Nachdem AMD vor etwas mehr als einem Monat [2] die ersten beiden neuen X3D-Prozessoren der Zen-4-Ära vorgestellt hat, folgt nunmehr mit dem Ryzen 7 7800X3D das wahrscheinlich am meisten erwartete Modell. Jenes stellt den Zen-4-Nachfolger des immens erfolgreichen Ryzen 7 5800X3D [3] dar und soll grob die Performance des größten X3D-Modells zu allerdings einem klar besseren Preispunkt bieten. Im Gegensatz zu den größeren X3D-Modellen ist der Ryzen 7 7800X3D wieder als reine Gaming-CPU konzipiert: Ausreichende Kern-Anzahl, kein Blick auf die Anwendungs-Performance – und dafür alle Blicke auf die Spiele-Performance. Wie sich der Ryzen 7 7800X3D bezüglich Performance, Stromverbrauch, Energieeffizienz und Performance/Preis-Verhältnis gemäß der Werte von 19 Launch-Reviews einordnen muß, soll diese Launch-Analyse ermitteln. Gleichfalls liegen inzwischen ausreichend Benchmarks zum Ryzen 9 7900X3D vorn, so dass hiermit nur auch die Einordnung dieses mittleren X3D-Modells nachgereicht werden kann.
Der Ryzen 7 7800X3D ist technisch keine so vergleichsweise komplizierte Geschichte wie Ryzen 9 7900X3D & 7950X3D: Es gibt wie beim zugrundliegenden Ryzen 7 7700X ein IOD und ein CCD – und für das X3D-Modell wird auf letzteres halt noch ein 3D V-Cache mit 64 MB extra Level3-Cache gepappt. Damit gibt es keine CPU-Kerne mit/ohne 3D V-Cache, sondern jeder CPU-Kern hat Zugriff auf den verbauten Extra-Cache. Hiermit fällt dann auch die maximale Taktrate des ganzen Prozessors entsprechend ab: Während der Ryzen 7 7700X auf bis zu 5.4 GHz hinaufgehen kann, sind es beim Ryzen 7 7800X3D nur 5.0 GHz – was auch durch die Messungen von ComputerBase [4] und Tom's Hardware [5] bestätigt wird (dort beiderseits 5.05 GHz ausgemessen). Interessanterweise ist damit die Taktraten-Differenz des 3DVC-CCDs gegenüber dem normalen CCD bzw. dem Referenz-Modell ohne 3D V-Cache beim Ryzen 7 7800X3D mit ~350 MHz sogar etwas kleiner als beim Ryzen 9 7950X mit ~450 MHz.
Ryzen 7 7800X3D | Ryzen 9 7900X3D | Ryzen 9 7950X3D | |
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Hardware | 8C/16T, 4.2/5.0 GHz | 12C/24T, 4.4/5.6 GHz | 16C/32T, 4.2/5.7 GHz |
L3-Cache | 96 MB (12 MB pro CPU-Kern) | 128 MB (10.7 MB pro CPU-Kern, 16 MB pro CPU-Kern auf 3DVC-CCD) | 128 MB (8 MB pro CPU-Kern, 12 MB pro CPU-Kern auf 3DVC-CCD) |
CCD insgesamt | 1 | 2 | 2 |
CCD mit 3D V-Cache | 1 (für 8 CPU-Kerne) | 1 (für 6 CPU-Kerne) | 1 (für 8 CPU-Kerne) |
Max-Takt normales CCD | - | 5.6 GHz (wie 7900X) | 5.7 GHz (wie 7950X) |
Max-Takt CCD mit 3DVC | 5.05 GHz (gemessen) | 5.25 GHz (gemessen) | 5.25-5.275 GHz (gemessen) |
Silizium-Aufwand | 1x CCD (71mm², 5nm), 1x IOD (122mm², 6nm), 1x 3DVC (36mm², 7nm) = 229mm² | 2x CCD (2x 71mm², 5nm), 1x IOD (122mm², 6nm), 1x 3DVC (36mm², 7nm) = 300mm² | 2x CCD (2x 71mm², 5nm), 1x IOD (122mm², 6nm), 1x 3DVC (36mm², 7nm) = 300mm² |
Aufgrund des Bauprinzips ist eine Priorisierung von CPU-Kernen je nach Aufgabenstellung beim Ryzen 7 7800X3D nicht notwendig. Damit entfällt allerdings auch die Möglichkeit, Anwendungs-Software mit Hang zu höheren Taktraten auf CPU-Kernen ohne 3D V-Cache auszuführen, was bei Ryzen 9 7900X3D & 7950X3D die Anwendungs-Performance hochhalten soll. Tendentiell sollte der Abschlag an Anwendungs-Performance beim Ryzen 7 7800X3D also größer ausfallen, einfach weil die Möglichkeit zur Nutzung des (höher taktenden) CCDs ohne 3D V-Cache fehlt. Selbst die gegenüber dem Ryzen 7 7700X etwas großzügigere TDP bzw. PPT dürfte dies nicht mehr kitten können: Denn das Power-Limit (PPT) des Ryzen 7 7700X ist mit 142W schon ausreichend hoch angesetzt, im Achtkern-Bereich dürften die 162W des Ryzen 7 7800X3D wohl kaum noch echte Zugewinne erbringen.
