Mittels "Coffee Lake [2]" bringt Intel seine 8. Core-Generation nunmehr auch ins Desktop-Segment, nachdem man entsprechende Mobile-Beschleuniger (allerdings Kaby-Lake-basierend) bereits vorher schon angekündigt hatte [3]. Im Desktop-Segment steht Coffee Lake primär für erstmals bei Intel Sechskern-Prozessoren im normalen Consumer-Segment, sprich dem Mainstream- oder besser Midrange-Bereich. Dies ist sicherlich primär eine Reaktion auf AMDs Ryzen-Prozessoren [4], andererseits dürfte Intel diesen Schritt sicherlich schon des längerem in der Schublade gehabt haben. Eigentlich erst für den Jahresstart 2018 geplant, starten nunmehr im Oktober 2017 bereits die ersten 6 Coffee-Lake-Modelle für den Desktop samt des ersten passenden Mainboard-Chipsatzes Z370, welcher aufgrund der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit und der Termin-Vorverlegung allerdings nur ein umgelabelter Z270-Chipsatz ist. Wie weit Intel mit seinen ersten Midrange-Sechskernern kommt bzw. was die (vielen) Launchreviews hierzu an Daten und Benchmarks produziert haben, soll mit dieser Launch-Analyse nachfolgend zusammengefasst und verdichtet werden.
Entscheidendes Merkmal von Coffee Lake sind wie gesagt die bis zu 6 CPU-Kerne, mittels welcher Intel sein seit der Sandy-Bridge-Generation benutztes Produktschema ab der Coffee-Lake-Generation deutlich umkrempelt: Grob gesehen wird der alte Core i5 nunmehr zum Core i3 (beides Vierkerner ohne HyperThreading) und für den Gegenwert des alten Core i7 (Vierkerner mit HyperThreading) bekommt man nun einen Core i5 (Sechskerner ohne HyperThreading) – das gesamte Portfolio rutscht also eine glatte Stufe nach unten, der CPU-Käufer bekommt automatisch mehr Hardware & Performance für das gleiche Geld. Dies wird bei Coffee Lake dann zum einen durch nicht abgesenkte, sondern gleichartige Taktraten zu zudem nur in Einzelfällen höheren Preisen unterstützt – sprich, es gibt nicht nur bei den Verkaufsnamen mehr fürs gleiche Geld, sondern dies sogar auch rein unter Preis- und Performance-Gesichtspunkten betrachtet. Für Intel ist dies ein sehr deutlicher Schritt nach vorn – welcher allerdings andererseits auch anzeigt, wie lange man (mangels schlagkräftiger Konkurrenz) die CPU-Käufer mit immer wieder dem gleichen Verkaufsmodell hat abschöpfen können.
bisherige Preise | bis Skylake | Kaby Lake | Coffee Lake | neue Preise | ||
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Core i7 | 303-339$ | 4C +HT | 4C +HT | -> | 6C +HT | 303-359$ |
Core i5 | 182-242$ | 4C | 4C | -> | 6C | 182-257$ |
Core i3 | 117-168$ | 2C +HT | 2C +HT | -> | 4C | 117-168$ |
Pentium | 64-86$ | 2C | 2C +HT | -> | 2C +HT (?) | ? |
Celeron | 42-52$ | 2C | 2C | -> | 2C (?) | ? |
Für jene Sechskern-Prozessoren legt Intel ein einziges neues Die auf (welches rund 150mm² groß ist) – der komplette Rest des Portfolios wird aus der Kaby-Lake-Produktion entliehen, basiert also nicht auf eigenen, neuen Dies. Dies betrifft konkret die beiden Vierkerner Core i3-8100 & Core i3-8350K, welche faktisch den bisherigen Core i5-7xxx Prozessoren entsprechen. Intel hat hierfür allein die Grafik-Einheit von "HD Graphics 6xx" in nunmehr "Ultra HD Graphics 6xx" umbenannt, zudem gibt es natürlich andere Taktraten – aber die technische Grundlage ist dasselbe Vierkern-Die aus der Kaby-Lake-Generation [5]. Dies macht allerdings im Sinne etwaiger Differenzen zu Coffee Lake nichts aus – denn Coffee Lake bringt keinerlei Architektur-Änderungen mit sich, ist also technologisch identisch zum CPU-Teil von Skylake und Kaby Lake (und vom iGPU-Teil her identisch zu Kaby Lake). Die minimalen IPC-Vorteile, die hier und da ausgemessen wurden, dürften primär auf dem größeren Level3-Cache sowie dem höheren Speichersupport von Coffee Lake beruhen.
Da Coffee Lake somit technologisch nur einen glasklaren Refresh darstellt, hat sich Intel primär darauf konzentriert, so viel Performance wie möglich aus den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten herauszuholen. Dafür gibt es nunmehr bei den Midrange- und Spitzen-Modellen von Core i5 & i7 durchgehend Sechskerner mit sogar sehr ansprechenden Taktraten im Angebot, während die Mainstream-Modelle von Core i3 immerhin gleich 4 CPU-Kerne aufbieten – jeweils mehr oder weniger ohne Preisaufschlag und damit als echte Kampfansage gegenüber AMDs Ryzen-Prozessoren gedacht. Das derzeit angebotene Portfolio umfasst 6 CPU-Modelle, ist aber sicherlich noch nicht final, denn im ersten Quartal 2018 sollen weitere Coffee-Lake-Prozessoren sowie vor allem auch die eigentlich für Coffee Lake gedachten neuen Mainboard-Chipsätze folgen.
Kerne | Takt | unl. | L2 | L3 | Speicher | Grafik | TDP | Preis | Release | ||
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Core i7-8700K | 6C +HT | 3.7/4.7 GHz | ✓ | 1.5 MB | 12 MB | 2Ch. DDR4/2666 | UHD630 (24EU @ 350/1200 MHz) | 95W | 359$ | 5. Okt. 2017 | |
Core i7-8700 | 6C +HT | 3.2/4.6 GHz | ✗ | 1.5 MB | 12 MB | 2Ch. DDR4/2666 | UHD630 (24EU @ 350/1200 MHz) | 65W | 303$ | 5. Okt. 2017 | |
Core i5-8600K | 6C | 3.6/4.3 GHz | ✓ | 1.5 MB | 9 MB | 2Ch. DDR4/2666 | UHD630 (24EU @ 350/1150 MHz) | 95W | 257$ | 5. Okt. 2017 | |
Core i5-8600 | 6C | ? | ✗ | 1.5 MB | 9 MB | 2Ch. DDR4/2666 | UHD630 (?EU @ 350/? MHz) | 65W | ? | Q1/2018 | |
Core i5-8500 | 6C | ? | ✗ | 1.5 MB | 9 MB | 2Ch. DDR4/2666 | UHD630 (?EU @ 350/? MHz) | 65W | ? | Q1/2018 | |
Core i5-8400 | 6C | 2.8/4.0 GHz | ✗ | 1.5 MB | 9 MB | 2Ch. DDR4/2666 | UHD630 (23EU @ 350/1050 MHz) | 65W | 182$ | 5. Okt. 2017 | |
Core i3-8350K | 4C | 4.0 GHz | ✓ | 1 MB | 8 MB | 2Ch. DDR4/2400 | UHD630 (23EU @ 350/1150 MHz) | 91W | 168$ | 5. Okt. 2017 | |
Core i3-8300 | 4C | ? | ✗ | 1 MB | 8 MB | 2Ch. DDR4/2400 | UHD630 (23EU @ 350/? MHz) | 65W | ? | Q1/2018 | |
Core i3-8100 | 4C | 3.6 GHz | ✗ | 1 MB | 6 MB | 2Ch. DDR4/2400 | UHD630 (23EU @ 350/1100 MHz) | 65W | 117$ | 5. Okt. 2017 | |
Alle Coffee-Lake-Prozessoren laufen ausschließlich [6] auf Mainboards basierend auf Intels 300er Chipsatz-Serie. |
Bislang wird Coffee Lake nur vom Z370-Chipsatz unterstützt, welcher allerdings nur einen umgelabelten Z270-Chipsatz darstellt. Wie bekannt, ist Coffee Lake trotzdem nicht abwärtskompatibel oder aber die Z270-Chipsätze aufwärtskompatibel – der "neue" Sockel 1151v2 (inoffizielle Bezeichnung) mag mechanisch gleich zum Sockel 1151 der Skylake- und Kaby-Lake-Prozessoren sein, in der elektrischen Beschaltung ist jener hingegen vollkommen abweichend. Dem "neuen" Z370-Chipsatz fehlen aufgrund seiner Herkunft natürlich die eigentlich für die 300er Chipsatz-Serie gedachten Features wie nativ integriertes WiFi sowie nativer Support für USB 3.1 – dies wird es dann erst mit den wirklichen 300er Mainboard-Chipsätzen H310, B360 und H370 im ersten Quartal 2018 [7] geben, der Z390-Chipsatz wird sogar erst im zweiten Halbjahr 2018 [8] nachfolgen.
