900 GT | Radeon HD 2900 XT oder GeForce 7900 GTX | Radeon X1900 XT CrossFire oder GeForce 8800 GTS 320MB |
Gfx für 1280x960 4xAA + 16xAF |
Radeon X1900 GT oder GeForce 7900 GS | Radeon X1900 XT oder GeForce 7950 GT | Radeon HD 2900 XT oder GeForce 8800 GTS 320MB | Radeon X1900 XT CrossFire oder GeForce 8800 GTX |
Gfx für 1280x960 4xAA + AAA/TSA + 16xAF |
Radeon X1900 GT oder GeForce 7900 GS | Radeon X1900 XT oder GeForce 7950 GT | Radeon X1900 XT CrossFire oder GeForce 8800 GTS 320MB | Radeon X1950 XTX CrossFire oder GeForce 8800 GTX |
Gfx für 1600x1200 16xAF |
Radeon X1900 GT oder GeForce 7900 GS | Radeon X1900 XT oder GeForce 7950 GT | Radeon X1900 XT CrossFire oder GeForce 8800 GTS 320MB | Radeon X1950 XTX CrossFire oder GeForce 8800 GTX |
Gfx für 1600x1200 4xAA + 16xAF |
Radeon X1900 GT oder GeForce 7900 GS | Radeon X1900 XT oder GeForce 7900 GTX | Radeon X1900 XT CrossFire oder GeForce 8800 GTS 320MB | Radeon X1950 XTX CrossFire oder GeForce 8800 GTX |
Gfx für 1600x1200 4xAA + AAA/TSA + 16xAF |
Radeon X1950 Pro oder GeForce 7900 GS | Radeon HD 2900 XT oder GeForce 8800 GTS 320MB | Radeon X1900 XTX CrossFire oder GeForce 8800 GTX | Radeon HD 2900 XT CrossFire oder GeForce 8800 GTX |
Zuerst einmal ergibt sich aus dieser Aufstellung, daß Supreme Commander einen leichten Vorteil für nVidia-Grafikkarten mitbringt – selbst wenn sich das aus den Einzelbenchmarks erst einmal nicht zu ergeben scheint. Wenn allerdings in diesen Einzelbenchmarks die klar leistungsstärkere Radeon X1900 XT immer nur auf die gleichen Resultate kommt wie eine GeForce 7950 GT, dann ergibt dies natürlich einen relativen Vorteil für nVidia-Hardware.
Auf der anderen Seiten muß auch ganz klar gesagt werden, daß die Grafikkarte in Supreme Commander einen eher untergeordneten Rang hat. Nur bei sehr hohen Performanceansprüchen von 20 oder 25 fps (wie gesagt bezogen auf mittlere Kartengrößen) zusammen mit hohen Bildqualitätssettings werden wirklich leistungsstarke Beschleuniger benötigt, darunter tun es oftmals auch Mainstream-Grafikkarten.
Viel problematischer dürfte es aber sein, die passende CPU für solcherart Performanceansprüche zu finden, denn wie gesagt erreicht selbst unser auf 3200 MHz übertakteter Core 2 Duo nicht einmal eine Performance von 20 fps unter der mittleren Kartengröße (im vierten Savegame). Insofern wird man hier wohl sowieso einen Kompromiß eingehen und mit relativ niedrigen Frameraten leben müssen, welche allerdings dieses Spiel (sofern es nicht unter 10 fps geht) auch nicht unbedingt unspielbar machen.
Wirkliche Probleme sehen wir allerdings dann, wenn es um große Kartengrößen geht, wo selbst unser Testprozessor nur um die 10 fps erreicht. Wir können es derzeit nur schätzen, gehen aber davon aus, daß man für diese große Kartengröße faktisch die doppelte Prozessorenpower benötigen dürfte wie für die mittlere Kartengröße. Interessant wäre in diesem Zusammenhang vielleicht, ob Supreme Commander ähnlich herausragend mit QuadCore-Prozessoren skaliert wie mit DualCore-Modellen. Sollte das zutreffen, dann wären QuadCore-Prozessoren durchaus die Rettung für dieses Spiel unter großen Kartengrößen.