Kerne | Takt | L2+L3 | iGPU | TDP/PPT | Liste | AMD-Shop | Straße | Release | |
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Ryzen 9 7950X3D | 16C/32T | 4.2/5.7 GHz | 16+128 MB | ✓ | 120/162W | $699 | $699 | ab 819€ | 28. Febr. 2023 [2] |
Ryzen 9 7950X | 16C/32T | 4.5/5.7 GHz | 16+64 MB | ✓ | 170/230W | ($699) | $599 | ab 599€ | 27. Sept. 2022 [6] |
Ryzen 9 7900X3D | 12C/24T | 4.4/5.6 GHz | 12+128 MB | ✓ | 120/162W | $599 | $599 | ab 624€ | 28. Febr. 2023 [2] |
Ryzen 9 7900X | 12C/24T | 4.7/5.6 GHz | 12+64 MB | ✓ | 170/230W | ($549) | $449 | ab 444€ | 27. Sept. 2022 [6] |
Ryzen 9 7900 | 12C/24T | 4.7/5.4 GHz | 12+64 MB | ✓ | 65/88W | $429 | - | ab 439€ | 10. Jan. 2023 [7] |
Ryzen 7 7800X3D | 8C/16T | 4.2/5.0 GHz | 8+96 MB | ✓ | 120/162W | $449 | $449 | ab 499€ | 6. April 2023 |
Ryzen 7 7700X | 8C/16T | 4.5/5.4 GHz | 8+32 MB | ✓ | 105/142W | ($399) | $349 | ab 335€ | 27. Sept. 2022 [6] |
Ryzen 7 7700 | 8C/16T | 3.8/5.3 GHz | 8+32 MB | ✓ | 65/88W | $329 | - | ab 327€ | 10. Jan. 2023 [7] |
Ryzen 5 7600X | 6C/12T | 4.7/5.3 GHz | 6+32 MB | ✓ | 105/142W | ($299) | $249 | ab 239€ | 27. Sept. 2022 [6] |
Ryzen 5 7600 | 6C/12T | 3.8/5.1 GHz | 6+32 MB | ✓ | 65/88W | $229 | - | ab 225€ | 10. Jan. 2023 [7] |
Straßenpreise: günstigstes lieferbares Angebot laut Geizhals [8], egal ob boxed oder tray |
Preislich hat AMD den Ryzen 7 7800X3D an derselben Stelle angesetzt, wo vor Jahresfrist der Ryzen 7 5800X3D startete: 449 Dollar US-Listenpreis. Damit hat das kleinste neue X3D-Modell gegenüber den beiden anderen X3D-Modellen nicht mehr den Nachteil eines absoluten Höchst-Preises. Vielmehr ist dies dann deutlich günstiger als der Core i9-13900K(S), müsste rein vom Preispunkt her betrachtet der Ryzen 7 7800X3D eigentlich nur den (etwas günstigeren) Core i7-13700K schlagen – alles was darüber hinaus geht, wäre dann ein Bonus. Vorteilhafterweise für alle Zen-4-Prozessoren haben sich zuletzt die Speicher- und Mainboard-Preise wieder etwas günstiger entwickelt, schmilzt der Aufpreis der AM5-Plattform langsam aber stetig ab. Zudem kommt mit der Zeit auch ein diesbezüglicher AM5-Vorteil immer weiter zum Vorschein: Für die AM4-Plattform wird es nichts mehr neues geben, für die LGA1700-Plattform von Intel maximal noch einen "Raptor Lake Refresh [9]". AM5 steht hingegen noch am Anfang und wird bis mindestens ins Jahr 2025 mit neuen Prozessoren versorgt werden.
AMD "Zen 4" | Straße | Intel "Raptor Lake" | ||
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16C/32T, 4.2/5.7 GHz, 16+128 MB L2+L3, 162W, $699 | Ryzen 9 7950X3D | ab 819€ | ||
ab 757€ | Core i9-13900KS | 8C+16c/32T, 3.2/6.0 GHz, 32+36 MB L2+L3, 253W, $699 | ||
12C/24T, 4.4/5.6 GHz, 12+128 MB L2+L3, 162W, $599 | Ryzen 9 7900X3D | ab 624€ | ||
ab 623€ | Core i9-13900K | 8C+16c/32T, 3.0/5.8 GHz, 32+36 MB L2+L3, 253W, $589 | ||
16C/32T, 4.5/5.7 GHz, 16+64 MB L2+L3, 230W, $599 | Ryzen 9 7950X | ab 599€ | ||
8C/16T, 4.2/5.0 GHz, 8+96 MB L2+L3, 162W, $449 | Ryzen 7 7800X3D | ab 499€ | ||
12C/24T, 4.7/5.6 GHz, 12+64 MB L2+L3, 230W, $449 | Ryzen 9 7900X | ab 444€ | ||
ab 442€ | Core i7-13700K | 8C+8c/24T, 3.4/5.4 GHz, 24+30 MB L2+L3, 253W, $409 | ||
8C/16T, 4.5/5.4 GHz, 8+32 MB L2+L3, 142W, $349 | Ryzen 7 7700X | ab 335€ | ||
ab 333€ | Core i5-13600K | 6C+8c/20T, 3.5/5.1 GHz, 20+24 MB L2+L3, 181W, $319 | ||
Listenpreise bei 7700X, 7900X & 7950X gemäß der (dauerhaft) heruntergesetzten Preise des AMD-Shops [10]; Straßenpreise: günstigstes lieferbares Angebot laut Geizhals [11], egal ob boxed oder tray (keine F-Modelle) |
Im Vergleich zur Launch-Analyse zu Ryzen 9 7900X3D & 7950X3D [2] konnten einige Lücken bei den Performance-Werten des Ryzen 9 7900X3D geschlossen werden – und natürlich wurden die seinerzeit simulierten Ergebnisse des Ryzen 7 7800X3D nunmehr durch echte Ergebnisse ersetzt. Wie erwartet haben diese Simulationen des Ryzen 7 7800X3D nicht wirklich etwas gebracht, die realen Messungen weichen zumeist erheblich von der Simulation ab. Denkbar, dass hierbei auch der erst mit dem Launch erkannte "Core Parking Bug" hineinspielt, über welchen TechPowerUp [12], Tom's Hardware [13] und Gamers Nexus [14] berichten. Nominell betrifft jener nur den ungewöhnlichen Fall eines Downgrades von Ryzen 9 7900X3D oder 7950X3D herunter auf einen Ryzen 7 7800X3D. Dann wirkt (fehlerhafterweise) weiterhin die Kern-Priorisierung der größeren X3D-Modelle und legt auf dem kleineren Ryzen 7 7800X3D einige CPU-Kerne schlafen, worunter dessen Performance leidet.