Basetakt | AllC-Turbo | 4-5C | 2C | 1C | TB3.0 | |
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Core i7-8700K | 3.7 GHz | 4.3 GHz | 4.4 GHz | 4.6 GHz | 4.7 GHz | ✗ |
Core i7-8700 | 3.2 GHz | 4.3 GHz | 4.3 GHz | 4.5 GHz | 4.6 GHz | ✗ |
Core i5-8600K | 3.6 GHz | 4.1 GHz | 4.2 GHz | 4.2 GHz | 4.3 GHz | ✗ |
Core i5-8400 | 2.8 GHz | 3.8 GHz | 3.9 GHz | 3.9 GHz | 4.0 GHz | ✗ |
Zur 300er Chipsatz-Serie wäre noch zu erwähnen, das jene gemäß bisherigen Intel-Traditionen eigentlich auch noch die Coffee Lake nachfolgenden Ice-Lake-Prozessoren tragen können sollten – welche dann immerhin Achtkerner ins Midrange-Segment bei Intel [9] bringen sollen. Dieser weitergehende Support dürfte wenn dann aber sicherlich nur für die echten 300er Mainboard-Chipsätze gelten, nicht aber für den Z370-Chipsatz als aktuell eingesetzte Notlösung. Intel wird dies derzeit natürlich weder bestätigen noch dementieren ("keine Aussagen zu zukünftigen Produkten"), aber jener Verdacht liegt durchaus nahe und sollte daher zum jetzigen Stand einkalkuliert werden – mit dem Z370-Chipsatz verliert man wahrscheinlich die Aufrüstmöglichkeit auf Ice Lake. Da Aufrüstungen auf nur die nächste CPU-Generation aber eher selten wirklich genutzt werden (wenn dann versucht man größere Sprünge zu erzielen), hat dies keine ganz so große Bedeutung – bis natürlich auf den Vergleich zu AMD, wo der aktuellen Sockel AM4 höchstwahrscheinlich [10] noch bis ins Jahr 2020 mit neuen CPUs versorgt wird.
Kaby Lake -> Coffee Lake | CPU-Kerne | CPU-Threads | Taktraten | Listenpreis |
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Core i7-7700K -> Core i7-8700K | 4 -> 6 | 8 -> 12 | 4.2/4.5 GHz -> 3.7/4.7 GHz | 339$ -> 359$ (+8,5%) |
Core i7-7700 -> Core i7-8700 | 4 -> 6 | 8 -> 12 | 3.6/4.2 GHz -> 3.2/4.6 GHz | 303$ -> 303$ |
Core i5-7600K -> Core i5-8600K | 4 -> 6 | 4 -> 6 | 3.8/4.2 GHz -> 3.6/4.3 GHz | 242$ -> 257$ (+6,2%) |
Core i5-7400 -> Core i5-8400 | 4 -> 6 | 4 -> 6 | 3.0/3.5 GHz -> 2.8/4.0 GHz | 182$ -> 182$ |
Core i3-7350K -> Core i3-8350K | 2 -> 4 | 4 -> 4 | 4.2 GHz -> 4.0 GHz | 168$ -> 168$ |
Core i3-7100 -> Core i3-8100 | 2 -> 4 | 4 -> 4 | 3.9 GHz -> 3.6 GHz | 117$ -> 117$ |
Der vorgezogene Coffee-Lake-Launch hat allerdings nicht nur seine Auswirkungen im umgelabelten Z370-Chipsatz, sondern resultiert auch in einer für Intel-Verhältnisse erstaunlich schwachen Lieferbarkeit der neuen Prozessoren – welche speziell im Sechskern-Bereich nur zu klar überhöhten Preislagen vereinzelt zu bekommen sind, bei den Spitzenmodellen war die Lieferbarkeit schon einen Tag nach dem Launch sogar glatt bei Null (was sich derzeit nur in sehr kleinen Schritten bessert). Dies macht eine Preis/Leistungs-Bewertung zum derzeitigen Stand etwas diffizil – denn wollte man tatsächlich mit den aktuell überhöhten Straßenpreisen rechnen, tut man Coffee Lake erheblich Unrecht, noch dazu wo selbst zu diesen überhöhten Preisen wie gesagt gar keine Lieferbarkeit besteht und jener Vergleich somit reinste Theorie wäre. Eine Beurteilung anhand der US-Listenpreise würde wiederum AMD Unrecht tun, da die Ryzen-Prozessoren in der Einzelhandelspraxis doch teilweise erheblich unterhalb ihrer US-Listenpreise angeboten werden.
Fair erscheint somit generell nur eine Beurteilung auf Basis realer Straßenpreise, welche bei CPUs schließlich auch nicht so volatil sind wie bei Grafikkarten – vielmehr bekommt man bei CPUs meist dutzende Händlerangebote mit einem Abstand von nur 1-2 Euro/Dollar zum jeweiligen Tiefstpreis offeriert. Auf Intel-Seite rechnen wir dabei allerdings mit einer Preis-Prognose, welche (beim Erreichen einer wirklich guten Lieferbarkeit) den zu erwartenden deutschen Einzelhandelspreis mit 6% unterhalb des US-Listenpreises ansetzt. Dies ist jenes Preisniveau, zu welchem derzeit Intels Skylake-X-Prozessoren im deutschen Einzelhandel angeboten werden – das Preisniveau von Kaby Lake liegt zwar noch etwas niedriger, aber selbige Prozessoren stehen auch schon viel länger im Markt und sind damit hierfür kein guter Maßstab. Es kann allerdings leider nicht prognostiziert werden, wie schnell Coffee Lake wirklich zu diesen Preis-Prognosen erhältlich sein wird.
Listenpreis | Preis-Prognose | aktueller Preis | Lieferbarkeit | |
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Core i7-8700K | 359$ | ~339€ | ab 389€ | minimal (zu extrem überhöhter Preislage) |
Core i7-8700 | 303$ | ~286€ | ab 324€ | minimal (zu klar überhöhter Preislage) |
Core i5-8600K | 257$ | ~243€ | ab 269€ | ausreichend |
Core i5-8400 | 182$ | ~172€ | ab 195€ | schwach (zu klar überhöhter Preislage) |
Core i3-8350K | 168$ | ~159€ | ab 170€ | ausreichend |
Core i3-8100 | 117$ | ~111€ | ab 125€ | ausreichend |
Eine (vorherige) Festsetzung der Preispunkte ist allerdings zwingend notwendig, um die wirklich miteinander vergleichbaren Prozessoren von AMD und Intel identifizieren zu können – schließlich sind die technischen Ansetzungen beider CPU-Entwickler teilweise grundverschieden. Gemäß unserer Preis-Prognose zu Coffee Lake (beim Erreichen einer wirklich guten Lieferbarkeit) ergeben sich somit die folgenden Kontrahenten: Der Core i3-8100 liegt genau in der preislichen Mitte zwischen Ryzen 3 1200 und 1300X (mit allerdings generell geringen Abständen), während der Core i3-8350K preislich ganz gut zum Ryzen 5 1400 passt. Der Core i5-8400 liegt dann preislich ziemlich exakt auf der Höhe des Ryzen 5 1500X, hiermit wäre ein erstes klares Duell der nachfolgenden Benchmark-Auswertung gefunden.
Der Core i5-8600K hat dagegen keinen echten AMD-Gegenspieler – der Ryzen 5 1600X kostet klar weniger, der Ryzen 7 1700 klar mehr. Da selbiger AMD-Prozessor aber schon seinen perfekten Gegenspieler im preislich nahezu gleich liegenden Core i7-8700 hat, sollte man im Fall des Core i5-8600K eher denn den Vergleich zum Ryzen 5 1600X beachten. Und letztlich ist der passenden Vergleich für das Coffee-Lake-Spitzenmodell in Form des Core i7-8700K beim Ryzen 7 1700X Prozessor zu finden – es gibt hier zwar einen kleine preislichen Unterschied zugunsten von AMD, aber auf dieser Preishöhe machen 11 Euro Differenz den Braten auch nicht mehr fett. An dieser Stelle ist im übrigen deutlich zu sehen, wie ungünstig ein Vergleich nach Listenpreisen wäre: Der Ryzen 7 1700X hat den klar höheren Listenpreis gegenüber dem Core i7-8700K (399$ zu 359$), liegt aber beim (prognostizierten) Straßenpreis sogar leicht vorn (328€ zu ~339€).