Anzumängeln sind diesbezüglich im übrigen die vollkommen irreführenden Hardware-Empfehlungen seitens des Herstellers, welche in der Mindestkonfiguration von einem 1.8 GHz Pentium 4 und in der empfohlenen Konfiguration von einem 3.0 GHz Pentium 4 mit HyperThreading sprechen. Letzteres soll angeblich für "optimale Ergebnisse" bei einer Multiplayer-Partie mit vier Spielern und mittlerer Kartengröße sorgen – was stark zu bezweifeln wäre. Gemäß unseren Erfahrungen sind mit SingleCore-Modellen allerhöchstens die SinglePlayer-Kampagnen spielbar, welche recht überschaubare Kartengrößen haben. Im MultiPlayer- oder Skirmish-Modus muß man sich jedoch auf Frameraten von 5 fps mit solcherart Prozessoren einstellen, sobald es wirklich zur Sache geht.
Ebenfalls nicht unerwähnt soll der hohe Speicherverbrauch des Spiels bleiben: Im (nicht besonders fordernden) SinglePlayer-Modus sollten 1 GB Speicher sicherlich ausreichend sein. Bei Multiplayer- oder Skirmish-Partien mit vielen Einheiten werden aber auch ganz schnell 2 GB Speicher voll. Zudem hat das Spiel wohl die Eigenheit, im Laufe der Zeit immer mehr Speicher an sich zu ziehen, um damit dann immer langsamer zu werden. Hier soll es wohl helfen, einfach einmal zu speichern, das Spiel zu beenden und neu zu laden.
Der einzige Vorteil der hohen Anforderungen an die CPU ist jedoch, daß man das Spiel auch mit mäßiger Grafikkarte gut wird betreiben können bzw. daß man mit einer gutklassigen Grafikkarte problemlos mit hohen Details und hohen Bildqualitätssettings antreten kann. Gerade das Herunterdrehen der Spieldetails und Bildqualitätssettings bringt in Supreme Commander nicht viel bis gar nichts – wenn man mehr Leistung benötigt, dann muß man entweder auf eine höhere CPU-Power setzen oder aber die Anzahl der Einheiten bzw. die Größe der gewählten Karte verringern.
Verweise:
[1] http://www.3dcenter.org/users/leonidas
[2] http://www.3dcenter.org/users/madkiller
[3] http://www.3dcenter.org/artikel/2006/12-09_a.php
[4] http://www.3dcenter.org/artikel/2006/12-20_a.php
[5] http://www.3dcenter.org/artikel/2006/12-31_a.php
[6] http://www.3dcenter.org/artikel/2007/03-22_a.php
[7] http://www.3dcenter.org/artikel/2007/04-25_a.php
[8] http://www.gamecaptain.de/PC/Artikel/3068/Supreme_Commander_Test.html
[9] http://www.gamezone.de/reviews_detail.asp?gameid=25243
[10] http://www.gbase.ch/global/reviews/3440/2654__p1.html
[11] http://www.golem.de/0702/50792.html
[12] http://www.intel.de/
[13] http://www.nvidia.de/
[14] http://www.sapphiretech.com/ge/
[15] http://www.3dcenter.org/downloads/fraps.php
[16] http://www.3dcenter.org/abbildung/2007-06-25pic1
[17] http://www.3dcenter.org/abbildung/2007-06-25pic2
[18] http://www.3dcenter.org/abbildung/2007-06-25pic3
[19] http://www.3dcenter.org/abbildung/2007-06-25pic4
[20] http://www.3dcenter.org/artikel/x1900xt_vs_7950gt/index4.php
[21] http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=369068
[22] http://www.3dcenter.org/artikel/2006/11-01_a.php#erlaeuterung
[23] http://www.3dcenter.org/abbildung/2007-06-25pic5
[24] http://www.3dcenter.org/abbildung/2007-06-25pic6