Dummerweise kann jener Bug aber auch bei einem frischen Windows-System auftreten, AMD untersucht den Fall derzeit. Dies traf wohl auf die Benchmarks der PC Games Hardware zu, welche diesen Fehler jedoch schnell nach Launch erkannt und mittels aktualisierten Benchmarks ausgebessert haben. Wie dies bei den anderen Testberichten aussieht, kann leider nur partiell mit Gewißheit gesagt werden. Bekannt ist bislang nur, dass AnandTech ihre entsprechenden Benchmarks daraufhin kontrolliert und nichts zu beanstanden gefunden haben. Zu den anderen für diese Launch-Analyse ausgewerteten Testberichten liegen dato keine sicheren Infos zur Frage dieses "Core Parking Bugs" vor. Die Chance auf etwaige Fehler ist natürlich gering und viele Benchmark-Reihen kommen auch allein aufgrund der Höhe der jeweiligen Zahlen kaum für diesen Bug in Frage (die Performance des 7800X3D müsste unnatürlich niedrig sein, nur auf Level des 7900X3D).
Tests | fps-Meßmethode | AMD-System | Intel-System | zusätzliche Benchmarks | |
---|---|---|---|---|---|
Adrenaline [15] ![]() |
5 Spiele | 720p, avg fps | ? | ? | 4K-Benchmarks |
AnandTech [16] ![]() |
6 Spiele | ≤720p, avg fps | DDR5/5200 | ? | WQHD/4K-Benchmarks |
ASCII [17] ![]() |
14 Spiele | 1080p, 1% low | DDR5/5200 | DDR5/5600 | |
ComputerBase [18] ![]() |
14 Spiele | 720p, Perzentile | DDR5/5200 | DDR5/5600 | Factorio-Benchmarks |
Eurogamer [19] ![]() |
9 Spiele | 1080p, Lowest 5% | DDR5/6000 | DDR5/6000 | |
Gamers Nexus [14] ![]() |
7 Spiele | 1080p, 1% Low | ? | ? | Ausführungen zum "Core Parking Bug" |
GameStar [20] ![]() |
5 Spiele | 720p, 99th fps | DDR5/6000 | DDR5/6000 | 4K-Benchmarks |
Golem [21] ![]() |
6 Spiele | 720p, P1% fps | DDR5/6000 | DDR5/6800 | |
Igor's Lab [22] ![]() |
6 Spiele | 720p, 1% low fps | DDR5/6000 | DDR5/6000 | WQHD/4K-Benchmarks, Benchmarks zur Workstation-Performance |
LanOC [23] ![]() |
8 Spiele | 1080p "Medium", avg fps | DDR5/6000 | DDR5/6000 | iGPU-Benchmarks |
Linus Tech Tips [24] ![]() |
10 Spiele | 1080p, 1% low | DDR5/6000 | DDR5/6800 | WQHD/4K-Benchmarks, Factorio-Benchmarks |
PC Games Hardware [25] ![]() |
11 Spiele | ≤720p, avg fps | DDR5/5200 | DDR5/5600 | |
PurePC [26] ![]() |
9 Spiele | 1080p, 99th percentile | DDR5/5200 | DDR5/5200 | kompletter Benchmark-Parcour zusätzlich unter Overclocking |
QuasarZone [27] ![]() |
15 Spiele | 1080p, 1% low fps | DDR5/6000 | DDR5/6000 | WQHD/4K-Benchmarks |
SweClockers [28] ![]() |
12 Spiele | 720p, 99:e percentilen | DDR5/6000 | DDR5/6400 | |
TechPowerUp [29] ![]() |
14 Spiele | 720p, avg fps | DDR5/6000 | DDR5/6000 | WQHD/4K-Benchmarks, kompletter Parcour von 47 Anwendungs-Benchmarks, Ausführungen zum "Core Parking Bug" |
TechSpot [30] ![]() |
12 Spiele | 1080p, 1% lows | DDR5/6000 | DDR5/6000 | |
Tom's Hardware [31] ![]() |
8 Spiele | 1080p, 99th percentile | DDR5/5200 | DDR5/5600 | Ausführungen zum "Core Parking Bug" |
Tweakers [32] ![]() |
5 Spiele | 1080p "Ultra", 99p | DDR5/5200 | DDR5/5600 |
Wie üblich geht es bei der Ermittlung der Spiele-Performance moderner Prozessoren nicht darum, deren "Unterstützungs-Leistung" für die Grafikkarten im Gaming-Alltag abzubilden – weswegen hier wiederum keine Benchmarks unter den gängigen Auflösungen WQHD und 4K verwendet werden. Vielmehr geht es darum, jene Spiel-Sequenzen auszuwerten, wo die ansonsten dominierende Grafikkarten-Performance in den Hintergrund tritt und vornehmlich die Prozessoren-Performance limitiert. Da selbige Sequenzen in Spielen schwer zu finden sind und genauso auch nicht lang genug für Benchmarks dauern, behilft man sich üblicherweise mit der vorsätzlichen Forcierung einer CPU-Limitierung mittels bewußt niedriger bis niedrigstmöglicher Auflösungen. Alternativ oder auch gleichzeitig verwendet man Minimum-Frameraten (natürlich keine absoluten Minimum-Frameraten, sondern "1% low" Frameraten oder 99th Perzentile), um damit ebenfalls näher an die CPU-Limitierung heranzurücken.
Es soll hiermit dann natürlich nicht ausgemessen werden, wie schnell die Prozessoren wirklich unter der 720p-Auflösung sind – sondern vielmehr, wie schnell die Prozessoren unter typischen Gaming-Auflösungen in jenen Sekundenbruchteilen sind, in welchen eine CPU-Limitierung auftritt. Die niedrigen Auflösungen sind wie gesagt nur ein Hilfsmittel und nicht die eigentliche Zielsetzung. Dies erklärt auch, wieso gewöhnliche FullHD-Benchmarks (auf durchschnittlichen Frameraten ausgeführt) hierfür nicht hilfreich sind: Auch jene liefern noch zu geringe Skalierungen zwischen den einzelnen Prozessoren, sind weiterhin maßgeblich Grafikkarten-limitiert. Die Zielsetzung dieser Benchmark-Konstruktion ist es eben, die ansonsten dominierende Grafikkarten-Limitierung bestmöglich abzuschütteln, auch wenn das Mittel hierzu auf den ersten Blick kurios ausschauen mag.