AMD Ryzen | Intel Coffee Lake | |||
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8C +SMT, 3.6/4.0 GHz +XFR, 95W TDP, 499$ | Ryzen 7 1800X | ab 426€ [11] | ||
~339€ | Core i7-8700K | 6C +HT, 3.7/4.7 GHz, 95W TDP, 359$ | ||
8C +SMT, 3.4/3.8 GHz +XFR, 95W TDP, 399$ | Ryzen 7 1700X | ab 328€ [12] | ||
8C +SMT, 3.0/3.7 GHz +XFR, 65W TDP, 329$ | Ryzen 7 1700 | ab 289€ [13] | ||
~286€ | Core i7-8700 | 6C +HT, 3.2/4.6 GHz, 65W TDP, 303$ | ||
~243€ | Core i5-8600K | 6C, 3.6/4.3 GHz, 95W TDP, 257$ | ||
6C +SMT, 3.6/4.0 GHz +XFR, 95W TDP, 249$ | Ryzen 5 1600X | ab 218€ [14] | ||
6C +SMT, 3.2/3.6 GHz +XFR, 65W TDP, 219$ | Ryzen 5 1600 | ab 199€ [15] | ||
~172€ | Core i5-8400 | 6C, 2.8/4.0 GHz, 65W TDP, 182$ | ||
4C +SMT, 3.5/3.7 GHz +XFR, 65W TDP, 189$ | Ryzen 5 1500X | ab 171€ [16] | ||
~159€ | Core i3-8350K | 4C, 4.0 GHz, 91W TDP, 168$ | ||
4C +SMT, 3.2/3.4 GHz +XFR, 65W TDP, 169$ | Ryzen 5 1400 | ab 152€ [17] | ||
4C, 3.5/3.7 GHz +XFR, 65W TDP, 129$ | Ryzen 3 1300X | ab 122€ [18] | ||
~111€ | Core i3-8100 | 4C, 3.6 GHz, 65W TDP, 117$ | ||
4C, 3.1/3.4 GHz +XFR, 65W TDP, 109$ | Ryzen 3 1200 | ab 100€ [19] |
Mit diesen Preisinformationen bewaffnet, kann nun endlich der Vergleich dieser Prozessoren zu deren Anwendungs-Performance angegangen werden. Hierzu wurden die vorliegenden Launchreviews entsprechend ausgewertet, wobei Reviews mit einer möglichst breiten Benchmark-Auswahl und breitem Testfeld an gebenchten Prozessoren logischerweise bevorzugt wurden. Aufgrund der stattlichen Anzahl an Launchreviews gab es hierzu jede Menge an auswertbaren Benchmarks, welche zu sicherlich recht belastbaren Durchschnitts-Werten führen sollten. Der Problematik der ab Werk übertaktet laufenden Intel-Mainboards [22] wurde dadurch Rechnung getragen, das die Performance-Werte der Launchreviews von Hardware Canucks, Lab501 und Tom' Hardware zwar nachfolgend notiert wurden, aber nicht in unsere Durchschnittsbildung eingefloßen sind (Tom's Hardware haben diese Auto-OC-Problematik sehr wohl beachtet, aber trotzdem bietet deren Review mehr als kuriosen Benchmark-Werte zu Coffee Lake auf).
Auf den ersten Blick ist mit den Launchreviews natürlich schon zu sehen, das Coffee Lake eine sehr gute Vorstellung abgibt – Intels vorherige Kaby-Lake-Generation wird in jedem Fall ausreichend deutlich geschlagen und ist damit ab sofort keinerlei Gedanken mehr wert. Dies ist eine deutliche Differenz zu früheren CPU-Launches von Intel im Midrange-Segment, wo die Performanceverbesserungen manchmal derart niedrig lagen, das man auch problemlos weiterhin zu den "alten" Prozessoren greifen konnte. Im Gegensatz dazu legt Coffee Lake klar neue Performancemaßstäbe bei Intel auf – sehr deutlich zu sehen am Vergleich zwischen Core i7-7700K von Kaby Lake zum Core i5-8400 von Coffee Lake, wo das um immerhin 45% weniger kostende Coffe-Lake-Modell nahezu die Anwendungs-Performance des Kaby-Lake-Modells aufbietet.
Anwendungen | 7600K | 7700K | 8400 | 8600K | 8700K | 7800X | 1500X | 1600X | 1700X | 1800X |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
CPU-Kerne | 4C | 4C+HT | 6C | 6C | 6C+HT | 6C+HT | 4C+SMT | 6C+SMT | 8C+SMT | 8C+SMT |
AnandTech [23] (20 Tests) | - | 100% | 91,5% | - | 125,1% | 116,4% | 80,8% | - | 115,5% | 121,9% |
ComputerBase [24] (16 Tests) | 80% | 100% | 93% | 103% | 118% | 107% | 77% | 98% | 109% | 114% |
Golem [25] (6 Tests) | 75,6% | 100% | 103,8% | - | 136,6% | - | 78,8% | 106,4% | - | 132,9% |
Hardware.fr [26] (12 Tests) | 71,1% | 100% | 93,5% | 101,3% | 132,5% | - | 73,2% | 105,6% | 128,3% | 133,9% |
Hardware.info [27] (14 Tests) | 76,4% | 100% | 96,2% | 105,5% | 128,7% | 117,8% | 72,6% | 93,9% | 105,9% | 112,1% |
HardwareCanucks [28] (10 Tests) | 72,5% | 100% | 93,9% | - | 146,6% | - | 74,9% | 102,3% | 121,8% | 129,1% |
Hardwareluxx [29] (15 Tests) | 76,3% | 100% | 97,1% | 106,0% | 129,1% | 118,7% | - | 94,3% | 106,4% | 115,0% |
Hot Hardware [30] (6 Tests) | - | 100% | 96,3% | - | 135,3% | - | 75,4% | 98,7% | 111,3% | 118,3% |
Lab501 [31] (9 Tests) | 69,9% | 100% | - | 103,2% | 141,2% | 124,3% | - | 105,2% | 125,6% | 131,9% |
Overclockers Club [32] (10 Tests) | - | 100% | 92,7% | - | 124,8% | - | 73,1% | 98,7% | 110,5% | 114,7% |
PC Games Hardware [33] (5 Tests) | 77,4% | 100% | 96,4% | 108,8% | 129,0% | - | 74,6% | 104,2% | 123,3% | 130,7% |
PC Perspective [34] (11 Tests) | 78,9% | 100% | 97,3% | - | 130,4% | - | - | - | 108,9% | 115,9% |
PCLab [35] (11 Tests) | 79,2% | 100% | - | 103,5% | 125,8% | 103,7% | - | 99,0% | 109,6% | 115,5% |
PurePC [36] (6 Tests) | 69,2% | 100% | - | 104,2% | 133,8% | - | 75,9% | - | - | 138,6% |
SweClockers [37] (8 Tests) | 67,6% | 100% | - | 95,0% | 140,2% | 129,3% | 81,0% | 115,1% | 134,9% | 140,6% |
TechPowerUp [38] (21 Tests) | 77,5% | 100% | 92,3% | 99,3% | 122,2% | - | 75,8% | 95,9% | 107,0% | 111,5% |
TechSpot [39] (10 Tests) | 67,9% | 100% | - | - | 140,2% | 130,2% | 77,7% | - | - | 148,3% |
Tom's Hardware [40] (22 Tests) | 77,0% | 100% | - | - | 134,1% | 96,4% | - | 94,1% | - | 110,6% |
Tweakers [41] (9 Tests) | 78,0% | 100% | 104,2% | 112,5% | 135,3% | 130,1% | 77,6% | 107,8% | 124,5% | - |
WCCF Tech [42] (8 Tests) | 73,4% | 100% | 82,2% | 99,3% | 136,1% | 120,6% | - | 98,1% | 116,0% | 122,8% |
Anwendungs-Performance * | 75,5% | 100% | 94,4% | 104,5% | 128,9% | 116,9% | 76,0% | 101,9% | 117,0% | 123,2% |
Straßenpreise | 210€ | 312€ | ~172€ | ~243€ | ~339€ | 350€ | 171€ | 218€ | 328€ | 426€ |
* Gemittelte und (maßvoll) gewichtete Performance gemäß 17 von 20 Testberichten, sprich ohne der Einrechnung der Werte von Hardware Canucks, Lab501 und Tom's Hardware. |
Aber natürlich liegt der wahre Prüfstein für Coffee Lake im Vergleich zu AMD: Der Core i5-8400 kommt hier erneut hervorragend heraus, der preislich perfekt passende Ryzen 5 1500X wird um gleich +24% bei der Anwendungs-Performance klar geschlagen – das könnte die AMD-CPU selbst unter Übertaktung bei weitem nicht aufholen (während die Intel-CPU sich wie bekannt nicht übertakten läßt). Ironischerweise handelt es sich hierbei um einen Vergleich von Intel-Sechskerner gegen AMD-Vierkerner – logisch, das AMD selbigen verliert, wo man doch normalerweise den Intel-Angeboten mit mehr CPU-Kernen gegenübertritt (und nicht gerade mit weniger). In der Einsteigerklasse des Midrange-Segments muß AMD also klar nachlegen, hier hat Intel überraschenderweise mit dem Core i5-8400 sogar sehr klar die Nase vorn.
Beim Core i5-8600K ist die Situation weit weniger klar: Die neue CPU kommt zwar mit +2,6% bei der Anwendungs-Performance leicht schneller als der Ryzen 5 1600X heraus, selbige AMD-CPU wird allerdings auch klar günstiger angeboten. Hier ist bestenfalls ein Gleichstand zu sehen, eigentlich eher denn ein kleiner Vorteil zugunsten von AMD. Jenen kann die Intel-CPU dann wieder etwas egalisieren, wenn man die Übertaktungsfähgkeiten betrachtet: Diesbezüglich ist bei Intel ein klar höherer (relativer) Mehrtakt drin als bei AMD. Für diejenigen, welche sowieso nicht übertakten wollen, würde sich dann hingegen als Ersatz auf Intel-Seite sowieso eher der klar günstigere Core i5-8400 lohnen: Die Performance-Differenz zum Core i5-8600K ist mit -9,7% zwar vorhanden, erscheint aber angesichts des Preisunterschieds von -29% als durchaus verkraftbar.
Und letztlich gewinnt Intel den Vergleich seines neuen Spitzenmodells Core i7-8700K gegenüber dem zu einem ähnlichen Preispunkt angebotenen Ryzen 7 1700X mit einem Performanceplus von +10,2% bei der Anwendungs-Performance recht überzeugend. Auch mittels Übertaktung wird sich an diesem Ergebnis nichts mehr ändern, da das relative Übertaktungspotential auch in diesem Beispiel bei Intel höher ausfällt. Gleichfalls schafft es der Core i7-8700K damit auch, um +10,3% bei der Anwendungs-Performance am sogar etwas teureren Core i7-7800X von Skylake-X vorbeizuziehen und selbige CPU somit vollkommen zu obsolet zu machen. Selbst bei der Übertaktungseignung ist der Core i7-7800X (trotz seiner nominell niedrigen Taktraten) nicht besser dran, da sich Skylake-X bei weitem nicht so gut übertakten läßt (Richtung 4.5 GHz) wie eben Coffee Lake (Richtung 5 GHz oder etwas besser).
Wie sich Core i7-8700, Core i3-8350K und Core i3-8100 gegenüber ihren jeweiligen AMD-Kontrahenten schlagen, kann derzeit (zumindest im Sinne einer auf möglichst viele Werte setzenden Benchmark-Auswertung) nicht mit derselben Exaktheit gesagt werden, da selbige Prozessoren derzeit einfach noch zu wenig getestet wurden. Zum Core i7-8700 gab es nur bei Tom's Hardware [40] entsprechende Werte – aber jene sind kaum wertbar, da in diesem Test das benutzte Z370-Mainboard für generell kuriose Werte bei den Coffee-Lake-Prozessoren gesorgt hatte. Der Core i3-8350K wurde dann wenigstens noch von der ComputerBase [24], Hardware.fr [26] und den SweClockers [37] getestet, der Core i3-8100 dann leider nur noch von der ComputerBase [24]. Auf Basis dieser drei letztgenannten Testberichte läßt sich zu den beiden Core-i3-Modellen folgendes Performance-Bild aufstellen:
Anwendungen | 7100 | 7350K | 7600K | 7700K | 8100 | 8350K | 1200 | 1300X | 1400 | 1500X |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
CPU-Kerne | 2C+HT | 2C+HT | 4C | 4C+HT | 4C | 4C | 4C | 4C | 4C+SMT | 4C+SMT |
ComputerBase [24] (16 Tests) | 58% | 62% | 80% | 100% | 70% | 78% | 55% | 62% | 67% | 77% |
Hardware.fr [26] (12 Tests) | - | 49,9% | 71,1% | 100% | - | 69,9% | 47,9% | 54,4% | 63,4% | 73,2% |
SweClockers [37] (8 Tests) | - | 50,0% | 67,6% | 100% | - | 68,4% | 49,6% | 56,7% | 70,3% | 81,0% |
Anwendungs-Performance * | ~52% | ~55% | 75,5% | 100% | ~66% | ~73% | ~52% | ~59% | ~66% | 76,0% |
Straßenpreise | 102€ | 146€ | 210€ | 312€ | ~111€ | ~159€ | 100€ | 122€ | 152€ | 171€ |
* Gemittelte Performance der vorstehenden Testberichte, unter Einbeziehung der Ergebnisse aus früheren Launch-Analysen [43]. |
Die wenigen vorliegenden Benchmarks zu Core i3-8100 & -8350K lassen zwar nicht die Bildung eines wirklich exakten Performance-Durchschnitts zu, mit einer Fehlerquote von 1 bis maximal 2 Prozentpunkten läßt sich deren Performance-Richtung jedoch schon ganz gut erahnen. Danach kommt der Core i3-8100 sogar etwas besser als der leicht teurere Ryzen 3 1300X heraus, kann sich sogar knapp mit dem klar teureren Ryzen 5 1400 anlegen. Der Core i3-8350K gewinnt demzufolge den Zweikampf mit dem Ryzen 3 1400 ziemlich eindeutig, hat dafür allerdings auch einen minimal höheren Preispunkt. Für das Performance-Niveau des etwas teureren Ryzen 5 1500X reicht es beim Core i3-8350K dann allerdings nicht mehr. Insgesamt behaupten sich die beiden neuen Intel-Vierkerner gemäß dieser vorläufigen Performance-Einschätzung ziemlich gut in ihrem jeweiligen Preisfeld, ohne deswegen allerdings die großen Performance-Vorteil der neuen Intel-Sechskerner aufzubieten.
Im Bereich der Spiele-Performance werden die Karten dann wieder gänzlich neu gemischt: Zum einen hat Intel hier eine natürliche Stärke, zum anderen ist jedoch immer etwas in Frage zu stellen, ob zusätzliche CPU-Kerne auch wirklich eine beachtbare Mehrperformance unter Spielen liefern können. Als Vergleichsmaßstab haben wir diesesmal allein Frametime-Benchmarks ausgewertet (worunter sich die niedrigsten 1% aller erzeugten Frameraten während eines Benchmark-Durchlaufs verbergen), da zu jener Meßmethode mehr Benchmark-Werte vorliegen und jenen vor allem einen (viel) größeren Praxisbezug hat als die andere Meßmethode von Benchmarks unter maßgeblich CPU-limitierten (sehr niedrigen) Auflösungen. Die Skalierung der CPU-Performance unter Spielen ist damit allerdings auch etwas geringer als bei früheren Launch-Analysen – der höhere Praxiswert ist hierbei schlicht der ausschlaggebende Punkt.