Somit wurden für diese Launch-Analyse wiederum nur Benchmark-Reihen ausgewertet, welche genau das bieten können: Eine echte Performance-Skalierung der getesteten Prozessoren, realisiert über niedrige Auflösungen und/oder Minimum-Frameraten. Sofern mehrere Benchmark-Reihen pro Launch-Review zur Verfügung standen, wurde generell jene mit der besseren Performance-Skalierung verwendet. Dies geht teilweise sogar zuungunsten der X3D-Prozessoren, denn oftmals fällt deren Performance bei durchschnittlichen Frameraten etwas höher aus als bei Minimum-Frameraten. Das beste Beispiel hierzu sind immer noch die Werte von Igor's Lab [35], wo der Ryzen 7 7800X3D unter 720p bei den durchschnittlichen Frameraten immerhin +6,9% auf den Core i9-13900K oben drauf legt – bei den 1% Low fps hingegen um –4,5% niedriger durchs Ziel kommt. Es gibt allerdings auch Testberichte mit einem vollkommenen Gleichstand in dieser Frage, wie mit den Benchmarks der ComputerBase [36] zu sehen.
Spiele-Performance | 58X3D | 7700X | 7900X | 7950X | 13600K | 13700K | 13900K | 139KS | 78X3D | 790X3D | 795X3D |
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Kerne & Abstammung | 8C Zen3 | 8C Zen4 | 12C Zen4 | 16C Zen4 | 6C+8c RTL | 8C+8c RTL | 8C+16c RTL | 8C+16c RTL | 8C Zen4 | 12C Zen4 | 16C Zen4 |
Adrenaline [15] | 96,3% | 86,8% | 87,4% | 85,9% | - | 87,7% | 93,3% | - | 100% | - | 98,0% |
AnandTech [16] | 89,1% | - | - | 89,9% | 79,8% | - | 89,5% | 92,4% | 100% | - | 97,4% |
ASCII [17] | - | 79,4% | - | - | - | 93,0% | 97,2% | - | 100% | 93,3% | 102,6% |
ComputerBase [18] | 79,8% | - | - | - | - | - | 96,8% | - | 100% | - | 102,1% |
Eurogamer [19] | - | - | - | - | - | - | 95,1% | - | 100% | - | 99,4% |
Gamers Nexus [14] | 84,5% | 87,3% | 86,2% | 89,7% | 93,8% | 102,8% | 105,4% | - | 100% | 94,2% | 101,3% |
GameStar [20] | 88,3% | - | 95,5% | - | - | - | 96,9% | - | 100% | - | 99,8% |
Golem [21] | 71,8% | 80,6% | - | 83,3% | - | - | 100,1% | 111,3% | 100% | - | 100,1% |
Igor's Lab [22] | 82,8% | 76,6% | 81,2% | 85,3% | 95,3% | 103,6% | 104,7% | - | 100% | 96,2% | 105,0% |
LanOC [23] | - | 80,6% | 81,9% | 85,8% | 76,5% | - | 86,8% | - | 100% | - | 100,9% |
Linus Tech Tips [24] | 85,0% | 87,1% | - | 92,5% | 90,9% | 90,9% | 98,4% | - | 100% | 92,5% | 96,2% |
PC Games Hardware [25] | 85,9% | 78,2% | 80,4% | 82,1% | 90,6% | 96,5% | 99,6% | - | 100% | 98,7% | 106,5% |
PurePC [26] | 85,7% | 84,1% | 89,7% | 91,4% | 97,8% | - | 106,9% | - | 100% | - | 109,7% |
QuasarZone [27] | 85,3% | 88,5% | 90,9% | 92,3% | 88,6% | 95,9% | 99,0% | 100,2% | 100% | 95,9% | 103,2% |
SweClockers [28] | - | - | - | - | - | - | - | 93,3% | 100% | - | 104,0% |
TechPowerUp [29] | 78,2% | 83,4% | 82,5% | 82,5% | 84,9% | 90,0% | 93,1% | - | 100% | - | 94,6% |
TechSpot [30] | 78,0% | 89,8% | 89,3% | 89,8% | 89,3% | 93,2% | 97,2% | - | 100% | - | 100,0% |
Tom's Hardware [31] | 85,7% | 75,5% | 81,0% | 83,0% | 87,8% | 96,6% | 93,9% | - | 100% | 96,6% | 103,4% |
Tweakers [32] | 91,3% | - | 95,4% | 93,7% | 98,8% | 105,5% | 102,0% | 103,0% | 100% | 100,1% | 98,8% |
durchschn. Spiele-Perf. | 82,6% | 84,9% | 85,9% | 87,3% | 88,4% | 94,2% | 97,1% | ~98% | 100% | 95,0% | 101,2% |
Power-Limit | 142W | 142W | 230W | 230W | 181W | 253W | 253W | 253W | 162W | 162W | 162W |
Listenpreis | $349 | $349 | $449 | $599 | $319 | $409 | $589 | $699 | $449 | $599 | $699 |
Straßenpreis (ab) | 307€ | 335€ | 444€ | 599€ | 333€ | 442€ | 623€ | 757€ | 499€ | 624€ | 819€ |
Performance-Durchschnitt gemäß geometrischem Mittel, gut gewichtet zugunsten jener Hardwaretests mit höherer Benchmark-Anzahl; Straßenpreise: günstigstes lieferbares Angebot laut Geizhals [11], egal ob boxed oder tray (keine F-Modelle); gesamte ausgewertete Benchmark-Anzahl: ~1330 |
Im Mittel der ausgewerteten Benchmark-Reihen gelingt es dem Ryzen 7 7800X3D, mit Augenzudrücken grob die Performance des Ryzen 9 7950X3D einzuholen. Im genauen liegt der Ryzen 9 7950X3D zwar weiterhin im Schnitt dieser Benchmark-Auswertung vorn, aber 1,2% Differenz sind eigentlich nicht der Rede wert. Bei derart knappen Werten schwanken zudem die Einzelwerte häufig um den Gleichstand herum: So sehen von 19 Launch-Reviews immerhin 7 den Ryzen 7 7800X3D sogar vorn – bei einem gibt es einen totalen Gleichstand, die anderen 11 sehen dann wiederum den Ryzen 9 7950X3D vorn. Auch die Schwankungswerte zeigt den eigentlichen Gleichstand zwischen diesen beiden Prozessoren an: Nur 6 von 19 Launch-Reviews sehen eine Performance-Differenz von 4% oder größer zwischen diesen beiden X3D-Prozessoren, für die anderen 13 Launch-Reviews ist die Differenz somit kleiner als 4%.