Spiele (FullHD, 1% lowest) | 7600K | 7700K | 8400 | 8600K | 8700K | 7800X | 1500X | 1600X | 1700X | 1800X |
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
CPU-Kerne | 4C | 4C+HT | 6C | 6C | 6C+HT | 6C+HT | 4C+SMT | 6C+SMT | 8C+SMT | 8C+SMT |
AnandTech [23] (6 Tests) | - | 100% | 105,1% | - | 112,0% | - | 93,4% | - | 104,4% | 107,6% |
ComputerBase [24] (8 Tests) | 87% | 100% | 102% | 106% | 110% | 97% | - | 92% | - | 96% |
Hardware.info [27] (4 Tests) | 94,3% | 100% | 102,3% | 108,5% | 107,4% | 97,5% | 72,7% | 80,2% | 84,0% | 87,3% |
Hardwareluxx [29] (5 Tests) | 95,1% | 100% | 100,8% | 105,7% | 105,4% | 97,1% | - | 80,4% | 83,0% | 86,4% |
PC Games Hardware [33] (3 Tests) | 70,4% | 100% | 95,5% | 97,6% | 107,8% | - | - | - | - | 78,0% |
TechPowerUp [38] (10 Tests) | 93,0% | 100% | 97,1% | 99,9% | 100,4% | - | 82,7% | 88,1% | 86,4% | 88,3% |
TechSpot [39] (3 Tests) | 88,8% | 100% | - | - | 95,9% | 78,6% | 74,1% | - | - | 84,7% |
Spiele-Performance * | 88,6% | 100% | 100,2% | 103,8% | 106,4% | 93,9% | 81,5% | 89,9% | 89,8% | 92,6% |
Straßenpreise | 210€ | 312€ | ~172€ | ~243€ | ~339€ | 350€ | 171€ | 218€ | 328€ | 426€ |
* Gemittelte und (maßvoll) gewichtete Performance der niedrigsten 1% Frameraten unter FullHD gemäß der vorstehenden Testberichte. |
Sowohl die generell schwächere Skalierung als auch die gewisse AMD-Schwäche unter Spielen sind anhand der aufgestellten Benchmarks gut zu sehen. Dafür können sich die Coffee-Lake-Prozessoren allerdings fast bestmöglich in Szene setzen, denn die Bedenken ob der gleich 6 CPU-Kerne hat Intel augenscheinlich mit ausreichend viel Taktrate gekontert. Somit kann der Core i5-8400 im Gegensatz zur Anwendungs-Performance (wo er leicht zurückliegt) hierbei sogar exakt das Performance-Niveau des Core i7-7700K erreicht – welcher bislang als die beste Spieler-CPU überhaupt gegolten hat. Core i5-8600K und Core i7-8700K legen dann noch maßvoll etwas oben drauf, wobei beides primär an der Taktrate hängt, das HyperThreading des Core i7 teilweise sogar kontraproduktiv wirkt. Für Intel ist dies sicherlich eine neue Erfahrung, denn bislang half das HyperThreading der früheren Vierkerner jenen auch unter Spielen immer noch etwas weiter – mit den neuen Sechskernern dreht sich da etwas der Wind, was aber schließlich auch schon AMD bei seinen Ryzen-Prozessoren so erfahren musste.
An dieser Stelle darf aufgrund der Vollständigkeit der vorliegenden Benchmarks aber auch noch ein gewisses Wort zur AMD-Performance unter Spielen bzw. der teilweise vielbeschworenen "Spiele-Schwäche" der Ryzen-Prozessoren verloren werden. Rein meßtechnisch mag jene einwandfrei vorhanden sein – und dennoch muß die Relevanz dieser reinen Benchmark-Ergebnisse angezweifelt werden. Denn immerhin wird niemand die Spiele-Performance eines Core i7-7700K jemals als "ungenügend" oder auch nur "grenzwertig" bezeichnen, vielmehr hat diese CPU regelrechte Reserven im Spiele-Einsatz. Wenn nun AMD im schlimmsten Fall um 20% niedriger als ein Core i7-7700K (als der bisherigen Spitzen-CPU für den Spiele-Einsatz) herauskommt, dann werden die AMD-CPUs damit immer noch im "Sorgenfrei-Land" liegen, keineswegs werden sich hierbei wirklich fühlbare Differenzen im Praxiseinsatz ergeben. Für Spiele wird seitens der CPU schließlich immer nur eine gewisse Grundleistung abgefragt – eine schnellere CPU als notwendig beschleunigt das ganze dann nicht mehr, sondern ist (für den konkreten Fall) faktisch sinnlos verpuffende Mehrleistung.
Dies ist ein diametraler Unterschied zur Anwendungs-Performance, wo schnellere Prozessoren (auch bei geringen Differenzen) tatsächlich einen praktisch wirksamen Beschleunigungseffekt erbringen – vom reinen Betriebssystem über einfache Aufgaben wie das Packen von Dateien bis hin zur Arbeit mit wirklich leistungsfressender Anwendungs-Software. Selbst die vorstehend zu sehenden Performance-Differenzen der einzelnen AMD- und Intel-Prozessoren unter Spielen ergeben unserer Meinung nach keinen echten Performance-Unterschied unter PC-Spielen, da die Grundperformance aller hier getesteten CPUs ausreichend hoch für nahezu alle aktuellen PC-Spiele ist. Die aufgezeigten Benchmark-Differenzen werden also nicht zu echten Praxis-Differenzen führen, da die erreichten Frameraten durchgehend hoch genug sind für ein flüssiges Spielen, eine entsprechend leistungsfähige Grafikkarte vorausgesetzt. In diesem Punkt ist das Generieren von Benchmark-Balken leider nicht gänzlich zielführend, da hiermit eher nur als "theoretisch" zu bezeichende Differenzen auf einem allgemein sowieso schon flüssigen Frameraten-Niveau "ausgemessen" werden.
Bezüglich der Spiele-Performance von Core i3-8100 und Core i3-8350K liegen dann leider nur noch die Frametimes-Messungen der ComputerBase [44] und leider auch zu wenige entsprechende Werte aus der Vergangenheit vor. Damit kann nur sehr grob gesagt werden, das laut der ComputerBase der Core i3-8100 auf 75% des Performance-Niveaus des Core i7-7700K herauskommt (in etwa auf der Leistungsklasse eines Core i5-7500) sowie der Core i3-8350K auf 85% des Performance-Niveaus des Core i7-7700K (in etwa auf der Leistungsklasse eines Core i5-7600K). Auch hier sieht man diese neuen Intel-Prozessoren klar vor ihren gleichpreisigen AMD-Pendants – und in diesem Fall wird das ganze ausnahmsweise sogar praxisrelevant, denn das Performance-Niveau von Ryzen 3 1200 & 1300X (mit 30% und mehr unterhalb des Core i7-7700K) geht unter Spielen durchaus in Bereiche, wo auch praktische Performance-Nachteile (zumindest bei schnellen Grafikkarten) zumindest anzunehmen sind. Gänzlich sicher kann man sich diesbezüglich aber auch nicht sein, dies bedarf eigentlich eines exakten Beweises – denn alle vorgenannten AMD- und Intel-CPUs erreichen laut der ComputerBase mindestens die Spiele-Performance eines FX-8350, sind also gewiß nicht wirklich langsam unter Spielen.
Zu welcher Leistungsaufnahme die gezeigte Performance über die Bühne geht, darüber läßt sich derzeit noch einigermaßen streiten, da die Testberichte diesbezüglich keiner einheitlichen Meinung sind. Bei AnandTech [45] werden beispielsweise die TDP-Werte sogar noch unterboten, bei Tom's Hardware [46] hat man hingegen mit einem durch die Decke gehenden Stromverbrauch zu tun. Doch selbst die ComputerBase [47] berichtet über zumindest beim Core i7-8700K klar höhere Stromverbrauchswerte, als was dessen TDP von 95 Watt eigentlich hergibt – was angesichts der zwei mehr CPU-Kerne und nahezu gleicher Taktraten gegenüber dem Core i7-7700K auch irgendwie verständlich ist. Wirkliche Leisetreter sind die Spitzenmodelle von Coffee Lake damit beim Stromverbrauch augenscheinlich nicht mehr: Intel hat die Grenzen dessen ausgereizt, was technisch machbar war – und damit sind die Zeiten vorbei, wo man die selbstgesetzten TDPs teilweise sogar weit unterbieten konnte. Für die angebotene Performance geht der Core i7-8700K allerdings trotzdem reichlich energieeffizient zu Werke – und bei den kleineren Modellen von Coffee Lake passen dann die TDP-Vorgaben schon wieder viel eher, wird jene zumindest nicht so deutlich gerissen wie beim Core i7-8700K.