Damit reicht es für den Ryzen 7 7800X3D auch, um die Intel-Spitzenmodelle Core i9-13900K und Core i9-13900KS hinter sich zu lassen. Die Differenzen sind hierbei mit +3,0% sowie ~2% auch nicht großartig – wenn man will, kann man auch hier von einem groben Performance-Gleichstand sprechen. Aber in jedem Fall ergibt dies im Wettstreit AMD vs Intel einen moralischen Sieg, wenn der 449-Dollar-Prozessor von AMD den 589-Dollar-Prozessor sowie dessen 699-Dollar-Mutanten schlagen kann. Logischerweise passiert dies auch nur im Durchschnitt aller ausgewerteten Benchmarks, bei dieserart knappen Resulaten gibt es zudem (ganz natürlich) auch Gegenstimmen: So liegt in 6 von 19 Launch-Reviews dennoch der Core i9-13900K vorn – in den anderen 13 dann jedoch der Ryzen 7 7800X3D. Sicherlich rangieren Core i9-13900K, Core i9-13900KS, Ryzen 7 7800X3D und Ryzen 9 7950X3D somit allesamt in derselben Performance-Sphäre, die Differenz (vom kleinsten zum größten Modell innerhalb dieser CPU-Gruppe) beläuft sich gerade einmal auf 4%.
Der mit dieser Benchmark-Auswertung erstmals in größerer Anzahl anzutreffende Ryzen 9 7900X3D kommt hingegen nicht so gut weg und bestätigt die Vermutung, welche man bereits nach den ersten von dessen Benchmarks aufstellen konnte: Abweichend von der Regel, dass AMD-Prozessoren derselben Generation und Bauart immer eine recht ähnliche Gaming-Performance aufweisen, liegt der Ryzen 9 7900X3D im Schnitt der Benchmarks um –5,0% zum Ryzen 7 7800X3D sowie um –6,1% zum Ryzen 9 7950X3D beachtbar zurück. Damit wird immerhin noch der Core i7-13700K geringfügig geschlagen, all zu weit vom Schuss weg ist der Ryzen 9 7900X3D somit noch nicht. Aber es reicht nicht mehr für die absolute Spitzen-Gruppe – und dies ist ein deutlicher Standort-Nachteil angesichts des Preispunkts. Zudem fällt damit auch der Performance-Gewinn durch den extra 3D V-Cache beim Ryzen 9 7900X3D am geringsten aus – trotz des höchsten (nominellen) Mehrpreises genau bei diesem Modell.
Mehrperf. | Mehrpr. Liste | Mehrpr. Straße | |
---|---|---|---|
8C: Ryzen 7 7700X → 7800X3D | +17,8% | +29% ($349 vs $449) | +49% (335€ vs 499€) |
12C: Ryzen 9 7900X → 7900X3D | +10,6% | +33% ($449 vs $599) | +41% (444€ vs 624€) |
16C: Ryzen 9 7950X → 7950X3D | +15,9% | +17% ($599 vs $699) | +37% (599€ vs 819€) |
Listenpreise bei 7700X, 7900X & 7950X gemäß der (dauerhaft) heruntergesetzten Preise des AMD-Shops [10] |
In der Frage der Anwendungs-Performance tritt gemäß der wenigen hierzu ausgewerteten Benchmarks das zu erwartende Bild ein: Der Ryzen 7 7800X3D verliert doch etwas stärker an Anwendungs-Performance als der Ryzen 9 7950X3D – welcher mit seiner Bauform mit zwei verschiedenen CCDs gerade dafür gemacht wurde, nicht all zu viel an Anwendungs-Performance abzugeben. Die unterschiedliche Skalierung der einzelnen Benchmark-Reihen ergibt sich im übrigen allein durch deren jeweiligen Benchmark-Fokus: Bei PC Games Hardware und Tom's Hardware wurden klar Multithread-lastige Benchmarks getestet, bei TechPowerUp ist es hingegen ein (sehr) breites Benchmark-Feld, welches somit die Alltags-Performance dieser Prozessoren wohl besser beschreibt. Echte Abschläge muß man mit dem Ryzen 7 7800X3D nicht befürchten, aber für Nicht-Spieler lohnen die X3D-Modelle wegen leicht niedrigerer Anwendungs-Performance zu höheren Preisen somit natürlich nicht.
Anwendungs-Performance | 7700 | 7700X | 7800X3D | Diff. | 7950X | 7950X3D | Diff. |
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Power-Limit | 88W | 142W | 162W | 230W | 162W | ||
PC Games Hardware [25] (6 Tests) | - | 107,1% | 100% | –6,6% | 151,1% | 144,4% | –4,4% |
TechPowerUp [29] (47 Tests) | 99,1% | 103,1% | 100% | –3,0% | 135,9% | 133,1% | –2,1% |
Tom's Hardware [31] (6 Tests) | - | 107,4% | 100% | –6,9% | 191,2% | 181,0% | –5,3% |
Erneut eine Parade-Diszplin für die X3D-Prozessoren ist deren Stromverbrauch: Sowohl unter Anwendungen als gerade auch unter Spielen liegen alle X3D-Modelle teilweise massiv vor allen anderen Prozessoren, insbesonderen Intels Spitzen-Modellen. Die neu eingepflegten Wertequellen zu Spiele-Benchmarks haben auch erstmals eine gewisse Durchschnitts-Bildung zum Stromverbrauch unter Spielen zugelassen, was dann ziemlich plastische Ergebnisse auswirft: Ein Core i9-13900K säuft im Schnitt der Messungen immerhin 143 Watt unter Spielen, der Ryzen 7 7800X3D erledigt denselben Job (mit wie gesagt minimal besserer Performance) auf durchschnittlich nur 56 Watt. Dies liegt weit über der doppelten Energieeffizienz in diesem speziellen Vergleich.