Ebenfalls nicht ganz einheitlich sind die Übertaktungs-Resultate zu Coffee Lake – wobei hier die Core-i3-Modelle in ihrer eigenen Kategorie spielen, werden jene doch der Kaby-Lake-Produktion entnommen bzw. basieren nicht auf einem eigenen Die. So verwundert es auch nicht, das die wenigen Übertaktungs-Tests zum Core i3-8350K mit einheitlich 4.9 GHz Taktrate ein wohlbekanntes Ergebnis für Kaby-Lake-basierte Prozessoren hervorbringen. Bei den "echten" Coffee-Lake-Modellen Core i5-8600K & Core i7-8700K gehen dann die Übertaktungs-Erfolge teilweise erheblich auseinander: Während die einige Hardwaretester auch wieder nur auf 4.9 GHz festhingen, erreichten andere bis zu 5.2 oder 5.3 GHz Takt – wobei nur der Core i5-8600K (wegen des fehlenden HyperThreadings) jenen Höchsttakt von 5.3 GHz erzielen konnte, zum Core i7-8700K lagen die höchsten Taktraten (der ausgewerteten Testberichte) bei "nur" 5.2 GHz.
Core i5-8600K | Core i7-8700K | ||
---|---|---|---|
Hardware.fr [49] | 4.8 GHz @ 1.312V | Hardware.fr [49] | 4.9 GHz @ 1.296V |
SweClockers [50] | 5.0 GHz @ 1.392V | SweClockers [50] | 5.0 GHz @ 1.392V |
Hardware.info [51] | 5.3 GHz @ 1.430V | Hardware.info [51] | 5.2 GHz @ 1.430V |
Lab501 [52] | 5.3 GHz @ 1.380V | Lab501 [52] | 5.2 GHz @ 1.404V |
TechPowerUp [53] | 4.8 GHz @ 1.232V | TechPowerUp [54] | 5.0 GHz @ 1.376V |
Tweakers [55] | 5.3 GHz @ 1.430V | Tweakers [55] | 5.2 GHz @ 1.430V |
WCCF Tech [56] | 5.1 GHz @ 1.19V | WCCF Tech [56] | 5.0 GHz @ 1.23V |
Hardwareluxx [57] | 5.3 GHz @ 1.43V | Hardwareluxx [57] | 5.2 GHz @ 1.43V |
PurePC [58] | 5.2 GHz @ 1.296V | PurePC [59] | 5.1 GHz @ 1.328V |
Hardwareluxx [57] | 5.0 GHz @ 1.35V | ||
Tom's Hardware [46] | 4.9 GHz @ 1.28V | ||
PC Perspective [60] | 5.1 GHz @ 1.2V | ||
Overclockers Club [61] | 4862 MHz @ 1.25V | ||
Hot Hardware [62] | 5.0 GHz @ 1.296V | ||
TechSpot [63] | 5.2 GHz | ||
SweClockers [50] | 4.9 GHz @ 1.392V | Hardware Canucks [64] | 5.1 GHz @ 1.456V |
Hardware.fr [49] | 4.9 GHz @ 1.376V | Golem [65] | 5.0 GHz @ 1.25V |
ComputerBase [66] | 4.9 GHz @ 1.392V | ComputerBase [66] | 5.2 GHz @ 1.356V |
Core i3-8350K | Core i7-8700K |
Ob selbige Taktraten aber wirklich so einfach zu erreichen sind, muß derzeit noch etwas offen bleiben. Denn das eine gute Anzahl an Übertaktungs-Tests eben bei nur 4.9 bis 5.0 GHz Taktrate herauskam, kann zum einen durch deutliche Qualitätsunterschiede im Coffee-Lake-Silizium begründet sein – zum anderen aber auch aus einer zu kurzen Stabilitätsprüfung seitens der Hardwaretester mit den besonders hohen Übertaktungsergebnissen resultieren. Ob gerade die besten Übertaktungen von Coffee Lake wirklich allesamt 100% alltagsstabil sind, kann somit derzeit nicht bestätigt werden. So oder so dürften Coffee-Lake-Übertaktungen oberhalb von 5.0 GHz ein gewisses Glücksspiel sein, dessen Ausgang nicht garantiert werden kann. Die Zeit muß dann zeigen, wie häufig diese Coffee-Lake-Übertaktungen oberhalb von 5.0 GHz wirklich in der Praxis realisiert werden können.
Damit verschiebt Intel die Taktgrenze gegenüber Kaby Lake nur eher minimal, dort ging es schließlich auch schon sehr nahe an die 5-GHz-Marke [67] heran. Allerdings überschreitet Coffee Lake jene 5-GHz-Marke ausreichend konsequent (und pyschologisch wichtige Marken sind für Overclocker schließlich sehr relevant), zum anderen wird das ganze im Gegensatz zu Kaby Lake nunmehr gleich mit einer Sechskern-CPU realisiert. Das es Intel geschafft hat, mit zwei mehr CPU-Kernen (und damit dem größeren Die) auf der grundsätzlich selben Fertigungstechnologie sogar noch etwas mehr Taktfähigkeit herauszuholen, ist aller Ehren wert – denn normalerweise lassen sich größere Dies um so schlechter übertakten, wie man ja auch an Skylake-X [68] gut sehen kann. Der Taktraten-Vorteil von Intel gegenüber AMD geht damit auf wiederum ein ganzes Gigahertz hinauf, was dann ebenfalls schon eine gewichtige Marke darstellt.
In der Summe der Dinge hat Intel mittels Coffee Lake eine ziemlich starke neue Prozessoren-Generation vorgelegt, auch wenn es keine wirklichen technologische Verbesserungen gegeben hat. Der Performance-Zuwachs erreicht aber dennoch ein Niveau, welches man bei Intel lange nicht mehr zwischen zwei CPU-Generationen gesehen hatte. Gegenüber AMD holt man allerdings nicht primär mehr Performance heraus, denn diesbezüglich musste man erst einmal den Rückstand gegenüber den Ryzen-Prozessoren egalisieren. Vielmehr ist Coffee Lake eher denn ein Intel-Angriff auf AMD beim Preis/Leistungs-Verhältnis – maßgeblich vorangetrieben durch den Punkt, das die neuen Intel-Prozessoren nominell nahezu dieselben Listenpreise wie die Vorgänger-Generation aufweisen. Aktuell ergibt sich natürlich (wie bekannt) ein ganz anderes preisliches Bild. Insofern wurde bei der nachfolgenden Detail-Auswertung für jeden Coffee-Lake-Prozessor sowohl unsere Preis-Prognose als auch der aktuelle Preispunkt (zumeist nicht lieferbar) notiert.
Der Core i3-8100 als neues Mainstream-Einsteigermodell bietet gegenüber seinen AMD-Kontrahenten mit die stärksten Performance-Vorteile – und zwar egal, ob man jenen zum prognostizierten oder dem aktuellen Preispunkt vergleicht. Der einziger Nachteil des Core i3-8100 liegt in der fehlenden Übertaktungsfähigkeit – und mangels Turbo-Modus gibt es hier auch keine AllCore-Turbo-Übertaktung, wie sie manche Mainboards für die größeren Prozessoren des Portfolios anbieten. Die AMD-Kontrahenten werden zwar unter Übertaktung den Performance-Rückstand nicht gänzlich aufholen können, aber natürlich geht es beim Übertakten teilweise auch nur um den Spaß an der Sache. Unsere Empfehlung ergeht aufgrund der hohen nominellen Performance-Differenz aber trotzdem sowohl zur prognostizierten als auch zur aktuellen Preislage klar zugunsten des Core i3-8100.
Ryzen 3 1200 | Core i3-8100 | Ryzen 3 1300X | |
---|---|---|---|
Technik | 4C, 3.1/3.4 GHz +XFR, 65W TDP, 109$ | 4C, 3.6 GHz, 65W TDP, 117$ | 4C, 3.5/3.7 GHz +XFR, 65W TDP, 129$ |
Anwend.-Perf. | ~80% | 100% | ~90% |
Spiele-Perf. | ~74% | 100% | ~82% |
Übertaktbarkeit | Richtung 3.9 GHz | keine | Richtung 3.9 GHz |
Straßenpreis | ab 100€ | prognost. 111€ (aktuell ab 125€) | ab 122€ |
Der Core i3-8350K liegt deutlich näher an seinen AMD-Kontrahenten dran, der Ryzen 5 1500X kommt bei der Anwendungs-Performance sogar leicht vor der Intel-CPU heraus. Als gewissen Pluspunkt führen beide AMD-Kontrahenten zudem auch noch SMT mit ins Feld, während der Core i3-8350K ohne HyperThreading und damit auf nur 4 CPU-Threads beschränkt antritt – dies könnte langfristig eventuell doch noch einmal eine Rolle spielen. Übertaktbar sind in diesem Vergleich alle Prozessoren, wobei das Intel-Modell den größten relativen Übertaktungsgewinn erreichen und damit noch weiter bei der Performance davonziehen kann. Unsere Empfehlung zur prognostizierten Preislage ergeht in Richtung des Core i3-8350K, während wir zur aktuellen Preislage eher denn einen Gleichstand zwischen Core i3-8350K und Ryzen 5 1500X sehen.