CPU-Stromverbrauch | 58X3D | 7700X | 7900X | 7950X | 13600K | 13700K | 13900K | 139KS | 78X3D | 790X3D | 795X3D |
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Kerne & Abstammung | 8C Zen3 | 8C Zen4 | 12C Zen4 | 16C Zen4 | 6C+8c RTL | 8C+8c RTL | 8C+16c RTL | 8C+16c RTL | 8C Zen4 | 12C Zen4 | 16C Zen4 |
AVX Peak Power @ AnandTech [37] | 141W | - | - | 222W | 238W | - | 334W | 360W | 82W | - | 145W |
Blender @ TechPowerUp [38] | 90W | 134W | 178W | 222W | 189W | 252W | 276W | - | 77W | - | 140W |
Prime95 @ ComputerBase [39] | 133W | 142W | - | 196W | 172W | 238W | 253W | - | 81W | 115W | 135W |
Cinebench R23 @ Tweakers [40] | 104W | 132W | 188W | 226W | 174W | 246W | 339W | 379W | 75W | 110W | 138W |
y-Cruncher @ Tom's Hardware [5] | 95W | 130W | 159W | 168W | - | 194W | 199W | 220W | 71W | 86W | 99W |
Adobe Premiere @ Tweakers [40] | 77W | 100W | 91W | 118W | 133W | 169W | 209W | 213W | 55W | 68W | 77W |
AutoCAD 2023 @ Igor's Lab [41] | 66W | 77W | 90W | 93W | 76W | 95W | 139W | - | 62W | 87W | 69W |
Ø 6 Anwendungen @ PCGH [42] | 109W | 136W | 179W | 212W | 168W | 253W | 271W | 279W | 77W | 107W | 120W |
Ø 47 Anwendungen @ TPU [38] | 59W | 80W | 102W | 117W | 105W | 133W | 169W | - | 49W | - | 79W |
Ø 14 Spiele @ ComputerBase [43] | 76W | - | - | 105W | - | - | 141W | 147W | 60W | 66W | 72W |
Ø 6 Spiele (4K) @ Igor's Lab [41] | 72W | 86W | 122W | 111W | 95W | 124W | 119W | - | 67W | 79W | 72W |
Ø 11 Spiele @ PCGH [42] | 61W | 77W | 110W | 119W | 105W | 145W | 155W | 163W | 54W | 64W | 68W |
Ø 13 Spiele @ TechPowerUp [38] | 52W | 66W | 80W | 81W | 89W | 107W | 143W | - | 49W | - | 56W |
durchschn. Spiele-Verbrauch | 62W | 75W | 101W | 103W | 96W | 125W | 143W | ~150W | 56W | 63W | 65W |
Power-Limit | 142W | 142W | 230W | 230W | 181W | 253W | 253W | 253W | 162W | 162W | 162W |
Listenpreis | $349 | $349 | $449 | $599 | $319 | $409 | $589 | $699 | $449 | $599 | $699 |
Straßenpreis (ab) | 307€ | 335€ | 444€ | 599€ | 333€ | 442€ | 623€ | 757€ | 499€ | 624€ | 819€ |
Straßenpreise: günstigstes lieferbares Angebot laut Geizhals [11], egal ob boxed oder tray (keine F-Modelle) |
Damit ergibt sich ein ziemlicher Gleichklang der Ereignisse zum Launch des Ryzen 9 7950X3D: Bei der Spiele-Performance liegt der Ryzen 7 7800X3D knapp vor der Intel-Konkurrenz, beim Stromverbrauch und der Energieeffizienz trennen beide Ansätze hingegen Welten. Letztlich ist der Ryzen 7 7800X3D somit das geworden, was der Ryzen 9 7950X3D bereits angedeutet hatte: Ein Spiele-Spitzenprozessor mit herausragender Energieeffizienz – und eben im Gegensatz zum Ryzen 9 7950X3D nicht gerade auf dem höchstmöglichen Preispunkt angesetzt. Der Ryzen 9 7950X3D behält hingegen seine absolte Top-Position bei der Spiele-Performance, wenngleich wie gesagt mit nur geringer Differenz zu Ryzen 7 7800X3D, Core i9-13900K & 13900KS. Allein der Ryzen 9 7900X3D fällt hiergegenüber etwas ab, gehört trotz des X3D-Suffix nicht zur vordersten Performance-Gruppe.
Preislich sind die 449 Dollar bzw. 499 Euro des Ryzen 7 7800X3D sicherlich kein Pappenstiel, doch dies erscheint deutlich eher gangbar für Spieler als die Preispunkte der anderen Performance-ähnlichen Prozessoren: Core i9-13900K, Core i9-13900KS und Ryzen 9 7950X3D kosten zwischen 123 bis 320 Euro mehr als der Ryzen 7 7800X3D. Die Intel-Modelle können derzeit noch etwas niedrigere Mainboard-Kosten für sich verbuchen, bezüglich der Speicherpreise kann man hingegen eher einen Gleichstand ansetzen, da für solcherart Spitzen-Systeme eigentlich kaum noch auf DDR4 gesetzt werden sollte. Nichtsdestotrotz bleibt auch der Ryzen 7 7800X3D ein typisches Spitzen-Modell beim Preispunkt: Jener rechtfertigt sich allein über die erbrachte Top-Leistung, nicht jedoch über das damit erzielte Performance/Preis-Verhältnis.