Ryzen 5 1400 | Core i3-8350K | Ryzen 5 1500X | |
---|---|---|---|
Technik | 4C +SMT, 3.2/3.4 GHz +XFR, 65W TDP, 169$ | 4C, 4.0 GHz, 91W TDP, 168$ | 4C +SMT, 3.5/3.7 GHz +XFR, 65W TDP, 189$ |
Anwend.-Perf. | ~91% | 100% | ~105% |
Spiele-Perf. | ~76% | 100% | ~87% |
Übertaktbarkeit | Richtung 3.9 GHz | Richtung 4.9 GHz | Richtung 3.9 GHz |
Straßenpreis | ab 152€ | prognost. 152€ (aktuell ab 170€) | ab 171€ |
Der Core i5-8400 hat als kleinster Intel-Sechskerner mit trotzdem hervorragender Performance automatisch etwas für sich – selbst das Fehlen von HyperThreading stört hier nicht mehr ganz so, sind schließlich immer schon 6 CPU-Threads vorhanden. Bei der Performance läßt man die AMD-Konkurrenz hinter sich, allenfalls der Ryzen 5 1600 kann sich knapp bei der Anwendungs-Performance behaupten. Nachteilig bei der Intel-CPU ist das Fehlen einer regulären Übertaktungsmöglichkeit, allenfalls kann man auf diversen Mainboards einen AllCore-Turbo aktivieren und damit wenigstens eine gewisse Übertaktung erreichen – die AMD-Prozessoren können in dieser Disziplin jedoch mehr, auch wenn unter Übertaktung das Performancebild kaum grundsätzlich anders aussehen sollte. Unsere Empfehlung zur prognostizierten Preislage ergeht klar in Richtung des Core i5-8400, während wir zur aktuellen Preislage die Intel-CPU nur noch minimal vor dem (genauso gangbaren) Ryzen 5 1600 sehen.
Ryzen 5 1500X | Core i5-8400 | Ryzen 5 1600 | |
---|---|---|---|
Technik | 4C +SMT, 3.5/3.7 GHz +XFR, 65W TDP, 189$ | 6C, 2.8/4.0 GHz, 65W TDP, 182$ | 6C +SMT, 3.2/3.6 GHz +XFR, 65W TDP, 219$ |
Anwend.-Perf. | 80,5% | 100% | ~98% |
Spiele-Perf. | 81,3% | 100% | ~84% |
Übertaktbarkeit | Richtung 3.9 GHz | keine | Richtung 3.9 GHz |
Straßenpreis | ab 171€ | prognost. 172€ (aktuell ab 195€) | ab 199€ |
Der Core i5-8600K dürfte primär für Übertakter interessant sein – und kann auch nur dort seine Stärken entfalten, denn ohne Übertaktung ist der (klar günstigere) Ryzen 5 1600X nahezu genauso schnell und damit vorzuziehen. Unter Übertaktung hat die Intel-CPU jedoch den (sehr) viel größeren Taktratengewinn vorzuweisen, womit sich das Performancebild klar in Richtung des Core i5-8600K verschieben sollte. Unsere Empfehlung zur prognostizierten Preislage muß aufgrund des Preisvorteils zugunsten von AMD dennoch zwischen Core i5-8600K und Ryzen 5 1600X zweigeteilt werden – und zur aktuellen Preislage wird das ganze noch etwas zweifelhafter, da schwingt das Pendel um so stärker in Richtung AMD. Natürlich ist dies auch eine Sache der persönliche Präferenz – denn wer unbedingt die 5.0+ GHz unterhalb von 300 Euro sehen will, der kommt kaum am Core i5-8600K vorbei.
Ryzen 5 1600X | Core i5-8600K | Ryzen 7 1700 | |
---|---|---|---|
Technik | 6C +SMT, 3.6/4.0 GHz +XFR, 95W TDP, 249$ | 6C, 3.6/4.3 GHz, 95W TDP, 257$ | 8C +SMT, 3.0/3.7 GHz +XFR, 65W TDP, 329$ |
Anwend.-Perf. | 97,5% | 100% | ~103% |
Spiele-Perf. | 86,6% | 100% | ~85% |
Übertaktbarkeit | Richtung 3.9 GHz | Richtung 5.0+ GHz | Richtung 3.9 GHz |
Straßenpreis | ab 218€ | prognost. 243€ (aktuell ab 269€) | ab 289€ |
Der Core i7-8700K (der Core i7-8700 kann mangels vorliegender Benchmarks nicht wirklich bewertet werden) ist dann wieder unumschränkter "King of the Hill" im Midrange-Segment, da die AMD-Kontrahenten bei der Performance jeweils geschlagen werden. Hinzu kommt die etwas bessere Übertaktungseignung auf Intel-Seite und dann eben auch schon gleich 12 CPU-Threads, wogegen AMDs 16 CPU-Threads nicht wirklich zwingend genug aussehen. Unsere Empfehlung zur prognostizierten Preislage ergeht klar in Richtung des Core i7-8700K, während wir zur aktuellen Preislage allerdings eher denn einen Gleichstand zwischen Core i7-8700K und Ryzen 7 1700X sehen – die Intel-CPU liegt zwar bei der Performance vorn, ist aber zur aktuellen Preislagen auch klar teurer angesetzt.
Ryzen 7 1700X | Core i7-8700K | Ryzen 7 1800X | |
---|---|---|---|
Technik | 8C +SMT, 3.4/3.8 GHz +XFR, 95W TDP, 399$ | 6C +HT, 3.7/4.7 GHz, 95W TDP, 359$ | 8C +SMT, 3.6/4.0 GHz +XFR, 95W TDP, 499$ |
Anwend.-Perf. | 90,8% | 100% | 95,6% |
Spiele-Perf. | 84,4% | 100% | 87,0% |
Übertaktbarkeit | Richtung 3.9 GHz | Richtung 5.0+ GHz | Richtung 4.0 GHz |
Straßenpreis | ab 328€ | prognost. 339€ (aktuell ab 389€) | ab 426€ |
Wie den vorherigen Zeilen und Tabellen zu entnehmen, ergibt sich eine erhebliche Bewertungsdifferenz zu Intels Coffee Lake zwischen prognostizierter und aktueller Preislage: Nach prognostizierter Preislage gewinnt Intel vier Vergleiche mit einem Unentschieden – während zur aktuellen Preislage vier Unentschieden bei einem AMD-Sieg herauskommen. An dieser Stelle schlägt sich Intel ein wenig selbst mit der derzeit immer noch unbefriedigenden Liefersituation zu Coffee Lake – denn es fehlen ja nicht nur die Prozessoren selber, auch die Prozessorenpreise sind durch diese schwache Lieferbarkeit maßgeblich verdorben. Es wird sicherlich einige Zeit mit echter Lieferbarkeit benötigen, ehe die Preislagen von Coffee Lake auf das Niveau unserer Prognosen abgesunken sind. Und natürlich gehen alle unsere guten Bewertungen zu Coffee Lake davon aus, das diese Preis-Prognosen auch eines Tages wirklich erreicht werden.
Ein finales Urteil zu Coffee Lake kann somit eigentlich nur die Zeit fällen – erst im Laufe des Winters dürfte sich ergeben, ob Coffee Lake wirklich die große Preis/Leistungs-Offenbarung ist, welche sich aus der gezeigten Performance und den dazu genannten Listenpreisen ergibt. So lange die Preissituation allerdings nicht im reinen ist, lohnt sich Coffee Lake – und dies muß klar gesagt werden – nur in Teilen. Zur aktuellen Preislage erreicht Coffee Lake nämlich nur grob dasselbe Preis/Leistungs-Niveau, welches AMDs Ryzen schon seit Monaten bietet. Intels Coffee Lake braucht also zwingend die von uns prognostierten besseren Preislagen (auf Basis der von Intel genannten Listenpreis), um seinen primären Vorteil des besseren Preis/Leistungs-Verhältnisses ausspielen zu können. Ganz so zufrieden kann man mit diesem CPU-Launch also doch nicht sein – wenn die letztendliche Empfehlung dann lauten muß, doch wieder nur (auf sinnvolle Preislagen) zu warten.