Denn selbiges ist nur gegenüber den anderen Spitzen-Modellen besser, fällt dann jedoch schnell und deutlich ab. So hat ein Core i5-13600K gemäß dieser Benchmarks und zu aktuellen Straßenpreisen ein um +33% besseres Performance/Preis-Verhältnis unter Spielen – und dies nur auf die CPU bezogen, sprich außerhalb noch der Plattform-Kosten. Auch der Ryzen 7 7700X schlägt seinen X3D-Vetter um +26% beim Performance/Preis-Verhältnis unter Spielen, der Ryzen 7 5800X3D aus der (zusätzlich viel günstigeren) AM4-Plattform liegt sogar um +34% vorn. Aber natürlich ist man beim Spitzen-Modell generell falsch, wenn man nach dem besten Performance/Preis-Verhältnis sucht – Spitzen-Performance kostet immer übermäßig mehr. Der Ryzen 7 7800X3D kann schwerlich unter dem Blick auf das Performance/Preis-Verhältnisses betrachtet werden, dies steht üblicherweise keinem der Spitzen-Prozessoren (oder Spitzen-Grafikkarten) gut zu Gesicht.
Spiele-Performance | Hardware | Perf. | Verbr. | fps/W | Straße | fps/€ |
---|---|---|---|---|---|---|
Ryzen 9 7950X3D | Zen 4 X3D, 16C/32T | 101,2% | 65W | 87% | ab 819€ | 62% |
Ryzen 9 7900X3D | Zen 4 X3D, 12C/24T | 95,0% | 63W | 84% | ab 624€ | 76% |
Ryzen 7 7800X3D | Zen 4 X3D, 8C/16T | 100% | 56W | 100% | ab 499€ | 100% |
Core i9-13900KS | Raptor Lake, 8C+16c/32T | ~98% | ~150W | 37% | ab 757€ | 65% |
Core i9-13900K | Raptor Lake, 8C+16c/32T | 97,1% | 143W | 38% | ab 623€ | 78% |
Core i7-13700K | Raptor Lake, 8C+8c/24T | 94,2% | 125W | 42% | ab 442€ | 106% |
Core i5-13600K | Raptor Lake, 6C+8c/20T | 88,4% | 96W | 52% | ab 333€ | 133% |
Ryzen 9 7950X | Zen 4, 16C/32T | 87,3% | 103W | 47% | ab 599€ | 73% |
Ryzen 9 7900X | Zen 4, 12C/24T | 85,9% | 101W | 48% | ab 444€ | 97% |
Ryzen 7 7700X | Zen 4, 8C/16T | 84,9% | 75W | 63% | ab 335€ | 126% |
Ryzen 7 5800X3D | Zen 3 X3D, 8C/16T | 82,6% | 62W | 75% | ab 307€ | 134% |
Perf. = gemittelte Spiele-Performance, Verbr. = gemittelter Spiele-Verbrauch (nur CPU) ... fps/W = Energieeffizienz im Spiele-Einsatz (Performance/Verbrauch) ... Straße = günstigstes lieferbares Angebot laut Geizhals [11], egal ob boxed oder tray (keine F-Modelle) ... fps/€ = Performance/Preis-Verhältnis im Spiele-Einsatz |
Es handelt sich nun einmal um ein klassisches Spitzen-Modell, selbst wenn eine minimale Performance-Differenz zum Ryzen 9 7950X3D existiert. Und ist diese Performance-Stellung erst einmal errungen, richtet sich das Produkt nicht mehr an diejenigen Käufer, welche nach gutem Performance/Preis-Verhältnis kaufen – sondern diejenigen Käufer, welche schlicht "das Beste" wollen. In diesem Fall kommt positiverweise hinzu, dass das Beste nicht einmal den höchsten Preispunkt hat – viel mehr Verkaufsunterstützung kann man dem Ryzen 7 7800X3D wohl kaum geben. Und so sehen die ersten Verkaufszahlen auch ziemlich überragend aus, trotz wackeliger Verfügbarkeit dominiert der Ryzen 7 7800X3D bereits in seiner ersten (halben) Verkaufswoche die Verkaufsstatistik der Mindfactory gemäß der Erhebung von TechEpiphany @ Twitter [47].
Dabei ist es nicht generell überragend, was AMD mit dem Ryzen 7 7800X3D liefert: Die gebotenen Spiele-Performance konnte näherungsweise auch schon der Core i9-13900K im letzten Herbst, auf einem halbwegs ähnlichen Preislevel ist der Core i7-13700K nur knapp 6% langsamer. Der Clou ist natürlich die wirklich niedrige Leistungsaufnahme der X3D-Modelle, welches dieses CPU-Projekt von AMD wohl maßgeblich über die Ziellinie bringt: Denn wenn alle anderen Faktoren ziemlich gleich sind, dann aber ein Element mit einem derartigen Dimensions-Unterschied existiert, dann zieht dies natürlich alle Aufmerksamkeit auf sich und wird zudem zum Zünglein an der Waage. Dass Energieeffizienz im Jahr 2023 einwandfrei in die Zeit passt sowie Intel sich in dieser Frage zuletzt überhaupt nicht mit Ruhm bekleckert hat, kommt hier zugunsten von AMD hinzu.
Und somit hat AMD mit den neuen X3D-Prozessoren mit Zen-4-Unterbau den Erfolg des Ryzen 7 5800X3D gut wiederholen können. Erneut hat man dabei mit einem vergleichsweise einfachen Mittel Intels eigentlich dickeren Ansatz in die Schranken weisen können. Neben einer klassischen Spieler-CPU wie dem Ryzen 7 7800X3D bietet AMDs neues X3D-Portfolio nunmehr auch den "Nischenbedarf" an X3D-Modellen mit mehr als 8 CPU-Kernen und dennoch kaum Abschlag bei der Anwendungs-Performance. Von diesen bietet allerdings nur der Ryzen 9 7950X3D auch eine Spitzen-Performance im Spiele-Einsatz, der mittlere Ryzen 9 7900X3D fällt hier etwas ab. Aufgrund durchgehend geringer Unterschiede bei der reinen Performance bleibt allerdings wohl jeder der getesteten AMD- und Intel-Prozessoren eine Option, je nach individuellem Anwendungs-Profil können sich bei jedem Nutzer andere Favoriten herausbilden. Vorbehaltlich großartiger Preisänderungen dürfte sich das hiermit aufgestellte Gesamtbild bis zu diesem Herbst halten, wenn Intel mit seinem "Raptor Lake Refresh [9]" anrücken wird.