Für diesen Artikel zu Rate gezogene Testberichte zu Intels Coffee Lake:Verweise:
[1] http://www.3dcenter.org/users/leonidas
[2] http://www.3dcenter.org/news/intel-coffee-lake
[3] http://www.3dcenter.org/news/hardware-und-nachrichten-links-des-212223-august-2017
[4] http://www.3dcenter.org/news/amd-ryzen
[5] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-intel-kaby-lake
[6] http://www.3dcenter.org/news/intels-coffee-lake-benoetigt-bestaetigt-neue-mainboards
[7] http://www.3dcenter.org/news/hardware-und-nachrichten-links-des-2930-september-2017
[8] http://www.3dcenter.org/news/hardware-und-nachrichten-links-des-7-september-2017
[9] http://www.3dcenter.org/news/ice-lake-bringt-wohl-auch-bei-intel-achtkern-prozessoren-ins-normale-consumer-segment
[10] http://www.3dcenter.org/news/hardware-und-nachrichten-links-des-91011-januar-2017
[11] https://geizhals.de/amd-ryzen-7-1800x-yd180xbcaewof-a1582191.html
[12] https://geizhals.de/amd-ryzen-7-1700x-yd170xbcaewof-a1582190.html
[13] https://geizhals.de/amd-ryzen-7-1700-yd1700bbaebox-a1582201.html
[14] https://geizhals.de/amd-ryzen-5-1600x-yd160xbcaewof-a1604881.html
[15] https://geizhals.de/amd-ryzen-5-1600-yd1600bbaebox-a1604879.html
[16] https://geizhals.de/amd-ryzen-5-1500x-yd150xbbaebox-a1604878.html
[17] https://geizhals.de/amd-ryzen-5-1400-yd1400bbaebox-a1604876.html
[18] https://geizhals.de/amd-ryzen-3-1300x-yd130xbbaebox-a1663154.html
[19] https://geizhals.de/amd-ryzen-3-1200-yd1200bbaebox-a1663145.html
[20] https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?t=584493
[21] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-intel-coffee-lake
[22] http://www.3dcenter.org/news/zum-problem-der-uebertaktung-ab-werk-bei-aktuellen-intel-mainboards
[23] https://www.anandtech.com/show/11859/the-anandtech-coffee-lake-review-8700k-and-8400-initial-numbers
[24] https://www.computerbase.de/2017-10/intel-coffee-lake-8700k-8400-8350k-8100-test/
[25] https://www.golem.de/news/core-i7-8700k-und-core-i5-8400-im-test-ein-sechser-von-intel-1710-130390.html
[26] http://www.hardware.fr/articles/970-1/intel-core-i7-8700k-core-i5-8600k-core-i5-8400-core-i3-8350k-test.html
[27] https://nl.hardware.info/reviews/7588/intel-core-i7-8700k--i5-8600k--i5-8400-coffee-lake-review-betaalbaar-zes-cores
[28] http://www.hardwarecanucks.com/forum/hardware-canucks-reviews/76162-intel-coffee-lake-i7-8700k-i5-8400-review.html
[29] https://www.hardwareluxx.de/index.php/artikel/hardware/prozessoren/44525-coffee-lake-intel-core-i7-8700k-i5-8600k-und-i5-8400-im-test.html
[30] https://hothardware.com/reviews/intel-core-i7-8700k-and-core-i5-8400-coffee-lake-processor-review
[31] http://lab501.ro/procesoare-chipseturi/review-intel-core-i7-8700k-intel-core-i5-8600k-coffee-lake-aorus-z370-ultra-gaming
[32] http://www.overclockersclub.com/reviews/intel_core_i7_8700k__core_i5_8400/
[33] http://www.pcgameshardware.de/Coffee-Lake-Codename-266775/Tests/Core-i7-8700K-i5-8600K-i5-8400-Test-1240339/
[34] https://www.pcper.com/reviews/Processors/Coffee-Lake-Story-Intel-Core-i7-8700K-and-Core-i5-8400-Review
[35] http://pclab.pl/art75579.html
[36] https://www.purepc.pl/procesory/test_procesora_intel_core_i7_8700k_premiera_coffee_lake
[37] https://www.sweclockers.com/test/24482-intel-core-i7-8700k-i5-8600k-och-i3-8350k-coffee-lake
[38] https://www.techpowerup.com/reviews/Intel/Core_i7_8700K/
[39] https://www.techspot.com/review/1497-intel-core-i7-8700k/
[40] http://www.tomshardware.de/intel-coffee-lake-s-benchmarks-leistungsaufnahme-temperaturen,testberichte-242397.html
[41] https://tweakers.net/reviews/5733/1/intel-coffee-lake-meer-cores-hogere-prestaties-inleiding-gedeeltelijke-introductie.html
[42] http://wccftech.com/review/intel-core-i7-8700k-core-i5-8600k-core-i5-8400-cpu-review/
[43] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-amd-ryzen-3
[44] https://www.computerbase.de/2017-10/intel-coffee-lake-8700k-8400-8350k-8100-test/5/#abschnitt_frametimes_in_der_analyse
[45] https://www.anandtech.com/show/11859/the-anandtech-coffee-lake-review-8700k-and-8400-initial-numbers/5
[46] http://www.tomshardware.de/intel-coffee-lake-s-benchmarks-leistungsaufnahme-temperaturen,testberichte-242397-16.html
[47] https://www.computerbase.de/2017-10/intel-coffee-lake-8700k-8400-8350k-8100-test/6/
[48] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-intel-coffee-lake/launch-analyse-intel-coffee-lake-seite-2
[49] http://www.hardware.fr/articles/970-3/overclocking-pratique.html
[50] https://www.sweclockers.com/test/24482-intel-core-i7-8700k-i5-8600k-och-i3-8350k-coffee-lake/23
[51] https://nl.hardware.info/reviews/7588/23/intel-core-i7-8700k--i5-8600k--i5-8400-coffee-lake-review-betaalbaar-zes-cores-overklokken-i5-8600k-a-i7-8700k
[52] http://lab501.ro/procesoare-chipseturi/review-intel-core-i7-8700k-intel-core-i5-8600k-coffee-lake-aorus-z370-ultra-gaming/20
[53] https://www.techpowerup.com/reviews/Intel/Core_i5_8600K/17.html
[54] https://www.techpowerup.com/reviews/Intel/Core_i7_8700K/17.html
[55] https://tweakers.net/reviews/5733/9/intel-coffee-lake-meer-cores-hogere-prestaties-overklokken.html
[56] http://wccftech.com/review/intel-core-i7-8700k-core-i5-8600k-core-i5-8400-cpu-review/6/
[57] https://www.hardwareluxx.de/index.php/artikel/hardware/prozessoren/44525-coffee-lake-intel-core-i7-8700k-i5-8600k-und-i5-8400-im-test.html?start=1
[58] https://www.purepc.pl/procesory/test_procesora_intel_core_i5_8600k_rzeznik_zwany_coffee_lake?page=0,22
[59] https://www.purepc.pl/procesory/test_procesora_intel_core_i7_8700k_premiera_coffee_lake?page=0,22
[60] https://www.pcper.com/reviews/Processors/Coffee-Lake-Story-Intel-Core-i7-8700K-and-Core-i5-8400-Review/Quick-Gaming-Power-
[61] http://www.overclockersclub.com/reviews/intel_core_i7_8700k__core_i5_8400/3.htm
[62] https://hothardware.com/reviews/intel-core-i7-8700k-and-core-i5-8400-coffee-lake-processor-review?page=7
[63] https://www.techspot.com/review/1497-intel-core-i7-8700k/page4.html
[64] http://www.hardwarecanucks.com/forum/hardware-canucks-reviews/76162-intel-coffee-lake-i7-8700k-i5-8400-review-15.html
[65] https://www.golem.de/news/core-i7-8700k-und-core-i5-8400-im-test-ein-sechser-von-intel-1710-130390-4.html
[66] https://www.computerbase.de/2017-10/intel-coffee-lake-8700k-8400-8350k-8100-test/7/
[67] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-intel-kaby-lake/launch-analyse-intel-kaby-lake-seite-2
[68] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-intel-core-x
[69] https://www.techpowerup.com/reviews/Intel/Core_i5_8600K/
[70] https://www.purepc.pl/procesory/test_procesora_intel_core_i5_8600k_rzeznik_zwany_coffee_lake
[71] https://tweakers.net/reviews/5733/intel-coffee-lake-meer-cores-hogere-prestaties.html
[72] http://www.3dcenter.org/artikel/launch-analyse-intel-coffee-lake/launch-analyse-intel-coffee-lake-seite-3