Verweise:
[1] http://www.3dcenter.org/users/leonidas
[2] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-ryzen-9-7900x3d-7950x3d
[3] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-ryzen-7-5800x3d
[4] https://www.computerbase.de/2023-04/amd-ryzen-7-7800x3d-test/#abschnitt_taktraten_in_der_praxis
[5] https://www.tomshardware.com/reviews/amd-ryzen-7-7800x3d-cpu-review/2
[6] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-ryzen-7000
[7] http://www.3dcenter.org/news/news-des-9-januar-2023
[8] https://geizhals.de/?cat=cpuamdam4&xf=16686_Ryzen+7000&asuch=&bpmin=&bpmax=&v=l&hloc=at&hloc=de&plz=&dist=&mail=&sort=p&bl1_id=30
[9] http://www.3dcenter.org/news/news-des-8-dezember-2022
[10] https://www.amd.com/en/direct-buy/en
[11] https://geizhals.de/
[12] https://www.techpowerup.com/review/amd-ryzen-7-7800x3d/28.html
[13] https://www.tomshardware.com/reviews/amd-ryzen-7-7800x3d-cpu-review/3
[14] https://www.youtube.com/watch?v=B31PwSpClk8
[15] https://adrenaline.com.br/analises/v/84157/review-amd-ryzen-7-7800x3d-o-novo-rei-dos-games
[16] https://www.anandtech.com/show/18795/the-amd-ryzen-7-7800x3d-review-a-simpler-slice-of-v-cache-for-gaming
[17] https://ascii.jp/elem/000/004/131/4131663/
[18] https://www.computerbase.de/2023-04/amd-ryzen-7-7800x3d-test/
[19] https://www.eurogamer.net/digitalfoundry-2023-amd-ryzen-7-7800x3d-review
[20] https://www.gamestar.de/artikel/amd-ryzen-7-7800x3d-test,3392393.html
[21] https://www.golem.de/news/ryzen-7-7800x3d-im-test-die-beste-gaming-cpu-2023-2304-173212.html
[22] https://www.igorslab.de/amd-ryzen-7-7800x3d-im-gaming-und-workstation-test-ultra-schnell-spielen-in-einer-anderen-energetischen-dimension/
[23] https://lanoc.org/review/cpus/8695-amd-ryzen-7-7800x3d
[24] https://www.youtube.com/watch?v=nj4gn7od0jY
[25] https://www.pcgameshardware.de/Ryzen-7-7800X3D-CPU-279471/Tests/vs-7900X3D-Benchmark-Review-Release-Preis-1416589/
[26] https://www.purepc.pl/test-procesora-amd-ryzen-7-7800x3d-czy-to-najlepszy-procesor-do-gier-szybszy-nawet-od-intel-core-i9-13900k
[27] https://quasarzone.com/bbs/qc_bench/views/84662
[28] https://www.sweclockers.com/test/35999-test-amd-ryzen-7-7800x3d-spelprocessorn-du-vantat-pa
[29] https://www.techpowerup.com/review/amd-ryzen-7-7800x3d/
[30] https://www.techspot.com/review/2657-amd-ryzen-7800x3d/
[31] https://www.tomshardware.com/reviews/amd-ryzen-7-7800x3d-cpu-review
[32] https://tweakers.net/reviews/10988/amd-ryzen-7-7800x3d-de-langverwachte-intel-killer-in-games.html
[33] https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=614712
[34] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-ryzen-7-7800x3d
[35] https://www.igorslab.de/amd-ryzen-7-7800x3d-im-gaming-und-workstation-test-ultra-schnell-spielen-in-einer-anderen-energetischen-dimension/3/
[36] https://www.computerbase.de/2023-04/amd-ryzen-7-7800x3d-test/#abschnitt_spiele_in_720p_ganzer_parcours_weniger_cpus
[37] https://www.anandtech.com/show/18795/the-amd-ryzen-7-7800x3d-review-a-simpler-slice-of-v-cache-for-gaming/2
[38] https://www.techpowerup.com/review/amd-ryzen-7-7800x3d/23.html
[39] https://www.computerbase.de/2023-04/amd-ryzen-7-7800x3d-test/#abschnitt_leistungsaufnahme_in_anwendungen
[40] https://tweakers.net/reviews/10988/20/amd-ryzen-7-7800x3d-de-langverwachte-intel-killer-in-games-stroomverbruik-en-efficientie.html
[41] https://www.igorslab.de/amd-ryzen-7-7800x3d-im-gaming-und-workstation-test-ultra-schnell-spielen-in-einer-anderen-energetischen-dimension/11/
[42] https://www.pcgameshardware.de/Ryzen-7-7800X3D-CPU-279471/Tests/vs-7900X3D-Benchmark-Review-Release-Preis-1416589/3/
[43] https://www.computerbase.de/2023-04/amd-ryzen-7-7800x3d-test/#abschnitt_leistungsaufnahme_in_spielen
[44] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-ryzen-7-7800x3d/launch-analyse-amd-ryzen-7-7800x3d-seite-2
[45] http://www.3dcenter.org/dateien/abbildungen/AMD-Ryzen-7-7800X3D-Performance-Zusammenfassung.png
[46] http://www.3dcenter.org/abbildung/amd-ryzen-7-7800x3d-performance-zusammenfassung
[47] https://twitter.com/TechEpiphany/status/1645055506275262464
[48] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-ryzen-7-7800x3d/launch-analyse-amd-ryzen-7-7800x3d-seite-3